Beiträge von Xolgrim

    Ich habe vom KBR keine Ahnung und vom DrittelbG höre ich heute zum ersten mal. Allerdings würde ich einmal davon ausgehen, dass das ganze analog zu BR wahlen läuft und somit der (K)BR nach dem bestellen des WV keine Aktien mehr an der Wahl hat. Somit ist auch der Wahlvorstand dafür zuständig, seine Mitglieder auf erforderliche Schulungen zu entsenden.

    Beim Zitieren sollte man aufpassen, den Inhalt nicht aus dem Kontext zu reissen. Die Satzzeichen sind zwar nicht überall da wo sie hingehören, mindestens der Kollege Briefträger scheint mich verstanden zu haben.

    Zitat von Xolgrim

    Ich habe nun schon 4 GF mitbekommen und alle hatten bzw. haben sie ein Problem damit dem BR als Gremium zu sehen. Alles was der BR macht tut nicht der BR sondern Der BR-V als Person und das bekommt er nun auch häufig zu spüren.

    Soll heissen: Die GF vergleichen den BR immer mit seinem Unternehmen und geht davon aus, dass der BR Analog funktioniert. Sprich es gibt zwar 5 Leute in der Geschäftsleitung, entscheiden tut aber nur der Geschäftsführer.

    Also wird der BR-V wohl auch für alles verantwortlich sein, was im BR geschieht. Das kann man denen so häufig erklären wie man will, sie münzen immer alles persönlich auf unseren BR-V. Das hat nichts mit dem Verständniss der BR Mitglieder oder mangelnder Unterstützung unseres BR-V zu tun.

    Deinen zweiten Punkt nehme ich einfach mal als Einzelmeinung hin. Vielen Dank für die konstruktive Kritik. Interessant wie unterschiedlich (geschriebene) Worte ausgelegt werden können.

    DIE Richtige Antwort auf die Frage gibt es wohl nicht. So kann ich auch nur von meinen Erfahrungen berichten. Ich bin BR in einem 50er BR (70MA) und lange Zeit hatten die BR Mitglieder keinerlei probleme die Kariereleiter rauf zu Steigen, wie jeder andere MA auch. Nach einem GF wechsel hat dieser sich jedoch auf unseren BR-V eingeschossen und diesen komplett aus seiner Führungsposition abgesäbelt (bei gleichem Gehalt). Ich habe nun schon 4 GF mitbekommen und alle hatten bzw. haben sie ein Problem damit dem BR als Gremium zu sehen. Alles was der BR macht tut nicht der BR sondern Der BR-V als Person und das bekommt er nun auch häufig zu spüren.

    Da Geschäftsführer meist nicht sooo lange bleiben wird auch dieser hoffentlich wieder an uns vorbei ziehen und der neue wird unserem BR-V dann auch hoffentlich wieder den Kariereweg frei machen.

    Die Steine die mir persönlich Karieremässig in den Weg gelegt wurden sind sicherlich vorhanden aber nicht unüberwindbar denke ich. BR ist gerade mental eine sehr stressige Angelegenheit. Man erfährt Dinge die man gar nicht wissen will und darf da häufig nichteinmal drüber reden. Das trägt in schweren Zeiten sicherlich nicht zum allgemeinen Wohlbefinden bei, aber trotz allem werden mich die MA nicht freiwillig los als BR, da werden sie schon andere wählen müssen damit ich gehe ;)

    Die Schulungen sind inhaltlich, ausser für die BR-Arbeit, eher für den privaten bereich gelegentlich nützlich. Wenn beispielsweise Kommunikationstrainig in den Schulungen mit einfliesst oder einfach allgemein der Umgang mit Gesetzsestexten behandelt wird. Ich kann mir kaum Berufsbilder vorstellen, bei denen man das Wissen nutzen kann welches man erwirbt.

    Solltest du den Schrit wagen, wünsche ich dir jetzt schon alles gute und starke Nerven. Du wirst gerade letzteres brauchen.

    Mit der Ernennung des WV kann man noch am wenigsten Zeit gewinnen, sofern sich alles korrekt verhalten soll. Der ist nämlich sofort=ohne schuldhaftes verzögern zu ernennen. Alles jenseits von 2 Wochen ist hier schon sehr grenzwertig.

