Beiträge von Bubsel

    Denn zum einen ist die FFP2-Maske eine individuelle Schutzmaßnahme und damit nachrangig gegenüber allen anderen Maßnahmen. D.h. bevor der AG nicht alle organisatorischen Maßnahmen (wie durchgehend Homeoffice) ausgeschöpft hat, darf er das Maske Tragen eh nicht anordnen (§ 4 Nr. 5 ArbSchG).

    Zum Anderen ist die Kollegin mit ihrer Maskenunverträglichkeit besonders schutzbedürftig und sowohl das Maske Tragen, als auch das erhöhte Infektionsrisiko durch die Maskenunverträglichkeit, stellen spezielle Gefahren für sie dar, was der AG zu berücksichtigen hat. (§ 4 Nr. 6 ArbSchG).

    Super! Vielen Dank! Einen Paragraphenreiter an seiner Seite zu haben, bringt schon manchmal ungemeine Vorteile. :) :)
    Außerdem sieht man manchmal den Wald vor Bäumen nicht.
    Wir sind hier eben ein Betrieb im Gesundheitswesen, dass per Auftrag schon das Tragen einer Maske erklärt.
    Aber ich hoffe doch sehr, dass dies endlich ist und auch wir wieder normal rumlaufen können.
    Zumal im Aldi nebenan auch keine Maske mehr getragen wird. ;)

    "Schikane" wäre es doch erst, wenn HO eben funktionieren würde, der Vorgesetzte es aber trotzdem nicht will das HO gemacht wird, trotz gesundheitlicher Probleme.

    Genau, das ist es ja. Wie Du Dir denken kannst, ist der Spätdienst freitags nicht gerade der Beliebteste. Tatsache ist, dass dieser in Präsenz abgedeckt werden muss. In der Abteilung arbeiten aber noch andere KollegenInnen, die das vor Ort tun könnten, zumal sie sowieso schon vor Ort sind. Die betroffene Kollegin müßte erst in die Firma fahren, um den Dienst machen zu können.
    Trotz Attest wird aber auf die Anwesenheit bestanden. Der AG meint, ein Attest sei lediglich eine Empfehlung und der AG müsse darauf nicht reagieren.


    doch das darf man als AG und zwar solange, bis der AN sich krank meldet und/oder gesundheitliche Probleme geltend mach

    Ich meine damit keine akuten Erkrankungen, die eine Krankmeldung erfordern. Es geht hier vielmehr um chronische Dinge, die man sich nun mal im Laufe des Lebens zuziehen kann ...wie etwa Diabetes mellitus, Asthma bronchiale oder kardiovaskuläre Insuffizienzen. (Wie in meinem Ausgangspost beschrieben).

    Die Grundfrage ist doch, inwieweit der AG auf Maßnahmen bestehen kann, die individuell den Mitarbeitern schaden können, bzw. zu einer Krankschreibung führen.
    Meine Meinung dazu: Der Arbeitgeber hat auch eine Fürsorgepflicht für Kollegen, die nicht mehr so gut funktionieren wie früher einmal. Erst recht, wenn der Kollege sich den gesundheitlichen Schaden erst durch seine Arbeit zugegzogen hat.

    Guten Morgen,


    danke Fried für Deine Antwort! Ich sehe das genauso wie Du: Es geht hier um die Gesundheit der Kollegin! Man darf als AG eben nicht davon ausgehen, dass jeder Mitarbeiter gesund ist und das Masken tragen gleichermaßen gut verträgt. Wir sind ein Unternehmen im Gesundheitswesen, wo das Maskentragen absolut Sinn macht.
    Aber man darf einzelne Kollegen eben auch nicht ausschließen, nur weil sie schlechtere Voraussetzungen haben.
    Ich denke hier auch an Schikane der Vorgesetzten, weil Homeoffice die ganze Woche über funktioniert, nur eben nicht Freitag abends, wenn der ungeliebte Spätdienst abgedeckt werden soll.
    Ich habe gehofft, hier eine rechtliche Grundlage zu bekommen, die das fahrlässige Verhalten des AG untermauert.

