Beiträge von Grisu1986

    Hallo Kollegen,

    wieder mal eine Spezialfrage:

    Bei einem Kollegen wird für 2022 eine turnusmäßige berufsbezogene Auffrischungsschulung fällig, Kosten ca. 500,00.

    Die bezahlt der Arbeitgeber normalerweise.

    Zur Zeit ist der Kollege aber nicht im eigentlichen Beruf eingesetzt sondern auf einer anderen Stelle in einem anderen Bereich.

    Für 2022 wird das wohl auch so sein.

    Langfristig würde er gerne in den eigentlichen Beruf zurück.

    Ohne die Fortbildung, die gesetzliche Vorschrift ist, darf er die Tätigkeit, die zu seinem Berufsbild gehört, nicht mehr ausüben.

    Konkrete Frage ( wir haben dazu keine Betriebsvereinbarung): Hat der Kollege einen Anspruch, dass ihm die Fortbildung bezahlt wird?

    Sein eigentlicher Arbeitsvertrag lautet auf den Beruf, für den der "Schein" nötig ist. Der AV ist unbefristet und bestehend.

    Wie setzt er das ggf. durch?

    Update und Zwischenstand:

    Es wird im Januar unter Einbeziehung des IA ein Gespräch stattfinden.

    Die Gf. hat dem Koll. ein konkretes Arbeitsangebot gemacht.

    Die Tätigkeit (Büro aber nicht der eig. Beruf) würde der machen.

    Weil weg von dem Vorgesetzten.

    Zugleich ist deutlich geworden, dass die Gf. nicht gegen den Vorgesetzten vorginge.

    Das ist auch nicht das erste Mal bei uns, dass solche Konstellationen so gelöst werden.

    Der betroffene MA wird irgendwo anders geparkt.

    Man trennt die beiden Parteien, vor allem indem man den nachgeordneten MA versetzt.

    Der Kollege könnte sich wehren, hat aber gesundheitsbedingt nicht die Kraft dazu.

    In der Sache gibt es im Moment nichts Neues.

    Auf ein bestimmtes schriftliches Angebot des Kollegen an die Geschäftsführung hat diese bisher nicht reagiert. Wenn da weiterhin keine Rückmeldung erfolgt, wird der Kollege im neuen Jahr zwangsläufig auf seinem alten Posten antreten. Oder antreten müssen. Der Vorgesetzte dort wird ihn aber nicht arbeiten lassen. (Klar wird jemand vom BR mitgehen.)

    Hallo,

    leidensgerecht - ja, das haben wir auf dem Schirm. Auch die Sache mit dem Tagebuch. Und der Betroffene hat sowieso im Blick, sich notfalls auch an das Arbeitsgericht wenden zu müssen. Dort würde er Recht erhalten, da sind wir uns soweit ganz gewiss. werde berichten, wie es dann weitergeht. Warumdas so ekalierte ist uns eigentlich klar. Der Betroffene hat den Vorgesetzten bei unerlaaubtem handeln erwischt und das dann gemeldet, nachdem ein freundlicher Hinweis keine besserung brachte. Seitdem herrscht Krieg gegen den Kollegen.

    Immoment sind das ganz einfach Dinge die im Raum stehen, nichts unterschrieben. Die Betriebsleitung lässt den Kollegen nicht auf den Arbeitsplatz zurück sagt sie (mündlich) und sucht was anderes. Und das was bisher vorgeschlagen wurde und bisher an den betroffenen mal vorsichtig angefragt passt nicht. Dass er bei einer schriftlichen Änderungskündigung erstmal hingehen würde steht außer Frage. Aber auch, dass er dann das Arbeitsgericht einschalten würde um zu klären ob das so in ordnung ist.

    Ich habe alle eure Hinweise verinnerlicht und unterstütze den Betroffenen.

    Es wird spannend.

    Denn es wird mehr und mehr klar, dass die Rechtsposition des Betroffenen eigentlich ganz gut ist.

    Es kann ja nur zwei Möglichkeiten geben: Entweder man ließe ihn seine Arbeit wieder ausführen (medizinisch spricht nichts dagegen) oder bietet ihm einen Ersatzarbeitsplatz an, der gleichwertig wäre. Den sehen wir nicht.

    Nagut, es gäbe eine 3.Möglichkeit: Freistellung gegen volles Gehalt, ohne Arbeitsleistung (würde er machen).

    Die Konstellation über die wir hier reden ist so ungefähr:

    gelernter Buchhalter und als solcher eingestellt für diese Abteilung soll künftig arbeiten als Küchenhelfer.

    Koch kann er nicht werden, weil nicht gelernt. Hilfstätigkeiten in der Küche (abwaschen, abfüllen, abtrocknen usw.) aber schon denkbar. Nur will er das nicht. Was ich gut nachvollziehen kann. Der Vorgesetzte ist leider .... :-(((((((

    Hallo Kollegen,


    die Geschäftsführung möchte einen schwerbehinderten Kollegen, Alter 57 Jahre, künftig fern seines Berufes und seiner Ausbildung einsetzen.

    Überdies soll das mit weniger Stunden einher gehen, so dass ihm doch einige Hundert Euronen fehlen würden.

    Die künftige Tätigkeit wäre eine reine Helfertätigkeit, weil ihm für alles andere als das, wofür er vor gut 15 Jahren angestellt wurde, die Ausbildung fehlt.

    Ich halte eine solche Versetzung für unzulässig.

