Beiträge von Lockerflockig

    Zitat von Tor

    Und wenn die austretende Person den leeren Raum abschließt und den Schlüssel mitnimmt?

    Als Wahlvorstand würde ich mich auf sowas nicht einlassen.

    Zum einen sind es mindestens 3 Personen die anwesend sind und Ersatzleute für den Wahlvorstand sollten auch im Vorfeld geklärt sein. Was ist mit Wahlhelfern die den Kollegen vertreten können?

    Tun könnt Ihr alles, wo kein Kläger...

    Wer entscheidet darüber, ob eine Personenwahl oder eine Listenwahl stattfindet?

    Die einzig richtige Antwort darauf lautet: Niemand! Weder der Wahlvorstand, noch die Kandidaten, noch der Arbeitgeber oder sonst jemand können im Vorfeld frei darüber entscheiden, ob es zu einer Listenwahl oder einer Personenwahl kommt.

    Oft besteht der Wunsch, dass die Betriebsratswahl als Personenwahl durchgeführt wird: Der Wähler kann genau diejenigen Kandidaten wählen, die er haben will (und muss nicht eine „Liste“ ganz oder gar nicht ankreuzen). Und mit mehreren zu vergebenden Stimmen können auch feinere Abstufungen getroffen werden, als mit einer einzigen Stimme. Aber auch die Listenwahl hat ihre Vorzüge: Gerade „Newcomer“ haben bei der Listenwahl eher eine Chance, gegenüber den altbekannten, etablierten Persönlichkeiten zu punkten.

    All diese Überlegungen spielen aber keine Rolle: In erster Linie entscheidet die Verfahrensart über die Form der Stimmabgabe:

    Im vereinfachten Wahlverfahren (bis 50 Mitarbeiter, bzw. bis 100 Mitarbeiter bei besonderer Vereinbarung) ist zwingend die Personenwahl vorgeschrieben.

    Im normalen Wahlverfahren kommt es darauf an, wie viele Vorschlagslisten eingereicht werden: Bei mehreren gültigen Wahlvorschlägen ist zwingend die Listenwahl vorgeschrieben. Liegt dagegen nur eine einzige gültige Vorschlagsliste vor, dann ist zwingend die Personenwahl vorgeschrieben.

    In keinem Fall kann also der Wahlvorstand oder sonst jemand etwas vorab festlegen.

    Grundsätzlich kann der AG bei vorsätzlicher Beschädigung eine Erstattung verlangen, diese sehe ich hier nicht. Der AG müsste gegebenenfalls die Aufbewahrung regeln um eine vorsätzliche Beschädigung geltent machen zu können. Ich würde das Ding nicht zahlen.

    Zitat von thesurbi

    Nun haben wir mit Stichtag heute genau 200 Arbeitnehmer. Ich weiß jedoch das definitiv noch zwei Stellen in den kommenden Wochen besetzt werden und der Punkt "in der Regel" lässt für mich Handlungsspielraum zu.

    Sieht für mich so aus als wollte jemand 2 BRM einsparen. Wenn schon abzusehen ist das es Neueinstellungen gibt dann habt Ihr hier Handlungsspielraum.

    Zitat von Winfried:

    Hallo.

      Lockerflockig: Wo steht, dass dur Liste noch nicht erstellt und eingereicht wurde?
      rika1: Der/Die Ausgeschiedene ist von der WählerInnenliste zu streichen. Damit ist er/sie auch von der Vorschlagsliste gestrichen, ListenführerIn ist dann die neu vorne stehende Person. Sind schon Wahlzettel für die Wahl erstellt, so ist das nicht mehr zu ändern.

    Grüsse Winfried

    Zitat von rika1:

    Wir werden eine Listenwahl haben und der Kandidat ist auch Listenführer einer Liste.

    Vielen Dank schonmal!

    Es liest sich so als ob sie vor haben Listenwahl durchzuführen.

    § 11 Ausgleich für Sonn- und Feiertagsbeschäftigung

    (3) Werden Arbeitnehmer an einem Sonntag beschäftigt, müssen sie einen Ersatzruhetag haben, der innerhalb eines den Beschäftigungstag einschließenden Zeitraums von zwei Wochen zu gewähren ist. Werden Arbeitnehmer an einem auf einen Werktag fallenden Feiertag beschäftigt, müssen sie einen Ersatzruhetag haben, der innerhalb eines den Beschäftigungstag einschließenden Zeitraums von acht Wochen zu gewähren ist.

