Beiträge von Tobias Clausing

    Ich sehe gerade, dass ich zu Beginn ein Zitat hätte einfügen müssen. Meine Berechnung bezieht sich nicht auf den aktuellen Stand sondern auf die 500.000 Beiträge zum Außerirdischen.


    Ich bin dankbar für jede und jeden, die/der hier unabhängig von Tages und Nachtzeit anderen mit viel Erfahrung und Rat zur Seite steht. Für mich seid ihr alle Foren-Helden.

    Zum Glück ist Betriebsratstätigkeit ein Ehrenamt und damit losgelöst vom Arbeitszeitgesetz. Damit hätte z. B. der Rabauke in seinen knapp mehr als 9 Jahren Aktivität hier im Forum durchgehend (außer am 29. Februar) stündlich 6,3 Beiträge schreiben müssen.

    Reduziert man die Tätigkeit auf durchschnittlich acht Stunden an maximal sechs Tagen die Woche sind wir schon bei 22 Beiträgen pro Stunde. Also etwa alle drei Minuten ein Beitrag. Da klopft vermutlich eine betriebliche Pflichverletzung an die Tür, weil nebenbei nur noch wenig Zeit für die eigentliche Arbeit bleibt.

    Nun könnte man das hochrechnen auf eine längere Aktivitätsdauer, ich bin mir aber sicher, dass hier niemand zu Lebzeiten einen Status jenseits des Außerirdischen schaffen kann - oder man wird wegen Spam gesperrt.

    Ich kann mir vorstellen, dass es per ganz konkretem Beschluss möglich ist, die Einberufung und Organisation der Betriebsversammlung dem BA zur eigenständigen Erledigung zu übertragen.

    Ich kann mir auch vorstellen, dass der BR dem BA die Absage ebenjener BV übertragen könnte.


    Ich bin mir aber sicher, dass das nicht unter die allgemeinen Aufgaben des BA fällt, die ihm mit der Einrichtung des BA zufallen. Und der erste Beschluss impliziert nicht automatisch den zweiten Beschluss.

    Spätestens bei der Zeiterfassung direkt an der Eingangstür muss eine BV vernünftig ausgearbeitet werden. Gibt immer wieder Streit, wenn jemand nach dem Betreten (und damit Einstempeln) seine Blöd-Zeitung mit auf das Töpfchen nimmt und da fröhlich Überstunden generiert.

    So ein System (Hand-VENEN-erkennung) kann datenschutztechnisch umgesetzt werden und ist ja erst einmal nicht schlimmer als eine normale Zutrittskontrolle auch. Die persönlichen und biometrischen Daten müssen nicht zentral gespeichert werden.

    In einem fleischverarbeitenden Betrieb (und natürlich auch privat) gibt es doch bestimmt Schnittverletzungen an den Händen, oder? Dann gibt es ggf. Probleme mit der Erkennung. Ihr solltet in eine BV also auch mit aufnehmen, wie jemand reinkommt, bei dem der Kasten gerade nicht will.

    Darf ich in so einem Fall die gesetzliche Anforderung umgehen? Was meint ihr?

    Dürfen auf keinen Fall. Machen aber ziemlich viele Unternehmen auch ohne Corona-Gefahr seit Jahren.

    So lange Gewerkschaft, Belegschaft, Arbeitgeber und Betriebsrat einverstanden sind, gibt es keinen Kläger.


    Alternativ könnt ihr die Gelegenheit für aktivere Abteilungsversammlungen nutzen. Methodisch Feedback einholen oder ähnliches.

    Habt ihr wichtige Themen mitzuteilen? Dann überlegt doch eure Betriebsversammlung zu verschieben und stattdessen eine Infoveranstaltung per Videokonferenzsystem an alle Mitarbeiter:innen zu übertragen. Mit etwas Vorlauf sollte das möglich sein, sofern eure Mitarbeiter:innen primär an Computern sitzen.


    Ansonsten habt ihr bestimmt das Recht, eine BV durchzuführen. Wenn sich dabei aber wirklich jemand anstecken sollte, müsst ihr euch fragen, ob ihr alles angemessen bedacht habt.


    Ich halte die Panik auch gerade für unnötig, würde aber kein wirklich unnötiges Risiko eingehen.

