Beiträge von Scheeks

    Ergänzend:

    das Thema bei uns im BR gerade von einer Minderheit gewaltig hochgekocht.

    Lasst diese Minderheit einfach die Textstelle aus der Verordnung herauskramen, welche eine Ausnahme für LKW-Fahrer beinhaltet. Nicht in Erklärungsnot bringen lassen, sondern diese Minderheit soll ihr Anliegen mit der Rechtslage begründen und untermauern. Fertig.


    Wenn ihr versucht, Meinungen und Empfinden mit sachlichen Argumenten zu widerlegen, habt ihr verloren.

    an der Abschaffung, von tausenden von Intensivbetten während der Pandemie, liegt.

    Das ist ziemlicher Quatsch. Es wurden zwischenzeitlich sogar zusätzliche Kapazitäten geschaffen.


    Natürlich hat die Gesundheitspolitik versagt. Die Betten wurden aber nicht "abgeschafft", man hat schlicht nicht das Personal, sie zu betreiben.

    Hier bei uns genau dasselbe. Es fehlen ohnehin schon Leute und der Rest ist nach so vielen Monaten nahezu ohne Verschnaufpause und echter Entlastung ausgezehrt und einfach fix und fertig. Speziell auf Intensiv sind die Leute wie durchgekaut, psychisch wie physisch am Ende. Der Krankenstand in der Pflege ist so hoch wie nie zuvor.

    Je nach aktueller Personalsituation ist eigentlich immer rund ein Drittel unserer Intensivbetten gesperrt und die verbliebenen werden noch mit zuwenig Personal gefahren, aber immerhin sind wir noch am Netz!


    So oder so fehlen die (noch) vorhandenen Betten aber anderweitig, wenn wie jetzt wieder eine Corona-Welle über uns hereinbricht. Es ist ja wirklich nicht so, als wären die Intensivstationen in den letzten 50 Jahren leer gewesen und wären nur in Erwartung einer Pandemie vorgehalten worden. Die Bemerkung vom Ledertaschenmann ist also treffend.


    Und auch albarracin hat da durchaus Recht mit

    auch Grundrechte von Geimpften werden durch die Ungeimpften eingeschränkt

    ... denn das Recht auf Unversehrtheit gilt ja nun wahrlich alle, also weder nur für Impf-Befürworter noch nur für Impf-Gegner.


    Ich habe durchaus Verständnis, wenn sich Leute nicht impfen lassen wollen, aber doch bitte nicht ausschließlich wegen immer und immer wieder aufgewärmten, sachlich und fachlich aber längst und mehrfach und gründlich widerlegter Märchen! Manche Leute können nicht wegen Krankheiten, manche haben Angst vor Spritzen, manche Leute sind gegen Impfungen an sich, manche Leute sind aus religiösen Gründen dagegen .... für Andere schwer nachvollziehbar, aber ist halt so.

    Aber nachweislich falsche Behauptungen als (häufig alleinige!) Gründe gehen nicht, dazu ist die soziale und gesellschaftliche Verantwortung zu hoch. Übrigens auch die ökonomische Mit-Verantwortung auch abseits der Zustände in den Intensivstationen, denn Lockdowns und auch die abgestuften geringeren Einschränkungen nutzen wohl ausschließlich einigen wenigen Versankaufhäusern und den Paketdienstleistern, alle Anderen zahlen drauf.

    Am schlimmsten die Kinder und Jugendlichen, denn soziale Interaktion ist besonders bei Heranwachsenden wichtig für ihre Entwicklung, Online-/Fernunterricht lässt die persönliche und soziale Komponenten ebenfalls missen.


    Man könnte das noch fast endlos fortführen, nur wird das Drama davon auch nicht besser.


    Ich persönlich wurde schon seit Jahrzehnten ab und gegen dies und das geimpft, Covid ist da also wahrlich nichts Neues. Und so ein Pieks in den Arm ist - für mich! - eine sehr viel kleinere persönliche Beeinträchtigung als diese Teststäbchen tief in Nase oder Rachen. Die spüre ich länger und finde sie echt sehr viel unangenehmer, die muss ich wirklich nicht haben!

