Beiträge von Der Mann mit der Ledertasche

    Der BR ist der Veranstalter und eröffnet selbstverständlich die Betriebsversammlung. Bei uns kommt immer der AG als zweiter dran. 2,5 Stunden finde ich nicht ungewöhnlich lang, vor allem wenn man auf Rückfragen angemessen eingehen möchte. Wir hatten schon kürzere Betriebsversammlungen, aber auch schon längere.


    Aber muß denn wirklich jeder seinen Senf dazu geben, wenn nicht unmittelbar Anlass besteht? Haben BGM und Qualitätsmanagement aktuelle Anliegen oder halten sie wie der Pfarrer jedesmal die gleiche Predigt? ;)


    Mein Lieblingsschriftsteller Fjodor M. Dostojewski schrieb einmal, dass der beste Redner mit dem interessantesten Thema sein Publikum maximal 20 Minuten bei Aufmerksamkeit halten kann. Da ich weder der beste Redner bin, noch die interessantesten Themen hatte, habe ich mich immer bemüht, diesen psychologischen Grenzwert deutlich zu unterschreiten und dafür mehr Zeit für Diskussionen eingeplant.

    Ich mache mir jedoch sorgen das ihm in irgendeiner Weise etwas passieren kann und wenn wie es dann mit der Haftung aussieht.

    Die Haftungsfrage wäre bei meinen Befürchtungen zweitrangig, erste Priorität hätte, dass er sich nicht in Gefahr begibt. Kann er die Gefahren des Straßenverkehrs richtig einschätzen und sich dementsprechend verhalten? Habt ihr auch Beete, die nicht direkt an der Straße liegen? In solchen könnte man ihn vielleicht probeweise allein arbeiten lassen, auch um ihm zu signalisieren, dass man ihm das zutraut und ihm Vertrauen entgegen bringt.

    1991 wurde die mumifizierte Leiche eines Steinzeitmenschen entdeckt und nach seinem Fundort in den Ötztaler Alpen Ötzi genannt. Ein Team von Wissenschaftlern hatte die Aufgabe, die Nationalität von Ötzi zu ermitteln. Sie kamen anhand folgender Fakten zu dem Ergebnis:


    - Er kann kein Österreicher gewesen sein - sein Gehirn hatte Durchschnittsgröße

    - Er war auch kein Italiener - er hatte Werkzeug dabei

    - Möglicherweise war er Schweizer - er wurde vom Gletscher überrollt

    - Aber wahrscheinlich war er Deutscher - weil er mit Sandalen im Gebirge unterwegs war...

    Das Wahlausschreiben muß in allen im Betrieb gesprochenen Sprachen ausgehängt, bzw. Briefwählern zugesandt werden, sonst wäre dies ein klarer Grund zur Wahlanfechtung. Dies erübrigt sich bei ausländischen MA, die gut genug deutsch sprechen um auch komplizierte Sachverhalte zu verstehen oder eine nichtdeutsche Fremdsprache entsprechend beherrschen. Im Zweifelsfall würde ich immer die Muttersprache wählen.


    Wahlausschreiben in den gängigsten Fremdsprachen bekommst du z.B. auf der Homepage der Gewerkschaften oder als CD. Wenn eine Sprache nicht dabei ist, muß der AG die Kosten für eine professionelle Übersetzung zahlen.

    Also bitte etwas milder. Wer Washing Machine von Sonic Youth als Musiktipp angibt, ist kein Kind, sondern hat zeitlebens konsequent eigene und fremde Grenzen niedergetrampelt, kennt sich in Himmel und Hölle aus wie im Nachbarblock und hat Freund Hein schon mindestens 3mal den Stinkefinger gezeigt...


    Solche Grenzerfahrungen verarbeitet man und kann von nichts mehr erschüttert werden, oder man verarbeitet sie nicht richtig und sinkt in die Infantilität zurück. ;)

    Hallo Helen,


    dein Musikgeschmack ist über alle Zweifel erhaben, dein Biergeschmack schon weniger. ;)


    Wir sind aber in erster Linie ein Betriebsrats-Forum und widmen uns Themen aus der Betriebsrats- und Arbeitswelt. Die Smalltalk-Ecke ist nur schmückendes Beiwerk. Einem BRM das auf der Sitzung ausschließlich Witze erzählt oder über seine Ess- und Trinkgewohnheiten parliert, würde ich schonend beibringen, dass diese Themen als Pausenfüller ihre Berechtigung haben, aber nicht sitzungsausfüllend sein sollten.

    Wenn es dir nicht um BR-Themen geht, schau dich doch lieber nach einem Smalltalk-Forum um.

