Beiträge von Öhrwin

    Moin Timo,

    Zitat von Timo Beil:


    Ich kenne Stempeluhren nur so, dass sie erfassen in welchem Takt man kommt und geht.
    Also z.B. Kommt 7:03 => Erfasst 7,0; Geht 17:00 = Erfasst 17,0
    Differenz 17,0 - 7,0 = 10,0, tatsächliche Anwesenheitszeit 17:00 - 7:03 = 9:57.


    Ja, das gibt es auch. Alles eine Frage der Verhandlung. Die Systeme sind da recht flexibel einzurichten.

    Zitat von Timo Beil:


    Ein Gerät das nur die kompletten Takte zählt ist mir noch nicht unter gekommen


    Kommst Du mich mal besuchen, dann zeig ich Dir welche 8)
    Falls Dir Beispiele reichem, schaust Du Dir mal MPDV-Hydra oder SAP/HR3 an.
    Aber ich wette, etliche Leser dieses Forums hätten da auch noch Vorschläge.

    Zitat von Timo Beil:


    ... und halte ich auch für unzulässig.


    Nee, echt - wo steht das? 8)
    Na, Spaß beiseite, das System hat hier im Unternehmen sogar ein hoher Betriebsrat vor 15 Jahren maßgeblich so mit aufgebaut und der hat auch heute noch ein scharfes Auge drauf.

    Tschüß und Gruß vom Öhrwin

    Moin Timo,

    wegen der Taktung.

    Der eine zählt die Zeit in Sekunden, der nächste in Minuten (und muss für den ersten schon irgendwo irgendwie runden), hier zählt man eben in Takten und hat sich darauf geeinigt, nur volle Takte anzuerkennen.

    Eine Zeitstunde (nicht eine Anwesenheitsstunde!) wird aufgeteilt in eine genaue Anzahl Takte. Beim einen sind es 3.600 (Sekunden) beim anderen 60 (Minuten), bei uns 20 (a 3 Minuten) bei Henry 4 (a 15 Minuten). Wie auch immer, der Start und Endezeitpunkt eines jeden Taktes ist also klar definiert.

    Wenn Computer eins können, dann ist es zählen und vergleichen ... gnadenlos ... wo soll da das Problem sein, einen unvollständigen Takt zu erkennen und auszublenden?

    Wenn ich um 7:00:01 Uhr komme und meine Taktzeit ist größer 1 Sekunde, dann ist eben der erste Takt verloren.

    Wenn ich um 16:14:59 gehe und meine Taktzeit ist 3, 5 oder 15 Minuten, dann ist eben der letzte Takt nicht vollständig und es wird eben nur bis 16:12 Uhr, 16:10 Uhr oder 16:00 Uhr gezählt. Selbst bei einer Taktzeit von einer Minute wäre um 16:14 Uhr Schluß mit der Anrechnung.

    In vielen Betrieben wird immer noch gern in Dezimalstunden gerechnet. Auch das ist eine Art Taktung: auf 2 Stellen hinterm Komma genau sind das pro Takt 36 Sekunden.

    Die Stempelung ändert sich dadurch in keinem Fall. Da steht nach wie vor KOMMT 07:00:01 Uhr / GEHT 16:14:59 Uhr - Anwesend 9:14:58 h - was davon aber anzurechnen ist, ergibt sich aus vereinbarten Pausen und eben der Taktzeit.

    Tschüß und Gruß vom Öhrwin

    Moin Kokomiko,

    damit wir uns nicht falsch verstehen, eine Taktzeit von 15 Minuten ist auch in meinen Augen heftig. Bei uns hat es eine Taktzeit von 3 Minuten. Die Länge eines Taktes ist halt Verhandlungssache ...

    Systemtechnisch ist das keine Zauberei. Es werden eben nur volle Takte angerechnet.

