Beiträge von BRbaer

    unter dieser Bedingung würde ich aber 1 Arbeitstag im Monat verstehen und nicht 1 Woche (da würde ich ja i.d.R. 5x im Monat ins Büro kommen)

    Unter der o.g. Anwesenheitspflicht von 1 Tag macht doch 1-Woche-buchen keinen Sinn?

    Naja, ich glaub am Ende wird sogut wie keiner nur einmal im Monat ins Büro kommen, weil jeder merken wird, dass das zu wenig ist, um den kollegialen Kontakt und Abstimmung im Projekt aufrecht zu erhalten.

    Das ist aber auch nur auf einen Durchschnittswert bezogen.

    In der Praxis wird es eben auch mal das Projekt verlangen, dass man mal 2-3 Tage am Stück kommen muss oder es immer Kollegen geben wird, die lieber dauerhaft im Büro arbeiten wollen / müssen (aus privaten Gründen etc.)

    Muss der MA denn z.B. 1 Woche pro Monat im Büro sein?

    1 mal im Monat müssen wir ins Büro kommen


    Genauso wenn er arbeitsbedingt im Büro sein muss, dann muss seine Buchung ja Vorrang haben, egal welche Abteilung.

    Dazu ist nichts näheres geregelt. Der AG geht davon aus, dass im Schnitt 70% aller MA im Büro sind und hat dementsprechend viele Büroarbeitsplätze eingerichtet. Sollte trotzdem mal ein MA an die Arbeit kommen müssen, macht er das um seine Arbeitskraft anzubieten. Kann dann der AG keinen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen, ist das seine Schuld.

    Dann setzt sich der Mitarbeiter mit Käffchen in die Cafeteria und wartet auf seinen Feierabend. Pech gehabt für den AG! ;)

    Moin,


    mein AG möchte das Desk Sharing einführen. Ihr könnt es euch so vorstellen:

    - Das Bürogebäude besitzt sagen wir 200 Büroarbeitsplätze

    - Damit Wege zu z.B. teaminternen Abstimmungen nicht zu lang werden, wurde die Büroflächen im Gebäude in Kernbereiche unterteilt (je Abteilung ein Bereich)

    - trotzdem können theoretisch alle Mitarbeiter in allen Bereichen einen Platz buchen, es wird ihnen aber empfohlen, in ihrem Bereich zu buchen

    - Die Buchung läuft digital über eine Intranetseite auf der Tag für Tag einzeln gebucht werden muss (Tag auswählen, Platz wählen, buchen. Dann das selbe wieder für den nächsten Tag)


    Wir vom BR wollen gerne, dass

    1. ganze Wochen ausgewählt werden und dann in einem Rutsch gebucht werden können

    2. Mitarbeiter eine Art "Vorbuchungsrecht" für ihren eigenen Bereich haben. Konkret: Diese können dann 4 Wochen im Voraus buchen und alle Bereichs-fremden nur 2 Wochen. Somit werden tendenziell dann eher gleiche Kollegen unter sich bleiben.


    Frage:

    a) Fällt das unter "Verhalten der Mitarbeiter im Betrieb", also unter das Mitbestimmungsrecht?

    b) Seht ihr bei unseren Wünschen eher Vorteile fürs Kollegium oder Nachteile?

    c) Wir vermuten, dass der AG bzgl. 1. und 2. sagen wird, dass er das nicht umsetzen kann, weil die App dafür nicht anpassbar ist. Das sei eine Software aus dem internen "Regal", die da fertig liegt. Anpassungen wären nur durch Neuentwicklung möglich. Damit würde er sich natürlich aus jedem Wunsch des BR rauswinden können...



    Viele Grüße! :)

    So wie ich das verstehe, war das Zeitsystem vorher da und dann hat man eine nicht umsetzbare BV dazu gemacht.