    In diesem Fall ist es ja nicht reguläres, gesundes "Homeoffice" sondern im ersten Sinne Krankheit (wenn auch ohne AU). Man kann trotz Krankheit arbeiten und man kann trotz Krankheit zur Betriebsratssitzung. Man kann das aber ebensogut lassen. Dann ist man ganz normal krank und dementsprechend auch ganz normal verhindert.

    Hallo,


    anfordern beim AG muß dies der BRV.

    Der BRV muss es aber nur beim AG anfordern. Der muss sich dann mit der IT auseinandersetzen und das forcieren.


    Alternativ könnt ihr nach eigenen Datenstrukturen fragen bzw. ankündigen, dass ihr das beschließen werdet:

    Separate PCs, eigene Netzwerkstrukturen, abgegrenzter Server mit redundanter Anbindung, redundantem Speicherplatz und separat abgesichertem Backup. Ich denke, dass die IT dann recht fix wird mit den ursprünglichen Berechtigungen.

    Ein Artikel bei Hensche (Link) beschreibt ganz gut die Schwierigkeiten der Grenzfindung. Dort geht es primär um ein Urteil, nach dem mehr Urlaub ab dem 40. Lebensjahr diskriminierend ist.

    Ich denke, dass sich das bei Handwerkern deutlich früher argumentieren lässt als bei Bürokräften. Aber es muss sehr gut begründet werden, weil aus Sicht des AG das Risiko besteht, dass die Regelung gekippt wird und der Urlaub nach oben für alle angepasst wird.

    Die Alternative - nur beruhend auf Gegenseitigkeit und ohne Ansprüche - wäre, auf die nächste Gehaltserhöhung zu verzichten und darüber die Stunden zu reduzieren. Ist aber eine schwierige Entscheidung, wenn man eh knapp am Limit lebt. Und der AG muss da auch mitspielen.

    Da sich die Aussichten auf eine Rente hier sehr ungewiss darstellen könnte man ja mal mit dem AG reden und versuchen, eine Lösung für das Problem zu finden. Warum möchte sie weniger arbeiten (ich meine, ganz allgemein wollen wir das alle)? Wie kann man ihr das gesundheitlich entgegenkommen? Ist es nur das viele Stehen - dann könnte man eine sitzende Tätigkeit finden. Vielleicht geht auch Homeoffice am Abend nach einer größeren Mittagspause.

    Es gibt ja ne Menge Möglichkeiten, aber immer auch abhängig vom Arbeitgeber und der Mitarbeiterin selbst. Rechtlich bliebe wohl nur ein theoretischer Rentenanspruch.

    Hallo,


    ich denke aber nicht,dass das die Aufgabe vom BR ist.

    Wir haben darüber zu wachen, dass Gesetze eingehalten werden. Was du beschreibst ist Aufgabe des AG.

    Nach §92 ist der BR über die Personalplanung zu unterrichten, weiß also Bescheid, dass die Überstunden dauerhaft anfallen würden. Nach §87 hat der BR ein Mitbestimmungsrecht bei den Überstunden und auch bei den Vergütungsgrundsätzen. Ich denke schon, dass das Aufgabe des BR ist.

    Insgesamt ist es immer etwas komplizierter im konkreten Fall, aber die Aufgaben des BR sind von so vielen Aspekten bestimmt, dass eine klare Abgrenzung schwierig ist.

    Auf der anderen Seite wäre aber bitte zu verhindern, dass jemand in Teilzeit (z. B. 20 Std.) arbeitet, regelmäßig 30 Stunden arbeitet und dann fein die Zuschläge mitnimmt. Für Ausnahmen halte ich die Zuschläge auch bei Teilzeit für Gerechtfertigt, weil es ja ein Mehraufwand ist, dauerhaft ist das vielleicht rechtlich ok, menschlich aber Mist.

    Meine Ladungs"politik" wurde also regelmäßig gerichtlich überprüft und hat diesen Überprüfungen, toi toi toi, allzeit standhalten können.

    Ich bin da auch eher anderer Meinung. Da du aber meines Erachtens über deine Pflichten hinausgeschossen bist, gibt es da nichts zu beanstanden. Weniger hätte aber (vermutlich) auch für die erfolgreiche gerichtliche Prüfung gereicht.

