Beiträge von Akingretel

    Guten Morgen,

    der Stellenwechsel hätte Euch ja schonmal vorliegen müssen, und zwar rechtzeitig vor dem 01.01. als Versetzung. Und dafür ist es erstmal prinzipiell wurscht, ob der Kollege das will. Zu der Versetzung gehört natürlich auch die Eingruppierung, die ja wohl zu dem Zeitpunkt noch so geblieben ist.....

    Jetzt ist es m.M. eine Änderungskündigung, für die Ihr auch angehört werden müsst.

    Also, wir haben dazu eine BV gemacht mit Formular für GFA, aber ich kann Euch sagen, Ihr braucht einen langen Atem, lasst euch nicht entmutigen. Der AG ist das eine, die Belegschaft zu motivieren, die Anzeigen zu schreiben, dauert. Vor allem wichtig ist, dass Ihr auf Reaktionen vom AG achtet, die MA werden ganz schnell müde, Gefährdungen anzuzeigen, wenn da keine Reaktionen kommen. Seit ihr beim (regelmäßigen) ASA dabei? Da gehört das Thema dann auch hin.

    Das Wort BEM ist schon gefallen, ich hoffe, Ihr habt das im Betrieb implementiert. Dann wundert mich, dass ihr nun 2 Hausmeister habt, weil der andere wurde doch hoffentlich befristet für Langzeitkrank dahin versetzt?!

    Und ganz nebenher, den behandelnden Arzt versteh ich auch nicht, nach so´ner Krankheitsgeschichte fängt man eigentlich mit einer stufenweisen Wiedereingliederung an. oder war der Kollege der Meinung, dass er das nicht braucht, weil er sich fit fühlt?

    Was die lei(d)tenden Angestellten betrifft, dürfte das ja zur Wahl geklärt worden sein. Ansonsten kann aber auch der BR durchaus bei Zweifeln, auch letztendlich durch ein Gericht, klären lassen, ob die vermeintlichen wirklich leitende sind im Sinne des § 5 BetrVG. Und ich meine, dass das Urteil letztens zur Arbeitszeiterfassung keine Unterschiede gemacht hat, selbst Leute mit Vertrauensarbeitszeit müssen ihre AZ erfassen, also alle. Und Ihr habt natürlich entspr. §87 die Rechte.

    Warum sollte er verfallen? Bei normalem Urlaub bleibt mein Anspruch doch auch bestehen, wenn ich AU mit Bescheinigung bin. Unsere Sonderurlaube sind per TV geregelt, da verfällt nichts. Allerdings ist der Fall bei Tod von Angehörigen unter der Rubrik "Arbeitsbefreiung" zu finden und da sieht das glaube ich, ein bisschen anders aus. Weil wenn ich nicht arbeite, brauche ich da nicht befreit werden - ist aber ehrlich gesagt, jetzt mal eine Antwort aus meinem Bauch.

    dass man als AG vom BR vor Gericht gezerrt werden könnte! (denn da wähnen sie sich oft auf der sicheren Seite, denn es geht ja schließlich um Menschenleben!).

    Ich will da nur anmerken, dass auch das Gericht genauso "Recht" gesprochen hat, fast mit deinen Worten. Wir haben aber trotzdem (beim 1. Mal in der Einigungsstelle - jetzt geht es ohne) eine BV hinbekommen.

    Inzwischen ist aber das leidige Problem, was wir alle haben - keine Leute, wobei die moralische Schiene ("der arme Patient") gerade sehr schnell am Bröckeln ist.

    Und das lass ich mal so stehen.

    Zugegebenermaßen habe ich mich recht kurz gefasst. Wir haben einen Suchtbeauftragten, der auch für die Prävention zuständig ist, der Stufenplan umfasst viele Hilfsangebote und wegen der Einschätzung "Anzeichen" arbeiten bei uns doch recht viele Menschen mit med. Kenntnissen (Krankenhaus).

    Geregelt ist in einem Stufenplan, wie und mit wem Gespräche laufen, bis letztendlich gekündigt werden kann mit dem Angebot, nach einem Entzug und positiver Prognose den Arbeitsplatz wieder zu bekommen. "Pusten" und Blutabnahme geht nur freiwillig, aber bei Anzeichen, dass derjenige nicht arbeitsfähig ist, wird er sofort auf seine Kosten heimgeschickt und erhält auch keinen Lohn für die Zeit.

    Wir haben einfach letztens beim großen aufräumen den AG gefragt, ob er die alten Bücher haben möchte.... Ging ganz schnell, sie zu entsorgen :)


    Hab noch vergessen, die Sache mit dem tablet ist eher kritisch zu betrachten und ein Anbieter macht es nun nicht mehr. Gab da ein BAG-Urteil 7 ABR 27/20, wo es um die Schulungskosten ging, am Rande hat das BAG zumindest bemerkt, dass sie nicht darüber urteilen wollen, ob das BR-Mitglied durch manche Gaben bevorteilt wird und das hat dann wohl ein nachdenken bewirkt .

    Ich wäre eher beim §87 BetrVG bei Verteilung von Prämien. Wobei es da nur um die Grundsätze geht. Also AG hat eine Summe und sagt welchen Abteilungen, der BR kann dann mitreden, wie das unter den Leuten verteilt wird. Und da könnt Ihr dann über den Azubi nachdenken. Formell würde ich sehen, dass er unterjährig eingestellt wurde, moralisch könnte man anders denken.