Beiträge von Hawkeye

    @ Fried-ich habe befürchtet, das die Antwort so ausfällt


    @Bratislaw: Kommunikation weiß ich nicht, ich konnte noch nicht mit der Mitarbeiterin sprechen.

    Der Grund ist, das der Stellenplan voll ist und man die eingearbeitete Fachärztin nicht weiterbeschäftigen möchte seitens der GF. Der Fachbereich würde sie gerne Halten. Die Personalabteilung hatte die Zuleitung schon eingereicht, nach unserer Zustimmung hat aber der GF einer weiteren Beschäftigung widersprochen. Übrigens genau nachdem diese Abteilung eine Messe zur Nachwuchsgewinnung bestritten hatte.

    Liebe Kollegen,


    Ich habe eine Mitarbeiterin, deren zeitlich befristeter Betrag verlängert werden sollte. Diese Entfristung wurde im BR behandelt und nicht widersprochen. Nun will der Arbeitgeber diesen Beschluss aber nicht (mehr) umsetzen. Haben wir eine Möglichkeit ihn umzustimmen. Ein Vertrag ist natürlich noch nicht unterschrieben.


    Mit freundlichen Grüßen,

    Stephan

    Dafür brauche ich doch keinen BR. Wenn geklaut wird, Polizei holen - die dürfen kontrollieren. Dafür habe ich auch kein Verständnis und warne jemanden dreimal vor.


    Mit den besten Grüßen,

    Stephan

    Hier die (sehr schnelle) Antwort des MB Bayern:


    Die Vorgehensweise Ihres Arbeitgebers ist leider zutreffend.


    Sie basiert auf einer Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes aus dem Jahr 1992 (BAG vom 26.11.1992 – 6 AZR 455/91) welche weiterhin Bestand hat. Nach diesem Urteil verschiebt sich der Beginn der Rufbereitschaft wenn der Arzt nach dem Dienstende bereits vorher begonnene Arbeiten zu Ende bringen muss. Diese Zeiten gelten dann als Überstunden und nicht als Inanspruchnahmen während der Rufbereitschaft. Dies bedeutet, dass eine Inanspruchnahme während der Rufbereitschaft erst dann vorliegt wenn der Arzt das Krankenhaus tatsächlich bereits verlassen hat.


    Schöne Tage,

    Stephan

    Hallo, vielleicht treffe ich ja hier einen Tarifexperten. Ich bin BR-Mitglied und folgendes Problem wurde an mich herangetragen.

    In einem Arbeitszeitmodell arbeiten bei uns Fachärzte zunächst von 9:30 bis 18:00, danach beginnt eine Rufbereitschaft bis 08:00. Wenn jetzt Nacharbeit anfällt und über 20 Uhr hinaus gearbeitet wird, kürzt der AG die Rufbereitschaftspauschale jeweils begonnene Stunde. Im TV steht, das ab weniger als 12h eine stundenweise Vergütung anfällt, längere Dienste erhalten eine Tagespauschale. Der Knackpunkt ist wohl, ob hier die geplante oder die tatsächlich geleistete Zeit gezählt wird. Ich werde diese Frage auch beim Marburger Bund stellen, das dauert aber oft länger mit der Antwort. Erfahrungen von Euch oder ein Präzedenzfall wären super.

    Die HR will nicht, dass wir uns 18 Uhr umstempeln, das geht auch oft nicht, weil ja gearbeitet wird.


    Vielen Dank,

    Stephan

    Vieles wurde schon gesagt. Die Führung als Zeikonto finde ich aus AN-Sicht deutlich besser, Risiken wie Inflation und Tarifsteigerungen gehen sonst einseitig auf den AN. Zudem gibt es oft Konstruktionen, bei denen die Entnahme nach einigen Jahren zu neuen Bedingungen erfolgt, weil sich z.B. die Rechtsprechung ändert. Konkret war bei uns vereinbart, das es in der Freistellung Urlaub, als Bonus gibt. Dann kam ein BGH-Urteil und diese Regelung wurde gestrichen, d.h. Minus 10% für den AN. Da gilt auch kein „pacta serva sunt“, weil es noch keinen Vertrag gibt. Ich sehe das inzwischen sehr kritisch mit den Langzeitkonton und nur selten einen echten Vorteil für die AN.


    Mit den besten Grüßen,

    Stephan