    Und das ist dann auch der Punkt, weshalb ich diese Wellen und Einschränkungen lästig finde, wenn ich mich demnächst womöglich trotz Impfung wieder (häufig?) testen lassen muss, weil der Virus wegen zögerlicher Gegenmaßnahmen immer wieder zurückkehrt. Denn mir graut es vor den Teststäbchen, die Impfung ist dagegen pillepalle und ihr Nutzen hält auch deutlich länger an als der einer Testung.

    Wann endet die Amtszeit des BR genau? Immer nach 4 Jahren? Beispiel letzte Wahl 7.3.18 konstituierend am 15.3.18. Sprich wann muss gewählt werden damit alles passt?

    Wann wurde das Wahlergebnis verkündet? Davon hängt Beginn und Ende der Amtszeit ab, nicht aber von der konstituierenden Sitzung. Und wie sah das bei den vorherigen Wahlen 2014, 2010 usw. bis hin zur ersten BR-Wahl im Betrieb aus? Das hängt voneinander ab.

    Die bereits erwähnte Wahlordnung findest du hier online oder als PDF.

    Weiterlaufen lassen geht ja garnicht.

    Der § 13 BetrVG Abs. 2 Satz 2 ist eigentlich ziemlich eindeutig:

    "Außerhalb dieser Zeit ist der Betriebsrat zu wählen, wenn

    2.die Gesamtzahl der Betriebsratsmitglieder nach Eintreten sämtlicher Ersatzmitglieder unter die vorgeschriebene Zahl der Betriebsratsmitglieder gesunken ist,"

    Das Ganze sogar zeitnah bis unverzüglich, habe aber gerade keinen Kommentar zur Hand.


    Wenn euer BR seinen Aufgaben nicht nachkommt, begeht er eine Pflichtverletzung.

    Wie man damit umgeht, ist eine andere Frage. Ist die Pflichtverletzung GROB genug, um beispielsweise eine Auflösung nach § 23 BetrVG Abs. 1 anzustreben?

    Das Thema ist auch hier im Forum nicht neu, siehe beispielsweise: BR - zu wenig Mitglieder und keine Neuwahl - wie geht es weiter

    ... dass jeder SB informiert wird, das er die SBV bei anstehenden Bewerbungsgesprächen hinzuziehen kann, aber nicht muss.

    Den letzten Halbsatz sollten die sich m.E. auch verkneifen.


    Nebenbei ist ein "kann" in der Einladung doch ohnehin genau das, nämlich ein KANN und kein Muss; der explizite Hinweis, dass man die SBV nicht hinzuziehen müsse, ist also schon sprachlich unnötig.

    das Gremium verklagt sich selbst als Gremium

    Lass mal diese von dir selbst konstruierte, ziemlich abenteuerliche Konstellation beiseite, dann löst sich der gordische Knoten ;)

    Wenn ein Gremium (mehrheitlich) mit den eigenen Beschlüssen nicht mehr zufrieden wäre, würde es sie in aller Wahrscheinlichkeit ändern und nicht sich selbst verklagen.


    ...wenn man dann noch etwas provozieren will könnte man ja den Antrag einbringen, das BRM (oder BRV?) welches diese brillante Idee hatte, mal zu einem Seminar über aktuelle Rechtsprechung zu entsenden.

    :thumbup:

    AN in einem gekündigtem Arbeitsverhältnis bekommen nichts.

    Bei uns bezog sich die Corona-Prämie auf einen klar definierten Zeitraum.

    Wer in dieser Zeit in den entsprechenden Abteilungen eingesetzt war, hat Anspruch auf die Prämie, auch wenn das Arbeitsverhältnis mittlerweile gekündigt sein mag und die Kollegen das Unternehmen zum Monats- oder Quartalsende o.ä. verlassen werden.


    Steuerfrei waren bei uns bis zu 1.500 Prämie für anteilig 2019 bis einschließlich Ende 2020. Zu versteuern war nur ggf. ein Anteil an Corona-Prämien, der für diesen Zeitraum kumuliert die 1.500 Euro überstieg.

    Dieser würde gerne die alten Wahlunterlagen zur Einsicht haben.

    Was genau von diesen Unterlagen wird denn wofür benötigt? Letztlich ist doch hauptsächlich das Datum der Bekanntgabe des Wahlergebnisses wichtig für den "Amtsantrittstermin" des neuen BR und das sollte ohnehin durch Aushang bekannt sein.

