Beiträge von stehipp

    Hallo ihr Lieben🤗


    Drei Fragen an die Experten:

    1) macht es aus Datenschutzrechtlichen Gründen Sinn, dass alle BRM ihre eigene BR email haben? Also ich habe jetzt auf meiner Arbeit folgende: Name@firma.de. Ein Anwalt hat aber mal gesagt, dass es besser wäre, wenn ich auch diese hätte: name@betriebsrat.de hätte…ihr wisst was ich meine…wie seht ihr das und wie handhabt ihr das in eurer Firma?

    jetzt kommt das üblichen der Juristen: Es kommt darauf an


    Die Frage ist, wer Zugriff auf dein "normales" Postfach Name@firma.de hat. Wenn hier z.B. auch eine Assistenz (wie bei mir) Zugang hat, macht es schon Sinn, ein eigenes BR-Postfach zu haben. Dahin können Kollegen/-Innen dann schreiben, ohne das Dritte es mitlesen könnten.

    3) muss der BRV und Stelli über alles berichten? Z.B. wer alles zu ihm kommt und sich beschwert? Oder wenn ein Gewerkschaftsvertreter von extern kommt? Mich würde das grundlegend mal interessieren, weil ich das Gefühl habe, dass das BR Gremium nur als „Stimmvieh“ agiert und nur die „freigestellten“ quasi die wahren Probleme behandeln. Und wenn dem so ist, dass das nur die freigestellten so machen, müsste man dann nicht alle freigestellten mit einbeziehen? Wir sind ja leider in der Minderheit und bekommen ganz viele Dinge gar nicht mit😕 und unser freigestelltes Mitglied sitzt auch nicht bei den Anderen Freigestellten. Deswegen ist das alles Ein wenig problematisch…

    Ich denke, dass ist immer eine Gratwanderung als BRV. Grundsätzlich bin ich der Auffassung, möglichst alle Infos an das Gremium weiterzugeben.

    Ich war selber jahrelang "normales" Mitglied. Da hat es mich immer gestört, mich nur als "Stimmvieh" zu betrachten.

    Allerdings bekommt man als BRV auch viele Infos, die vielleicht noch nicht ganz ausgegoren sind. Da gilt es einfach abzuwägen, wann man welche Infos verbreitet.

    Bzgl. Mitarbeitergesprächen frage ich den Kollegen immer, was er jetzt erwartet. Ein "Vier-Augen-Gespräch", ein Thema fürs Gremium, oder soll ich nach Außen aktiv werden. Je nach Antwort handle ich dann.

    Erstmal herzlich willkommen.


    Bei der wichtigsten Frage - "wo ist die Kaffeemaschine" - können wir die hier sicherlich nicht weiterhelfen.


    Für alles andere, einfach mal Fragen raushauen. Ich bin immer wieder positiv überrascht, wie schnell und gut hier Antworten kommen.

    Herzlich Willkommen aus dem wohl schönsten Bundesland Bayern ;)


    Wenn du neu im BR bist, verspreche ich dir schon heute, dass du jede Menge Fragen haben wirst.

    Immer raus damit. Hier tummeln sich viele, die gerne unterstützen.

    stehipp und BjoernPe , ich will Euch widersprechen. Welche Motivation dahintersteckt, ist reine Spekulation bzw Unterstellung durch Gockel22 . Der/die BRV macht erst einmal schlicht das, was das BetrVG als Präferenz vorschreibt, bzw was vor Corona anders gar nicht möglich war, nämlich Sitzungen in Präsenz.


    Dass eine GO die Möglichkeit der virtuellen Sitzung offenlässt, ändert nicht die gesetzliche Vorgabe (btw, eine GO des BR bindet nicht seine Ausschüsse, die müssen sich ggf eine eigene GO geben).


    Die BAM sind dann eben u.U. für zwei Tage von der Arbeit freizustellen und der AG muss ggf Übernachtungskosten tragen. War vor Corona auch so.

    Äähh...


    So großartig anderes habe ich doch nicht gesagt.


    Natürlich darf der BRV das, und natürlich sind Präsenzsitzungen vorzuziehen (ich bin ein absoluter Fan von Präsenzsitzungen). Ob so ein Verhalten immer schlau ist, darüber kann man sicherlich geteilter Meinung sein.


    Warum man die Sitzungen dann allerdings auch noch auf den späten Nachmittag legen muss, was es einigen der Teilnehmer zusätzlich unnötig schwer und zudem höhere Kosten verursacht, darin sehe ich eben keinen großen Mehrwert.

    Man könnte ja auch mal vorschlagen, den Veranstaltungsort rollieren zu lassen, dann hat jeder mal das "Problem" Anreise. Meines Wissens gibt es keine Vorschrift, an welchem Standort eine Sitzung stattfinden muss.


