Beiträge von JoBR

    Hallo zusammen,


    bei uns im Betrieb gibt es gerade eine Diskussion darüber inwiefern der Abbau von Überstunden mit der Inanspruchnahme von Urlaubstagen kombiniert werden darf. In einer Mitteilung schreibt der AG vor, dass zwischen dem Tag/den Tagen an dem/denen (nacheinander) Überstunden abgebaut werden und dem nächsten Urlaubstag der genommen wird, mindestens ein Arbeitstag bzw. ein Wochenende dazwischen liegt. Ein Arbeitszeitnachweis einer Kollegin, die Ihren Urlaub sowohl aus Abbau der Überstunden als auch aus Urlaubstagen kombiniert hat war in diesem Zusammenhang der Stein des Anstoßes.


    Weiß jemand von euch, ob es dazu eine gesetzliche Regelung gibt bzw. würde mich interessieren, ob es dazu in euren Betrieben eine Regelung gibt und wie diese ausgestaltet ist.

    Vielen Dank für eure Rückmeldungen.

    Hallo zusammen!


    Bei uns im Betrieb könnte es in den nächsten Wochen zu einer ordentlichen Kündigung einer Mitarbeiterin aufgrund einer unzulässigen Nebentätigkeit kommen. Der Sachverhalt muss allerdings erst noch eindeutiger geklärt werden. Nichtsdestoweniger wären für meine Betriebsratskolleg:innen und mich die Gründe für die Kündigung nachvollziehbar, da die Kollegin schlichtweg einige Versäumnisse in Bezug auf ihre Nebentätigkeit zu verantworten hat.

    Nun stellt sich für uns die Frage, ob wir bei einer möglichen ordentlichen Kündigung - im Sinne der Kollegin - grundsätzlich widersprechen oder "nur" unser Bedenken äußern sollten. Die Schwierigkeit liegt eben darin, dass selbst wir als Betriebsrat gegebenenfalls die Kündigung als rechtmäßig erachten, wir uns aber auch nicht gegen die Kollegin stellen wollen. Versteht ihr, was ich meine?

    Mich würden einfach eure Einschätzungen dazu interessieren. Vielen Dank für eure Antworten!

    JoBR

    Hallo zusammen,


    es gibt das Thema in einer ähnlichen Form bereits im Bereich SBV, da es sich in diesem Fall aber nicht um eine:n Bewerber:in mit einer SB handelt, habe ich ein neues Thema aufgemacht.


    Es geht darum, dass sich in unserem Betrieb eine ehemalige Kollegin beworben hat, die bis vor einen halben Jahr noch bei uns gearbeitet hat und sich zum damaligen Zeitpunkt umorientieren wollte. Nun möchte sie wieder zurück. Sie hat sich bereits auf einige Stunden einer ausgeschriebenen Stelle beworben, die sich in einem anderen Bereich des Betriebs befindet. Die fachlichen Qualifikationen erfüllt sie. Der AG hat auf die Bewerbung bis dato noch nicht reagiert bzw. zieht er in Erwägung die Bewerbung "aus persönlichen Gründen" abzulehnen, da der Abschied vor einigen Monaten nicht so glücklich gelaufen sei und er nun (persönliche/zwischenmenschliche) Vorbehalte gegen die Ex-Mitarbeitende hat.


    Reichen diese Vorbehalte des AGs aus, um eine Bewerbung abzulehnen, und wenn ja, müssen diese eure Meinung nach begründet werden?

    Vielen Dank für Eure Antworten!

    Vielen Dank für eure Beiträge. :)


    Inzwischen konnte ich die Begründung des AG in Erfahrung bringen. In dem Bereich/Team in dem die Kollegin arbeitet ist derzeit eine Teilzeitstelle (15 Stunden) vakant. Sobald diese wieder besetzt sein wird, könne über die Stundenreduzierung der Kollegin entschieden werden.


    Was meint ihr zu dieser Begründung?

    Hallo zusammen.


    Ich hol das Thema nochmal hoch, weil meine Frage in eine ähnliche Richtung geht.

    Eine Kollegin, die bereits in Teilzeit bei uns arbeitet, hat bei unserem AG eine weitere Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit beantragt. Dabei handelt es sich lediglich um 2 Stunden, die sie weniger arbeiten möchte. Der AG hat den Antrag nun erst einmal abgelehnt. Im Teilzeit- und Befristungsgesetz (§8) habe ich dazu gefunden, dass "betriebsbedingte Gründe" eine Ablehnung seitens des AG rechtfertigen. Diese liegen nach Meinung der Kollegin und nach Einschätzung des BR nicht vor.

