Beiträge von xyz22

    Ganz ehrlich, wenn ein BR-Mitglied an seinen freien Tag entscheidet, ich habe einen privaten Termin und kann nicht an der Sitzung teilnehmen, dann ist das erstmal so. Das hier ein Nebenjob der Hintergrund ist und nicht das Kaffeekränzchen mit der Erbtante oder ein wichtiger Arzttermin spielt doch nicht wirklich eine Rolle. Hier wird der BRV auch kaum prüfen können, ob es sich um einen wirklichen Verhinderungsgrund handelt.

    Und woher weißt du, dass sie sich vor der Arbeit drückt?


    Und ja, es ist nicht immer leicht, sich freizustellen. Aber nur weil ich nicht freistelle und ein anderer stellt sich frei, heißt das ja nicht, dass der andere sich vor der Arbeit drückt.

    Wenn das Büro gemeinsam von BR und SBV genutzt werden MUSS, dann ja. Wenn der Arbeitgeber der SBV einen eigenen Raum stellen kann, dann gibt es auch keine gemeinsame Nutzung.


    Unsere SBV hat einen eigenen Laptop und einen abschließbaren Schrank in einem der Besprechungsräume. Dieser ist für bestimmte Zeiten für die SBV gebucht. Hat sich bewährt.

    Allerdings möchte der Mitarbeiter ja arbeiten und der Arbeitgeber nimmt die Arbeit nicht an. Bei der Dienstplangestaltung kann man darauf auch Rücksicht nehmen und hier seid ihr in der Mitbestimmung.

    Ihr benötigt also für einen abstimmungsfähigen Dienstplan eine Übersicht mit den Startzeitkonten, der geplanten Arbeitszeit innerhalb des Ausgleichszeitraums und den voraussichtlichen Zeitkonten zum Ende des Ausgleichszeitraumes. Hier könnt ihr drauf achten, dass die Mitarbeiter so eingesetzt werden, dass sie auf ihr Soll kommen. Kann der Arbeitgeber sie nicht entsprechend einsetzen, so sollte das zu seinen Lasten gehen und nicht zu Lasten des Mitarbeiters.


    Ich kenne das aus der Schichtplangestaltung bei 20 und 21 Schichten in meinem Betrieb. Bei uns wurde drauf geachtet, dass alle Mitarbeiter die gleichen Soll-Tage haben (Vergleich waren die Mitarbeiter in Normal-Schicht) In 21- und 20- Schichtsystemen unterscheidet sich ja die Lage der Feiertage. Einige haben mehr Arbeitstage, andere weniger. Da bei uns alle Gehalt bekommen konnten wir durchsetzen, das die Mehr-Tage nach einem Jahr auf das Zeitkonto kamen und die Minus-Tage der Arbeitgeber trug. Ist zwar ein erhöhter Aufwand der Prüfung, zumal bei uns die Schichtsysteme auch innerhalb des Jahres wechseln können, aber die Mitarbeiter waren zufriedener.

    erco

    Man nicht, aber ihr als BR. Das unterliegt nicht eurer Zustimmung.

    Stimmt, wir müssen nicht zustimmen, aber zur Änderungskündigung müssen wir angehört werden

    BAG , Urteil vom 12.08.2010 - Aktenzeichen 2 AZR 945/08 (Vorinstanz: LAG Berlin-Brandenburg vom 29.05.2008 - Aktenzeichen 20 Sa 1594/07; ) (Vorinstanz: ArbG Berlin vom 29.06.2007 - Aktenzeichen 54 Ca 21541/06; )
    Amtliche Leitsätze: Orientierungssätze: 1. Bei einer Änderungskündigung hat der Arbeitgeber dem Betriebsrat sowohl die Gründe für die Änderung der Arbeitsbedingungen als auch das Änderungsangebot mitzuteilen. Dabei muss er nur die Umstände mitteilen, die seinen Kündigungsentschluss tatsächlich bestimmt haben. Das gilt auch für das Erfordernis einer sozialen Auswahl.


    BAG: Betriebsratsanhörung bei Änderungskündigung:
    BAG , Urteil  vom 12.08.2010 - Aktenzeichen 2 AZR 945/08 (Vorinstanz: LAG Berlin-Brandenburg vom 29.05.2008 - Aktenzeichen 20 Sa 1594/07; ) (Vorinstanz: ArbG…
    betriebs-berater.ruw.de

    erco

    Wieso ist man bei einer Änderungskündigung raus?


