Beiträge von magheinz

    Ich würde sagen, ein Schichtplan kann z.b. schwerbehinderte Menschen diskriminieren, weil die z.B. immer in die Nachschickt kommen. Kann natürlich auch von denen gewollt ein. Das muss eine SBV im Blick haben und gegebenenfalls kären.


    Auch könnten die schwerbehinderten Kollegen erklärt haben, keine Mehrarbeit leisten zu wollen. Das sollte dann auch im Schichtplan nicht anders geplant sein.


    Dann gibt es sicherlich behinderungsbedingte Einschränkungen bei den Schichten wie z.B. feste Essenzeiten bei Diabetikern o.ä.


    Ich würde mir da aber keinen Stress machen, sondern wie immer mit dem BR/PR zusammenarbeiten. Dort liegen die Schichtpläne ja vor.


    Alternativ würde ich da jeden Tag ungefragt auf der Matte stehen und die Kollegen suchen. Das wird dann schon genügend stören, um die notwendige Auskunft zu bekommen.


    Der komplette Schichtplan wäre dafür ja gar nicht notwendig, sondern nur die Aussage, wann Kollege XYZ im Dienst ist.


    Alternativ muss es ja auch sowas wie Hauspost o.ä. geben. Dann bekommen die Kollegen halt einen Brief mit der Bitte, sich zu melden.


    Ich muss aber echt zugeben, viel Erfahrung mit solchen Widerständen habe ich nicht, da hier das vertrauensvolle Zusammenarbeiten ganz gut funktioniert.

    Und viele Kollegen haben sich da schon enorm hochgeschaukelt und scheinen dafür auch Bonuspunkte zu ernten. Ein paar sind da aber zum Glück weiterhin vernünftig.

    spätestens hier wird es doch spannend. Wenn ein Verstoß gegen ein Gesetz auch noch belohnt wird, ist man auf ganz dünnem Eis. Das bedeutet ja auch: Wer sich ans Arbeitszeitgesetz hält, der wird benachteiligt, bekommt keine "Bonuspunkte". Wenn dass dann z.B. bei Beförderungen eine Rolle spielt etc, sollte man sich als BR da auf jeden Fall einmal mit beschäftigen.

    In der Praxis kann ich für Spanien, Frankreich und Benelux sagen, daß dort der deutsche Schwerbehindertenausweis bei Eintritten etc. problemlos auch ohne das mehrsprachige Beiblatt akzeptiert wird.

    wichtiger finde ich so Dinge wie: darf man mit diesem Ausweis auf einen Behindertenparkplatz und ähnliches?

    Wenn in der Stellenausschreibung z.B. ein Hochschulabschluss gefordert ist und er Bewerber diesen nicht nachweisen kann, ist das eine deutliche Nichteignung, die auch nichts mit einer eventuellen zu erwartenden Einschränkung durch eine festgestellte Behinderung hat.

    So einfach sehe ich das nicht.

    Wenn der Hochschulabschluss nicht zwingend erforderlich ist, z.B. weil er eine Voraussetzung für die Berufsausbildung ist, wie bei Anwälten, Richtern, Ärzten, Architekten etc, dann sehe ich im fehlenden Hochschulabschluss keine objektive Nichteignung. Nicht umsonst gibt es ja im öffentlichen Dienst die "sonstigen Beschäftigten".

    An sich würde ich sagen: es ist ein neues Stellenbesetzungsverfahren.

    Je länger der Abstand zwischen den beiden Verfahren Ist, um so mehr besteht die Möglichkeit, dass ein Kabdidat sich verbessert hat.


    Wenn mit den gleichen Kriterien erneut ausgeschrieben wurde, dann würde ich sogar davon ausgehen, dass auch die nicht schwerbehinderten Bewerber erneut einzuladen sind, so sie sich wieder bewerben. Sie erfüllen dann ja die entsprechenden Kriterien.


    Meiner Meinung nach ist einzuladen. Der Bewerber ist ja nicht offensichtlich ungeeignet.

    Die Einladungspflicht entfällt ja auch nicht, wenn die fachliche Eignung zweifelhaft ist (BAG, Urt. V. 16.12.2012 8 AZR 697/10).

    Mehr kann man ja nicht sagen, da der Bewerber sich ja seit dem letzten Verfahren weiterentwickelt haben kann.


    Die Einladungspflicht würde meiner Meinung nach nur entfallen, wenn der Bewerber offensichtlich ungeeignet ist.

    Bei uns werde ich vorher informiert und der Kollege bekommt immer die Möglichkeit eine Person des Vertrauens mitzunehmen. Teilweise bin ich als SBV und jemand vom PR parallel dabei.

    Da ich auch PR-Mitglied bin, hab ich auch manchmal zwei Hüte auf. Keine gute Lösung, aber ab und an geht es nicht anders.

    Es ist natürlich extrem unwahrscheinlich, dass Antragssteller:innen einer Weitergabe vertraulichster Daten an Dritte so pauschal, ohne Unkenntlichmachungen usw., zustimmen.


    Aber selbst wenn dem so gewesen wäre: Dann kann bzw muss der/die SBV das schriftlich nachweisen.

    Klar.

    Aber das wäre mein erster Ansatz: die SBV Fragen, ob die Person mit der Weitergabe der Daten einverstanden war. Je nachdem wie das Gespräch läuft, kann man dann ja das ganze bei der betroffenen Person absichern.


    Sollte dabei rauskommen, dass die Daten unberechtigt weitergegeben wurde, bin ich nicht ganz sicher, wer der richtige Ansprechpartner ist ich vermute aber, das Inklusionsamt/Integrationsamt.

    Ich würde das Thema in der nächsten BR-Sitzung auf die Tagesordnung packen und mit der hoffentlich anwesenden Vertrauensperson besprechen.

    Sollte die betroffene Person sogar auf eine Verfolgung bestehen, gäbe es dann nur noch drei Möglichkeiten:

    1. Selbstanzeige

    2. Anzeige durch den BR

    3. Anzeige durch mich persönlich.


    Sollte die betroffen Person mit sowas wie: "war zwar nicht abgesprochen, aber ist auch egal" oder so kommen, käme es auf den Gesprächsverlauf in der Sitzung an. Dann könnte z.b. auch ein geordneter Rücktritt eine Möglichkeit sein.

    steht denn überhaupt fest, dass es sich hier um einen Datenschutzverstoss handelt?

    Am Ende hat der ursprüngliche Antragstelle zgestimmt, dass sein Antrag als Muster (vielleicht in genau diesem Fall) genutzt wird?