    Die Taktung beginnt immer zur vollen Stunde und die hat bei uns dann 20 Takte:
    7:00 - 7:03 - 7:06 - 7:09 - 7:12 - 7:15 - ... - 7:54 - 7:57 - 8:00

    Bei Henry hat die Stunde leider nur 4 Takte:
    7:00 - 7:15 - 7:30 - 7:45 - 8:00

    Wer auch nur eine Sekunde nach Taktbeginn kommt, hat eben Pech gehabt und bekommt erst ab dem Folgetakt Zeit angerechnet.

    Bei der GEHT-Zeit ist es ganz genau das gleiche Spielchen: Stempelung vor Taktende und sei es nur eine Sekunde, dann zählt der letzte angebrochene Takt eben nicht mit. Wer um 15:59:59 Uhr abstupft, ist selbst schuld. Der Takt ist erst zur vollen Stunde erfüllt.

    Den Herstellern von Zeiterfassungssystemen ist diese Geschichte durchaus bewußt. So sind in vielen Systemen dann Karenzzeiträume durchaus möglich, die minimale Abweichungen wieder ausbügeln - für den Anwender einstellbar ... aber auch diese Karenzzeit muss dann erstmal verhandelt sein. Wir haben keine, kann ich persönlich bei 3-Minuten-Takten auch mit leben. Bei langen Takten macht das schon ehr Sinn.

    Was mich hier wundert: ein BR hat bei der Einführung und Gestaltung von Zeiterfassungssystemen ein ganz erhebliches Mitsprache- und Kontrollrecht. Das scheint mir bei Henry von Beginn an nie richtig wahr genommen.

    Mein Tipp: mit der Systembetreuung zusammensetzen, Möglichkeiten des Systems ergründen, verhandeln, optimieren. Ich denke mal, eine kürzere Taktzeit oder wenigstens eine angemessene Karenzzeit wird die Mitarbeitermotivation durchaus stärken und gegen Schichtende die "Wartezeiten" vor den Terminals entsprechend verringern. Zufriedene Mitarbeiter sollen dem Vernehmen nach deutlich zum Gewinn beitragen :D

    Tschüß und Gruß vom Öhrwin

    Moin,

    dieser Beitrag kommt ein bissle spät, aber vielleicht besser spät als nie.

    Hier fiel das Wort "Urkundenfälschung", weil an einer Stelle vermutet wurde, dass eine Telzeitkraft die Bewertung der Arbeitszeiten zu Gunsten des Arbeitgebers manipuliere.

    Die manuelle Bearbeitung ist durchaus zulässig. Nur muss die Orginalstempelung erhalten bleiben oder das ganze nachvollziehbar sein. In vielen Systemen ist aus diesem Grund die Auswertezeit unabhängig von den Stempelungen manuell anpassbar. Der Zeitaufwand - noch dazu täglich und über alle Mitarbeiter - dürfte allerdings erheblich sein.

    Ich bin selbst im Bereich PZE tätig und gehe mal davon aus, das die am Anfang dieses Threads beschriebene viertelstündliche Rundung automatisch erfolgt. Solche Taktzeiten sind nichts ungewöhnliches und in der Regel als Systemparamter abgelegt, also nach Verhandlung problemlos änderbar.

    Tschüß und Gruß vom Öhrwin

    Moin merkurpeter,

    tja, Akustiker wäre ein guter Vorschlag ... da habe ich nur leider sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Die meisten bekommen es noch nicht einmal gebacken, ihre Kunden von den oft horrenden Eigenbeteiligungen freizustellen. In vielen Fällen ist hier nämlich die Krankenkasse in der Pflicht, eine verünftige Versorgung über den Festbetrag hinaus sicherzustellen. Und genau aus diesem Grund verweigern die Integrationsämter zunehmend die (anteilige) Kostenübernahme bei Hörgeräten.

