Beiträge von Simone

    Hallo,

    unsere Betriebsratswahl ist aufgrund der Anfechtung durch den Arbeitgeber vom Arbeitsgericht für ungültig erklärt worden.
    Wir sind ein Betrieb mit zwei Betriebsteilen und zwei Betriebsräten.
    Streitfrage ist, ob ein oder zwei Betriebsräte zu wählen waren/wären.
    Der Betriebsrat ist in Berufung gegangen. Bis zum Urteilsspruch kann es dauern...
    Wir haben dringenden Schulungsbedarf, besonders für Vorsitzenden und neugewähltes Mitglied.
    Hat jemand von Euch Erfahrungen in der Richtung?
    Was würdet ihr uns raten: schulen oder aussitzen?
    Vielen Dank für Eure Antworten.

    Simone

    Hallo Moritz und Timo,

    danke für Eure Meinungen und Hinweise.

    Im Fusionsvertrag ist geregelt, dass beide Betriebsräte bestehen bleiben, allerdings ohne zeitliche Begrenzung, auch darauf beruft sich der Betriebsrat A. Wir waren also nicht ohne gültigen BR.
    Die Umstände haben sich aber geändert.

    Es ist in der Tat so, und das hat ja auch das Arbeitsgericht so gesehen, dass wir ein Betrieb, zwar mit zwei Betriebsteilen und nicht einzeln betriebsratsfähig, sind.

    Wir arbeiten mit unserer Betriebsstättenleitung konstruktiv zusammen, im anderen Betriebsteil ist das Verhältnis angespannt. Auch daraus resultiert die Entscheidung des BR A, einen eigenen BR zu behalten. Ich glaube, dass auch das Kleben am Pöstchen eine Rolle spielt.

    Auf jeden Fall werden wir wohl auch Rechtsmittel einlegen müssen, um nicht ohne Interessenvertretung dazustehen.

    Eine Frage hab ich noch:
    Kann man vom Zeitpunkt des rechtskräftigen Urteils bis zur Wahl eines einheitlichen BR eine Art Übergangsmandat vereinbaren (mit Belegschaft und GL), damit keine betriebsratslose Zeit entsteht?

    Viele Grüße

    Simone

    Hallo,

    wir sind ein Unternehmen, dass vor 4 Jahren mit einem gleichartigen Unternehmen verschmolzen ist.

    Aus zwei Geschäftsleitungen ist eine geworden, die Betriebsstättenleiter üben lediglich eine Dispatcherfunktion aus.
    In der letzten Wahlperiode gab zwei Betriebsräte und einen Gesamtbetriebsrat.

    Vor der Wahl haben sich die Betriebräte nicht einigen können, ob in Zukunft ein oder zwei Betriebsräte gewählt werden sollen. Daraufhin wurde im März in beiden Betriebsstätten ein Betriebsrat gewählt.

    Der AG hat die Wahlen mit der Begründung angefochten, dass die Betriebsräte nicht einzeln betriebsratsfähig sind.

    Der Betriebsrat A war dafür, dass weiterhin zwei Betriebsräte bestehen bleiben.

    Der Betriebsrat B hat sich der Meinung des AG angeschlossen.

    Das Arbeitsgericht hat nun entschieden, dass die Betriebsratswahlen nichtig sind und die Wahl eines Betriebsrates für das Gesamtunternehmen erfolgen muß. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Betriebsrat A will in die nächste Instanz gehen.

    Was kann der Betriebsrat B unternehmen, um nicht für die Zeit bis zur entgültigen Klärung ohne Betriebsrat dazustehen? Für uns wird das Urteil ja rechtskräftig.

    Gibt es eine Art Übergangsmandat?

    Danke für Eure Meinungen.

    Viele Grüße

    Simone

    Hallo,

    wir haben für die morgige BR-Sitzung zwei Anhörungen für Neueinstellungen auf dem Tisch. Zwei Kraftfahrer sollen als Ersatz für Alterteilzeitabgänge eingestellt werden.

    In den letzten beiden Jahren wurden betriebsbedingt Kündigungen ausgesprochen. In unserem ausgehandelten Sozialplan ist vereinbart, bei Arbeitskräftebedarf die alten Kollegen wiederzuholen.

    Bei einer der Neueinstellung ist dies der Fall, das ist ein ehemaliger Kollege. Der andere ist ein Junger Mann mit allen erforderlichen Qualifikationen, derzeit arbeitslos.

    Da der Altersdurchschnitt aller unserer Kraftfahrer derzeit bei 50 Jahren liegt, sollte auch an die Altersstruktur gedacht werden.

    Würdet Ihr diesen Kompromiss eingehen?

    Viele Grüße


    Simone

    Hallo,

    habe eine Frage zum Gesamtbetriebsrat.

    Nach Konstituierung des neuen Betriebsrates haben wir u. a. auch die Gesamtbetriebsratsmitglieder entsandt.

    Ich finde allerdings nichts darüber, ob es auch eine Frist für die Konstituierung des Gesamtbetriebsrates gibt.

    Wir sind ein Unternehmen mit zwei Betriebsstätten (zwei Betriebsräte). Ein GBR bestand bereits.
    Könnte der "alte GBR" u.U. noch weiterbestehen?

    Viele Grüße

    Simone

    Hallo,

    ich hab eine Frage zum Resturlaub aus dem Vorjahr.
    Lt. Bundesurlaubsgesetz ist der Urlaub bei dringender betrieblicher Notwendigkeit oder in der Person ... auf das kommende Jahr übertragbar und bis 31.03. zu gewähren und zu nehmen. In TV oder BV ist nichts geregelt.