    Eine Jubiläumszulage kann der BR mit dem AG in einer BV verhandeln, z.B. in Form zusätzlicher Monatsgehälter oder Urlaubstage. Allerdings kann er er nur über das "wie" verhandeln, nicht über das "ob überhaupt" und sie gilt nur für das Jahr des Jubiläums.


    Sorry Polimar, aber da habt ihr wirklich den Mund zu voll genommen und müsst euch an euren Versprechen messen lassen. Zur Not beruft euch auf Bismarck: Es wird nirgendwo so viel gelogen wie vor der Wahl, während dem Krieg und nach der Jagd... ;)

    Ich würde mit dem Wortlaut des Gesetzes an sich argumentieren:

    (2) Wahlberechtigte, von denen dem Wahlvorstand bekannt ist, dass sie1.im Zeitpunkt der Wahl nach der Eigenart ihres Beschäftigungsverhältnisses, insbesondere im Außendienst oder mit Telearbeit Beschäftigte und in Heimarbeit Beschäftigte, oder
    2.vom Erlass des Wahlausschreibens bis zum Zeitpunkt der Wahl aus anderen Gründen, insbesondere bei Ruhen des Arbeitsverhältnisses oder Arbeitsunfähigkeit,
    voraussichtlich nicht im Betrieb anwesend sein werden, erhalten die in Absatz 1 bezeichneten Unterlagen, ohne dass es eines Verlangens der Wahlberechtigten bedarf. Der Arbeitgeber hat dem Wahlvorstand die dazu erforderlichen Informationen zur Verfügung zu stellen.

    (Fettung von mir)


    Wenn dann jemand, der am Wahltag normalerweise frei hätte, kurzfristig doch zur Arbeit kommt, muß er sich halt erklären, ob er schon an der Briefwahl teilgenommen hat und der WV das überprüfen.

    weil derjenige von anfang an nur freitag und sonntags da ist?

    dann hat er keine wechselnden Arbeitstage. In diesem Fall würde m.E. der § 24.2 WO BetrVG zur Anwendung kommen, dass aufgrund der Eigenart des Beschäftigungsverhältnisses die Briefwahlunterlagen den Betroffenen unaufgefordert zuzuschicken sind, falls der Wahltag nicht auf einen Freitag oder Sonntag fällt.


    der WV ist nicht verpflichtet, alle DPe auf Anwesenheit der AN am Wahltag zu überprüfen

    Die Informationen hat ihm der AG zur Verfügung zu stellen.

    <Ironiemodus>

    Der Brückenprüfer in 50 Jahren bedankt sich aber sicher beim Architekt für die Stabile Brücke.

    Der Brückenprüfer beisst m.E. eher in die Stahlseile und bruddelt was von Zerspanungskräften...


    die muss mit verschickt werden weil das so vorgesehen ist in der Wahlordnung im §24.

    In Dänemark sehen die Gesetze auch vor, dass du dein Auto komplett auseinander schrauben und mit einer Plane abdecken musst, wenn dir ein scheuendes Pferdegespann entgegen kommt. Ein Bekannter, der kürzlich in Dänemark war, hat mir aber glaubhaft versichert, dass das heute weniger streng gehandhabt würde und er im Zweifelsfall auch einfach den Rückwärtsgang einlegen dürfte...


    kann mir mal einer erklären, wann eine Regel nach dem Gesetz/VO( ggf. Kommentierung ausgelegt wird und wann die persönliche Meinung maßgebend ist und wann es eine Mischung aus allem ist?

    Im Zweifelsfall entscheiden der gesunde Menschenverstand und die Hoffnung, auf einen Richter zu stoßen, der über die besagte Gabe verfügt... Daher will ich auch nicht ausschliessen, dass du Recht hast.


    (Erinnert mich gerade an den Thread mit dem Übersetzen der Wahlordnung) 8o

    Randolf, es geht doch nicht darum, ein Ritual sklavisch durchzuführen, weil einzig und alleine so der böse Wahlanfechtungsgeist besänftigt werden kann, sondern die Wähler zu informieren, wer zur Wahl steht. Bei einer Listenwahl ist das Mitschicken der Vorschlagslisten sinnvoll, damit man sieht welche weiteren Personen noch zur Liste Mayer/Müller bzw. Schulze/Schmidt gehören. Bei einer Personenwahl ist das unnötig, weil sowieso alle Bewerber auf der einzigen Liste stehen.


    Da könntest als Architekt auch eine Brücke auf Pfeiler stellen, mit Seitenpfeilern abstützen und zusätzlich noch aufhängen. Der Bund der Steuerzahler würde aber deine Brücke als "statisch überbestimmt" und Materialverschwendung kritisieren. ;)