    Es geht hierbei ursächlich nicht um Schwerbehinderung sondern um persönliche Animositäten zwischen dem schwerbehinderten Kollegen und dessem Vorgesetzten.

    Darf der Arbeitgeber sich auf sein Direktions-und Weisungsrecht berufen und den Kollegen einfach so umsetzen auf eine Helfertätigkeit, ihn nicht mehr in seinen Beruf zurücklassen? Angeboten ist derzeit nur, dass er den Stundenlohn behält, aber eben mit weniger Stunden als bisher (ca. 10% würden fehlen).

    Der Arbeitgeber hat in diesem Fall den Bezug der Prämie gekoppelt an die Bedingung "im Entgeltbezug".

    Er zahlt die Prämie freiwillig (kein Krankenhaus, kein Altenheim).

    Ausgeschlossen hat er offenbar Menschen mit Beschäftigungsverbot nach MuSchG und auch Bezieher*innen von Krankengeld.

    Ein Teil der Mitarbeiter war ohne Arbeitsleistung zuhause bei Weiterzahlung des Entgeltes - ohne Arbeitsleistung - weil der Arbeitsort coronabedingt geschlossen war und erhält dennoch die volle Prämie.


    Steuerfreiheit Krankengeld und Kurzarbeitergeld: Auch dieses ist ggf. einkommenssteuerpflichtig. Je nach weiteren Einnahmen. Wir mussten mal deshalb einen vierstelligen Betrag ans Finanzamt entrichten, weil gemeinsam veranlagt und meine Ehefrau mal gute 10 Monate im Krankengeld.


    Paragraphenreiter bezieht sich offenbar auf die Regelung im öffentlichen Dienst.

    https://oeffentlicher-dienst.i…-corona-sonderzahlung.pdf


    Ja, genauso ist es da geregelt.

    Auch KG-Bezieher und MuSchG-befindliche erhalten die Prämie.


    Unser Unternehmen ist nicht mehr öffentlicher Dienst, aber sehr eng angebunden.

    So auch die Regelung mit dem Krankengeldzuschuss.

    Auch die Tarifverträge sind schon immer an die Entgelte der TVöD gekoppelt.


    Nur diese eine Regelung hier wurde nicht übernommen.

    Wie es weiterging: Der Mitarbeiter ist weiterhin erkrankt. Eine Reha ist geplant. Der Arbeitgeber wiederum besteht auch weiterhin auf (s)ein Gespräch.

    In x Wochen. Thema Impftermin: Ich kenne die Unterlagen des Betreffenden. Der Mann hatte sich am selben Tag der Einladung offiziell online angemeldet. Aber in dem Bundesland stand zu dem Zeitpunkt kein entsprechender Impfstoff (es durfte kein Astra Zeneca sein) zur Verfügung. Er wäre erst im Juni, mit Aufhebung der Priorisierung geimpft worden.

    Da es teilweise passt, hänge ich mich hier mal dran: Von unserem Arbeitgeber werden (selbst) Corona-Prämien gezahlt. Anteilig je nachdem ob Vollzeit oder nicht. Allerdings bekommen die Arbeitnehmer nix, die z.B. im Mutterschutz waren oder länger in AU und daraus im Krankengeld.

    Nun haben sich bereits Mitarbeiter beschwert, die zwar im Krankengeld waren, jedoch zusätzlich einen Zuschuss zum Krankengeld erhielten vom Arbeitgeber /bis zu 11 Monate lang. Nun wird es spannend: Ist der Krankengeldzuschuss zu betrachten wie Entgelt? Die Geschäftsführung entschied: Anspruch hat, wer im Entgeltbezug war. Mal sehen, was nun passiert.

    Es handelt sich bei unserem Betrieb im ganz Groben um etwas Ähnliches.

    Scheeks

    Eine bestimmte Gruppe, die allermeisten, gehören in die Kat. Prio 2.

    Die anderen haben keinen Patientenkontakt, sondern funktionelle, verwaltende Aufgaben und waren nicht vorgesehen.

    Aber dann ja auf einmal doch.

    Offenbar.

    Wie das kam, weiß keiner. Auch nicht, wer das entschieden hat.

    Die bekamen einen Anruf, dass sie doch kommen dürfen.

    Der betroffene Kollege aber eben nicht.

    Der wusste von gar nichts.

    Der hat sich nicht mal selbst kümmern können, bis er durch ein zufälliges Tel. mit einem Kollegen davon erfuhr.

    Und sich dann selbst bemühte.

    Nun hat er immerhin die 1. Spritze und ist im KH. Ein bisschen geschützt. Wenigstens das.

    Ich sehe das so: Alle Mitarbeiter haben ihre Aufgaben und eine gleiche Wertigkeit wie Wichtigkeit. Wenn die Reinigungskraft fehlt, hat das Auswirkungen für alle (WC usw. schmutzig), genauso wenn der Empfangschef fehlt. Oder der Geschäftsführer. Anstecken kann man sich außerhalb des Arbeitsplatzes. Wahrscheinlich stecken sich die Menschen sogar hauptsächlich anderswo an. Die Fürsorgepflicht des AG gilt für alle Arbeitnehmer. Vorrangig wären die zu impfen, die ein besonders hohes Risiko für einen schweren Verlauf tragen, wenn die Menge des Stoffes begrenzt ist.

    War in diesem Fall eigentlich nicht so, denn das Zentrum sagte dem Koll.: Es ist genug für alle da, wir impfen alle, die uns genannt werden.