Beiträge von erco

    Wenn sich einer vor der Belastung drückt, dann verschwindet die Belastung nicht, sondern wird zu einer zusätzlichen Mehrbelastung für alle anderen, die sich nicht drücken.

    Unabhängig davon das es auch welche gibt die es toll finden in Schicht zu arbeiten ist das zwar eine weit verbreitete Ansicht die aber nicht stimmen kann.

    Sollte es möglich sein anderen noch mehr Belastung aufzuhalsen, würde das ja bedeuten das diese im Normalfalle Kapazitäten frei hatten.

    Mehr wie 100 % geht halt nicht.

    Das diese Meinung so verbreitet wird, nicht nur bei Schichtarbeit sondern auch bei Kollegen die AU sind oder bei BR halte ich für falsch

    das sich einzelne nicht zu Unrecht zu Lasten der anderen verhalten

    Wo wird ein dritter denn da dann belastet?

    Muss da wer 2 Nachtschichten auf einmal machen oder was?

    Ich halte den letzten Post vom Paragraphenreiter für daneben. Wenn jemand bei sich feststellt, das Ihm die Schichten stark belasten, halte ich es für absolut legitim, wenn versucht wird sich dieser Belastung zu entziehen. Auch mit mogeln.

    Bei einem Seminar der IGM haben wir mal ein kleines Spiel mit gemacht.

    Jeder bekam ein Metermaß, 1,5m und eine Schere. Damals galt die Lebenserwartung so um die 82 Jahren. An dieser Stelle haben alle das Maßband abgeschnitten. Dann hat jeder seine schon verbrauchte Zeit, Lebensalter, ebenfalls abgeschnitten. Viel schauten dann schon wie kurz das Maßband geworden war. Also die restliche Lebenserwartung.

    Dann kam der Hinweis der Seminarleitung: Es ist Statistisch erwiesen das diejenigen die über 30 Jahre Schichtbetrieb gemacht haben eine um 8 Jahre kürzere Lebenserwartung haben.

    So, diese nun auch noch bei den einen oder anderen, am Maßband, abgeschnitten hat so manchen die Augen geöffnet.

    Letztendlich geht es um die Ordnung und das verhalten der MA im Betrieb.

    Das Ihr da in der Mitbestimmung seit ist schon erwähnt worden.

    Was Ihr als BR letztendlich damit macht könnt doch nur Ihr sagen.

    Wir können hier nur Anregungen geben. ;)

    Gehen wir mal davon aus das durch die Musk eine Gefährdung ausgeht.

    Dann gilt für die zu ergreifenden Maßnahmen dieses hier:


    Das STOP-Prinzip definiert die Rangfolge der Schutzmaßnahmen. Der Arbeitgeber muss diese Rangfolge bei der Festlegung und Anwendung von Schutzmaßnahmen beachten. Dabei stehen die einzelnen Buchstaben „STOP“ jeweils für unterschiedliche Arten von Maßnahmen:

    • S – Substitution: Überprüfung, ob gefährliche Stoffe durch weniger kritische Stoffe ersetzt werden können.
    • T – Technische Schutzmaßnahmen: z. B. Kapselung von Geräten, technisches Lüften, Ablüften.
    • O – Organisatorische Schutzmaßnahmen: Möglichst vollständige Beseitigung von Restgefahren (z. B. durch Unterweisung, Festlegung von Arbeitsverfahren mit geringer Gefährdung, Hautschutz gemäß Hautschutzplan, Arbeitsplatzrotation).
    • P – Persönliche Schutzmaßnahmen: z. B. Schutzkleidung, Schutzbrille bei Restgefährdung.

    Das STOP-Prinzip bedeutet, dass bei der Auswahl von Schutzmaßnahmen immer eine Hierarchie von Maßnahmen zu beachten ist. Dies gilt sowohl für Gesundheitsgefahren als auch für Brand- und Explosionsgefahren.


    Damit wäre das hier

    Vielleicht wird dem Neuen einfach ein Headset mit Noise-Cancelling gekauft. Vielleicht hilft das ja schon.

    Die letzte mögliche Maßnahme. Alle anderen sollte vorher geprüft werden.

    Jeder weiß, dass Tarifverträge formal nur für Gewerkschaftsmitglieder gelten und ebenso weiß jeder, dass kein AG das jemals anfassen würde, weil er sonst am nächsten Tag eben nur noch Gewerkschaftsmitglieder im Betrieb hat.

    Das ist dann leider nicht so. In der Metall und Elektro Industrie gibt es einige Klausen die explizit nur für Mitglieder gelten.

    Eben da wo mit Quoten gearbeitet wird. Dies wird von den BR auch so angewandt und dennoch führt das nicht dazu das alle eintreten. Leider.


    Wenn der AG wirklich so dumm ist, dann tritt man am nächsten Tag der Gewerkschaft bei und bekommt seine tariflichen Leistungen wieder.

    Und wenn der Ag die Tarifbindung verlässt Hilft auch der Eintritt nichts mehr.

    Nur die, die dann schon drin waren Habens besser.