    Darüber hinaus .... Leitende Angestellte vielleicht noch und Unternehmensstruktur wegen Anzahl der Betriebsräte, sofern das zu den Unterlagen gehört?

    welche Möglichkeiten verbleiben uns / ihr?

    Ihr müsst die Einwände prüfen.

    Vielleicht sind sie an den Haaren herbeigezogen, vielleicht auch völlig valide und berechtigt. Es kommt darauf an.


    ... dass sie (die SBV) jetzt erst einmal vordringlich ihren restlichen Urlaub nehmen müsse ...

    Ihr prüft das: Um wieviel Urlaub geht es, war der bereits verplant und wird die Planung durch den Seminartermin im November denn überhaupt berührt? Falls ja: Der Urlaub ist i.d.R. nur aus wichtigen persönlichen oder betrieblichen Gründen ins Folgejahr übertragbar. Ob ein Seminar, welches (teilweise) auf einen bereits zuvor geplanten und abgestimmten Urlaubszeitraum gelegt wird, so ein wichtiger Grund ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich nehme jedoch nicht an, dass die Kollegin ggf. einen Teil Ihres Urlaubs zugunsten des Seminars verfallen lassen will ....


    und im Übrigen aus betrieblichen Gründen (Jahresendgeschäft) das Seminar ins Frühjahr / Frühsommer 2022 verlegt werden soll.

    Ob das vorgeschoben ist oder tatsächlich ein betrieblicher Grund gegen den gewählten Termin spricht, ist aus der Ferne nicht erkennbar.

    Frühjahr mag eine Option sein, Frühsommer - also rund sechs bis sieben Monate später - wäre dann aber m.E. schon arg spät für wichtige Grundlagenseminare.


    Neben der Prüfung könnt ihr evtl. auch noch ein wenig handeln - vielleicht wäre ein nächstmöglicher Termin Anfang 2022 ja viel weiter weg, was mehr Reisekosten, längere Abwesenheit, evtl. eine zusätzliche Übernachtung wegen Anreise am Vorabend und u.U. wegen anderem Anbieter auch an sich höhere Seminarkosten zur Folge hätte .....

    Die Betriebsratsarbeit ist weisungsfrei - ergo kann auch das Gremium nichts verbieten und ich stimme dem MmdL zu, dass so ein Beschluss unwirksam wäre.


    ... darf nicht mehr in andere Abteilungen gehen ...

    Das ist doch Kokolores!


    Freilich ist eine Aufteilung vielleicht aus dem einen oder anderen Grund sinnvoll, u.a. kann man sich besser einarbeiten in die Feinheiten einer Abteilung, kennt die Leute und spezifischen Probleme besser usw. usw.

    Es mag ebenso in Einzelfällen auch nicht wünschenswert sein, dass ein Team sich da hineinvertieft und ein anderem BRM da vielleicht versehentlich querschießt. Das wäre dann aber ein Kommunikationsproblem und ist nicht durch rechtswidrige Verbote lösbar.

    man könnte .... arbeiten, nur weil der Kopf und die Hände ja noch tun.

    :thumbup:


    Wenn man manche Dinge kann und manche nicht, wäre m.E. ein Attest des Arztes sinnvoller, welches die Limits aufzeigt und bescheinigt, unter welchen welche Arbeit möglich ist.


    AU ist ArbeitsUnfähigkeit und die ist ganz oder garnicht.

    Auch wenn man den Laptop bedinen könnte, ist es manchmal geraten, sich einfach auszukurieren und nicht am Limit um die AU herumzukurven. Es ist nicht nur der Körper, der die Ruhe zum Heilen braucht.

    Hallo Michael,


    wenn euer AG nicht einmal diese Punkte ...

    2. Eine Auswertung der Logfiles mit Personenbezug (direkt oder indirekt) dem AG untersagt ist

    3. Eine Auswertung der Logfiles mit Personenbezug nur in Ausnahmefällen nach vorheriger Zustimmung und zusammen mit dem BR erfolgen darf

    in der BV haben will, so fragt ihn doch mal, was er denn denn bitte mit den Logfiles vorhat.

