Beiträge von xyz22

    Soweit ich weiß kann man den Wahlvorstand nur in Präsenz wählen oder ihn vom Gericht einsetzen lassen:


    Bestellung des Wahlvorstands in Betrieben ohne Betriebsrat

    • Der Gesamtbetriebsrat (oder der Konzernbetriebsrat, falls kein Gesamtbetriebsrat existiert) bestellt den Wahlvorstand durch Beschluss

    • Gibt es weder einen Gesamtbetriebsrat noch einen Konzernbetriebsrat oder bleiben Gesamtbetriebsrat oder Konzernbetriebsrat untätig,
      • kann der Wahlvorstand auf einer Betriebsversammlung gewählt werden. Zu dieser Wahlversammlung können mindestens 3 wahlberechtigte Arbeitnehmer des Betriebs einladen oder eine im Betrieb vertretene Gewerkschaft
      • Findet trotz Einladung eine Betriebsversammlung nicht statt, oder wählt die Betriebsversammlung keinen Wahlvorstand, so kann dieser vom Arbeitsgericht bestellt werden, wenn mindestens 3 wahlberechtigte Arbeitnehmer oder eine im Betrieb vertretene Gewerkschaft einen entsprechenden Antrag gestellt haben

      Wie viele Mitarbeiter seid ihr denn? Bei unter 100 fangen nach der Wahl sofort Fristen an zu laufen, da drüber könnt ihr das normale Wahlverfahren starten und euch auch vorher schulen lassen.

    Konkret starten wir das aktuell bei KBVen. Die werden im Intranet veröffentlicht. Gestartet hat bei uns übrigens der Arbeitgeber, der den neuen Verhaltenscodex mit entsprechenden Beispielen gestaltet hat. Die Idee fanden wir gut und haben jetzt zumindest bei komplexen BVen ähnliches vor.

    Aus diesem Grund beginnen wir mit FAQ Listen zu arbeiten. Nur weil all die an der BV gearbeitet haben es gleich verstehen, heißt das noch lange nicht, das alle die BV verstehen.

    Genügend Arbeitsplätze sind da?


    Ansonsten alle Arbeitnehmer am gleichen Tag ins Büro. Hat bei einem Arbeitgeber im Bekanntenkreis dazu geführt, dass er umdenken musste. Die Leute hatten schlicht und ergreifend keinen Platz, um zu arbeiten.

    Und unser AG kann von Glück reden das alle Arbeitsrechtsanwälte in unserer Gegend

    kaum noch Resursen frei haben.

    Nun, dann halt es weiter schauen. Ihr werdet bestimmt einen Anwalt finden, wenn der dann weiter entfernt wohnt, erhöhen sich die Kosten ja nur, wenn er auch mal vor Ort kommt. Unser Anwalt wohnt auch nicht gleich um die Ecke.


    Ob euch wirklich eine Lese-Rolle im System zusteht, ist durchaus strittig. Der Arbeitgeber muss euch die Unterlagen liefern, wenn er das tut, erfüllt er seine Pflichten.

    Nur zu deiner Info:

    Solange es keinen GBR gibt, klärt ihr alles nur für euren Standort. Mit alles meine ich auch alles (von der Einführung einer Software bis zum Standort der Stempeluhren etc.).

    Falls du deinen örtlichen BR aktiviert bekommst, habt ihr eine Menge zu regeln und auch eine Menge Handlungsmöglichkeiten.

    Das der AG dieses Tool auf den Endgeräten haben möchte, kann ich aus Sicht der IT Sicherheit nachvollziehen.


    Ihr seid in der Mitbestimmung und könnt alles notwendige in einer BV dazu regeln. Bei uns wird jegliche Software vom IT-Ausschuss auf Konzernebene geprüft. Da grundsätzlich bei uns eine Leistungs- und Verhaltenskontrolle ausgeschlossen ist, ist dies eines der Themen die ich wirklich dort in guten Händen weis und mich eigentlich nur melde, wenn etwas bei uns auftaucht, von dem ich noch nichts gehört habe.

    Die Idee ist ja eigentlich nur, der neuen Kollegin aufzuzeigen, dass sie zwar in ihren Bereich prüfen kann, wo alles der BR zu informieren ist, oder aber zum Schluss kommt, dass sie den BR besser immer informiert und der entscheidet ob Handlungsbedarf besteht.


    Bei uns kam es wirklich dazu, in einigen Formularen die Einbeziehung des BR fest zu hinterlegen, weil es immer wieder vergessen wurde (ging der Fachkraft für Arbeitssicherheit auch so :) ). Es ging hauptsächlich um das räumliche Umstellen von Maschinen, hier müssen viele Instanzen durchlaufen werden und wenn am Schluss der BR sagt, so nicht, weil.... ist das frustrierend. Es war ja nicht mal die Idee, den BR zu umgehen, aber einige Kollegen hatten ihn einfach nicht auf dem Schirm. Der Frust richtete sich aber dann gegen den BR.


    Mit der Regelung ist es jedem bewusst, dass der BR zu informieren ist. Das läuft und wir können unseren Senf schon am Anfang mit dazugeben und häufig auch bessere Regelungen durchsetzen. Mittlerweile ist es nicht mehr nur eine lästige Pflicht sondern einfach Standard.

    Dann lass sie doch aufführen, wobei der BR alles Mitbestimmungs- und wo Informationsrechte hat, dann kann ja keiner mehr sagen, er hätte es nicht gewusst. :)


    Bei uns gibt es auch das eine oder andere Dokument, auf dem explizit nachgefragt wird, ob der BR informiert wurde oder aber die Zustimmung des BR vorliegt. Wurde einfach zu oft vergessen.

    Grundsätzlich reichen bei einem 5er Gremium 2 BRM aus, um den Tops auf Abwahl des alten BRV und Neuwahl eines neuen BRV auf die Tagesordnung zu bringen. Falls du als jetziger Stelli dich für das Amt aufstellen lassen willst, auch gleich den TOP Neuwahl des stellv. BRV mit auf die TOP setzen.


    Wenn du noch 2 weitere auf deiner Seite hast, sollte das kein Problem sein.

    Fried


    der Urlaub wird doch gar nicht berücksichtigt? Mögliche Arbeitstage 250 und als 100% wird 220 AT genommen?


    Oder habe ich da was missverstanden?


    Du meinst wohl die 6 Wochen, die es Entgeltfortzahlung gegeben haben könnte.

    Interessant wäre schon, wie es zu den Unfällen kommt.


    Ich bezweifle, dass es sich um Arbeitsunfälle handelt Arbeitsunfälle sind die Unfälle, die versicherte Personen infolge der versicherten Tätigkeit erleiden. Der Heimweg ist keine versicherte Tätigkeit, hier dürfte es sich um Wegeunfälle handeln.