Beiträge von AnKa T.1

    Zitat von Welle :

    1. Rückt automatisch der 2te Vorsitzende nach und wird 1ter Vorsitzender?
    2. Muß der 1te Vorsitzende neu gewählt werden?
    3. Muß der gesamte BR neu gewählt werden?

    zu 1+2: Ihr müsste den/die Vorsitzende/n sowie die Stellvertreter neu wählen. Da gibt es keine Nachrückoption wie mit den Ersatzmitgliedern.

    zu 3: Einen neuen BR müsst ihr nicht wählen.

    Winfried hat sich in vielen Beiträgen schon dazu geäußert und die entsprechenden Verlinkungen zum Gesetz gegeben, daher schau bitte mal hier:

    http://www.ifb.de/forum/index.…=zeigeThema&thema_id=6946
    http://www.ifb.de/forum/index.…=zeigeThema&thema_id=6277

    Hallo,

    wir möchten demnächst vom BR aus wieder eine Betriebsbegehung machen.

    Habe mal irgendwo gelesen, dass man diese dem AGe mitteilen sollte - habe aber in den Gesetzestexten und Kommentaren nichts dazu gefunden. Will mich nur absichern und gewappnet sein, nicht das es zu Konfrontationen kommt.

    Liege ich richtig damit, dass wir den Betrieb normal -unter Einhaltung der üblichen Sicherheitsvorschriften- begehen dürfen? §80 BetrVG... Habe in den Beckschen Kommentaren diesen Hinweis gefunden: Nach dem Gebot der vertrauensvollen Zusammenarbeit sollte der BR dem AG den Grund für die Betriebsbegehung in allg. Form angeben (LAG N 18. 10. 1993 DB 1994, 52). (Muss jedoch dazu sagen, dass seitens des AGe immer mal wieder Begehungen durchgeführt werden, zu denen der BR nicht hinzugezogen wird... bei den "normalen" Arbeitsschutzbegehungen sind wir dabei)

    Mir schwebt vor, unserem GF ein Weihnachtsgeschenk mit entsprechender Literatur über Burnout/ psychische Erkrankungen zu machen. Hintergrund sind da Verständnisprobleme, so nach dem Motto: "Wer körperlich arbeitet kann doch nicht psychisch erkranken!"...

    Kann mir jemand ein Buch bzw. eine Veröffentlichen aus dem I-Net empfehlen?

    Danke, Eure AnKa

    PS: Es geht mir nur um die Literaturempfehlung, nicht über seine Ansicht... dass es die zu überarbeiten gilt versteht sich von selbst :D

    Zitat von mietze :


    Ich rate Euch zu Seminare die nicht im Inhouse sind, denn es hat einen Grund warum sie günstiger sind. Außerdem ist der Austausch mit anderen BRM von großer Bedeutung und es wird viel übergreifender vermittelt.

    Ja, diese Anregungen kenne ich auch. Und viele BRM finden das sogar toll, denn da müssen sie nicht wegfahren und können zuhause schlafen... aber ich sage auch immer, dass wir nicht weiterkommen, wenn wir immer nur im eigenen Saft schmoren. Inhouse ist OK wenn Themen für alle bearbeitet werden (zum Anfang für den groben Überblick)...

    TIPP: die Berufsgenossenschaften bieten auch zahlreiche Seminare für Betriebsräte an, insbesondere in Bezug auf den Gesundheitsschutz. Und die sind kostenlos. Also da zieht die Ansage mit den Kosten überhaupt nicht :D

    Ja, wir haben der Kollegin diesen Tipp auch gegeben. Gerade in Bezug auf die gesundheitliche Belastung. Wenn es noch mal akut wird, werden wir uns konkret mit dem Vorgesetzten auseinandersetzen.

    Zitat von reeba :


    Petrus,
    Deine erste Fragestellung könnte vielleicht in die richtige Richtung gehen.
    Nur, was ist, wenn sich eben keine 50% finden, dann könnten die anderen auch gleich ihren Beitrag sparen..... (klar, jetzt wieder ein bisschen überzogen gemeint)
    Aber nochmal zurück zur Eingangsfrage. Genauso wird es zur Zeit publiziert. Gäbe es also kein neues Gesetz, steht hier eine, (um es freundlich auszudrücken), Unwahrheit im Raum.