    Juddel


    Wie viele betrifft es denn, wie sehen die Stellenbeschreibungen aus und wie sieht die Personalplanung aus.

    Redet mit den Betroffenen, wie ihnen der Sachverhalt geschildert wurde.

    Vorgesetzter: wir wollen dich auf die Nacharbeitsposition versetzen, machst du ja auch schon, bleibt dann alles beim Alten, ist nur eine Formalie aber wenn du nicht willst, dann muss ich dich in Zukunft auch dort und dort einsetzen. Da gibt es plötzlich ganz viele Freiwillige.

    Eule


    Verstehe ich das richtig

    Es handelt sich um Einbringschichten, die benötigt werden, um auf die durchschnittliche Arbeitszeit zu kommen?

    Unter Rufbereitschaft ist bei uns im Betrieb etwas anderes definiert.


    Ich kenne das aus einem Seminar. Die Kollegen dort hatten für solche Springerschichten eine BV, die, zumindest in meinen Augen, nicht schlecht war. Die Mitarbeiter mussten 1 Stunde vor bis eine Stunde nach Schichtwechsel zu Hause bereitstehen. Bei kurzfristigen Ausfällen wurden sie telefonisch informiert und mussten auf Arbeit kommen, ansonsten hatten sie an diesen Tagen bezahlt frei. Die Tage und die Schichten für diese "Abrufschichten" waren im voraus definiert.

    Vielleicht wäre ja das ein Ansatz.

    Die Wartestunden wurden, wenn ich mich recht erinnere, auch vergütet

    Also zwei bis 2,5 Stunden sind bei uns auch eher die Regel. Üblicherweise spricht die Geschäftsleitung als 2. und hat meist den längsten Part, wenn sie nicht von der Gewerkschaft übertroffen wird. Abschließend ist dann der BR nochmals dran.


    Im Part der Geschäftsleitung ist aber auch alles von AG-Seite drin; Arbeitsschutz, Qualität und Aktuelles Geschäft und dazu dann noch die Zukunftsprognosen und anstehende Termine.

    Fragen wir uns doch mal, was will man mit der Rechtsvorschrift erreichen:


    die rechtzeitige Ladung mit Tagesordnung wird gefordert, damit sich jedes BR-Mitglied auf die Sitzung vorbereiten kann.


    Wenn ich in der Sitzung einen neuen TOP mit Beschluss aufnehmen möchte haben die anwesenden BR-Mitglieder keine Möglichkeit sich vorzubereiten. Darum reicht es auch, wenn einer die Hand hebt und sagt: " nee, machen wir beim nächsten Mal"


    Ich kann mich an Zeiten erinnern, da war die Änderung nur möglich, wenn alle geladenen auch da waren. Und immer einstimmig.

    Kann mir irgendjemand endlich einmal den Paragraphen zeigen, in dem steht, dass ich, bei Listenwahl, nur noch so stimmen kann, wie die Liste abstimmt. Und wo steht geschrieben, dass auf den zur Wahl stehenden Listen für den BR-Ausschuss nur Mitglieder einer Liste stehen?.

    Ich dachte immer, dass ich im BR nach bestem Wissen und Gewissen für die Arbeitnehmer im Betrieb arbeite und nicht nach Listen- und / oder Gewerkschaftsmeinung.

    Und wenn ihr Teams und andere Software aus der Office-Familie einsetzt, empfehle ich dringend eine entsprechende BV.

    naja es wird sich ja jeder sicher selbst wählen, bzw. falls es Listenwahl ist wird ja jede Liste Stimmen haben.

    So muss sich zumindest keiner sorgen nicht gewählt zu werden.

    Nur 7 Kandidaten ist allerdings mager für ein 7er Gremium da ist man schnell mal nicht beschlussfähig.

    mmmh. Hatten wir schon. Bewerberin ist weder zur Wahl erschienen noch hat sie Briefwahl angefordert. Wir hatten Personenwahl.

    Es gibt nichts was es nicht gibt

    Ihr könnt zwar einen Ausschuss gründen, dieser kann aber nur vorbereiten. Er darf keine Beschlüsse fassen, dafür bedarf es dann einer Sitzung des ganzen Gremiums. Ausschüsse, die eigenständig Beschlüsse fassen dürfen gibt es erst ab 9 BR-Mitgliedern.


    Euch wird wahrscheinlich eine BV helfen, in der ganz klar geregelt wird, was an spontanen Dienstplanänderungen möglich sein darf.