Beiträge von xyz22

    Fragen wir uns doch mal, was will man mit der Rechtsvorschrift erreichen:


    die rechtzeitige Ladung mit Tagesordnung wird gefordert, damit sich jedes BR-Mitglied auf die Sitzung vorbereiten kann.


    Wenn ich in der Sitzung einen neuen TOP mit Beschluss aufnehmen möchte haben die anwesenden BR-Mitglieder keine Möglichkeit sich vorzubereiten. Darum reicht es auch, wenn einer die Hand hebt und sagt: " nee, machen wir beim nächsten Mal"


    Ich kann mich an Zeiten erinnern, da war die Änderung nur möglich, wenn alle geladenen auch da waren. Und immer einstimmig.

    Kann mir irgendjemand endlich einmal den Paragraphen zeigen, in dem steht, dass ich, bei Listenwahl, nur noch so stimmen kann, wie die Liste abstimmt. Und wo steht geschrieben, dass auf den zur Wahl stehenden Listen für den BR-Ausschuss nur Mitglieder einer Liste stehen?.

    Ich dachte immer, dass ich im BR nach bestem Wissen und Gewissen für die Arbeitnehmer im Betrieb arbeite und nicht nach Listen- und / oder Gewerkschaftsmeinung.

    Und wenn ihr Teams und andere Software aus der Office-Familie einsetzt, empfehle ich dringend eine entsprechende BV.

    naja es wird sich ja jeder sicher selbst wählen, bzw. falls es Listenwahl ist wird ja jede Liste Stimmen haben.

    So muss sich zumindest keiner sorgen nicht gewählt zu werden.

    Nur 7 Kandidaten ist allerdings mager für ein 7er Gremium da ist man schnell mal nicht beschlussfähig.

    mmmh. Hatten wir schon. Bewerberin ist weder zur Wahl erschienen noch hat sie Briefwahl angefordert. Wir hatten Personenwahl.

    Es gibt nichts was es nicht gibt

    Ihr könnt zwar einen Ausschuss gründen, dieser kann aber nur vorbereiten. Er darf keine Beschlüsse fassen, dafür bedarf es dann einer Sitzung des ganzen Gremiums. Ausschüsse, die eigenständig Beschlüsse fassen dürfen gibt es erst ab 9 BR-Mitgliedern.


    Euch wird wahrscheinlich eine BV helfen, in der ganz klar geregelt wird, was an spontanen Dienstplanänderungen möglich sein darf.

    Randolf

    Ganz einfach, sie gehen mit ihren Tablet / Smartphone in einen Besprechungsraum oder können auch im BR-Raum selbstständig recherchieren, wenn notwendig. Und natürlich nach der Abmeldung beim Arbeitgeber. Tagsüber ist der BR-Rechner besetzt. Zum Ausweichen auf einen Besprechungsraum benötigt man ein mobiles Endgerät. Dort gibt es keine Rechner mehr. Also eine Grundlage für die Notwendigkeit findet sich.


    Für Grandfather_1 ist die Sitzung in Präsenz natürlich eine gute Ausgangsposition. Wobei für die Teams-Sitzungen und auch für Telefonate ein Tablet mit Headset ausreichend ist. Das Tablet benötigt dann auch einen Internetanschluss, der geht ja per W-Lan.

    Über Teams ist dann auch noch einiges mehr möglich.

    Randolf

    es soll auch heute noch Leute geben, die nicht am Rechner arbeiten. Auch bei uns wird die technische Ausstattung dieses Mal ein Thema werden. Aber eher in die Richtung Smartphone /internetfähiges Tablet und nur für bestimmte Mitglieder ein Laptop.

    Ich habe kein Problem auf meinem Arbeitsrechner auch meine BR-Tätigkeit zu erledigen. Aber die Kollegen am Band haben halt keinen Rechner.

    Wenn sie zum Zeitpunkt der Wahl im Unternehmen beschäftigt ist, gehört sie auf die Wählerliste. Ist sie zum Zeitpunkt der Wahl nicht mehr beschäftigt, aber sie hat Klage eingereicht und die Klage ist noch nicht rechtskräftig entschieden, ist sie wählbar, darf aber nicht wählen.

    Ich bestreite nicht, dass ihr eure Rechte kennt, bei den Pflichten habe ich aber Zweifel.