    Wie würdet ihr nun weiter vorgehen?

    Ich freue mich auf eure Tipps und Ratschläge, und bedanke mich schon mal recht herzlich im Voraus.

    Hallo zusammen,


    auch bei uns wird derzeit an einer BV zum Thema "Home-Office" gearbeitet. "Home-Office" wird sich dabei wohl als "Mobile-Office" oder "Mobiles Arbeiten" in den eigenen vier Wänden definieren, und die ArbStättV somit nicht zum Tragen kommen. Nichtsdestoweniger möchte die GF in die BV einen Passus aufnehmen, der die MA quasi in die Pflicht nimmt eigenständig einen Büroarbeitsplatz zu schaffen, der dem Arbeitsschutzgesetz entspricht. Dass der MA die Pflicht hat am Arbeitsschutz mitzuwirken ist uns klar, aber kann der AG auch eine solche Verpflichtung aussprechen, im Sinne von: "Wenn Du nur Sitzsäcke und keinen Tisch Zuhause hast, aber von Zuhause aus arbeiten möchtest, dann kauf Dir bitte einen anständigen Tisch und einen Bürostuhl."


    Was meint ihr dazu?

    Hallo zusammen,


    die Geschäftsführung ist an uns als BR mit folgendem Vorhaben herangetreten:

    In den letzten Jahren (ich bin seit 9 Jahren im Betrieb) wurde seitens der Geschäftsführung in jedem Rundschreiben (Mitteilung an alle Mitarbeitenden), das im Januar/Februar verschickt wurde angekündigt, dass alle Mitarbeitenden am Nachmittag des Faschingsdienstag von der Arbeit freigestellt werden. Unser Betrieb befindet sich in einer Region in Bayern, in der an diesem Tag Faschings-/Karnevalveranstaltungen stattfinden. Der halbe Arbeitstag wurde den Kolleg*innen quasi jedes Jahr aufs Neue "geschenkt". Vertraglich oder mit einer Betriebsvereinbarung ist diesbezüglich nichts geregelt. Die Formulierung in den Rundschreiben lautete in etwa immer so: "Dieses Jahr werden alle MA ab Mittag am Faschingsdienstag freigestellt". Einerseits ohne konkreten Hinweis darauf, dass es nächstes Jahr oder in Zukunft auch wieder so sein wird, andererseits auch nicht, dass das explizit nur für dieses Jahr gilt. Dennoch war es in den letzten Jahren immer so. Jetzt stellt sich die Frage, ob sich daraus eine betriebliche Übung ergibt. Da in Bayern sowohl die Faschingsferien als auch alle Faschingsveranstaltungen ausfallen werden, erachtet es die Geschäftsführung als unverhältnismäßig den Mitarbeitenden den halben Tag trotzdem zu schenken. Selbstverständlich aus wirtschaftlichen Gründen, aber auch aus moralischen Gesichtspunkten, wenn an der Tür der Zettel hängt "Am Faschingsdienstagnachmittag geschlossen", obwohl es ja eigentlich gar keinen Fasching gibt dieses Jahr. Falls es sich aber um eine betriebliche Übung handeln sollte, "muss" die Geschäftsführung dann frei geben? Ich hoffe die Problematik ist klar geworden.


    Was meint ihr dazu?


    Vielen Dank für eure Antworten!

    JoBR

    Ja, leider sind wir mit dieser Problematik auch immer wieder mal konfrontiert. Die Probleme werden gegenüber dem Betriebsrat zwar geäußert, die Kolleg*innen wollen dann aber anonym bleiben bzw. wird kein konkreter Auftrag formuliert. Dennoch spürt man als Vertretung der Mitarbeitenden irgendwie den Impuls irgendetwas tun zu wollen. Aber wie bereits in einem der Beiträge hier geschrieben wurde, sind ja die Teamleitungen genauso schützenswert. Eine Betriebsrats-Kollegin ist an den den Kolleg*innen aus dem Bereich, der offensichtlich Schwierigkeiten mit der Teamleitung hat, relativ nahe dran. Sie wird sich mal umhören, ob nicht doch ein*e Kolleg*in bereit ist ein konkretes Anliegen an den Betriebsrat zu formulieren.