    So war es nicht. Vorher gabs Vertrauensarbeitszeit. DIe BV wurde dann zeitgleich mit dem Erfassungssystem eingeführt, um dieses "geregelt" am Standort einzuführen. Gut, genau genommen wurde das System aus dem Konzernregal von irgendwo anders genommen und bei uns dann eingesetzt, nachdem es eine kurze Testphase gab, bei der auch einige Eigenheiten des Systems festgestellt wurden. Allerdings gabs zu dieser Zeit weder Homeoffice, noch viele Reisen bei den Testpersonen. Das hat sich dann später durch Corona geändert, bzw. weil es dann bei allen MA ausgerollt wurde.

    Hallo Robert,

    aus Deiner Frage entstehen bei mir Bilder von Eurem Betrieb, die natürlich ganz falsch sein können:

    So ca. 40 - 70 Mitarbeitende, Chef ist überlastet, digitale Ausstattung von vorgestern. Der Chef ist im Prinzip gutwillig, aber er hat keine persönliche, fachliche oder finanzielle Ressourcen für die notwendige, geplante Entwicklung seiner Firma. Er fitzt sich halt so durch, dazu gehört dann auch das Vertrösten des BR auf St. Nimmerlein. Vielleicht haut die Einschätzung ja so ungefähr hin.

    Das passt ganz gut. Wir haben ca. 200 MA. HR ist überlastet und zudem auch technisch noch für das Zeitsystem zuständig. Von GF Seite hört man nur noch Managerfrasen die mir langsam oben raus kommen...


    Den rest den du schreibst, haben wir schon gemacht. Also das "Gespräch suchen" und informieren lassen.

    Das Zeitsystem gibt leider nichts in Echtzeit her. Das ist im Kern schon über 20 Jahre alt, weil die Firma da nie investiert hat. Auch die Teamleiter bekommen keine Auswertungen mehr, sollen aber die STundenkonten im Blick behalten und ggf. Gegenmaßnahmen einleiten... :/


    Hi Paragraphenreiter,


    danke auch dir für deine Antwort!

    Ich habe das so mal an meinen BR weitergeleitet. :)


    Du kennst da zufällig einen guten Programmierer, der ihm ein maßgeschneidertes System strickt.

    Haha jaa. Wir haben Programmierer in der Firma, die schon angeboten hatten ein System aufzusetzen! Abgelehnt...

    Hallo Kollegen,

    ich bin Robert, neu im Forum und freue mich mit Euch in Kontakt zu treten!


    Wir im BR haben ein Problem. Und zwar gibt es einige Daten, die der AG uns liefern muss. Dazu gehören u.a. regelmäßig die Zusendung der Stundenkontostände, der Krankheitstage je Mitarbeiter und BEM Unterlagen der Mitarbeiter.

    Abgesprochen war bei uns, dass diese "zeitnah" geliefert werden sollen. Leider funktioniert das überhaupt nicht. Die letzte Lieferung der Krankheitstageabrechnung ist schon über ein halbes Jahr her und die monatlichen Zeitkontostände der MA kommen meist erst 6 Wochen nach Monatsende. Das immer wiederholende Hinweisen darauf in den Monatsgesprächen bringt bisher nichts. Es gibt immer wieder Ausreden von Seiten des GF. Auch das Versprechen der Besserung hat am Ende auch keine Änderung gebracht. Auch wenn wir ein Datum kommunizieren, wann wir die Daten vorliegen haben wollen, ändert nichts.


    Wir stellen uns deshalb gerade eine Frage.

    1. Was wären eurer Meinung die Schritte, um Schritt für Schritt den Druck zu erhöhen? Natürlich in Anbetracht dessen, dass wir immer auf Augenhöhe mit der GF umgehen, weder darunter noch darüber.



    Evtl. wichtige Hintergrundinformation:

    In der BV, die die Zeiterfassung regelt, steht u.a., dass:

    - "jeder MA erhält Einsicht über deine Stundenkontos über das Zeitterminal" ("Stechuhr")

    -> diese BV Klausel wird regelmäßig NIE eingehalten, da es das System technisch gar nicht hergibt. Denn alle Arbeitszeiten außerhalb des Terminals (z.B. Homeoffice) müssen vom Mitarbeiter händisch zum Eintrag ins Zeiterfassungssystem per Mail an HR überreicht werden.



    VG!