    In Deinem Fall geht es noch dazu um Reparaturen. Dafür tritt das IA in der Regel gar nicht ein. Akustiker und Krankenkassen haben sich hier auf eine sogenannte Reparaturpauschale (ca € 220,-) geeinigt, die schon beim Kauf an den Akustiker fließt. Damit sind dann in den ersten 6 Jahren nach dem Kauf sämtliche Reparaturen abgegolten. Dies gilt aber nur für die Festbetragsgeräte. Hat der Kunde eine Zuzahlung geleistet (und das ist heute ehr die Regel), kann der Akustiker ihm die Reparaturen anteilig in Rechnung stellen. Leider ist dieses "anteilig" an keiner Stelle wirklich geregelt.

    Ob nun in Deinem Fall der größere Verschleiß bzw. die häufigeren Reparaturen verursacht durch die starke arbeitsbedingte Verschmutzung in Rechnung gestellt werden dürfen, entzieht sich meiner Kenntnis - ich werde da mal nachforschen und berichten.

    Hier aber schon mal ein Tipp: es gibt für Hörgeräte sogenannte Superseals (eine Art Hörgerätekondom), eigentlich für Schutz gegen Nässe (Regen, Schweiß) gedacht. Könnte ich mir hier aber auch gut als Schutz vor Staub vorstellen. Es wäre allerdings zu prüfen, ob das Sprachverständnis ausreichend erhalten bleibt. Bezugsquelle: Akustiker.

    Und wenn alles nicht hilft, wendet Euch an Euren IFD für Hörgeschädigte. Vielleicht können die in diesem Fall eine Art Arbeitsplatz-Hörgerät finanzieren. Die Argumentation muss dann aber die private Nutzung 100%ig auschließen.

    Tschüß und Gruß vom Öhrwin

    Moin Winfried,

    betriebliche Übung wäre ggf. eine Lösung. Mich interessiert das aber in erster Linie, um die Vorgaben für Arbeitszeitplanregeln korrekt definieren zu können.

    Also: im Manteltarifvertrag für Beschäftigte in der Metallindustrie Nordwürttemberg/Nordbaden heißt es im § 10 Höhe der Zuschläge für Mehr-, Spät-, Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit:


    Für mich stellt sich die Frage, was sind "entgeltzahlungspflichtige Feiertage". Wohlgemerkt da steht nix von gesetzlich oder kirchlich und genau um diesen Punkt streiten die Parteien.

    Tschüß und Gruß vom Öhrwin

    Moin,

    in den vergangenen 10 Jahren erhielten Mitarbeiter Feiertagszuschläge von 100%, wenn sie an einem der "stillen Feiertage" (Volkstrauertag, Totensonntag) arbeiten mussten.

    Nach Umstellung auf ein anderes Abrechnungssystem ist das nun nicht mehr der Fall. Leider können wir hier nicht mehr - wie im alten System - die Ansteuerung der Zuschläge selbst regeln. Dies obliegt nun einem anderen Unternehmen der Gruppe. Dort wiederrum ist man der Meinung, die Tage wären nicht zuschlagpflichtig.

    Zieht man das Feiertagsgesetz von Baden-Württemberg zu Rate, werden die beiden Tage weder als gesetzliche noch als kirchliche Feiertage genannt. Erst im § 8, in dem es um Veranstaltungsverbote geht, wird auf diese Tage eingegangen.

    Daher nun meine Frage an Euch, wie sind diese Tage metall-tariflich korrekt zu behandeln.

    Tschüß und Gruß vom Öhrwin

    Moin,

    heelium
    Das musst Du mir jetzt mal erklären, wie Du aus Zugangskontrolle (ZKS) und Zeiterfassung (PZE) Leistungskontrolle ableiten willst. Braucht vom Tor bis zum Arbeitsplatz mehr oder weniger Zeit, leistet also weniger oder mehr :shock:

    Werner
    Bei uns im Haus war bis zur Umstellung auf "reines" :? SAP von MPDV PZE, ADE/MDE und ein Teil-ZKS installiert. Unsere BV gibt zum Thema BDE-System nur einen Satz her, der eben eine Leistungskontrolle ausschließt. Da wir aber weder Fließband- noch Akkord-Arbeit haben, hat das wohl gereicht.