    Hallo zusammen,


    hier mal eine eher allgemeine Frage. Wie würdet ihr als Betriebsrat vorgehen, wenn ihr über den "Flurfunk" also nur informell von Kolleg*innen eines bestimmten Teams bzw. einer bestimmten Abteilung im Betrieb regelmäßig die Unzufriedenheit über die Teamleitung bzw. die Abteilungsleitung mitbekommt, aber von den betroffenen Kolleg*innen kein konkreter Auftrag an euch gerichtet wird. Die Kolleg*innen scheuen sich trotz der gebotenen Vertraulichkeit gewissermaßen davor den Kontakt zu uns zu suchen. Würdet ihr von euch aus initiativ reagieren und auf das Team zugehen, auch wenn klar sein sollte, dass die Unterstützung seitens des Betriebsrats ja grundsätzlich gegeben ist.

    Mich würde einfach eure Meinung dazu interessieren und ich freue mich über eure Antworten.

    Viele Grüße

    JoBR

    Guten Abend zusammen!

    In unserem Betrieb gibt es gerade folgende Situation: Die Geschäftsführung hat zum Jahresende 2017 zwei Kollegen_innen wegen guter wirtschaftlicher Lage unbefristet eingestellt. Die Stundenkontingente werden teilweise durch Projekte/Aufträge frei finanziert und müssen sich selbst tragen. Nun stellte sich allerdings heraus, dass die Finanzen bzw. die Auftragslage doch nicht so gut stehen, wie gedacht, und mindestens einem_r der beiden genannten Kollegen_innen soll nun während der Probezeit gekündigt bzw. Stunden gekürzt werden. Die Geschäftsführung hat schlichtweg schlecht/falsch kalkuliert. Bei uns gibt es so genannte "Hausverträge", die jeder AN mit der Geschäftsführung selbst aushandelt. Es gilt die normale Probezeit von 6 Monaten.

    Muss grundsätzlich auch in diesem Fall - sprich während der Probezeit - der BR vor einer Kündigung angehört werden? Wenn ja, gibt es dafür festgeschriebene Fristen? Falls die Geschäftsführung die Frist verstreichen lässt, ist die Kündigung damit nichtig?

    Kennt jemand von euch ähnliche Fälle?

    Gibt es in diesem Zusammenhang eurer Meinung nach seitens des BR eine Möglichkeit die beiden Kollegen_innen zu unterstützen bzw. eine rechtliche Grundlage um eine solche Kündigung abzuwenden?

    Ich weiß, dass das jetzt viele Fragen auf einmal sind, und der Fall vielleicht sehr speziell ist, dennoch hoffe ich, dass der_die ein oder andere von Euch die ein oder andere Idee dazu hat, damit wir die Kollegen_innen nicht im Regen stehen lassen müssen.

    Vielen herzlichen Dank!

    JoBR

    Hallo zusammen!

    Da ich kein neues Thema eröffnen wollte, schreibe ich meine Anfrage zum Thema Gehaltserhöhung einfach hier dazu.

    Folgendes: In unserem Team haben alle Mitarbeitenden Hausverträge, die alle mit der Geschäftsführung individuell geschlossen wurden, d.h. es gibt kein Tarifvertragssystem. Ich als Betriebsratsmitglied bin Teil dieses Teams. Von einem Kollegen ist mir nun zu Ohren gekommen, dass er von der Geschäftsführung eine Erhöhung seines Lohns bekommen hat. Dies wurde im gleichen Zug auch der Teamleitung (lediglich leitende Funktion, kein leitender Angestellter!) mitgeteilt. Meine Frage ist nun: Inwieweit darf/kann/muss die Geschäftsführung die Teamleitung über die Lohnverhältnisse des Teams in Kenntnis setzen? Gilt in diesem Zusammenhang nicht Verschwiegenheit über die Vertragsdetails der einzelnen Mitarbeitenden?

    Vielen Dank für Eure Antworten!
    Herzliche Grüße!

