Beiträge von xyz22

    Bei der letzten Wahl hatten wir über 40 Kandidaten und die Stimmzettel wurden getackert oder geklebt, diesmal gab es den Stimmzettel einfach in A3. Es sollte halt auch alles gut lesbar sein ;)

    Und grade bei Projektbezogener Aufgabenverteilung muss der Arbeitgeber sein Personal planen. Immerhin stellt er die Arbeitszeit dem Kunden in Rechnung. Muss also jede Aufgabe mit Arbeitszeit hinterlegen.


    Wir arbeiten in der Serienfertigung, während die Produzierenden Bereiche ihren Personalbedarf ganz gut kalkulieren können, ist die bei den Supportabteilungen immer schwieriger.


    Wenn dein Arbeitgeber es quasi dir überlässt, den Mangel an Zeit gegenüber den Kunden zu erklären, macht er es sich recht einfach. Grundsätzlich hat der Arbeitgeber bei deinem Arbeitsvolumen deine BR-Tätigkeit zu berücksichtigen.


    Mein alter Chef versuchte mal mir mehr Aufgaben zu erteilen (hier sah es in meinen Augen danach aus, dass ich die Aufgaben einer Kollegin mit übernehmen sollte, die er nicht leiden konnte.) Ich sagte ihm, dass ich zwar prinzipiell noch Kapazitäten hatte, aber halt auch meinem Ehrenämtern nachkommen muss. Er fragte erstaunt, was für Ehrenämter? Ich nur BR, KBR und Wirtschaftsausschuss. Die Frage kam nie wieder. Allerdings ist es bei uns üblich und so auch vom Arbeitgeber gelebt, dass den BR-Mitgliedern keine Steine in den Weg gelegt werden. Hatten wir zwar auch mal, aber die Zeiten sind vorbei.

    Da gebe ich dir prinzipiell recht. Trotz alledem sollte man die angelaufene Wahl zumindest wahrnehmen. Sonst gibt es ggf. keine Veränderung. Die neue BR-Wahl müsste ja auch erst einmal angefochten werden .....

    Falls dies erfolgen sollte, muss man dann die weiteren Schritte gehen.

    Wenn ich dich richtig verstehe, gibt es einen aktuellen Wahlvorstand? Und es gab aber in diesem Jahr noch keine Wahlen.

    Somit wären zumindest die Neuwahlen eingeleitet. Den jetzigen BR aus Amt und Würden zu entfernen, macht ja keinen Sinn. Den gibt es so oder so bald nicht mehr. Also auf in den Kampf und eine Liste mit guten Kandidaten aufstellen. Vom Nichtstun ändert sich nichts.

    Ich würde nochmals Kontakt mit der Gewerkschaft aufnehmen. Auch dieser sollte klar sein, dass nur mit neuen Kandidaten sich im BR etwas ändern kann. Hier hilft ggf. reden und mit guten Argumenten überzeugen.

    Was die Kollegen angeht, gern auch das Argument bringen: Jetzt ist die Gelegenheit, einen besseren BR auf die Beine zu stellen.

    Über die Fehler der Vergangenheit zu lamentieren bringt bekanntlicherweise nichts. Bei der Werbung um Kandidaten sucht euch Leute aus, die klar denken können. Es hilft nichts, nur zu meckern. BR-Arbeit ist oft anstrengend und meist läuft es auf Kompromisse heraus. Ich drücke dir und deinem Kollegen die Daumen.

    Für mich stand da eher im Hintergrund, dass , wenn ich einen 150 km entfernten Standort habe, ich dort vor Ort ein Wahlbüro und/oder ggf. einen Wahlbriefkasten hätte und das Büro zu bestimmten Zeiten besetzen würde/ den Briefkasten zu vorgegeben Zeiten leeren würde. Ich weiß nicht wie groß der Standort ist, aber ich persönlich würde den Zugang zur Wahl so einfach wie möglich gestalten. In diesem Falle wären, meiner Meinung, nach die Kosten vom Arbeitgeber zu tragen.

    Prinzipiell hat er kein Anrecht, aber Fragen kostet erstmal nichts.

    Und der Wahlvorstand hätte wahrscheinlich eher das Recht, die Kosten erstattet zu bekommen, wenn er die Liste einsammelt.

    Bei Standorten in dieser Entfernung und gemeinsamer Wahl, hätte ich den Wahlvorstand so aufgestellt.

    Die Neue Regelung mit den Videokonferenzen gibt es ja hauptsächlich, weil Corona gezeigt hat, dass es geht. Vorher hätte das neue Mitglied zu jeder Sitzung anreisen müssen.

    Ich bin auch im KBR tätig, und ganz ehrlich, ich freue mich auf unsere Präsenzsitzungen, denn das persönliche Treffen wird durch die Online-Treffen nicht wirklich gut ersetzt. Wir haben zwar jetzt einen deutlich schnelleren Austausch aber der persönliche Kontakt fehlt halt.


    Für das BR-Mitglied im Home-Office gebe ich da nur unseren aktuellen Spruch, wenn BR-Arbeit mal nicht so schön ist "Ja, auch das ist BR-Arbeit"

    Ist es denn wirklich so schwer, sich zu treffen?

    Haben alle vergessen, dass die Videokonferenz die Ausnahme und nicht die Regel sein soll?

    Dass es einer Geschäftsordnung bedarf, um sie überhaupt per Videokonferenz stattfinden zu lassen und nicht nur eines Beschlusses?