    Kann in einer Betriebsvereinbarung von §11 abgewichen werden und die Zeit bezahlt werden ohne Ersatzruhetag oder ist es ein muss?

    Wir wollen eine BV abschliessen die eine Individuelle Vergütung für die Kollegen zulässt.

    Das 15 Sonntage Beschäftigungsfrei bleiben müssen ist klar.

    Zitat von Ohadle:

    Das BR Amt ist kein öffentliches Amt. Der Betrieb ist ja ein "Geschlossener Bereich"

    - eben der Betrieb / das Unternhmen

    Definition Öffentliches Amt

    siehe

    https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96ffentliches_Amt

    Ohadle, was das betrifft hast Du recht es ist kein Öffentliches Amt.

    Denoch gelten die gleichen Spielregeln laut § 8 Abs. 1 Satz 3 BetrVG.

    Nämlich wie von Whoepfner geschrieben.

    Die Regelung in § 8 Abs. 1 Satz 3 BetrVG ist eindeutig.

    Wenn eine derartige Verurteilung (Mindestfreiheitsstrafe von 1 Jahr) bekannt ist, dann muß geprüft werden, ob die Frist des § 45 Abs. 1 StGB am Wahltag noch läuft.

    Falls ja, dann ist der Bewerber nicht wählbar.

    Zitat von MarcoP.

    Die Kollegin ist seit 23 Jahren bei uns im Betrieb tätig. Bis zu ihrer doppelten Bandscheiben OP war sie im Versand eingesetzt. Diese Tätigkeit, kann sie aufgrund ihres Krankheitsbildes nicht weiter ausführen.

    Sie möchte nun natürlich, gerade nach der langen Betriebszugehörigkeit, nicht selber kündigen. Dieses wird ihr allerdings vom Personaler und vom Vorgesetzten empfohlen, da die keinen Posten im Unternehmen sehen, wo sie eingesetzt werden könnte.

    Auf keinen Fall selbst kündigen.

    Wie groß ist der Betrieb? Hat Die Kollegin einen GDB oder Antrag gestellt?

    Wenn der Personaler behauptet sie könnte nicht woanders eingesetzt werden muss er das belegen und es gibt doch sicherlich noch was anderes wie den Versand. Wie schon geschrieben zuerst BEM daraus ergeben sich noch weitere Maßnahmen z.B. Anpassung des Arbeitsplatzes, Reha, Kur, usw.

    Winfried und Whoepfner haben schon die Vorgehensweise beschrieben.

    Zitat von schneckos:
    • Scheitern der Verhandlung mit dem GF
    • Angelegenheit soll durch E-Stelle entschieden werden.
    • Vorschlag eines Vorsitzenden für die E-Stelle (das soll unser Hausanwalt machen).
    • Vorschlag wie viele Beisitzer (zwei BR Mitglieder.

    Die Benennung und Tätigkeit eines vom Betriebsrat entsandten Beisitzers hängt nicht von der Mitgliedschaft im Betriebsrat ab. Es steht ihm frei, auch externe Beisitzer zu benennen.

    Im Klartext:

    Die abschließende Beratung und Beschlussfassung der E-Stelle muss jedoch in Abwesenheit anderer Personen als der E-Stellen Mitglieder, also auch ohne Betriebspartner, erfolgen.

    Zitat von Kieslheuerin

    Das Problem ist halt, wenn keine Leute da sind, muss das Kraftwerk abgefahren werden, was natürlich in die Zigtausende EUR Verluste geht und daher werden die Dienstpläne immer schön abgenickt.

    Sieht für mich so aus als würde der AG das Betriebsrisiko auf die AN abwälzen.

    Warum stellt er nicht mehr Personal ein oder fängt Ausfälle (Urlaub muss auch berücksichtigt werden) mit Leihpersonal ab.

    Natürlich kann er das so eine Zeit lang treiben und auf der letzten Rille fahren. Langfristig wird der Krankenstand steigen.