    Wichtig aus meiner Erfahrung ist, wirklich Echtdaten aufzunehmen. Will heißen, dass da nicht "findige" Leutchen daher kommen und unvorhergesehene Projektumfänge einfach auf andere - wohlmöglich zukünftige Projekte verteilen. Dieses Schneeballsystem ist unter Projektleitern recht beliebt. Und die gleichen Leute wundern sich dann, wenn Angebote und Folgeaufträge noch knapper kalkuliert werden, weil die Datenbasis sich ja aus den ach so toll abgewickelten Altaufträgen ergibt. Ursache ist hier für mein Empfinden, das BDE-System als bitterböses Kontrollsystem zu deklassieren, statt den Nutzen als ERP-System zu erkennen und zu nutzen. Ein Mitarbeiter an der Maschine wird das System so z.B. ehr annehmen, wenn ihm klar ist, dass er über Stillstandsgründe sauber Buch führen kann, wann, warum, wie oft und wie lange das Museumsstück wg. Defekten steht und ihn von der Arbeit abhält, als wenn er sich später vor Vorgesetzten ohne Nachweis rechtfertigen muss, warum er nicht im Plan bleibt.

    Da hier nun bisher wenig Input auf Deine Frage kam, noch ein Tipp: wende Dich vertrauensvoll an den Vertrieb von MPDV selbst. Die sind immer gerne bereit, auch Betriebsräten Referenzkontakte zu anderen Kunden herzustellen und eine User-Group kennt man dort auch. Dein BDE-Verantwortlicher wird Dir da sicher gerne helfen.

    Tschüß und Gruß vom Öhrwin

    Moin Sternchen,

    da wir nun noch immer nicht wissen, um was für einen Ordner es sich gehandelt hat, komm ich nochmal auf Timo Beils "Persönliche Ordner" zurück.

    Wenn es so etwas war, reicht es nicht, den Ordner in Outlook zu löschen. Die Daten liegen weiterhin in einer Datei (Endung .pst) irgendwo auf Deiner Festplatte und können jederzeit wieder in Outlook eingebunden werden (Datei - Öffnen - Persönliche Ordner-Datei). Wenn Du den Ordner bei der Anlage nicht über Passwort geschützt hast, kann das zum Problem werden. Um das endgültig los zu haben, mußt Du diese Datei von Deiner Platte löschen.

    Dann schreibst Du, dass Dir nicht bekannt ist, welche Datensicherungskonzepte bei Euch genutzt werden. Das solltest Du aber bei Deiner IT-Abteilung in Erfahrung bringen, damit Du im Falle eines Falles sicher sein kannst, wer was wann wie für Dich gesichert hat ... und was Du vielleicht sogar selbst in die Hand nehmen musst. Lokale Platten (also in Deinem Rechner) sind oft nicht in automatisierte Backups eingebunden.

    Tschüß und Gruß vom Öhrwin

    Moin helium,

    schau mal in §94 SGB IX, dort heißt es

    Zitat

    § 94 - Wahl und Amtszeit der Schwerbehindertenvertretung

    (1) In Betrieben und Dienststellen, in denen wenigstens fünf schwerbehinderte Menschen nicht nur vorübergehend beschäftigt sind, werden eine Vertrauensperson und wenigstens ein stellvertretendes Mitglied gewählt, das die Vertrauensperson im Falle der Verhinderung durch Abwesenheit oder Wahrnehmung anderer Aufgaben vertritt. ...

    Tschüß und Gruß vom Öhrwin

    Moin Sternchen,

    "Ordner" was meinst denn Du?

    Ein Ordner in Outlook? Und wenn Outlook, das kleine Express oder das vollwertige Mailprogramm? Bei letzterem liegen Deine Mails ehr nie auf Deinem Rechner, sondern auf einem Exchange-Server. Der wird regelmäßig gesichert und nach einem Crash wird aus so einem Backup wieder hergestellt.