    Außer natürlich, man veranstaltet das immer an der Küste, dann wäre ich sogar absolut dafür ;)

    Olay, verstehe ich.

    Habe aber eine Frage. Wir haben einen Haustarifvertrag. Wer ist denn dann Tarifpartner? Der Arbeitgeber und....?

    Und ja , der Arbeitgeber hat es dem Betriebsratsvorsitzenden mitgeteilt. Und der hat einfach zugestimmt. Die Mitglieder sind doch gar nicht gefragt worden. Es gab keine Entscheidung, sondern ein von oben herab. Das soll rechtens sein?

    Ich kann, will und mag mir das nicht vorstellen. Dann kann ich besser Kaffee trinken gehen, wenn der Vorsitzende einfach abnickt.

    Ich verstehe es nicht.

    An einem Punkt gebe ich dir allerdings Recht.

    Wenn der AG das dem BRV mitgeteilt hat, und dieser dem "einfach zugestimmt" hat, ist das natürlich nicht richtig gelaufen. Der BRV hätte aus meiner Sicht über die Zustimmung das Gremium entscheiden lassen müssen. Dazu müsste es auch ein entsprechendes Protokoll geben.

    Nachdem du erst bei einer Sitzung dabei warst, vielleicht wurde das in einer der anderen Sitzungen besprochen und beschlossen.


    Unabhängig davon kann es in der heutigen Zeit mit Fachkräftemangel durchaus sinnvoll sein, einzelne besonders betroffene Gruppen durch Gehaltszuschläge zu binden bzw. neue zu gewinnen. Da würde ich als BRV auch nicht wirklich dagegen sein.

    Immer wieder traurig zu hören, dass in vielen Gremien mehr gegen als miteinander gearbeitet wird.

    Wenn der AG das mitbekommt, und das tut er, erleichtert das häufig vieles für ihn.


    Rechtlich alles okay, was der BRV macht, also hilft nur, eine Druckkulisse aufbauen.

    Ich würde den BRV in der nächsten Sitzung offen damit konfrontieren, warum er plötzlich von der bisher bei euch gängigen Praxis abweicht. Im nächsten Schritt ihm in der gleichen Sitzung vorrechnen, was seine Entscheidung für Konsequenzen hat (Fahrtkosten/ Hotel/Verpflegungspauschale/...).

    Vielleicht könnt ihr so einige der anderen BRler zum Nachdenken bewegen. BRV ist ja z.G. ein Amt auf Abruf.

    Und wenn er dann weiterhin nicht einlenkt, vor jeder Sitzung zu meinem Chef gehen und sagen "sorry Chef, ich bin dann mal zwei Tage weg." Wenn das häufig genug passiert, wird der sich schon an seine Geschäftsleitung wenden und sich beschweren.

    Wie du siehst, es gibt da weder eine Form- noch eine Formulierungsvorschrift.


    Es sollte nur eindeutig sein, was er will, wobei ich bei so etwas immer zur schriftlichen Variante rate, oder zumindest ein entsprechender Vermerk im Protokoll der BR-Sitzung.

    "Muss" wahrscheinlich nicht.

    Aber wir fordern vom AG immer offene und transparente Kommunikation ein.

    Denke, da können wir an der Stelle mit gutem Beispiel vorangehen.

    Wir haben es analog normaler dienstlicher Fahrten geregelt.

    Bei uns hat jeder AN einen ersten Dienstsitz definiert.

    Ist die Strecke Wohnort - BR-Sitzung länger als der übliche Weg zum ersten Dienstsitz, gelten die Mehrkilometer und Fahrzeit als Arbeitszeit und werden entsprechend mit 0,30EUR/KM vergütet.


    Nachsatz: Ich habe mal wieder viel zu viel geschrieben und jetzt überlege ich mir gerade, ob mir schwede12 und stehipp unheimlich sein sollen, weil sie den (exakt) gleichen Gedanken hatten (Wir sind die Borg - sie wurden assimiliert) oder ob es nur ein gutes Zeichen ist, dass wir das ähnlich bewerten... 8)

    Mich beruhigt das immer, wenn andere inhaltlich das gleiche sagen, zeigt es doch, dass man nicht so ganz falsch mit seinen Gedanken liegt ;)

    Es geht also um die laut BV zulässigen "Mehrstunden", die jeder Mitarbeiter auf einem Arbeitszeitkonto ansammeln darf um sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder abzufeiern. Ich gehe mal davon aus, hierbei handelt es sich um Freiwilligkeit des MA und nicht Stunden die aufgrund einer Anweisung der Führungskraft geleistet werden. Wichtig wäre auch zu klären, wie die wieder angebaut werden können.