    Und fragt ihn doch mal ganz konstruktiv, was ganz genau ihn daran stört; manchmal sind es Kleinigkeiten, obwohl man sich in der Sache einig wäre. Vielleicht ist es nur ein Wort oder eine Silbe - und ihr lasst das ja am Ende ohnehin durch euren Rechtsbeistand prüfen, ob das sauber ist oder der AG euch mit umständlichen Formulierungen oder zu genau formulierten Bedingungen für so eine Prüfung oder Verwertungsausschluss reinlegen will.


    Der Ausschluss der Verwendung der anfallenden Daten für Leistungskontrolle und personelle Konsequenzen, sofern es nicht explizit um so ein System wie beispielsweise die Zeiterfassung geht, ist doch geradezu ein klassischer grundlegender Baustein dieser Art von Betriebsvereinbarungen, oder?


    Wenn euer AG solche relevanten Punkte möglicher Leistungserfassung nicht mit euch regeln will, sondern sich einseitig sämtliche Optionen und Türchen offen halten will, könnt ihr ja die BV für das neue System schwerlich abschließen. Es ist schließlich eine beiderseitige Vereinbarung und keine einseitige Willenserklärung oder Wunschkonzert des AG.


    MfG

    Scheeks

    Ich sage ja bloß, dass richtig und "den MA vermittelbar" nicht immer ein und das selbe sind.

    Stimmt :)

    Du weißt doch wie das läuft, da werden viele Zeter und Mordio schreien, wenn Du ihnen ihre Emaille wegnehmen willst

    Emaille ist old school, heute nimmt man Edelstahl oder Karbon oder ach so tolle Verbundwerkstoffe :D

    Ich kann in Outlook zwar keinen einzelnen Ordner verschlüsseln, aber ich kann durchaus jemandem zwar Zugriff auf mein Mailkorb einrichten, ihm aber gleichzeitig die Rechte für einzelne Ordner vorenthalten.

    Völlig richtig :)

    Wenn jedoch ein Admin Serverseitig Zugriff für Dritte einrichtet, weil der AN dauerkrank ist und per Chef-Anweisung jemand Anderes reinschauen soll, geht das aufs komplette Postfach und trennt nicht einmal zwischen Mails und Terminen und Kontakten und Notizen, geschweige denn dedizierte Mail-Ordner. Vielleicht gehts ja bei neueren Exchange-Server-Versionen, ich kenne bisher nur Exchange 4.0 (ich mach das schon seit den frühen Neunzigern) bis hin zu Exchange 2010 - wir liegen technisch ein wenig zurück und inzwischen habe ich andere Schwerpunkte, drum kenne ich die 2016er und 2019er Versionen noch nicht.


    Es ist ja nun so, dass die private Nutzung der geschäftlichen Emailadresse ein Zugeständnis des AG ist.

    Zweifelsfrei :)

    M.E. ist es aber auch ein Relikt aus Zeiten, wo private Internetzugänge noch kein Standard waren, Computer ein seltener Luxus waren wie Farbfernseher in der DDR in den frühen Achtzigern und "E-Mail" für >97% der Bevölkerung mit Emaille gleichgesetzt wurde. Da war private Nutzung von E-Mail in der Firma noch ein Schmankerl ...


    Inzwischen ist die Situation eine andere: Alle sind (dauer)online, IT-Sicherheit ist kein Fremdwort mehr und die DSGVO treibt Verantwortliche zu mitunter seltsamen Reaktionen. Bei privater Nutzung darf man nicht reinschauen (Telekommunikationsgeheimnis wurde schon genannt) und wenn Dritte nach Auskunft über über sie gespeicherte Daten einholen, wird die erlaubte und nicht kontrollierbare private Kommunikation über die Firmenmail womöglich zu einem Risiko. Kleinere Firmen haben nicht das Know-How zum Absichern ihrer Systeme und oft nicht einmal ein Berechtigungskonzept, so dass über private Kommunikation hier und da auch Angriff auf die Firmen-IT erfolgt - da kann man noch viel dazu schreiben, was aber vom Kern des Threads immer weiter weg führt. :)

    Und .... jetzt haben neben Schülern selbst Oma und Opa je ein eigenes Smartphone und eine persönliche E-Mail-Adresse (wie privat das noch ist, der Sohn oder Enkel oder Nachbarsjunge das eingerichtet haben und administieren, mag ein anderes Thema sein), erst recht also so ziemlich nahezu alle arbeitenden Menschen.