    Ein Verzeichnis auf der Festplatte? Dannn gilt was oben schon geschrieben wurde: vielleicht nur versehentlich verschoben oder aus dem Papierkorb wieder rausgeholt (wiederhergestellt).

    Wenn Dein Zugang zum PC/Windows über Passwort geschützt ist, glaube ich daher ehr nicht, dass jemand unerlaubt Deine Mails eingesehen oder gar bearbeitet hat.

    Tschüß und Gruß vom Öhrwin

    Moin Werner,

    mpdv HYDRA - na prima ... nur, die hat - wie der Name schon sagt - viele Frontends (Köpfe):

    PZE (Zeiterfassung),
    ZKS (Zugangskontrollsystem),
    LLE (Leistungslohnermittlung),
    ADE (Auftragsdatenerfassung),
    MDE (Maschinendatenerfassung,
    FLS (Fertigungsleitstand),
    MPL (Material- und Produktionslogistik),
    PDV (Prozessdatenverarbeitung) ...

    Dies ist nur eine kleine Auswahl. Das System ist ungeheuer mächtig und ausbaufähig. Mit entsprechendem Kleingeld kann man es gut an die eigenen Anforderungen anpassen lassen oder auch als Subsystem z.B. unter SAP einsetzen.

    Verrate mal, welche Module Ihr nutzt, dann läßt sich besser abschätzen, was die BV abdecken soll.

    Ich habe eine mpdv-HYDRA-Installation 10 Jahre lang betreut und sehe das System schon lange nicht mehr als Mitarbeiter-Kontrollinstrument. Bei richtigem Einsatz kann man damit gute Kennzahlen gewinnen.

    Tschüss und Gruß vom Öhrwin

    Moin,

    hat vielleicht nix mit Arbeits- und Gesundheitsschutz, aber dafür was mit Kosten zu tun ;)

    Wenn ich das richtig verstehe, gibt es im Moment ein Budget für die Renovierung des gesamten Bürotrakts.

    Im allgemeinen ist es doch so, dass man sich beizeiten aus so einem Topf bedienen sollte. Der Rest fließt am Ende solcher Aktionen in den großen Topf zurück.

    Also fragt ihn mal, wie er eine später notwendige Renovierung gegenüber seinem Vorgesetzten durchsetzen will, wenn er meint, diese Aktion nicht nutzen zu müssen.

    Tschüß und Gruß vom Öhrwin

    Moin,

    bisher wird hier nur von Sachschäden geschrieben. Nun ja, Beton wird nun mal mit der Zeit ausgewaschen und bei so einer Parkanlage legt man wohl nicht so viel Wert auf Wasserdichtigkeit, also tropft's bei Regen oder Tauwetter ... solange es also nur Dreck und Salz wäre ...

    Was aber, wenn die Bausubtanz wirklich marode ist, wie Winfried oben schrieb. Was wenn da mal ein bißchen mehr runter kommt und nicht nur ein Auto sondern einen Mitarbeiter trifft?

    Ich denke, da sollte Eure Sicherheitsfachkraft mal ein Auge drauf werfen. Denn im Falle eines solchen Wegeunfalls interessieren sich sicherlich Berufsgenossenschaft und Staatsanwaltschaft für die Ursachen.

    Das Schild mag den AG vor Ansprüchen aus Diebstahl, Remplern etc schützen, aber von der Verkehrssicherungspflicht befreit es ihn sicher nicht.

    Tschüß und Gruß vom Öhrwin

    Moin Winfried,

    könnte mir vorstellen, dass das ganze weniger ein Nichtwollen Eures Arbeitgebers als vielmehr ein Problem Eures Zeitwirtschaftsystems ist, so Ihr denn "stupfen" müsst.

    Denn hier liegt ein Sonderfall vor, den z.B. weder unser letztes noch unser aktuelles System (seit Dezember 05) automatisch abdecken könnte: Ansteuerung von Durchschnitten bei Anwesenheit.