    Am Monatsgespräch nimmt entweder der gesamte BR oder aber der Betriebsausschuss teil. Nicht irgendein Ausschuss der auch noch regelmäßig neu besetzt wird und dann auch nur aus 2 Mitgliedern besteht (Mindestgröße BR-Ausschuss ist nun mal 5).

    Und ganz ehrlich, vertrauensvolles Verhältnis hin oder her. Bei uns kam es schon durchaus vor, dass im Monatsgespräch Informationen kamen und ein BR-Mitglied diese Informationen ganz anders hinterfragen konnte, als es andere Mitglieder konnten. Wir haben mittlerweile das Monatsgespräch an den Termin einer regulären Sitzung gekoppelt, da müssen ja eh alle BR-Mitglieder anwesend sein.

    Wenn der Arbeitgeber ein Thema mit dem gesamten BR besprechen will, fordert er den BRV auf, eine Sitzung zu diesem Thema einzuberufen.

    Je nach Termin und Dringlichkeit, erhält er dann auf der nächsten Sitzung Gelegenheit oder aber es wird extra eine Sitzung einberufen.


    Ihr solltet euch nur einig sein und keine Diskussion vor dem Arbeitgeber vom Zaun brechen. Er informiert euch, ihr stellt Fragen und zur Diskussion innerhalb des Gremiums verlässt der Arbeitgeber den Sitzungsraum.


    Wenn noch weitere Fragen innerhalb der Diskussion aufkommen, schreibt man diese auf, sammelt sie während der Diskussion und ruft dann den Arbeitgeber nochmals dazu.


    Wir hatten mal einen BRV, der der Meinung war, dass er die Informationen filtern müsste. Der hat gegen den Arbeitgeber geschimpft, weil dieser uns bei Mails mit in den Verteiler nahm.

    Wenn die Kündigung vor Ablauf der Probezeit beim Arbeitnehmer ankommt, ist die Chance einer erfolgreichen Klage auf Weiterbeschäftigung eher gering. Der Kündigungsschutz greift nun einmal erst nach 6 Monaten. Und hier ist das Datum des Zugangs der Kündigung wichtig.


    Übrigens hat die Probezeit eigentlich überhaupt nichts mit dem Kündigungsschutz zu tun. Nur weil viele Probezeiten halt auch 6 Monate dauern, wird dies häufig gleich gesetzt. Wir haben Kollegen, die eine 3 Monatige Probezeit haben. Der Kündigungsschutz greift trotzdem erst ab dem 6. Monat.

    Solange die Kündigungsschutzklage nicht rechtskräftig entschieden ist, ist der Kollege wählbar.


    Wählen darf er, solange er noch im Unternehmen ist.


    Falls die Wahl nach seinem Kündigungsdatum ist und er aber trotzdem gewählt werden sollte, geht erst einmal ein Ersatzmitglied für ihn in den BR und sollte er die Kündigungsschutzklage gewinnen, wäre er dann im BR.

    Ich muss ELBARADO widersprechen. Doch, es ist rechtlich okay. M.E. ist der BR nicht verpflichtet, allen BRM automatischen und dauerhaften Zugriff auf das Mailkonto und alle Laufwerke des BR zu geben. Der BR ist nur verpflichtet, allen BRM Einsicht zu gewähren, das kann z.B. im BR-Büro zu regulären Bürozeiten passieren. D.h. dass die BRM dort dann Dateien und Mails ungestört einsehen können müssen. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.

    §34 (3) sagt, die Mitglieder des Betriebsrats haben das Recht, die Unterlagen des Betriebsrats und seiner Ausschüsse jederzeit einzusehen. Das ist wie von mir oben beschrieben gewährleistet.

    Jedes Betriebsratsmitglied hat jederzeit das Recht auf Einsicht in die Unterlagen.

    Nicht nur dann wenn der BRV oder "seine" Sekretärin im Büro ist. Das heißt im Umkehrschluss, jedes BR-Mitglied hat einen Schlüssel zum BR-Büro, so es ein solches gibt, oder Zugang zu den Laufwerken des BR oder wo auch immer die digitalen Daten gespeichert werden und auch zum Mailpostfach, so es ein Sammelpostfach gibt.



    Einsichts- und Zugangsrecht für alle Betriebsratsmitglieder (bund-verlag.de)


    Annie1907

    das sollte euch etwas Futter geben. Wir hatten diesen Streit vor 8 Jahren auch, als unser damaliger BRV nur dem Betriebsausschuss Schlüssel für das Büro geben wollte.