Beiträge von BjoernPe

    Ah ok jetzt verstehe ich den Zusammenhang. Hier lernt man ja echt Sachen die im Leben mal wichtig werden können :thumbup:

    Ich glaube die Kündigung wurde am 5 oder 6.9 ausgesprochen. Damit sind die 2 Wochen rum.

    Bin mal gespannt wie das weiter geht.

    So lange kann man gar nicht im Amt sein, als dass man hier nicht jeden Tag aufs neue was dazu lernt. Geht nicht nur dir so ;)

    Fried

    Wenn er die Kündigung erneut ausspricht, ist der BR zu beteiligen (Egal ob schon konstituiert oder nicht).

    Aber nicht für die Vergangenheit, zu der noch kein BR bestand. Es gilt die Rechtsnorm bei Ausspruch der Kündigung. Und die war ohne BR.

    er wurde vor der Wahl gekündigt. Insofern war kein BR da für Anhörung. In diesem besonderen Fall ( Dieser MA stand auf der Wahlvorschlagsliste ) muss der AG diese Zustimmung vom Arbeitsgericht einholen.

    Korrekt. Denn als Wahlbewerber hat er einen besonderen Kündigungsschutz über 6 Monate. Selbst wenn er nicht gewählt wird.

    Und durch den "Formfehler" wurde dem §626 BGB mit der 2 Wochen Frist nicht genüge getan, somit ist eine Kündigungsschutzklage zu 99% sicher (sofern fristgerecht erhoben), dass er wieder kommen kann.

    Ob er dann noch möchte steht auf einem anderen Blatt Papier.

    Ich vermute, es geht um so Plattformen wie Xing oder LinkedIn oder?

    Warum sollte man hier nicht schreiben, dass man Betriebsratsmitglied oder Vorsitzender ist?

    Auf die Zahl der Headhunter die versuchen mich für irgendein Unternehmen zu gewinnen hat das bisher keine negative Auswirkung gehabt. Im Gegenteil.

    Denn einem Gremium anzugehören, oder diesem vorzustehen zeigt ja auch durchaus positive Aspekte deiner Persönlichkeit auf.

    Und Arbeitgeber, die das nicht so sehen, sind Arbeitgeber, bei denen ich ohnehin nicht arbeiten wollen würde!

    Bei uns wird erst die Konstituierende Sitzung gemacht, und dann fahren wir 2-3 Tage auf Klausur, auf der auch die GO beschlossen wird. (Natürlich in einer Sitzung mit korrekter Ladung!)

    So eine Klausur zu Beginn der Amtszeit kann ich jedem Gremium nur wärmstens ans Herz legen!

    Da kann man alte Krusten aufbrechen und die neue Zusammenarbeit verhandeln, Aufgaben verteilen, Verbesserungspotenzial heben.

    Das Motto meiner Kollege und mir ist im fachlichen Bereich: "Man kann uns nicht kaufen - Aber man kann uns mieten" :D :D :D


    Als BRM vermeide ich jede Nähe zum AG. Dieser wollte mich mit viel Geld schon mal aus der Firma heraus kaufen. Seine Schmerzgrenze hat er großzügig nach oben geschoben. Los geworden ist er mich trotzdem nicht. Ich habe nicht mal ernsthaft überlegt.


    Und sollte er mal den Fehler machen, mich für irgendwas "zusätzlich vergüten" zu wollen, für irgendeine Aktion, ist 5 Minuten später an allen schwarzen Brettern der Firma diese Information.

    Hallo zusammen,


    ich interessiere mich aktuell für das Thema Mediation.

    Ist von euch jemand als zertifizierter Mediator ausgebildet und kann aus praktischer Sicht berichten, wie sich das in eurem Betrieb ausgewirkt hat?

    Die Ausbildung ist ja mit ~5000 Euro nicht ganz billig. Freistellung nach §37, 6 BetrVG ist aber grundsätzlich möglich.


    Allgemein:

    Findet ihr das Konzept der Mediation sinnvoll? Als BR anwendbar?


    Warum ich mich dafür interessiere ist der Grund, dass wir auffallend viele Konflikte zwischen Personal und Vorgesetzten (die wurden vorgesetzt, Führungskräfte führen. Sind sie nicht!) haben und ich mittlerweile regelmäßig zu 6 Augen Gesprächen gebeten werde, um die Kuh vom Eis zu holen.

    Bisher habe ich auch sehr befriedigende Ergebnisse erzielt, aber man sollte ja nie aufhören es besser machen zu wollen.


    Daher bitte ich um eure praktische Erfahrung und und um eure Meinung.

    Oh je, wenn du den Deckel vom Fass mal öffnest, dann bekommst du den nie wieder zu.

    Grundsätzlich ist es sinnvoll, darüber zu reflektieren, ob man anderen Kulturen und Ethnien den Respekt entgegenbringt, der allen Menschen zusteht.


    Aber die Strömung, die sich aktuell politisch wiederfindet hat an den Universitäten der USA begonnen und schwappt nun ungebremst zu uns rüber. Wohlstandsverwahrloste junge Menschen, die sich moralisch überhöhen wollen. Und moralinsauer die Welt mit Unsinn überziehen.

    Denn im Gespräch mit anderen Kulturen stellt man fest, dass die überhaupt kein Problem damit haben, wenn man sich Teile ihrer Kultur zu Eigen macht. So lange es nicht ins Lächerliche gezogen wird.

    Ganz im Gegenteil. In vielen Kulturen wird das als Form der Wertschätzung aufgenommen.