    Bei Ausfallzeiten werden die Durchschnitte von der Zeitwirtschaft ermittelt und fließen somit automatisch in die Lohn-/Gehaltsabrechnung ein.

    Da bin ich nur froh, dass bei mir keine Krankenschwester in Nachtschicht schwanger werden kann :D

    Tschüß und Gruß vom Öhrwin

    Moin viragoo,

    Altersteilzeit ist zunächst einmal nur ein Vertrag mit dem Arbeitgeber. Die Rentenversicherung wird darüber nicht informiert.

    Wenn Dein Kollege als Schwerbehinderter anerkannt wird, stellt er mit 63 seinen Rentenantrag, gibt seine Schwerbehinderung an und sollte ohne Abstriche in Rente gehen können.

    Tschüß und Gruß vom Öhrwin

    Moin Zaubermaus,

    Du zäumst das Pferd von der falschen Seite auf :shock:

    In den Akten der Schwerbehindertenvertretung finden sich doch durchaus schon mal sehr vertrauliche Unterlagen bis hin zu Arztbefunden, für die der Schwerbehinderte seine Ärzte gegenüber ganz bestimmten Mitmenschen von der Schweigepflicht entbunden hat.

    Der Schwerbehinderte muss darauf vertrauen können, dass niemand anderes Einsicht in diese Unterlagen erlangen kann. Rechtliches hierzu findet sich z.B. im §96 Abs.7 SGB IX.

    Vor diesem Hintergrund spielt es gar keine Rolle, wo die SchwbV ihre Unterlagen ablegt - nur darf unbefugten Dritten der Zugang nicht möglich sein.

    Da es in der Firma wohl kaum einen Raum haben wird, zu dem ausser Dir niemand Zutritt hat (z.B. Inhaber von Generalschlüsseln), ist ein abschließbarer Aktenschrank selbstverständlich.

    Es kommt also nicht auf den Schrank an, sondern auf das was drin ist 8)

    Tschüß und Gruß vom Öhrwin

    Moin,

    Danke für Eure Antworten!

    Zitat von Heidrun:

    ... niemand darf durch seine BR-Tätigkeit einen Nachteil haben. Diesen Nachteil hat er, wenn er keine Spätschichtzulage bekommt, die er sonst in der Woche bekommen hätte.


    Hätte ich im ersten Moment auch gedacht. Nur: wann tritt der Nachteil ein? Wenn er schlechter gestellt wird, als für ihn üblich oder wenn er schlechter gestellt wird als ein Nicht-BR-Mitglied in der gleichen Situation ... und die bekommen bei uns in diesem Fall KEINEN Spätschichtzuschlag. Unser PZE-System kann gar nicht anders :shock: Wie sieht es da denn tarifrechtlich aus?

    Zitat von Winfried:

    aus dem § 37 II, III und VI BetrVG ergibt sich, er wird von seiner Arbeit ohne Minderung des Arbeitsentgeltes befreit.


    Abs. 2 paßt prima, Abs. 6 geht dann auf Schulungen ein, weicht aber m.E. in Satz 2 die Geschichte wieder auf:

    Zitat von § 37 Abs 6 Satz 2 BetrVG:

    Betriebsbedingte Gründe im Sinne des Absatzes 3 liegen auch vor, wenn wegen Besonderheiten der betrieblichen Arbeitszeitgestaltung die Schulung des Betriebsratsmitglieds außerhalb seiner Arbeitszeit erfolgt; in diesem Fall ist der Umfang des Ausgleichsanspruchs unter Einbeziehung der Arbeitsbefreiung nach Absatz 2 pro Schulungstag begrenzt auf die Arbeitszeit eines vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers.


    Da das Thema bei uns immer öfter zu Diskussionen führt und es selbst innerhalb des BR widersprüchliche Meinungen gibt, würde mich doch mal interessieren, ob es dazu evtl. Arbeitsgerichtsurteile gibt.

    Tschüß und Gruß vom Öhrwin