    Also, von unserer Gewerkschaft wird das auch so mitgeteilt. In einem Betrieb sollten ca. 40-50% der Beschäftigten Mitglied sein. Geht aber vor allem um die Haustarifverträge, nicht um die Fläche... Wie Winfried schon bemerkte, um genug Druck ausüben zu können. Ein Streik mit 10 Leuten bei einem 500-Mann-Betrieb macht natürlich wenig Sinn. Bei 200 sieht das natürlich schon ganz anders aus :wink:

    Aber ein Gesetz gibt es nicht. Ich bin auch der Meinung, dass da etwas falsch interpretiert wurde.

    Eine Kollegin bekommt häufig kurz vor Feierabend Anweisungen, etwas zu erledigen. Sie hat ein Kind und kann daher nur begrenz Üh machen. Trotzdem verlangt ihr Vorgesetzter dies von ihr.
    Sie hat nun schon gesundheitliche Probleme und befürchtet, dass es sich verschlimmert, wenn die Belastung nicht abnimmt.

    Kann Sie sich weigern, die Üh zu machen oder ist das Arbeitsverweigerung? sie hat eine entsprechende Klausel in ihrem AV... aber gleichzeitig garantiert der AGe auch einen fairen Umgang und den Gesundheitsschutz...

    (Problematisch sind nur die kurzfristig angeordneten Üh!)

    Unser GF quatscht ständig alles weiter. Alle Briefe oder Mails von uns werden ausführlich mit Mitarbeitern besprochen, die das nun wirklich nichts angeht. Erst kürzlich zeigte er eine Mail einfach anderen Mitarbeitern während eines Personalgesprächs.

    Wenn ich ihm mit Gesetzen komme, dann rollt er mit den Augen und versteht die Welt nicht mehr. Was kann ich machen, damit er das unterlässt???

    Zitat von Siegbert :

    die Projektabschlussparty muss doch auch nicht zwingend arbeitszeitlich gutgeschrieben werden. Und was sagen den die Azubis und Azubinen zu dem Treffen?

    Wer sagt denn, dass es eine Abschlussparty gibt? Wo denkst Du denn hin... so was käme denen doch nicht in den Sinn, unsere Azubis für ihren Fleiß noch zu belohnen. :roll: Die kriegen ’nen feuchten Händedruck und das war’s.

    Und unsere Azubis haben auch überhaupt keinen Bock drauf... eben weil es ja nicht wirklich einen Nutzen für sie bringt. Und gerade die, die bald Prüfung haben, sind alles andere als begeistert.


    Winfried: Leider hilft mir die Stelle nicht so ganz weiter... weil unsere Firma ja argumentiert, es würde in der Freizeit passieren - und dafür gibt es keine Vergütung. Viel besser wäre ja ein Passus, mit dem wir erreichen könnten, dass die Azubis das Projekt während der Arbeitszeit machen können... dann ist das mit der Bezahlerei auch geregelt :D

    Hallo,

    unsere Azubis machen jährlich eine Projektarbeit des Betriebs. Sinn udn Unsinn des Ganzen sei mal dahingestellt.

    Nun haben wir erfahren, dass die Auszubildenden sich nach ihrer Arbeitszeit treffen sollen - und die Zeit dementsprechend nicht gutgeschrieben wird.

    Ist das überhaupt rechtens??? Ich bin der Meinung, dass die Zeit vergütet werden muss, denn die Teilnahme am Projekt ist Pflicht. Ich habe aber keine passende Stelle in den Gesetzestexten gefunden.

    Könnt ihr mir da bitte weiterhelfen?? Danke schon mal :D

    Der Mitarbeiter hatte bisher keinen unbefristeten AV. Und ihm wurde auch nicht gedroht, diesen AV zu unterschreiben... da hast Du was missverstanden. Ich hatte es nur so reingeschrieben, da ich wusste, dass ein unbefristeter AV nicht angestrebt war. (man kennt sich halt...)

    Der vorherige Vertrag des Mitarbeiters war zeitlich befristet und hätte genausogut sang- und klanglos auslaufen können. Wie soll denn der MA dem AGe drohen???

    Wir haben uns auch mit unserem Gewerkschaftssekretär abgestimmt, dass in unserem Fall nicht viel zu machen war, da die Sachgrundbefristung wasserfest war. Und in dem Fall galt wohl tatsächlich, dass der Spatz in der Hand besser ist als die Taube auf dem Dach.