    Der rechtliche Anspruch auf Tarifleistungen ist eine Sache. Da stimme ich schwede 12 voll zu.

    Aber einer GW beizutreten, sie zu stärken, um dann für noch bessere Bedingungen zu streiten ist die andere.

    Also gerade Im Arbeits- und Gesundheitsschutz hat ein BR ein starkes Durchsetzung Recht.

    Da sollte SBV und BR schon zusammen agieren.

    Der AG kann dazu gezwungen werden.

    das "grenzwertig" bezog ich darauf, das es Arbeitszeit war als er machte --> aber auch da lass ich mich gerne überzeugen, das ich das "überinterpretiere"

    Sehe ich total anders.

    AN die an der Betriebsversammlung teilnehmen sind von der Arbeitspflicht befreit.

    Wenn er dann auf der Betriebsversammlung spricht bleibt der Status doch erhalten.

    Warum sollte sich daran was ändern. Selbst wenn er einen Witz erzählen würde bliebe das so.

    Die Themenvielfalt auf einer BV ist doch sehr groß.

    Ich sehe das so:

    Ihr als BRM habt das Recht in alle Unterlagen des BR und seiner Ausschüsse zu sehen um Euer Amt eigenverantwortlich auszuüben.

    Da Ihr hier keine zusätzlichen Daten Speichert oder erhebt wird der Datenschutz nicht berührt.

    Was Ihr nicht verlangen könnt ist der direkte Zugang zu eurem Zeiterfassungs-System.

    Aber die Einsicht in die Unterlagen des Ausschusses sehr wohl.

    Ein Mitglied, das dagegen gestimmt hat, hat sich dann später vor die Belegschaft gestellt und gesagt« ich war natürlich dagegen,

    Das sehe ich wie schwede 12 das darf er.

    die anderen machen einfach alles, was der Chef will.“

    Das dürfte er meiner Meinung nach nicht da er so das Abstimmungsverhalten im Gremium Kommuniziert.

    Zu eurem Beschluss der zusatzschichten sollte Ihr natürlich mit der Belegschaft reden.

    Bei uns sind sämtliche Mehrarbeit nur freiwillig von unseren Kollegen zu erbringen.

    Möchten das bei euch auch alle?

    Bekommt Ihr eine Zusatz Vergütung für Zusatz Schichten?

    Einen Zeit Ausgleich?

    Und Und Und.

    Die Arbeitsplatzbeschreibung fließt in die Analyse mit ein. Zusätzlich kommen alle Erschwernisse die am Arbeitsplatz vorherrschen dazu. Z.B. Kälte Hitze Staub Gewichte usw.

    Dann wird das was der Kollege noch kann dem entgegengestellt.

    Beispiel Jemand muss am Arbeitsplatz ca. 2,5 STD am Tage über 10 Kg gewichte heben.

    Er kann aber maximal noch 5 Kg heben. dann ist klar erkennbar das hier ein Unterschied von 5 Kg besteht.

    Der nächste Schritt wäre jetzt zu prüfen wie die Belastung reduziert werden kann. Z.B. Tragehilfen usw.

    Bei uns läuft im Unternehmen aktuell eine Tarifbewegung mit dem Ziel einen Haustarifvertrag zu erkämpfen.

    Ok den Kampf selber führt Ihr außerhalb der AZ oder als Streik. Dann ist es aber auch keine AZ. ;)


    sondern mich als IGM Mitglied zur laufenden Tarifbewegung geäußert.

    Das kannst du, meiner Meinung nach, auch als BRV machen.

    Da gehe ich davon aus das dies unter dem § 80/1/1 BetrVG anzusiedeln ist.

    Ihr überwacht den Tarifvertrag und die Kollegen müssen Ihn kennen. Auch wenn er in Vorbereitung ist.

    Die GL ist der Meinung, dass ich das nicht hätte machen dürfen.

    Frag deinen AG doch mal auf welcher Gesetzlichen Grundlage er zu der Einschätzung kommt.

    Neben der GBU in allen Bereichen für den Kollegen könntet Ihr auch zusätzlich eine Arbeitsplatzanalyse machen.

    Arbeitsplatzanalyse meint eine Tabellarische Aufstellung von den Tätigkeiten die Gemacht werden muss mit allen Erschwernissen und dem gegenüber gestellt was noch gemacht werden kann.

    Die daraus resultierenden Unterschiede bzw. Einschränkungen können dann mit Hilfen, eventuell, überwunden werden.

    Darf ein BR-Miglied auf der Betriebsversammlung für die Gewerkschaft sprechen

    Ein BRM darf mit Sicherheit über die GW sprechen.

    Ein AN (BRM sind AN) darf für die GW sprechen so er den von denen dazu ermächtigt wurde.

    Ich BRV zB. bin auch Mitglied der Tarifkommission und der Verhandlungskommission und werde bei der kommenden Betriebsversammlung unser Tarifergebnis Kommunizieren.

    Will sagen es kommt darauf an.

    Grundsätzlich gilt der § 2 des BetrVG.

    Was du für Sachen anziehst sollte dir überlassen sein.