    Ich sehe jetzt nur nicht, wo denn dabei die Diskriminierung der Teilzeitkräfte sein sollte. Prozentual zur Arbeitszeit dürfen die doch sogar mehr Gleitzeitguthaben aufbauen als Vollzeitkräfte. Da würde ich mich eher als Vollzeitkraft diskriminiert fühlen.


    16 Stunden bei einer Vollzeitkraft = 2 Tage die ich individuell frei nehmen kann

    16 Stunden bei einer Teilzeitkraft (50%) = 4 Tage die ich individuell frei nehmen kann


    Aber vielleicht denke ich da jetzt auch falsch

    Hallo stehipp, bei meiner alten Vereinbarung mit den 5x6 h hatte ich noch einen individuellen Vertrag. Nach Einführung dieser neuen BV wurde mein Vertrag angepasst und nun habe ich extrem starre Arbeitszeiten, die mich seelisch halt ziemlich beeinflussen.

    Hmmm naja, eine Regelung 5x6 Stunden ist doch sehr starr.

    4x7 + 1x4 ist genauso starr, nur eben anders verteilt.


    Insofern bleibe ich bei meiner Meinung, die Begründung für die Änderung der Arbeitszeit kann ausschließlich durch die Besonderheiten deiner gesundheitlichen Situation begründet werden. Inwiefern es hier Gründe gibt, kannst nur du und evtl. dein Arzt finden.

    Ich bin jetzt kein Experte in diesem Thema, da können andere bestimmt rechtssichere Aussagen treffen.


    Auf den ersten Blick würde ich allerdings schon hinterfragen, warum zurückliegend die AZ-Verteilung 6h x 5 Tage mit deiner Schwerbehinderung vereinbar war, jetzt auf einmal eine andere Arbeitszeitverteilung notwendig ist.

    Zumindest die Begründung für die Neuverteilung der Arbeitszeit kann natürlich nicht die neue BV zur Arbeitszeit sein. Vielmehr müsstest du aus meiner Sicht gesundheitliche Gründe anführen. Wenn diese stichhaltig sind, denke ich wird der AG nicht auskommen.


    Aber wie schon gesagt, ich bin in diesem Themenfeld eher ein Laie.

    Falls das mit der Freistellung aus irgendeinem Grund nicht klappt, empfehle ich:


    - immer rechtzeitig beim Vorgesetzten abmelden

    - Tagebuch über BR-Arbeitszeiten führen (natürlich ohne Inhalt für AG)

    - Gespräche mit Mitarbeitern

    - Recherchearbeiten/ Vorbereitung für Sitzungen .....

    - Teilnahme an Telko / Sitzung / Meeting.....

    - aktives zum Fenster rausstarring (ist eine neue Modesportart ;) )

    - ..........


    So kannst du deinem AG aufzeigen, wie viel Zeit für BR-Arbeit benötigt wird. Vielleicht ist ja auch ihm nicht bewusst, wieviel Arbeit das ist und welche Zeit dafür benötigt wird.

    Sowas muss man natürlich nicht machen, kann aber hilfreich sein.

    Und wenn dann der AG in seiner Jahresplanung selber davon spricht, dass ihr im Jahresverlauf über 200 MA liegt, liefert er die Begründung für die Freistellung doch gleich mit.

    Vom rechtlichen mal abgesehen ist es auch nicht in seinem Interesse, das täglich geschaut wird, ober ihr über oder unter 200 liegt und demnach jemand freigestellt wird, oder nicht.

    Die Personalplanung ist deutlich einfacher, wenn einer/eine komplett freigestellt ist.


    Wir haben seit letztem Jahr zum ersten mal eine Freistellung. Zuerst großes Gezeter, zu teuer, die Welt geht unter, blabliblub.

    Mittlerweile ist er froh, einen Ansprechpartner beim BR zu haben, der für ihn "jederzeit greifbar" ist.

    Wenn du eine Wahl anfechten willst mit der Begründung "Wahlfälschung", da brauchst du entsprechende Beweise. Wie in jedem anderen Verfahren auch.


    Alleine Konjunktive "könnte, würde,...." reichen da wohl nicht aus.


    Gerade in so einem großen Unternehmen (6 Wahllokale, 2 Standorte...), wie du es schilderst, sehe ich das eher als schwierig an, hier wahlentscheidend zu manipulieren. dafür sind einfach zu viele Leute involviert.

    Ich denke, eine Verhandlung mit einer Drohung zu beginnen ist grundsätzlich der falsche Ansatz.


    Du hast gute Gründe für deinen Wunsch. Die kann man vertreten. Und wenn der AG, wie du selber schreibst, Euch als BR akzeptiert, wird er schnell erkennen, dass Eure Gründe berechtigt sind.

    Wenn er dann noch zögert, kann man ihm ja mit der Alternative "Präsenzsitzungen" mal vor Augen führen. Ist immer noch keine Drohung, nur Aufzeigen von Alternativen.