    Liebe BR-Kolleginnen und Kollegen,

    bei uns im Betrieb ist eine Stelle (Team A) intern ausgeschrieben. Die Frist läuft noch bis einschl. 23.10. Jetzt hat bereits eine Mitarbeiterinnen (Team B) nicht nur ihr Interesse an der Stelle bekundet, sondern "inoffiziell" bereits die Zusage von Team A dafür bekommen. Die Geschäftsführung will nun schnell alles über die Bühne bringen und somit auch nicht die vorher festgelegte Frist abwarten, "im Sinne der Mitarbeiterin". Zumal für die wiederum frei werdende Stelle in Team B eine interne Interessentin da ist.

    Könnt ihr mir folgen?

    Wenn ja, was meint ihr dazu?

    Muss die interne Frist eingehalten werden, auch wenn sich bereits eine Lösung gefunden hat?

    Zusätzlich: Noch irgendeine Idee, wie man inoffizielles, internes Vergeben von Stellen im Vorfeld vermeiden bzw. transparenter gestalten kann? Auch wenn diese vermeintlich im Sinne der Belegschaft bzw. der einzelnen Mitarbeitenden sind?

    Hoffentlich kann jemand mit der Anfrage etwas anfangen.

    Besten Dank!!!

    JoBR

    Nachtrag:

    Laut Geschäftsführung gilt das Bundesurlaubsgesetz lediglich für den gesetzlich vorgeschriebenen Mindesturlaub (bei uns 20 Tage). Die 10 zusätzlich gewährten Tage Erholungsurlaub werden durch den oben erwähnten Passus im Haus-Arbeitsvertrag so eindeutig geregelt, dass diese von den Bestimmungen des BUrlG ausgenommen sind, und somit auch bei Krankheit des MA verfallen. Das würde genau dem entsprechen, was "erco" hier bereits geschrieben hat.

    Dann war ich mit meiner Vermutung ja auf dem richtigen Weg.

    Wir haben im Gremium auch schon darüber gesprochen und waren uns einig, dass das so nicht geht. Jetzt steht erstmal ein Termin mit der Geschäftsführung an, in dem das weitere Vorgehen besprochen wird.

    Vielen herzlichen Dank an alle, die so fundiert geantwortet haben!

    MfG JoBR

    Liebe BR-Kolleginnen und Kollegen,

    die Anzahl der Urlaubstage wird bei einigen Mitarbeitenden in unserem Betrieb ab 1.1.15 auf 30 Tage angehoben.

    Nun hat jede/r MA eine entsprechende Ergänzung zum Arbeitsvertrag erhalten, welche mit Unterschrift zur Bestätigung des Ganzen wieder zurück an die Geschäftsführung soll.

    Folgende Passage ist mir dabei aufgefallen:

    […]

    „Dieser Urlaubsanspruch verfällt spätestens mit Ablauf des Kalenderjahres. Das gilt auch dann, wenn der Mitarbeiter den Urlaub aus von ihm nicht zu vertretenden Gründen nicht nehmen kann, z.B. weil er während des Urlaubsjahres arbeitsunfähig erkrankt ist. Das Urlaubsjahr ist das Kalenderjahr.“

    […]

    Im Netz habe ich nun schon einiges darüber gefunden, dass wegen Krankheit oder betrieblicher Belange der Urlaubsanspruch bis mindestens März des Folgejahres aufrecht erhalten werden muss.

    Gehe ich somit recht in der Annahme, dass der oben zitierte Satz aus der Ergänzung zu den Verträgen nicht rechtens ist? Oder kann bei Hausverträgen der Arbeitgeber dies einfach so festlegen?

    Ich bedanke mich bereits im Voraus für Eure Beiträge!

    MfG JoBR

    Liebe Forummitglieder,

    in der vergangenen Woche gab es bei uns im Betrieb die unglückliche Situation, dass alle Betriebsratsmitglieder verhindert, sprich im Urlaub waren.

    Ein Kollege hat mir nun die Frage gestellt, was denn gewesen wäre, wenn "akut" ein Betriebsrat verfügbar hätte sein müssen. Einfach als Ansprechpartner. Es geht dabei nicht um eine BR-Sitzung oder Ähnliches.

    Gibt es so etwas wie eine Anwesenheitspflicht für den Betriebsrat, bzw. muss immer ein Gremiummitglied verfügbar sein? Kann/Muss in solchen Fällen auch ein Ersatzmitglied die Aufgaben übernehmen?

    Ich bedanke mich für Eure Antworten und verbleibe

    mit freundlichen Grüßen

    JoBR