    Hallo Winfried,
    wir haben das "Problem" lösen können. Mitarbeiter bekommt eine Befristung mit Sachgrund. Ansonsten hätte unsere Firma ihn nicht weiterbeschäftigt... na ja, ist nicht das Optimum, aber wenigstens hat der Kollegen nun für ein weiteres volles Jahr Arbeit. :D

    Hallo, es war eine sachgrundlose Befristung. Der Kollege war 2010 schon mal bei uns im Unternehmen, dann eine Weile nicht. Seit April 2011 ist er wieder befristet bei uns und soll bis 2012 befristet werden. Die 2 Jahre werden nicht überschritten. Ich glaube, da sieht’s schlecht aus für uns, oder?

    Ach so, Frage an die Experten: Ihr habt immer so schöne Zitate unter euren Beiträgen. Wie kriegt ich das auch hin???

    Ich kannte das auch: fing glücklicherweise immer erst nach der Sitzung/ dem Konflikt an zu heulen...

    Habe damals von einer guten Freundin ein homöpathisches Mittel empfohlen bekommen, das mir sehr gut hilft, wenn ich in schwierigen Situationen bin. Will ja schließlich nicht zugedröhnt sein - aber ab und an muss man dann halt doch mal nachhelfen ;)

    Was auch gut hilft, um innere Spannung abzubauen ist Yoga. Seit ich das mache bin ich viel ausgeglichener und nicht mehr so leicht reizbar.

    Hallo Kollegen,

    ich habe ein Problem, bezüglich einer weiteren Befristung eines Mitarbeiters. Es sieht wohl so aus, als solle der Kollege weiter beschäftigt werden, wieder nur befristet. Er ist seit März bei uns.
    Das an sich ist nicht das Problem. NUR: er hat bereits vor einiger Zeit bei uns gearbeitet. Ich weiß nur nicht, wie lang das schon her ist. Das recherchiere ich noch. (Über das Urteil bzgl. Befristung bin ich im Bilde... ich glaube aber, es sind unter 3 Jahre Abstand zu seiner letzten Beschäftigung bei uns)

    Meine Frage: wäre es ein taktisch gutes Vorgehen, der weiteren Befristung zuzustimmen und dann dem Kollegen zu stecken, dass er eigentlich unbefristet bei uns ist??? Oder sollen wir im Vornherein eingreifen???

    Vielen Dank für eure Antworten.

    Zitat von Winfried :


    Selbst wenn der AG sie verlangen kann, ist die Weitergabe an Dritte nochmal sehr kritisch zu sehen, ich hielte das für nicht zulässig.

    Ich habe mich gerade mit einem Kumpel unterhalten, der Datenschutzbeauftragter ist. Der hat gleich ganz erschüttert reagiert, als ich ihm von der Sache erzählt habe...

    Und kann mich daher meinem vorherigen Posting und Winfried nur anschließen.

    Aus datenschutzrechtlicher Sicht darf die Firma die FZ nicht weitergeben.

    Auch wenn eine Zustimmung des MA vorliegt, ist es immernoch sehr fragwürdig... ich würde das Ganze auf jeden Fall durch einen fähigen Anwalt prüfen lassen.

    Habt ihr einen Datenschutzbeauftragten??? :idea:

    Den interessieren solche Dinge nämlich auch immer sehr. Insbesondere wenn es um die Weitergabe personenbezogener Daten geht, muss man heutzutage ja sehr sehr vorsichtig sein...

    Zitat von Bartender :


    Hier muss ich Winfried wiedersprechen.
    Leiharbeitnehmer sind sehr wohl berechtigt an Betriebs-/ Abteilungsversammlungen teilzunehmen. Sowie die Sprechstunden des BR aufzusuchen. Sie dürfen sogar an BR Wahlen teilnehmen wenn Sie länger als 3 Monate im Betrieb eingesetzt werden.
    Der BR des Entleihers ist auch in vielen Fragen für die LeiAN zuständig.

    Bitte mal lesen, von wem im Vornherein die Rede ist... Winfried meinte wohl die LA = LEITENDEN ANGESTELLTEN...

    Wir bekommen die Stunden aufs Stundenkonto gutgeschrieben... muss ich meinem AGe jetzt beichten, dass er das gar nicht braucht??? :oops:
    Was kann mir schlimmstenfalls passieren, wenn die das dann mitkriegen???