Beiträge von BadHairDay

    Ich bin jetzt schon seit Jahrzehnten Wahlvorstand zu Bunde-, Landes- und Kommunalwahlen und hatte zu jeder Wahl auch Schulungen. Vielleicht habe ich ja was verpasst aber Wähler*innen die ihre Briefwahlunterlagen abgegeben hatten sind nicht erneut wahlberechtigt. Wie lange sollen die Wahlen denn dauern wenn die Auszählung um 22:00 Uhr beendet ist, dann die Wählerverzeichnisse erst in die Briefwahllokale geliefert werden müssten und die Wahlleitungen dort dann erst alle Verzeichnisse durchschauten um Doppelwahlbriefe auszutauschen?

    Entweder man kommt mit den angeforderten Briefwahlunterlagen und der Wahlschein wird zum Wähler*innenverzeichnis dazu gelegt oder man füllt die aus und bringt sie noch ins Rathaus.

    Genau so würde ich das mit den SBV/JAV/BR/PR Wahlen sehen. Wessen abgegebene Stimme in der Briefwahlurne liegt, der hat keine erneute Möglichkeit zur Stimmabgabe!

    Ich hätte meine Kompetenzen überschritten wenn ich versucht hätte ein eigenes Plakat zu untersagen. Ich habe nur gesagt was ich davon halte und dass es auch für den Stelliekandidaten in der Außenwirkung nicht gut gewesen wäre. So steht ein "Team" zur Wahl welches im Interesse der Kollegen arbeitet. Wir haben genau so viele Stellies wie Plätze und, sagen wir es mal so, es steht niemand Schlange um den Job zu machen. Viel Arbeit wenig Ehr =O

    Wir haben bei uns nur Kampfkandidatur unter den Stellies aber es gibt für jeden einen Platz als Stellie so lange er min. 1 Stimme bekommt. Das nehmen aber alle "sportlich". Ein Stellie wollte für sich alleine Wahlwerbung durch Mail oder Aushang machen. Da habe ich als Vertrauensperson interveniert und es gab ein gemeinsames Plakat wo sich alle kurz mit Foto vorstellen durften. Da hat auch keiner gemault. Wir sind ein Team auch wenn wir keins sein dürfen! Kampfkandidaturen gibt es eher nicht bei uns. Aber der Arbeitgeber ist auch eher schmerzbefreit wenn es um Vertretung/Heranziehung geht.


    Ansonsten sehe ich den Fall hier wie albarracin und Randolf

    Naja wenn rechtlich nicht korrekt die Reihenfolge im Vertretungsfall oder bei der Heranziehung eingehalten wird kann ein Arbeitgeber, welcher das nicht so locker sieht, da einige böse Dinge machen.
    Was mir da sofort einfällt wäre der Vorwurf des Arbeitszeitbetruges bei den Stellvertretern. Oder "Erschleichen" von Kündigungsschutz durch Amtstätigkeiten.

    Erschleichen von Kündigungsschutz? Die Stellis haben doch eh Kündigungsschutz, oder?

    Arbeitszeitbetrug setzt auch immer voraus dass man dem AG etwas bewusst entziehen will. Es kann dem AG aber eigentlich egal sein welcher Stellie die Zeit investiert. Außerdem übt der Stellie ja sein Ehrenamt aus.

    Gibt es dazu Urteile?

    Ich frage mich worum konkret diskutiert wird bzw. welche Wirkungen etwas hat. Ich habe das ganz pragmatisch einfach gemacht. Mein sehr erfahrener Stelli konnte sich für eine lange Zeit keine Freistellung vorstellen. Da bei uns aber so viel Traffic entstand und ich bei mehr als 300 SB mit zum Teil riesigen Baustellen kurz vorm Kollaps stand hat sich Stelli 2 bereit erklärt in die Freistellung zu gehen. Jetzt am Ende der Wahlperiode ist das bereinigt. Stelli 1 ist mir die Legislaturperiode mit dem großen Wissenstand und Engagement erhalten geblieben. Alle sind glücklich auch der Arbeitgeber.

    Bei rechtlichen Verfahren wie Vorstellungsgesprächen wurde die Reihenfolge eingehalten bzw. gab es ggf. Verhinderung.

    Was hätte uns denn konkret passieren können?


    Ich bin für pragmatische Lösungen wenn die Arbeit rechtssicher bleibt. Kollegen dürfen sich auch die SBV für ein BEM z.B. aussuchen und wenn es Stelli 4 ist der da passt, dann ist das so. Aber o.k. bei mir achtet der AG auch nicht darauf. Er ist froh wenn jemand zeitnah reagieren kann....

    Disziplinarisch gibt es natürlich "Vorgesetzte" das betrifft aber nur Arbeitsrechtliches. Natürlich kann der Arbeitgeber auf Dinge wie die Reihenfolge der Heranziehung etc. achten und sowas unterbinden. Auch Arbeitszeitbetrug oder die silbernen Löffel klauen haben natürlich Konsequenzen. Gegen welche Gesetze sollte man denn sonst verstoßen?