Beiträge von Homer

    Zitat von Lilex

    Wie ist es geregelt, wenn 1 von bspw. 3 Listen nicht die nötigen Stimmen bekommt, um in den BR zu kommen. Das wären doch dann alle Ersatzis, oder?


    Erst dann wenn die im BR vertretenen Listen keinen Nachrücker oder Minderheitenvertreter haben und die AN auf der nicht im BR vertretenen Liste nach Hondt oder als Minderheitsvertreter in Frage kommen. Sonst nicht.

    Gibt es schon einen BR? Wie viele AN sind im Betrieb? Beim einfachen Wahlverfahren und nur einer Liste braucht es nicht viel, wenn es schon einen BR gibt. Interesse zeigen und auf die Liste setzen. Wenn es keinen BR gibt dann kann man argumentieren, ok. jetzt geht es uns gut. Aber wenn es mal anders kommt, bei vielen dingen ist der BR zu beteiligen oder man kann die Maßnahme nicht umsetzen. Arbeitszeitlage, Verteilung, Einstellung, Versetzung usw. wenn es zu Schließungen oder Verlagerungen von Abteilungen oder des gesamten Betriebs kommt gibt es ohne BR keinen Sozialplan ( Abfindungen, Nachteilsausgleich usw.). Also das Feld ist dann weit und dieses erschließt sich im lauf der Zeit.

    Nach dem Bestellen des Wahlvorstand kann man anfangen seine / eine Liste zu erstellen. Ab dieser Nennung als Kandidat läuft auch schon der Kündigungsschutz. Ich habe auch geglaubt das dies erst nach Aushang des Wahlausschreibens gilt habe mich aber hier eines anderen belehren lassen. Das Porto wäre es mir als BR Kandidat wert. Ansonsten den Wahlvorstand kontaktieren und der kann ja frankierte Umschläge zu euch verschicken . Der sollte ja die Kosten erstattet bekommen.

    Die Frage ist ja auch ob man als gesund angesehen werden kann oder besser ob man gesund ist wenn man z.B. 1 Jahr in der geschlossenen "Freiwillig" verbringt oder sich auch "nur" 9 Monate " krankschreiben lässt". Oder ob dies ein anderer Mensch mit seinem Laien haften Vorstellungen der Welt richtig beurteilen kann. Ich plädiere in solch einer Situation immer für Toleranz und nur kein Neid. Wer will kann es ja auch versuchen und dann unter Umständen feststellen das jeder seinen Weg durchs Leben gehen muss.

    Auf jeden fall einen Aushang und oder eine Mail mit Infos zur Wahl ( Wahltag und Ort und das auch ein nicht Wahlberechtigter AN sich nach Vorschlag von einem Wahlberechtigten AN zur Wahl stellen kann). Unbedingt das persönliche Gespräch suchen und Kontakte herstellen. Bei uns gibt es auch eine Wahl bei der der Wahlleiter ein nicht Wahlberechtigter "Normaler" AN sein wird.

    Das Zwischenzeugnis wie auch das Beendigungszeugnis soll sich auf die Tätigkeit während des gesamten Beschäftigungsverhältnis beziehen. Das heißt es sieht so aus das deine Firma keine Lust hat dir ein Zeugnis zu geben oder mit dir ein BEM Gespräch zu führen. Beides kann man bei Unwillen des AG Gerichtlich Einklagen

    ( BAG 21. 01. 1993 – 6 AZR 171/92), zumindest mit rechtlichen Schritten drohen. Aber da ist dann auch schon ( meist schluss).

    Die Grenzen der Anzahl von Minijobs setzt unter anderem auch das Arbeitszeitgesetz indem es für Höchstarbeitszeiten am Tag in der Woche usw. Regeln aufstellt.

    Es gibt hier den Anschein das ein Fadenscheiniger Grund herhalten muss um 2 Tage Lohnfortzahlung zu sparen. Wenn der AN die Unannehmlichkeiten einer Gerichtlichen Klärung auf sich nehmen würde kann man schon vermuten das dieses Vorgehen keine rechtliche Grundlage hat. Hier hilft nur sachlich im Gespräch bleiben. Allerdings soll es auch Betriebsräte geben die BVs abschließen in denen die Karenztage geregelt werden und die einen solchen Karenztag vor oder nach dem Wochenende oder einen Feiertag ausschließt um Mitnahmeeffekten vorzubeugen.

    Wenn man die Belegschaft trennt um das Corona Ansteckungsrisiko zu senken macht eine Schichtüberlappung überhaupt keinen Sinn. Es sei denn es gäbe genug Raum und Arbeit sich nicht zu begegnen. Bei uns wird im Schichtbetrieb um Kontakte zu vermeiden die Tägliche Arbeitszeit um 15 min gesenkt bei vollem Lohnausgleich. ( Abhängig vom Infektionsgeschehen im Landkreis, bzw. Bundesland) Damit auch wirklich möglichst kein Kontakt erfolgt.

    6.00 Uhr - !3.45 Uhr, 14.00 Uhr - 21.45 Uhr, 22.00 Uhr - 5.45 Uhr

    Der Entgeltunterschied zwischen Frauen ist bezüglich dieses Gesetzes uninteressant und nicht zu beheben. Wenn kein betriebliches Entgeltsystem besteht kann der BR eines verlangen. Wenn eines besteht auf richtige Einstufung hinweisen und wenn ein AN überbezahlt ist dann herzlichen Glückwunsch.

    Das wird in der Praxis nicht funktionieren. Eine rückwirkende Krankschreibung über den vorherigen Tag hinaus ist Praxisfern.

    In Einzelfällen bei guter Begründung muss der AG dann eben die Krankschreibung ab dem ersten Tag einfordern. Das aber vorher angekündigt. Ihr habt es geregelt wie es im Gesetz steht. Mehr gibt es nicht zu regeln und jetzt gibt es Streit um die Lohnfortzahlung. Die Gefahr liegt hier auch beim AN. Wenn die Lohnfortzahlung die der AG geleistet hat 6 Wochen übersteigt, davon aber nur 5 Wochen der Krankenkasse mit AU nachgewiesen sind beginnt ihre Krankengeldzahlung erst nach der 6. Woche AU. Das heißt für den AN 1 Woche kein Einkommen. Das sollte den Missbrauch etwas eindämmen. Ich bin der Meinung das die Befürchtungen des ausuferndem Krankfeiern nach dem WE usw. sowieso ein Märchen sind. Einzelfälle gibt es immer.

    Das stimmt, deshalb ist es wichtig das Ohr immer bei den AN zu behalten und als BR sein handeln immer zu hinterfragen. Es gibt natürlich auch Gruppenzwang und Respekt vor den Vorgesetzten. Aber unter dem Strich hat es sich bei uns bisher bewährt, was aber unbedingt einen guten Kontakt zu den AN voraussetzt. Und ja es gibt bestimmt auch die Fälle die sich nicht trauen anderer Meinung zu sein. Unsere Beschäftigten haben ihr Selbstbewusstsein entdeckt und werden von uns unterstützt. Die alternative wäre Überstunden von vorneherein zu verpflichten oder abzulehnen mit den daraus folgenden Konsequenzen. Bei uns hat der verweis auf die Freiwilligkeit und die nachlassende Bereitschaft Überstunden abzuleisten dazu geführt den Anreiz sie Abzuleisten zu erhöhen.