Beiträge von imebro

    Hallo,

    ich bin 1-köpfiger Betriebsrat.

    Nachdem vor einem 3/4 Jahr 20% der Mitarbeiter-/innen betriebsbedingt gekündigt wurden (angeblich wegen Wirtsch.- u. Finanzkrise), haben wir nun einen Prozess eingeleitet, wobei über die Zukunft unseres Unternehmens an 2 bestimmten Terminen, mit einer dafür engagierten Moderatorin, debattiert werden soll.

    Kürzlich fand nun ein Vorgespräch mit der Moderatorin statt, indem der Arbeitgeber und die Abteilungsleiter ihre Zielvorstellungen mit der Moderatorin besprachen. Meine ausdrückliche, schriftliche Bitte um Teilnahme an diesem Vorgespräch wurde vom Arbeitgeber ignoriert. Meine Nachfrage bei einem Abteilungsleiter ergab, dass meine Teilnahme seitens des Arbeitgebers nicht erwünscht ist.

    Nun habe ich den Arbeitgeber um die Kontaktdaten der Moderatorin gebeten, damit ich ihr die Vorstellungen der Belegschaft mitteilen kann, was ich nur als fair erachte. In meinem Schreiben an den Arbeitgeber habe ich diesem (fairer Weise) schon in Kurzform diese Wünsche und Vorstellungen der Mitarbeiter-/innen mitgeteilt.

    Der Arbeitgeber rief daraufhin eine Belegschaftsversammlung ein und "wetterte" dabei zunächst darüber, dass die Mitarbeiter wohl offensichtlich "sein Bemühen um eine Einbeziehung der Mitarbeiter in die Prozesse..." torpedieren wollen.

    Als ich - als Betriebsrat - daraufhin erklärte, dass es wohl wenig mit "Einbezug der Mitarbeiter" zu tun habe, wenn ich, als Vertreter der Mitarbeiter-/innen, vorsätzlich von einem Vorgespräch ausgeschlossen wurde, welches dazu diente, die Vorgaben, Zielvorstellungen und Wünsche für die moderierten Gespräche der Moderatorin mitzuteilen.

    Meine Ausführung bezeichnete der Arbeitgeber - vor der kompletten Belegschaft - als "TOTALEN QUATSCH" und zeigte somit, wie es in unserem kleinen Unternehmen tatsächlich um "Einbezug der Belegschaft" und Kommunikation bestellt ist.

    Weiterhin behauptet der Arbeitgeber, dass ich als Betriebsrat kein Recht habe, mich "in diese Management-Aufgaben einzumischen..." und dass dies nicht zu meinen betriebsratlichen Aufgaben gehöre.

    Nun meine Fragen:
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    1) Worauf genau kann ich mich berufen in Bezug auf mein Recht, eben doch beim oben beschriebenen Vorhaben eingebunden zu werden? (ggf. § 92a BetrVG ?).

    2) Was kann ich tun - bzw. worauf kann ich mich beziehen, um dem Arbeitgeber nun klar und deutlich zu sagen, dass er zukünftig öffentliche Beleidigungen meiner Person als Betriebsrat (vor der kompletten Belegschaft) zu unterlassen? Gibt es ggf. Sanktionen, die ich im Wiederholungsfall androhen könnte etc.?

    Vielen Dank an Alle,
    Ingo

    Guten Tag,

    ich bin einköpfiger Betriebsrat in einem kleinen Unternehmen (20 MA).
    Vor ein paar Tagen wurden die MA einer Abteilung von ihrem Abteilungsleiter dazu aufgefordert, alle Arbeiten die sie verrichten, genau zu dokumentieren - inkl. Angabe der Zeit, die sie dafür benötigen. Das ganze soll nun 6 Wochen lang durchgeführt werden.

    Ich muss dazu sagen, dass Ende letzten Jahres bereits 3 MA betriebsbedingt gekündigt wurden und dass der Vorstand den MA Angst macht, indem er verbreitet, dass diese Maßnahmen noch nicht ausreichen, um dieses Jahr zu überstehen.

    Diese - in meinen Augen unerlaubte - Maßnahme würde ich gerne einstellen... weiß jedoch nicht so recht, auf welchen Paragrafen des BetrVG ich mich hier berufen kann.
    § 87 Abs. 1 Nr. 6 bezieht sich zwar auf Überwachung - aber eher auf die Überwachung durch technische Einrichtungen.

    Wer kann mir einen Tipp geben?

    Vielen Dank,
    Ingo

    Hallo,

    ich bin einköpfiger Betriebsrat in einer kleinen Stiftung.
    Aufgrund der Finanzkrise wurden zum Januar 09 drei Mitarbeiterinnen betriebsbedingt gekündigt. Ich konnte einer Kollegin helfen, eine neue Stelle zu finden - eine weitere hat selbst sofort eine Stelle gefunden - die dritte wurde dann auch tatsächlich gekündigt.

    Unser Vorstandsvorsitzender - ein Mittsiebziger und ehemaliger Chef eines großen Versicherungskonzerns hat eine extrem autoritäre Art. Nachdem er seit einigen Jahren pensioniert ist, betreibt er den Vorstandsvorsitz hier eher als schönes Hobby!