    Der Bedarf ist einfach nicht mehr da, Privates über die Firmenmail organisieren zu müssen. Daher ist es am Ende sogar Win-Win, wenn man das man konsequent trennt.

    wäre es nicht eine Möglichkeit eine Regelung zu etablieren, dass alle nicht dienstlichen, also privaten, Emails mit dem Betreff "privat" zu versehen sind und dann entsprechende Regeln für die Ordner zu erstellen, so dass alle Emails mit dem Betreff "privat" im Posteingang direkt in einen passwortgeschützten Ordner verschoben werden und im Postausgang direkt gelöscht (oder auch entsprechend verschoben) werden?

    Mal abgesehen vom Passwortschutz für einzelne Ordner im Mailclient, von dem ich nicht weiß, ob irgendein Mailclient so etwas kann, gab es solch einen Vorschlag der Kennzeichnung auch in dem uns vorgelegten Entwurf für die Neufassung der BV. Da du aber deine externen privaten Kommunikationspartner nicht dazu verpflichten kannst, halte ich diesen Vorschlag für völlig praxisfern.


    man bedenke, dass in vielen Unternehmen bereits separates E-Mailarchiv existiert das völlig losgelöst ist von dem jeweiligen Mailprogramm. In dieses Archiv wird jede eingehende Mail parallel zum Eingang in das Mailprogramm, geschoben, gleiches gilt für ausgehende Mails. Da wird dann nicht unterschieden ob in einer Mail, im Betreff etwas von "Privat" drin steht.

    Das ist korrekt und so eine Mailarchiv-Lösung steht auch bei uns auf der Agenda. Aus den von dir genannten Gründen kann die aber erst starten, nachdem die alte BV durch eine neue ersetzt und private Nutzung nicht mehr gestattet ist. Nur so lässt sich verhindern, dass private Mails im Archiv landen, ohne dass die MA diese entfernen können.


    Was ist aber mit den Hybrid-Mails, die sowohl einen geschäftlichen als auch einen privaten Teil haben?

    Diese Frage kommt in der Tat noch als Sahnehäubchen obendrauf. Dafür gibt es keine technische Lösung, man kann also eigentlich nur private Mails untersagen, in der Übergangszeit solche potentiellen Problemmails wie aus deinem zotigen Beispiel aufräumen und künftig einige eher private Meinungen besser mündlich austauschen :)

    in einem professionellen Umfeld, werden die "alten e-mail-Adressen" umgeleitet auf das neue Postfach, damit die Kunden mich weiterhin erreichen können.

    Dann ist das alte Postfach "safe" und die neunen Regeln zu privaten e-mails können den Zugriff durch AG auf das neue Postfach ermöglichen.

    nette Idee, ergibt für mich aber zumindest im Kontext der konkreten Problemstellung keinerlei Sinn. Wer zuvor privat gemailt hat, würde das wohl mit der neuen Adresse weiterführen, wodurch die Situation zumindest im Hinblick auf Zugriff durch Vorgesetzte auf (erlaubte!) private Kommunikation auch nach solch einer Wechselaktion, die ihrerseits ja auch nicht gerade Kosten-neutral ist (sowohl bezüglich des dann benötigten doppelten/größeren Mailspeichers wie auch der Zeit an sich und dem Aufwand der Kommunikation der neuen Adresse, ggf. bis hin zum Neu-Druck von Präsentationsmappen, Visitenkarten oder gar neuer Folierung von Firmenwagen; das will wirklich gut geplant sein und ist oft nur langwierig umsetzbar!), weiterhin völlig ungeklärt bliebe. Daher kein brauchbarer Lösungsansatz.


    Wir haben auch so eine Regelung bzw. eine ziemlich alte BV, in der private Nutzung explizit erlaubt wurde. Für die damalige Zeit ist das auch völlig nachvollziehbar, aber heutzutage, wo nun wirklich so ziemlich jeder Haushalt online ist und darüber hinaus auch Mobilgeräte für nahezu Alle längst Standard sind, m.E. nicht mehr nötig. Eine Neuregelung wurde bereits angestrebt, aber sowas von unsauber und fragwürdig, teils völlig so hanebüchen bis klar rechtswidrig, dass der AG nach unseren kritischen Einwänden den Vorschlag für die Neufassung ersatzlos zurückgezogen und auch nach Monaten noch nichts Neues nachgelegt hat. Jedenfalls hatte ich mich deswegen vor einigen Monaten schon ausführlicher mit diesem Thema beschäftigt:


    Die "saubere" Lösung kann nur, wie bereits von Moritz skizziert, lauten, dass man eine neue Vereinbarung trifft, private Nutzung künftig ausdrücklich auszuschließen und eine Übergangszeit festzulegen, in welcher der private Kram aus den Postfächern zu entfernen ist und private Kommunikationspartner auf die inzwischen allerhöchstwahrscheinlich ohnehin vorhandene private Adresse aufmerksam gemacht und "umgeleitet" werden können.

    Die Übergangszeit sollte m.E. auch großzügig ausfallen, um auch Leuten in längerer Krankheit o.ä. eine Chance zu geben, privaten Kram rechtzeitig vor Einblick ihrer Chefs zu entfernen. Andererseits kann man das nicht auf Jahre ausdehnen (wegen Kolleginnen in EZU), so dass es auch da noch die eine oder andere Konstellation zu berücksichtigen gilt. Zum Beispiel kann man für den Zugriff auf solche Postfächer (wobei es dort nichts Aktuelles und Dringendes geben sollte, welches einen zeitnahen Zugriff in Abwesenheit der Kollegin überhaupt nötig macht) verbindlich ein Sechs-Augen-Prinzip festlegen, also Vorgesetzter plus DSB plus BR, was das "unbeaufsichtigte" Durchstöbern ohne konkreten Anlass und konkretes Ziel unterbinden oder zumindest sehr deutlich erschweren sollte.


    Nach Ablauf der Übergangsfrist ist das Postfach dann ausschließlich dienstlich und fertig.

    Wie man danach Zugriffe durch Vorgesetzte gestaltet, sollte dennoch wie auch gewisse Standards für Abwesenheitsmeldungen irgendwie einheitlich geregelt werden, um jeden Verdacht auf gezielte Überwachung "missliebiger" MA von vornherein aus dem Weg zu räumen und klare Spielregeln zu haben.

    Ergänzend zu Moritz:
    Habt ihr eine(n) Gleichstellungsbeauftragte(n)? Wenn ja, sollen die Kolleginnen dort mal vorstellig werden. Bei "vom Grundsatz her die selbe Tätigkeit" noch Verträge prüfen lassen (*) und dann ggf. Einblick oder Auskunft nach den Gehältern der männlichen Kollegen in gleicher Position verlangen. Als BR habt ihr wie erwähnt nur den Hebel der "Ordnung im Betrieb" und hier die Eingruppierung bei gleicher Tätigkeit in die gleichen Vergütungsgruppen, die Gleichstellungsbeauftragte sollte da hoffentlich etwas mehr erreichen können, da solche Unterschiede wie von dir beschrieben ihr Ressort und sogar der Grund für die Schaffung solcher Positionen sind.

    So oder so kann ich Moritz' Empfehlung "Holt euch Sachverstand ins Haus!" nur unterstreichen.


    *) Wir haben leider auch einen Fall recht unterschiedlicher Bezahlung, allerdings bei zwei männlichen Kollegen. Ursache ist der einfach viel bessere Altvertrag des einen Kollegen, welcher dank Besitzstand eine über die aktuelle "korrekte" Einstufung hinaus gehende Vergütung bewirkt. So wird es leider immer wieder Fälle geben, wo der Unterschied offenkundig ist, man aber nur wenig daran ändern kann :-/

    Wer leitender Angestellter ist regelt BetrVG §5 (3) 1 bis 3 ausdrücklich

    zumindest weitgehend eindeutig ... wir tuns uns lediglich mit Abs. 3 Nr. 3 etwas schwer.

    Chefärzte sind nicht per se Leitende Angestellte, soweit klar. Aber wir haben hier zwei, die halt etwas mehr sind und durchaus Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und "Entwicklung des Unternehmens" haben, indem sie die Ausrichtung des Krankenhauses mit bestimmen und ihrerseits "frei von Weisungen" sind. Nur den Umfang dessen loten wir noch aus, man will ja zur nächsten Wahl ordentlich einladen.

    Ist ganz sicher kein Showstopper oder so, aber natürlich weiß man gern, woran man ist.