    Nun sollte/wollte ein Kollege den Resturlaub aus o.g. Gründen bis Ende März 06 nehmen, ist aber erkrankt (Wegeunfall). Ist ihm der Urlaub verlorengegangen oder ist da noch was zu holen?

    Viele Grüße

    Simone

    Hallo,

    ich habe Frage zur konstituierenden Sitzung:

    Darf ein erkranktes gewähltes Betriebsratsmitglied an der konstituierenden Sitzung teilnehmen oder muß das Ersatzmitglied nachrücken?


    Viele Grüße
    Simone

    Hallo,

    die jährliche Versammlung hat stattgefunden, über die Probleme wurde gesprochen.

    Geschäftsleitung und unser Betriebsrat sind für einen Betriebsrat für das Gesamtunternehmen.
    Der andere Betriebsrat besteht weiterhin auf zwei Betriebsrate und einen GBR.

    Wahlvorstände sind noch nicht berufen. Kann der/die Wahlvorstände sich dieser Thematik nochmals annehmen? Habt ihr einen Rat?

    Danke, Simone.

    Hallo,

    die Anhörung zu den Einstellungen hatte der GBR mit der Begründung, dass die AN für das Gesamtunternehmen tätig sein sollen, auf den Tisch bekommen.

    Unsere Betriebsstätte hat mehr wahlberechtigte AN, damit Stimmenmehrheit im GBR. Unsere Entsandten haben nach 99/2 abgelehnt (siehe Sozialplan). Die Entsandten des anderen BR waren für die Einstellungen.

    Nun hat der AG die Anhörung an den örtlichen Betriebsrat gegeben, dessen GBR-Mitglieder für die Einstellung gestimmt haben. Plötzlich sollen die AN doch nicht mehr für das Gesamtunternehmen tätig sein. Der Betriebsrat wird zustimmen und unsere alten Kollegen gucken in die Röhre.

    Können wir als örtlicher BR die Einhaltung des Sozialplanes gerichtlich erzwingen, auch wenn wir die Einstellungen nicht auf dem Tisch hatten?

    Danke und viele Grüße,
    Simone

    Hallo,

    vielen Dank für Eure schnellen Antworten.

    Der Sozialplan besagt: "Der Arbeitgeber verpflichtet sich, die wegen der Betriebsänderung gekündigten AN unter Anerkennung ihrer erworbenen Betriebszugehörigkeit bei Arbeitskräftebedarf wieder einzustellen, sofern sie die erforderliche Quualifikation besitzen"

    Eine Rückzahlung der Abfindung ist nicht vereinbart. (Eine befristete Lohnabsenkung wäre verhandelbar?) Keine Stellenausschreibung, die ehemaligen Kollegen sind informiert und haben sich neu beworben. Die erforderliche Qualifikationen sich vorhanden.

    Ich danke und sehe das genau wie ihr.

    Viele Grüße Simone

    Hallo,

    der AG will als Ersatz für Altersteilzeitabgänge zwei Leute einstellen. In unserem Sozialplan ist vereinbart, bei AK-Bedarf die im vorigen Jahr betriebsbedingt gekündigten Kollegen (Alter Anfang vierzig) wiederzuholen. Nun will die GL davon nichts mehr wissen und neue (jüngere) Leute einstellen. Es werden dringend Leute gebraucht. Was können wir tun, außer auf den Sozialplan verweisen?

    Danke, Simone

    Hallo,

    unser Betrieb hat zwei Betriebsstätten, diese liegen 30 km voneinander entfernt. Die Fusion zu einem Unternehmen fand kurz vor der letzten BR-Wahl statt. Beide Betriebsstätten haben die gleiche Belegschaftsstärke (ca. jeweils 60 AN) und führen in etwa die gleichen Arbeiten aus.
    Es bestehen zwei Betriebsräte und ein Gesamtbetriebsrat. Es gibt oft Zoff über die Zuständigkeiten BR/GBR untereinander.
    Für die kommende BR-Wahl sind wir am überlegen, ob es nicht sinnvoller wäre, nur "einen starken" Betriebsrat zu wählen.
    Für die Geschäftsleitung ist der Ansprechpartner nur der Gesamtbetriebsrat.

    Was wäre sinnvoll? Bitte um Eure Meinung.

    Liebe Grüße

    Simone

    Hallo liebes Forum,

    wir sind ein Entsorgungsunternehmen mit zwei Betriebsstätten, jeweils örtlicher BR und ein GBR.
    Nach betriebsbedingten Kündigungen im vergangenen Jahr will der AG jetzt wieder einstellen. Im Sozialplan ist vereinbart, gekündigte Kollegen bei Bedarf wieder einzustellen. Daran will sich der AG auch halten. Die Kollegen sollen flexibel in beiden Betriebsstätten eingesetzt werden.
    Meine Frage: Wer ist für diese Kollegen zuständig, ein örtlicher BR oder GBR?

    Viele Grüße
    Simone

    Hallo,

    in unserem Unternehmen ist eine Reinigerin fest angestellt. Sie reinigt an zwei Tagen in der Woche Büros sowie Wasch- und Umkleideräume, an den anderen drei Tagen hat sie andere Arbeiten. Bislang blieb der Dreck während Urlaub und Krankheit liegen. Nun wurde zum zweiten mal ein privates Reinigungsunternehmen für den Zeitraum ihrer Abwesenheit beauftragt.
    Meine Frage: Hat der Betriebsrat ein Mitbestimmungsrecht bei der Vergabe, auch wenn sie nur befristet ist?

    Gruß
    Simone