Beiträge von syselse

    Frage:
    Ist es nicht so, dass alle Kandidaten gewählt sind, auf die wenigstens eine einzige Stimme abgegeben wurde, nur eben unterschieden wird zwischen "ständigen Mitgliedern" und Ersatzmitgliedern"?

    Dann müssten doch auch die Ersatzmitglieder angeschrieben und auch öffentlich gemacht werden!

    Zitat von BoFhUs :

    Eigentlich suchen wir (nicht nur ich ;) nur noch eine Form ein internes und ein externes Protokoll zu erstellen.


    Denkt mal über ein(en) Blog nach - kostet nichts, lässt sich mit mehreren Personen pflegen und auch so einstellen, dass er nicht über Suchmaschinen auffindbar ist. Und das Beste: die Dialog-Funktion! Eure Belegschaft kann direkt im Blog fragen, antworten und kommentieren! Anonym oder mit Nennung der Urheber, und wenn es gute Fragen und Anmerkungen sind, könnt Ihr die Antwort für alle sichtbar machen (das kann ja jeweils im Gremium entschieden werden).

    In Österreich gibt schon zahlreiche Betriebsrats-Blogs, hier ein besonders gelobtes Beispiel:

    http://scalaakirchenbr.wordpress.com/

    Wo ist denn festgelegt, was ein ungültiger Listenname ist?

    Also, ein paar Dinger könnte ich mir da schon denken:
    Fiesigkeiten gegen den Personen, allgemeinpolitische Parolen, Obzönitäten, die anderen Listen Verunglimpfendes, usw.

    Aber wo steht’s geschrieben?

    Also, jetzt hab ich noch ne Anschlussfrage:
    Muss praktisch in jeder Vertretungssituation diese komplizierte Rechnung gemacht werden, damit die Beschlussfähigkeit hergestellt ist?

    Ich hatte die WO so verstanden, dass für das Nachrücken eines Ersatzmitglieds natürlich auf Dauer auch wieder die Quotenregelung gewahrt sein muss; notfalls auch mit Listensprung. Aber bei jeder Sitzung?? Vielleicht haben sich die Mehr- und Minderheiten im Betrieb ja auch inzwischen so verschoben, dass die letzten Plätze neu zugeordnet werden müssen.

    Muss das etwa auch vor jeder Sitzung überprüft werden? Und wenn eine Quotenfrau mit dem Auto liegenbleibt, braucht es länger, das korrekte Ersatzmitglied zu bestimmen, als die Dame irgendwo in der Republik aufzulesen und zur Sitzung einzufliegen...?

    Verstehe ich das richtig? :P

    Zitat von Golferin :


    Mein Gedanke ist allerdings, wenn Liste 3 ihre Frau hochholt und einen Mann "opfern " muß, wieso muß dann Liste 1 nicht auch die Frau hochholen und einen MannPlatz opfern.
    Mit dem Listensprung gehen doch Mehrheitsverhältnisse verloren, die die Belegschaft anders gewählt hat. Komische Gerechtigkeit.


    Hallo, Golferin,

    also wie Du das meinst, weiß ich nicht: "hochholen" hätte die Liste ihre Frau(en) bei der Aufstellung der Reihenfolge, denn dass der Rang auf der Liste eine wichtige Rolle spielt bei der Listenwahl, ist ja wohl bekannt. Nach Ende der Einreichungsfrist für Vorschlagslisten und erst Recht der Wahl gibt es keinen Weg mehr, die Reihenfolge zu ändern. Darum streiten sich ja auch die politischen Parteien vor Wahlen intern wie die Kesselflicker um die Rangfolge.

    Warum stehen die Frauen in der ersten Liste denn nicht halbwegs gleichverteilt in der Liste und damit ja weiter oben? Wurden die Plätze ausgelost? Man könnte theoretisch auch alle Frauen auf die ersten Plätze setzen, das sichert der eigenen Liste die besten Chancen, nicht durch die Quotenregelung in Nachteile zu geraten, sondern ggf. sogar Plätze anderer Listen "abzustauben".

    Aber wie man es auch wendet: es sollte doch zumindest im eigenen Team gelingen, dass alle über ihr Geltungsbedürfnis hinwegsehen und sich auf die strategisch richtige Vorgehensweise verständigen können. Wer sich Frauen nur als Listenfüller draufhebelt, wird eben von der Quotenregelung eines besseren belehrt. Vielleicht gibt’s die auch deswegen... :wink:

    Sagt mal, spinne ich?

    Nur weil der offensichtlich völlig planlose WV auch dieses Mal nicht weiß, was er tut, soll das so durchlaufen?

    Ich wüsste gern noch mal was anderes:

    Sind alle 10 Kandidaten auf der Wahlvorschlagsliste gewesen, BEVOR DER ERSTE Unterstützer unterschrieben hat?

    Wenn nicht, ist diese Liste sowieso anfechtbar oder muss zumindest nachgebessert werden: ab dem ersten Unterstützer muss für jeden ersichtlich feststehen, wer insgesamt mit dieser Liste kandidieren wird und wen man mit seiner Unterschrift folglich unterstützt.

    Ob die Namen der Stützer irgendwie den Kandidaten zugeordnet sind oder nicht, ist m.E. eher nachrangig, wenn nicht irgendwelche Begleittexte implizieren, dass die Unterstützung sich jeweils nur auf den Kandidaten bezieht, neben dem abgezeichnet wurde.

    Listenvertreter kann sein, wer will - er verwaltet das Stück Papier und klärt Rückfragen zu allen Vorgängen rund um diese Wahlvorschlagsliste.

    Es ist auch nicht so, dass es IMMER einer der Kandidaten ist, wohlmöglich auch noch IMMER der erste der Kandidaten auf der Liste.

    Listenvertreter ist am besten der Aktivste der Kandidaten. Bei uns ist es der Kandidat auf Platz 2 der Liste; und die Liste hat auch einen richtigen Eigennamen bekommen und heißt nicht wie der erste + zweite Kandidat.

    Wir treten nämlich nicht aus Gründen der Selbstdarstellung zur Wahl an, sondern als Interessenvertreter gleichgesinnter Kollegen.

    Darum gibt es doch die Listenwahl in größeren Betrieben: damit die Wahl nicht so sehr vom Bekanntheitsgrad des einzelnen Kandidaten abhängt. Kandidiert man zu mehreren Kollegen mit ähnlichen Ansichten und Zielen, ist die Chance größer, dass wenigstens einer der Kandidaten jeder Liste den Wählern persönlich bekannt ist.