    Vielen Dank für Eure Antworten.

    Das Urteil passt nicht so ganz, da die Kollegin bisher im Homeoffice gearbeitet hat und es lediglich bei Spätdiensten eine Anwesenheitspflicht gibt. Alledings gibt es sehr wohl auch andere KollegenInnen, die den Dienst abdecken könnten.

    Ich suche eine rechtliche Grundlage, die dem GF gezeigt werden kann.

    Denn im Grunde könnte man die Kollegin sehr wohl entlasten, zumal ja auch die Maskenpflkicht ein endliches Thema ist.

    Hallo alle zusammen,


    Fürsorgepflicht des Arbeitgebers ist solange kein Problem wie es sich um kolletive Maßnahmen geht, die, so wie ich denke, schon hinreichend geregelt sind.
    Spannend wird es für mich in dem Moment, wenn ein Kollege, eine Kollegin, individuelle Bedürfnisse hat.
    Konkreter Fall: Eine MA bringt ein Attest, weil sie aufgrund von kardialen und pneumologischen Problemen keine Maske tragen kann.
    Der Arbeitgeber behauptet aber nun, dass dieses Attest für ihn nicht bindend sei, sprich, er verlangt eine Maske im Haus, obwohl das fr die Kollegin gefährlich werden könnte.
    Kann er das so einfach verlangen? Wenn nein, wo ist die rechtliche Grundlage?
    Meiner Meinung nach ergibt sich aus dem einfachen Grundsatz, dass eine Arbeit nicht krankmachen darf, eine Handlungserfodernis.

    Oder?

    Wow, vielen Dank an alle für diese rege Diskussion!:)

    Ich sehe, Ihr seid alle mit Herzblut bei meinem Thema dabei.


    Es ist bei uns ein Ansinnen der GF, einen solchen Fonds zu etablieren, da wir in der Vergangenheit leider schon einige Fälle in der Belegschaft hatten, bei denen eine solche Einrichtung sinnvoll gewesen wäre. Wir haben zwar immer Einzellösungen gefunden, aber das hatte natürlich nie die Qualität eines Managements.


    Es gibt Firmen, die eine solche Einrichtung schon in ihrem Betrieb haben, mit gutem Erfolg.

    So dachte ich, dass hier bei den ganzen alten Hasen vielleicht auch jemand dabei ist, in dessen Betrieb eine derartige BV schon existiert.


    Ein gute Einwand von Markus 1973: Was passiert mit dem Geld, wenn es nicht benötigt wird...bzw. wenn sich herausstellt, dass mehr einbezahlt wird als benötigt wird.

    hallo winfried,

    vielen dank für deine antwort. natürlich hatte ich diesen gedanken auch schon. allerdings betrifft eben der inhalt dieser mails auch die organisation der arbeit der ksbv. im sinne einer vertrauensvollen zusammenarbeit kann ich diesen ausschluss nicht nachvollziehen. bei einer entsprechenden diskussion während der sitzung wäre die ksbv ja auch dabei. ich sehe mails zu den gleichen themen analog zu den sitzungen. deswegen hätte mich auch interessiert, ob es hierzu rechtsprechung gibt.

    liebe grüße

    Hallo alle zusammen,
    vielleicht weiss hier jemand, was die rechtliche grundlage betrifft.

    inwieweit hat eine ksbv anspruch auf den mailverkehr, den der kbr führt. konkret geht es in diesen mails um terminvereinbarungen und organisatorische themen.
    ich bin der meinung, dass eine sbv sehr wohl auch zur meinungsbildung -findung befragt werden muss (immerhin betrifft es ja auch ihre arbeit), teile des kbr sehen das aber anders.

    vielen dank für die rückmeldung

    hallo lukutus,

    ixh sehe es genauso wie du!!! der brv ist NICHT das gremium, sondern fungiert lediglich als ansprechpartner und bindeglied zwischen gf und br.
    mir ist auch schelierhaft, wie er sich auf einen solchen "deal" einlassen konnte. schließlich ist er nicht verbündeter der gf, sondern gewählter arbeitnehmervertreter.

    lg und einen schönen tag
    bubsel