    Deswegen weigere ich mich hartnäckig zu gendern. Und wenn ich mich als Mexikaner verkleiden will an Karneval, dann mache ich das!

    Man muss nicht alles mitmachen. Schon gar nicht so was moralisch überhöhendes!

    Arbeiten trotz krank ist grundsätzlich erlaubt. Es gibt kein Gesetz, welches das verbietet oder einschränkt.


    Grundsätzlich ist das Arbeiten während des Urlaubes nicht erlaubt.

    § 8 des Bundesurlaubsgesetzes (BUrlG) besagt: "dass „der Arbeitnehmer keine dem Urlaubszweck widersprechende Erwerbstätigkeit leisten“ darf


    Ansonsten gilt immer das Arbeitszeitgesetz.

    Nach § 3 Satz 1 des ArbZG darf die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer acht Stunden nicht überschreiten.

    Der Arbeitgeber ist VERPFLICHTET, Arbeitszeit WIRKSAM zu dokumentieren!


    Verstöße dagegen sind eine Ordnungswidrigkeit und können geahndet werden. Der Arbeitgeber verletzt hier außerdem seine Fürsorgepflicht.


    Ich hoffe das hilft dir.

    Das hört sich gut an, denn dieses BR-Mitglied verkündete heute auch fröhlich, dass es dann nach Rücktritt vom ordentlichen Amt dann trotzdem im Gehaltsausschuss bleiben wollen. Also Rosinen rauspicken und so 8o


    Er hat gesagt, dass er sein Amt niederlegt und mit Platz 12 tauscht. Seine Arbeit ist ihm wichtiger als die BR-Arbeit. Vor der Sitzung hatte er mit dem Ersatzmitglied schon gesprochen und diesem gesagt, dass er nun ein ordentliches Mitglied ist.

    Damit ist er raus. Ganz raus. Zurück kommt er nur bei der nächsten Wahl.

    Aber ihr habt keinen großen Verlust gemacht. Wenn ihm die BR Arbeit nicht wichtig ist....

    Mehrfach hat der GF auch schon angedroht, den BR auflösen zu lassen.

    - Er droht dem BR ständig mit weiteren Maßnahmen und beschwert sich.

    Da hast du deinen rechtlichen Ansatzpunkt. Und der ist keine Bagatelle! §119 BetrVG.


    "


    Der Arbeitgeber kann sich strafbar machen

    Die Amtsführung des Betriebsrats wird darüber hinaus auch durch § 119 Abs. 1 Nr. 2 BetrVG geschützt. Nach dieser Vorschrift macht sich der Arbeitgeber strafbar, wenn er die Tätigkeit des Betriebsrats behindert oder stört. Bei einer Verurteilung drohen dem Arbeitgeber bis zu einem Jahr Haft oder Geldstrafe. Es handelt sich bei § 119 BetrVG um ein sogenanntes Antragsdelikt. Dies bedeutet, dass die Strafverfolgung nur dann eintritt, wenn ein Strafantrag gestellt wird. Dieser Strafantrag kann unter anderem durch den Betriebsrat und die im Betrieb vertretene Gewerkschaft gestellt werden (vgl. § 119 Abs. 2 BetrVG)."


    Also ab vor Gericht!

    Fried

    Ich hatte absichtlich so formuliert, mit dem Wissen, dass es auf sehr tönernen Füßen steht.

    Mir ging es darum, dem Arbeitgeber zumindest mal zu zeigen, dass man diesen Fall offiziell behandelt. Und ob der §104 BetrVG zieht oder nicht, ist da erst mal Nebensache.


    Aber Danke für deine Einschätzung und Richtigstellung. Probieren würde ich es dennoch.

    Tatsächlich kann der AG den AN mit Geld zum leitenden Angestellten machen. Er muss ihm "nur" nach § 5 Abs. 4 Nr. 4 BetrVG ein entsprechendes Gehalt zahlen. Als ich das letzte Mal nachgerechnet habe, waren das etwas über 120.000€ Brutto.

    Das ist aber ein sehr komischer Bewertungsmaßstab. Wäre dem so, wäre bei unserem Betrieb ein ganzes Heer von außertariflichen Mitarbeitern leitende Angestellte. Sind sie aber faktisch nicht.


    Bratislav

    In dem von dir geschilderten Fall sehe ich den Sachverhalt eindeutig. Du bist kein leitender Angestellter. Denn du hast keine Entscheidungsfreiheit, sondern musst Rücksprache halten.

    So lange sich Mitarbeiter nicht offiziell nach §84 BetrVG beschwert haben, und der BR die Beschwerde nach §85 BetrVG behandelt hat, sehe ich sehr eingeschränkte Möglichkeiten außer die von Der Mann mit der Ledertasche erwähnten.

    Sind mehrere Beschwerden eingegangen und dem Problem konnte nicht abgeholfen werden, kann der BR nach §104 BetrVG vorgehen.

    Es handelt sich ja um einen Angestellten, nicht um den Firmeninhaber. Mir ist bewusst, dass der Geschäftsführer wohl leitender Angestellter sein wird, jedoch sehe ich im §104 keinen Ausschluss von leitenden Angestellten nach §5 (3) BetrVG, von daher würde ich diesen Weg zumindest dem Firmeninhaber gegenüber androhen.


    Natürlich würde ich den Mitarbeitern empfehlen, justiziables Verhalten des Geschäftsführers auch entsprechend zur Anzeige zu bringen.