    Allerdings kann der Wahlvorstand, wie schon erwähnt, eine ganze menge Zeit "schinden" mit der Schulung. Die muss ja ersteinmal rausgesucht werden und da man ja auch kostenbewust ist wählt der WV dann halt ein Seminar in der nähe, dauert dann halt einige Wochen länger bis man da einen Termin bekommt, vorallem weil der erste Termin so ganz unpassend liegt, da hat ein Kollege vom WV ja schon einen Tag Urlaub in der Woche/Einen nicht verschiebbaren Arzt Termin...

    Sobald mit er Wahl dann begonnen wurde lässt sich wieder nicht viel Zeit raus holen. Aber auch die Einleitung der Wahl muss ja nicht sofort am 2. Tag nach der Schulung erfolgen.

    Mir erschließt sich der Vorteil einer 15min Taktung nicht ganz, besonders wenn eh digital die Zeiten erfasst werden, aber das ist ersteinmal ein anderes Feld und ihr werdet Eure Gründe gehabt haben, dass das so geregelt wurde.

    Wir haben Minutengenaue Abrechnung und bei uns läuft das (Freitags, unter der Woche haben wir eh 45min Pause) genau wie von dir beschrieben. Arbeiten die Mitarbeiter Freitags nur 6h wird keine Pause abgezogen. Arbeiten sie zwischen 6h1min und 6h29min wird auf die Arbeitszeit auf 6h gekürzt. Bei Arbeitszeiten von mehr als 6,5h wird die halbe Stunde abgezogen.

    Rainer: Ich verstehe nicht ganz wo du raus liest, dass hier jemand dem AG vertrauliche Informationen zutragen will. Wie ich das lese, ist hier immer nur die Rede davon, dass sich BR und MA zusammen setzen und über den Inhalt der Antwort beraten. Da sehe ich weder Datschenutzrechtliche Probleme, noch empfinde ich das als bevormundung der MA. Natürlich könnten die auch auf den BR zukommen, aber wenn der BR Fragen hat und sie diese beantworten wollen ist doch auch alles gut.

    Zitat von Rainer Windenergiebranche

    Nach dem mancher hier vom ... BR ja schon zum Psychologen mutiert

    Wenn ich das richtig verfolgt habe lief das bei Winfried anders herum, vom Psychologen zum BR, aber das nur am Rande.

    Der Thread hier war jedenfalls mal ein voller Erfolg von allen Seiten... vom Frommen (und berechtigten) Wunsch nach mehr Verständniss und Geduld im Umgang mit anderen zum Schauplatz für das im Eingang kritisierte Verhalten.

    Das ist interessant zu wissen, aber nicht die Kernfrage.

    Es geht ja primär darum, ob sich der jährliche Urlaubsanspruch (hier 30 Tage) bei einer Verkürzug der Wochenarbeitstage (hier von 5 auf 4) automatisch anteilig reduziert (hier 30->24), auch wenn dies nicht explizit geregelt wurde.

    PS: Zu lange gebraucht um auf senden zu drücken.

    Auf Nachfrage erhielt ich dazu folgende Ergänzung:

    Der Wechsel erfolgte zum 01.09.2015. In 2015 wurden ihm auch noch 30 Tage Urlaub gewährt, trotz der Verkürzung und obwohl er 3 (dann schon kurze Woche) im Dezember genommen hat. Im Januar wurden ihm auch noch die 30 Tage im IT-System angezeigt, kürzung erfolge im Februar.

    Ich bin da von meinem Gefühl her ja ganz bei Dir. Aber der AN hat ja dem Wortlaut nach tatsächlich Recht und wäre es unzulässig einem AN mehr als 50% Urlaub im Jahr zu gewähren? Sicherlich nicht. Wenn mir der AG das in den Vertrag schreiben wollen würde, wäre ich der letzte der ihn davon abhält.

    Moin zusammen,

    gerade hat mich ein Kollege aufgesucht welcher seine Arbeitszeit von 35 auf 30 Stunden reduziert hat und seine Arbeitstage von Mo.-Fr. auf Mo.-Do.. Er hat einen Zusatz zu seinem Arbeitsvertag bekommen in welchem das auch so festgahelten wurde mit der Ergänzung "Alle anderen vertraglichen Inhalte bleiben von dieser Vereinbarung unberührt."

    Nun wurde sein Urlaub, laut AV 30 Tage, auf 24 Tage gekürzt. Mit der Erklärung, dass er vorher 6 Wochen Urlaub hatte und nun auch noch immer 6 Wochen Urlaub hat, war er nicht so recht zufrieden, da im AV ja nichts von Wochen sondern von Tagen steht und zu einer Reduzierung der Urlaubstage nichts in der Zusatzvereinbarung geregelt ist.