    Betriebsverfassungsgesetz
    § 30 Betriebsratssitzungen

    (1) Die Sitzungen des Betriebsrats finden in der Regel während der Arbeitszeit statt. Der Betriebsrat hat bei der Ansetzung von Betriebsratssitzungen auf die betrieblichen Notwendigkeiten Rücksicht zu nehmen. Der Arbeitgeber ist vom Zeitpunkt der Sitzung vorher zu verständigen. Die Sitzungen des Betriebsrats sind nicht öffentlich. Sie finden als Präsenzsitzung statt.
    (2) Abweichend von Absatz 1 Satz 5 kann die Teilnahme an einer Betriebsratssitzung mittels Video- und Telefonkonferenz erfolgen, wenn
    1.die Voraussetzungen für eine solche Teilnahme in der Geschäftsordnung unter Sicherung des Vorrangs der Präsenzsitzung festgelegt sind,
    2.nicht mindestens ein Viertel der Mitglieder des Betriebsrats binnen einer von dem Vorsitzenden zu bestimmenden Frist diesem gegenüber widerspricht und
    3.sichergestellt ist, dass Dritte vom Inhalt der Sitzung keine Kenntnis nehmen können.
    Eine Aufzeichnung der Sitzung ist unzulässig.
    (3) Erfolgt die Betriebsratssitzung mit der zusätzlichen Möglichkeit der Teilnahme mittels Video- und Telefonkonferenz, gilt auch eine Teilnahme vor Ort als erforderlich.


    Fettung von mir.

    Nein, beim Mein IFB. Dort zumindest hatte ich Zugriff, wobei das natürlich auch am Seminarbesuch gelegen haben könnte.


    Habe grade nachgeschaut, es scheint wirklich am Seminarbesuch zu hängen. Eigentlich Schade.

    Wenn eine Liste bis Freitag kommt, kannst du keine Frist verlängern.


    Wenn eine Liste kommt, und neun sind drauf und neun müssen gewählt werden, dann gibt es einen 9er BR, es sei denn, dass einer der 9 Kandidaten keine Stimme bekommt.

    Nein, wenn der Kandidat nicht reagiert, wäre er nach meiner Meinung draußen, die Liste aber gültig.


    Es gibt hier übrigens eine gute Hotline, die Fragen beantwortet. Ist zwar ausdrücklich keine Rechtsberatung, aber wahrscheinlich auch noch mal etwas sicherer als unsere Laienmeinung. Nichts gegen die kompetenten Meinungsäußerungen der lieben Kollegen im Forum.

    Ich gebe mal zu bedenken:

    Das Ende der Arbeitszeit der Mitarbeiterin wird über das Ausloggen aus dem Remotemodus erfasst. Wie beginnt denn eigentlich ihre Arbeitszeit? Erst dann, wenn sie sich im Remote eingeloggt hat? Prinzipiell gehört das Hochfahren und Anmelden am Rechner schon zur Arbeitszeit genauso so wie das Ausloggen und abschalten des Rechners. Ich würde hier viel eher ein Problem sehen. Wenn der Arbeitgeber die Kollegin volle 6 Stunden am Rechner haben will, funktioniert das nicht! Hier sollte man mit der Lösung beginnen: 5 Minuten Anmeldezeit und 5 Minuten um alles runterzufahren. Die Kollegin hat sich so nach 5 Stunden und 50 Minuten effektiver Zeit am Rechner auszuloggen. Und bekommt die vollen 6 Stunden bezahlt. Es gibt keine Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz und sie macht keine Minusstunden. Auch im Homeoffice muss ich den Rechner anschalten etc.

    Rechtlich gesehen ist Rüstzeit auch Arbeitszeit. Dass heißt, meine Arbeit beginnt mit dem starten des PC's und endet wenn die Kiste aus ist (Da ich meinen Laptop wegräumen soll, wenn er aus ist). (Auf Arbeit gehört bei uns der Weg von der Stechuhr, die dem Arbeitsplatz am nächsten liegt; auch noch dazu.)


    Ich weiß, dass Arbeitgeber es oft anders sehen, aber was kann ich dafür, wenn er mir so eine lahme Gurke gibt?


    Also Die Zeiten anders erfassen. Die Sache mit der App finde ich gut, aber hier könnte man auch wirklich Pufferzeiten für das runterfahren einräumen.

    Sorry mumpel, die Wahrscheinlichkeit, dass so eine Wahl platzen könnte, weil das Ergebnis nicht passt, ist einfach zu groß, um eine Gesetzesvorgabe einfach zu ignorieren.

    Nur weil die Digitalisierung existiert, muss es trotzdem rechtskonform sein. Vielleicht kannst du in 4 oder in 8 Jahren digital unterschreiben. Aktuell aber nicht.


    Und als BR möchte ich viele Dinge nicht einfach locker nehmen, grade was die Digitalisierung betrifft, aber das ist ein anderes Thema.

    Bei uns gibt es bereits etwas ähnliches:

    Umsetzung erfolgt so:

    Im Outlook gibt es einen Button "Report Phish". Falls man eine Phishing-Mail vermutet klickt man drauf. Ganz generell.

    Ist es eine Test-Mail öffnet sich ein Fenster und die IT teilt mit, dass es eine Test-Mail war und bedankt sich für das melden. Öffnet man die Mail, bekommt man einen Antwort, dass es eine Phishing-Mail war und man wird zu einer kleinen Schulung eingeladen.

    Es gibt keine Meldung an Vorgesetzte etc. wer wie reagiert hat, es wird nur gezählt, wie viele es insgesamt waren.

    Nachdem es doch erschreckend viele waren, gab es dann nochmals für alle die Einladung zu den Schulungen.

    Wenn man gar nicht reagiert und die Mail einfach löscht, passiert auch nichts :)