    Nur, weil du mit 20 in der 30-Zone nicht geblitzt wirst ist das ja nicht die einzig richtige Geschwindigkeit. Womöglich nicht einmal die sinnvollste, wenn auch legal.

    und Müller ist nicht genannt, da Müller nicht über diese "Kompetenz" verfügt.

    Eine BV ist eine kollektivrechtliche Vereinbarung. Wenn die Prämie an die eine "Kompetenz" gebunden ist, dann ist der Name im Grunde genommen überflüssig. Wenn im Anschluss dann aber per "Willkür" entschieden wird, wer diese "Komepetenz" hat und wer nicht, dann ist es wieder individuell. Wenn die Kompetenzkriterien ebenfalls in der BV stehen, dann ist es wieder gut.

    Bei uns im Betrieb gibt es noch keine BVen, meine Meinung basiert nicht auf Erfahrung sondern nur auf meinem subjektiven Verständnis von Gesetz und Fitting. Ist am Ende vermutlich alles ewig diskutierbar.


    Zur eigentlichen Fragestellung: Ich würde die BV ohne Anhang veröffentlichen und berechtigte Einsichtwünsche in die Namensliste im BR-Büro ermöglichen.

    Nach Bundesdatenschutzgesetz müssen solche Daten verschlüsselt übertragen werden. Damit ist der Datenschutz beim E-Mail Anbieter mehr oder weniger egal. Es gibt aktuell keine wirklich geile Lösung für nicht IT-Nerds, um gescheit auf verschlüsselte E-Mails zuzugreifen. Und das ist der Moment, wo das dann keiner mehr nutzen will. Der AG muss die Zustellung halbwegs zuverlässig sicherstellen. Bei E-Mails erfährt der Mailserver beim AG schon, ob eine E-Mail zugestellt werden konnte. Das kann ja auch bei einem vollen Postfach schief gehen. Dann muss der AG die Abrechnung anders zustellen oder zur Abholung bereit halten. Das ist unfassbarer Aufwand.

    Ideal ist ein Portal, wo man sich seine Abrechnung abrufen kann - je nach Erreichbarkeit aus dem Intranet, per VPN oder aus dem Internet unterschiedlich gut abgesichert. Oder der Postweg.

    Sollte das "Merkmal" so komplex sein, dass es Erläuterungen bedarf, dann könnte man etwas formulieren in der Art "zum Zeitpunkt der Erstellung betrifft das die Kollegen ..., ..., ... und ..." Damit sind die Namen nur noch Beispiele für Kollegen, die die Kriterien erfüllen, aber nicht mehr fester Bestandteil des BV-Inhaltes.

    Eine BV ist allgemeingültig für alle Mitarbeitenden oder eine Gruppe von Mitarbeiter:innen. Wenn es nicht gelingt, eine vernünftige Richtlinie aufzustellen, ohne die Namen der Betroffenen zu nennen, dann ist es keine BV.

    Unser Anwalt hat bei der letzten Schulung berichtet, dass einer seiner Betriebe (ebenfalls Windanlagen) jetzt an allen Anlagen Toiletten aufstellen muss, aus ebenjenem Grund.

    Es kann ja nicht verlangt werden, dass die Kolleg:innen zu irgendeiner Gaststätte fahren, um Pipi zu machen.


    Ich halte daher eine durchbezahlte Pause im Endeffekt für deutlich günstiger als die rechtmäßige Einrichtung von Pausenraum und Sanitäranlagen in jedem Windpark.

    Ich fürchte, dass der AG die Splittung nicht ermöglichen "muss". Aber er sollte idealerweise. So bleiben ihm bis zur ausweitung der neuen Stelle die Möglichkeiten offen, den MA flexibel einzusetzen und da zu nutzen, wo es geht. Die Alternative ist ja, dass der AN sich für die Stelle ohne Splittung entscheidet, in Teilzeit arbeitet und seinen alten Job dann niemand mehr macht. Wäre ja auch Mist.


    Die passende Antwort wäre übrigens eine Ablehnung der Einstellung eines anderen Menschen.