    Rein dem Wortlaut nach hat der Kollege natürlich recht, ich tue mich da trotzdem etwas schwer mit, der Argumentation zu folgen. Wie seht ihr das? Pech des AG weil er den Zusatzvertrag hätte genauer formulieren müssen oder "Pech" für den AN weil im Zusatzvertrag nichts von einer erhöhung des Urlaubes stand, auf welche es ja faktisch hinaus laufen würde, wenn er die 30 Tage behält?

    Zitat von MrSonnenschein

    "..scheidet ein Arbeitnehmer in der 2ten Jahreshälfte aus dem Betrieb aus, so ist diesem nach dem BAG der volle gesetzliche Jahresurlaub abzurechnen (BAG v. 24.10.2000 AP 19 zu §5 BUrlgG)

    Ob ein Urteil (habs nicht gelesen) welches besagt, dass in der 2. Jahreshälfte der volle gesetzliche Jahresurlaub zu gewähren ist einfach 1:1 auf den Urlaub übertragen werden kann, der über den gesetzlichen Jahresurlaub hinaus geht, wage ich irgendwie aus dem Stand einmal zu bezweifeln. Und wie Mischfisch geschrieben hat, ist der gesetzliche Urlaub ja bereits gewährt worden.

    Das sind meine 2Cent aus dem Stehgreif. Ich behaupte nicht mich da besonders gut auszukennen und würde mich über fundierte gegenteilige Meinungen (oder sogar Urteile) freuen.

    Ich finde eine 4 Augen Gespräch zwischen GF und BR-V eine tolle Sache, zumindest wenn zwei voraussetzungen erfüllt sind.

    1. Das Vertrauen in den BRV ist vorhanden. Selbiger stelt auch klar, dass im Rahmen der Gespräche keine Beschlüsse gefasst werden und gibt die wichtigen Inforationen an das Gremium weiter.

    2. Das Vertrauen dem GF gegenüber ist vorhanden und er leidet nicht regelmässig an Alzheimer und hat Dinge plötzlich so nie gesagt oder meinte sie ganz anders.

    Bei uns lief das ne weile ganz gut bis sich dann irgendwann heraus Kristallisierte, dass Punkt 2 nicht mehr wirklich gegeben ist. Seitdem sind bei geplanten Gesprächen immer 2 BR Mitglieder anwesend.

    Bin ich eigentlich der einzige, der darüber verwundert ist, dass man nach Auffassung des AG hier nur auf 700€ Stühlen ergonomisch korrekt sitzen kann? Was für Zertifikate, welcher der AG umbedingt haben will, haben diese Stühe?

    Wenn es um zu wenig Platz zum parken geht, würde ich den AG ersteinmal dazu drängen, dafür sorge zu tragen, dass nur noch PKW von AN den Parkplatz benutzen bevor er den AN vorschreibt wie sie parken sollen.

    § 77 Abs.4 BetrVG... viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

    Auszug: Betriebsvereinbarungen gelten unmittelbar und zwingend. Werden Arbeitnehmern durch die Betriebsvereinbarung Rechte eingeräumt, so ist ein Verzicht auf sie nur mit Zustimmung des Betriebsrats zulässig.

    Wenn der AG das im guten nicht begreifen will, es findet sich ganz sicher ein Richter der ihm das nochmal kostenpflichtig erklärt wenn er drum bettelt.

    Natürlich werden Gesprächsinhalte aus den Monatsgesprächen bei uns auch an die Belegschaft weitergeleitet oder sogar in einem Newsletter behandelt, sofern das sinnvoll erscheint.

    Es kommt nicht regelmässig vor, aber wenn die GL Sachverhalte anspricht, von der sie auf keinen Fall will, dass sie vorzeitig nach aussen dringen (Betriebsgeheimnis hinn oder her) dann ist da von BR Seite aus auch nie etwas durchgesickert. Meistens werden entsprechende Gespräche nur zwischen BRV und GL geführt, die Infos gehen dann aber an den gesamten BR weiter, dass weiss auch die GL.

    Einem BG Gremium sollte man zutrauen können einige Dinge für sich zu behalten ohne die nach aussen zu tragen. Von der Variante nur BRV oder BRV+1 halte ich wenig, aber wenn das bei Euch gut funktioniert ist's ja ok. Bei uns funktioniert die Variante "Alle fünf" bisher sehr gut.