Beiträge von Uwe_Isa

    Also bei uns gibt es beides, sowohl "Welcome Day" da haben wir nur einen kurzen "Hallo das sind wir, da findet ihr uns und dafür sind wir da"-Part, als auch persönliche Vorstellung beim/des BR in kuscheliger Runde mit persönlichem Gespräch. Dabei nimmt immer einer von uns freigestellten und nach Verfügbarkeit auch der BR aus dem Bereich des neuen Kollegen teil.


    Dazu gibts natürlich auch Handouts. Läuft eigentlich ganz gut bei uns, auch wenn man sich, gerade wenn viele Einstellungen sind, die Gesichter wirklich nicht alle merken kann ;)


    Daher wäre auch mein Rat: wenn der AG den Welcome Day abschaffen will, ladet die neuen selbst ein.

    Wir haben ebenfalls eine BV, die regelt zwar nicht, dass die weitere Befristung verkürzt wird, allerdings schon, dass LAN max 12 Monate eingesetzt werden, früher in die Zielentgeltgruppe eingruppiert werden und wir haben eine maximale LAN-Quote vereinbart.


    Vielleicht noch als Denkanstoß wenn ihr das anpacken wollt :)

    2018 Listenwahl mit knapp 50% jetzt Persönlichkeitswahl mit 63%, hätte mir trotzdem mehr erhofft aber noch mehr Öffentlichkeitsarbeit in Richtung "Geht wählen" hätten wir echt nicht machen können.

    Guter Einwand Paragraphenreiter aber ich glaube das hatte der damalige Wahlvorstand nicht auf dem Schirm X/

    Wie gesagt und das ist jetzt rum. Ich befürchte auch durch den Begriff "soll" hätte das wahrscheinlich nicht stand gehalten. So hab ichs zumindest bei der Schulung zum WV auch gelernt, bzw. der Anwalt rüber gebracht.

    Schau mal bitte: Ich sagte "bei der letzten Wahl" damit meinte ich 2018. Ja wir haben uns zusammengerauft und auch einiges gemeinsam auf die Beine gestellt. Keiner redet von Rücktritt oder irgendwas und der Kollege, mit der eigenen Liste vom letzten Mal kandidiert diesmal sogar auf unserer.


    Von daher alles gut, aber in der Belegschaft bleibt das Thema natürlich trotzdem präsent und daher schweigen wir nichts mehr tot sondern gehen transparent damit um

    also wir verbreiten erst gar nicht groß was alles möglich ist, es sei den ein MA kommt fragen, dann bekommt er eine ehrliche Antwort seitens.


    - manchmal muss man auch schweigen können, wenn keine Fragen gestellt werden --

    Mit dieser Taktik sind wir bei der letzten Wahl auf die Fresse geflogen. In der letzten Minute wurde eine zweite Liste mit nur einem Kandidaten eingereicht.


    Daher ist Listenwahl vom Grundsatz her sowieso im Gespräch. Wir wollen daher voll transparent sein, trotzdem unseren "Wunsch" äussern.

    Bei uns ist das unterteilt in "sachgebundene FÜZ" und FÜZ (freiwillige übertarifliche Zulage).


    Die sachgebundene FÜZ ist immer kollektiv und hat einen Bezug zu einem Verteilungsschlüssel: Alle Mitarbeiter der Abteilung XY die diese besonders schwere körperliche Arbeit machen oder diese Reinigungstätigkeiten( ja sind teilweise alte Relikte aber so what) und daher auch mitbestimmt was den Verteilungsschlüssel angeht. Nicht die Höhe und auch nicht das "ob", aber natürlich diskutieren wir bei bestehenden sachgebundenen FÜZ mit dem AG nach dem Motto: Guck mal die Kollegen dort machen ja fast das gleich wie die anderen, die eine sach-FÜZ kriegen..wie schauts?


    "normale" FÜZ sind einfach Zahlungen, wo sich jemand gut verkauft hat, jemand den sie ohne die Zahlung nicht bekommen hätten etc. da ist unsere Mitbestimmung raus.

