Beiträge von nap

    1. Geschäftsleitung informieren-Weisungsbefugnis klären, Arbeitegeber- Ärztl Direktor etc. zum Gespräch in BR einladen-sie sollen informieren, wie die die Struktur in Zukunft aussehen wird. Alles schriftlich niederlegen.Danach Belegschaft per Abteilungsbesprechung/Betriebsversammlung informieren.

    2. Mitarbeiter sollen sofort nach einer solchen Anweisung eine Gefährdungsanzeige (auch Überlastungsanzeige genannt)schreiben, und den AG auf mögliche Konsequenzen hinweisen-dann sind sie zumindest rechtlich aus der Schusslinie. wer mag, kann wg ausschweifendem Ton etc. eine Beschwerde über Chefarzt hinten dran hängen....

    2.Kontakt mit der Leitung der zuständigen Kräfte aufnehmen, diese soll ihren Mitarbeitern klar machen welche Art von selbstherrlichen "Anweisungen" sie eigentlich umsetzen müssen.(siehe oben genannte nicht vorhandene Weisungsbefugnis)

    3. Sofort Gefährdungsbeurteilung einfordern-denn generell sollten diese für alle Arbeitsplätze vorliegen

    Hallo, wir haben für unseren ganzen Betrieb Gefährdungsanzeigen.

    Nennt das von Anfang an lieber so, denn "Überlastungsanzeige" ist kein geschützter Begriff und führt nach unserer Erfahrung dazu, dass sich Mitarbeiter ungern als "überlastet" bezeichnen und dann eben auch zu wenige schreiben.

    Zudem soll sie ja laut Gesetz den Arbeitgeber auf MÖGLICHE Gefahren für Mitarbeiter, Arbeitsmittel, Abläufe und Kunden hinweisen- welche nicht zwangsläufig eintreten müssen-aber die Gefahr besteht eben auf Grund von Unterbesetzung etc..... Deshalb hat sich der Titel bei uns bewährt. Zudem kann der Arbeitgeber keine "unangenehmen" MItarbeitergespräche nach dem Motto"wenn sie sich überlastet fühlen lieber Mitarbeiter-liegt das dann nicht hauptsächlich an Ihnen-ihr Kollege hat ja nichts geschrieben" etc....führen.

    Wir haben für alle Abteilungen Vordrucke erstellt, damit die Mitarbeiter einfach nur noch ankreuzen müssen. Aber eine kleine Mail an den AG-CC an den BR- genügt natürlich auch. Koppelt der Arbeitnehmer noch eine Beschwerde an den Sachverhalt, muss der Arbeitgeber-erkennt er diese Beschwerde an- für Abhilfe sorgen. Der Betriebsrat muss darauf hinwirken, dass der AG dies tut.

    Mit einer Gefahrenanzeige verschafft sich der Mitarbeiter aber seine "Versicherung", dass er -kommt es eben zu einer blöden Situation- den AG darauf hingewießen hat, dass dieser Zustand eintreffen könnte. Also das einzige sinnvolle Mittel sich aus der Haftung und der Abmahn-zone zu nehmen. Der Arbeitgeber kann nicht zustimmen oder ablehnen. Er sollte es als nützlichen Hinweis sehen, denn er kann ja nicht überall vor Ort sein. So sieht das zumindest der Gesetzgeber.

    Unabdingbar und laut Gesetzgeber ist die Gefährdungsanzeige ein MUSS für jeden Mitarbeiter!!! Beschwerde ist freiwillig:)

    PS. Oft ist es ein langer Weg, Mitarbeiter dafür zu sensibilisieren-je nach Branche. Aber durchhhalten ist wichtig.

    Liebe Grüße und viel Erfolg