    Er weiß nicht, was der Einzelne hier genau tut und es interessiert ihn auch nicht. Er hat keinerlei Fachkompetenz, was er (leider) oft genug unter Beweis stellt. Aber NIEMAND hier traut sich, ihm etwas zu entgegnen, wenn er mal wieder in einer Sitzung laut, schroff und in unverschämter Weise los poltert und dabei auf keinerlei Gefühle von Mitarbeitern Rücksicht nimmt.

    Ich frage mich nun, da es in der nächsten Woche eine große Sitzung (mit allen Mitarbeitern) geben wird, inwieweit ich als Betriebsrat in einer solchen Situation das Recht habe, mich schützend vor die Kolleg-/innen zu stellen und ihm auch verbal die Stirn zu bieten.
    Weiterhin stellt sich mir die Frage, ob ich den Vorstandsvorsitzenden dann auch kritisieren darf... und wenn nicht in einer öffentlichen Sitzung, dann in einem gemeinsamen Gespräch im Vorstand (der Vorstand besteht aus 2 Herren).

    Wäre über schnelle Antworten sehr dankbar... es brennt hier heftig!

    Gruss
    Ingo

    Hallo Günther,

    zunächst vielen Dank für den Tipp.
    Wie Werner aber bereits bemerkt hat, bin ich ja lediglich 1-köpfiger BR und habe daher auch kein MB-Recht bezügl. § 99 BetrVG.
    Dennoch könnte es ja eine Möglichkeit sein, das Ganze als Versetzung anzusehen und entsprechend zu argumentieren.

    Gibt es ggf. noch Tipps für solche Fälle für 1-köpfige BR?

    Danke,
    imebro

    Die Mitarbeiter sind ja bis jetzt noch nicht mit diesen Zusatzaufgaben betraut.
    Das ist ja grade vom Vorstand erst geplant. Sie sollen - zusätzlich zu ihrer jetztigen Arbeit, die sie eh schon kaum mit ihren 40 Std. schaffen, noch Sekretariatsarbeiten in einem Rotationssystem übernehmen oder einer von ihnen soll diese Arbeiten zusätzlich "aufgebrummt" bekommen.

    Gruss
    imebro

    Hallo Werner,

    vielen Dank für die Antwort.
    Leider verstehe ich den Inhalt nicht so ganz.

    Es geht ja nicht darum, dass die Mitarbeiter länger arbeiten sollen sondern darum, dass sie innerhalb ihrer normaler Arbeitszeit noch Zusatzaufgaben übernehmen sollen.

    Und... was soll ich einfach mal nicht tun?? Bedenke - Arbeitsverweigerung!

    Ich habe als einköpfiger BR ja auch nur eingeschränkte Rechte, was Personalangelegenheiten angeht (vor allem § 99 BetrVG).

    Gruss
    imebro

    Hallo an Alle.

    Nach einem gestrigen Gespräch mit unserem Vorstand, habe ich heute eine wichtige Frage an alle hier im Forum:
    Wir sind ein kleines Team von 20 Mitarbeitern. Daher bin ich auch lediglich einköpfiger Betriebsrat.
    Nun ist es so, dass wirklich alle Mitarbeiter am Limit arbeiten und voll ausgelastet sowie z.T. auch überbelastet sind.

    Da unser Sekretariat (auch Sekretariat für den Geschäftsführer) seit einigen Monaten nur noch halbtags besetzt ist, was den Arbeitsablauf erheblich stört, möchte der Vorstand nun leider nicht unsere gute, engagierte Auszubildende übernehmen (angeblich aufgrund zu hoher Personalkosten), sondern diese Arbeit zusätzlich einem unserer Mitarbeiter "aufhalsen". Er hat u.a. auch Personen vorgeschlagen, die sich für einen Sekretariats-Job völlig ungeeignet halten. Des weiteren hat er z.B. auch mich selbst vorgeschlagen, obwohl ich bereits für die gesamte EDV verantwortlich bin - darüber hinaus noch eine Zusatzaufgabe mit 25% Zeitanteil ausführe (die mir vor ca. 2 Jahren zu meiner Arbeit hinzu gegeben wurde) - und letztlich natürlich noch Aufgaben als Betriebsrat habe.
    Unser Vorstand sprach sogar davon, dieses Problem ggf. durch eine Art "Rotations-System" lösen zu wollen.

    Welche Möglichkeiten habe ich - für meine Kolleginnen/Kollegen und mich selbst, hier eine aufgrund fehlender Kapazitäten unzumutbare Zusatzarbeit abzuwehren, bzw. klar zu machen, dass man nicht jedem diese Aufgabe zumuten kann? Wie gesagt - es handelt sich um Arbeit im Sekretariat, wozu sicher nicht jeder Mitarbeiter geeignet ist.

    Was kann derjenige tun, den es ggf. trifft, ohne eine Arbeitsverweigerung zu riskieren? Wie sollte ich als BR dann darauf reagieren?

    Vielen Dank schon jetzt für Eure Hilfe!

    Gruss
    imebro