    Hmm bin irgendwie immer noch nicht so bei euch. Ich verspreche mir(als BRM) oder dem Gremium ja keinen Vorteil mit der Aussage:

    Der amtierende Betriebsrat hält Persönlichkeitswahl für die bessere Wahlmethode, im vollen Wissen, dass wir keinen Einfluss darauf haben aus folgenden Gründen:

    • Es werden Köpfe gewählt, damit stellt sich jeder Kollege seinen Wunsch-BR zusammen
    • Er wählt nicht Kandidaten "mit" die er sonst nicht gewählt hätte
    • Jedes amtierende BR-Mitglied sieht, in wie weit die Belegschaft hinter ihm steht
    • Wenn ich auf einer Liste kandidiere, wo ich zu weit hinten stehe, habe ich keine bis wenig Chancen in den BR zu kommen

    Natürlich ist jeder Listenvertreter für die Reihenfolge seiner Liste verantwortlich und wir als amtierender BR werden Niemanden einen Stein in den Weg legen der sich berufen fühlt, eine Liste einzureichen, würden uns nur weiterhin wünschen, dass dieser Kollege mit unserem Listenvertreter ins Gespräch kommt. Ob er es dann wirklich macht ist jedem selbst überlassen.


    Und dann würden wir ganz sachlich auf die Unterschiede und Rahmenbedingungen der Wahl eingehen, vom einreichen der Liste bis hin zu "wie funktioniert Briefwahl".


    Ich hab gerade keine Kommentierung zur Hand wegen HO. Ist im Fitting &Co unser Fall beschrieben?

    Ich bin bei vielen Themen in der Diskussion bei euch. Ich kann einfach nicht eine Liste alphabetisch aufstellen, da ich immer mit Listenwahl rechnen muss. Der eigentliche Punkte, den ich anders sehe, ist aber das Thema "BR darf nicht Werbung für Persönlichkeitswahl machen".


    Hättet ihr gesagt der WV darf das nicht, bin ich zu 100% dabei. Ich bin aber schon der Meinung, dass der BR sich dazu eine Meinung bilden kann und sich öffentlich hinstellen kann nach dem Motto "Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir als aktuell noch amtierender BR würden uns eine Persönlichkeitswahl wünschen aus diesen und jenen Gründen. Uns ist aber bewusstm, dass es leicht zu einer Listenwahl kommen kann."


    Bzw. wo lest ihr denn raus, dass ein Br das nicht dürfte?

    Hey zusammen,


    man merkt, dass bald wieder Wahlen sind, auch an den Themen im Forum :)


    Eine Sache beschäftigt uns als Wahlvorstand nun auch, wie geht ihr denn damit um, wenn eine Kollege Briefwahlunterlagen anfordert, weil er aus Infektionsschutzgründen nicht in Präsenz wählen will?


    Also sprich er ist grundsätzlich am Wahltag schon im Betrieb und daher fallen eigentlich die Gründe der Wahlordnung §24 weg, er hat aber bedenken da er nicht mit so viel Mensch in einen Raum sein will.


    Ich ganz persönlich habe überhaupt keine Schmerzen damit, es dem Kollegen zu ermöglichen, ich gehe nur auch davon aus, dass es rechtlich wackelig sein könnte.

    Wie meine Vorredner bereits ausgeführt haben, nein gesetzliche Regelung nicht aber (Ein)Bringschichten sollten zwingend in einer BV zum Kontibetrieb von eurem BR geregelt sein.


    Bei Kontibetrieb hast du immer einen "Schichtrhythmus" und in diesem fallen dann auch entsprechend die Bringschichten an. Bei uns sind das z.B. 10 Wochen, in unserer Bv ist geregelt, dass die Führungskräfte vor beginn des nächsten Rhythmus die Bringschichten einplanen, es sei denn ein MA wünscht ausdrücklich eine Übertragung in den nächsten Rhythmus (aus welchen Gründen auch immer). Du hast gerade gesagt, dass ihr einen hohen Krankenstand habt, genau deswegen ist das auch wichtig Bringschichten im Vorhinein zu planen. Im Krankenstand, sollte dieser über einen kompletten Rhytmus gehen und die Bringschichten noch nicht eingeplant sein, gelten diese nämlich bei uns als geleistet.


    Schwierig wird es wenn ihr keinen BR habt...

    Ich gehe sogar davon aus, dass rechtlich beide zählen. Irre Theorie wie komme ich also da drauf? Es gibt einfach keinen Grund warum der eine, den anderen Schutz fressen sollte.


    Ich mach mal ein abgefahrenes Beispiel:

    Lieschen Müller dachte, dass sie Ersatz-BRM ist. Sie wurde recht häufig zu Sitzungen eingeladen, da sie auf ihrer Liste die zweite Frau ist und hat auch immer brav teilgenommen. Da sich kurz vor der Wahl der AG nochmal richtig schön mit dem amtierenden BR anlegen will, schaut er sich nochmal die Wahlniederschrift an und stellt fest, dass Lieschen Müller gar nicht hätte geladen werden dürfen, da die Minderheitenquote falsch berechnet war und teilt dies dem BR mit, mit der Maßgabe nichts in Richtung Vergangenheit machen zu wollen, aber ab sofort soll er doch bitte ordnungsgemäß laden und Lieschen wäre dann noch nicht dran.


    Wenn sie daher den Status als BRM verlieren sollte, bleibt ihr immer noch der Status als Wahlbewerberin und daher der sechsmonatige Kündigungsschutz.

    Rauchen ist leider immer wieder ein schwieriges Thema, das sage ich auch als ehemaliger Raucher. Wir haben auch einen Schichtbetrieb in dem die Kollegen grundsätzlich pro Tag Minuten aufbauen, allerdings je nach Schichtsystem unterschiedlich viele. Im normalen 10er oder 15er (also sprich Mo-Fr, 2 oder 3 Schichten) haben die Kollegen einen Aufbau pro Tag von 35 Minuten. Reicht also für die meisten Raucher sich die Arbeitsunterbrechungen raus zu arbeiten, sie haben ja auch noch 30 Min Pause. Selbst da gibt es aber Kollegen die Miese machen =O


    In unseren Kontischichten (Mo-Sa bzw. Mo-So) sieht das anders aus, dadurch, dass sie weniger durchschnittliche Arbeitstage haben, haben sie eine längere "Normalarbeitszeit" pro Tag und bauen im einen Bereich nur 15 min und im anderen nur 5 Min auf. Das reicht bei einigen Rauchern bei weitem nicht. Eine schicke Lösung haben wir da auch nicht, die Kollegen machen dann Zusatzschichten um das zu kompensieren.


    Raucherentwöhnkurse gemeinsam mit einer Krankenkasse muss unser AG auch anbieten, wird aber nicht wirklich angenommen, was aber keine Überraschung ist.

    Ein AG, der gar nicht vorhat, hier irgendwelche krummen Touren zu fahren, hat kein Problem damit, so etwas zu unterschreiben und der Aufwand so etwas zu erstellen hält sich auch in Grenzen.

    Jap genau so läuft es bei seit Jahren. Unsere Rahmen -IT beinhaltet genau das und die stammt aus einer Zeit da hat man an Office 365 noch nicht mal gedacht. In dem Rahmen ist erst mal alles ausgeschlossen an Leistungs- und Verhaltenskontrolle, über Anhänge sind dann zu den unterschiedlichsten Programmen noch die Berechtigungskonzepte und Rollen festgelegt, damit wir auch sehen wer was darf/kann bzw. eben dieses mitbestimmen.

    Sollten Reports gemacht werden müssen, bzw. diese sinnvoll erscheinen (Bestandsüberwachung, Report auf durchlaufzeitenverletzung) ist das beschrieben, getrennt von den direkten Führungskräften und bei Möglichkeit noch anonymisiert.

    Ich schätze mal du willst da hin, ob man davon ausgehen kann, dass man die Änderungen des Betriebsrätemodernisierungsgesetzes so auslegen kann, dass ich noch bei "überwiegend in Präsenz bin" wenn ich die Summe aus Präsenz und Hybridsitzungen ziehe.


    Aber wie meine Vorredner schon ausgeführt haben und ich bei einem Webinar mit Dr. Däubler gelernt habe, nein der Trick funktioniert nicht. Es müssen überwiegend Präsenzsitzungen sein.