Beiträge von Texar

    Hallo Ihr!

    Ja ja ich weiß "Suchefunktion", doch wie bei vielen, passen die bestehenden Themen nicht immer zu jeder Sachlage ;)

    Also zur Sachlage. Es geht um den Bereitschaftsdienst unserer Elektriker.
    Die Arbeitszeit geht von 6:15 bis 15:00 und ein Mitarbeiter hat für eine Woche Bereitschaftsdienst. Im Tarifvertrag gibt es keinerlei Regelung. Wir sind ein normaler Betrieb und fallen nur unter Beachtung der §5 Abs.1 ArbZG. Wir haben eine Flexstundenregelung.

    Es gibt allerdings eine BV in der steht, wenn ein Mitarbeiter im Störfall seine Arbeit aufnimmt, also Bereitschaftsdienst leistet, dann hat er die Möglichkeit bis zur seiner Sollarbeitszeit weiterzuarbeiten, oder die folgende Schicht auf die Dauer der Stunden des Einsatzes, später anzutreten oder früher zu beenden.


    Zur Zeit wird in keinster Weise die 11Stunden Ruhezeit eingehalten.

    Für mich stellen sich jetzt folgende Fragen:

    1. Mit welcher Regelung, kann man überhaupf durch einen TV oder BV, an den 11Stunden Ruhezeit rumschrauben?

    2. Wenn wir strickt die 11Stunden einhalten, würde der Mitarbeiter ja meist im Minusstundenbereich sein, oder?

    3. Wird der An/Abfahrsweg der Dienstbereitschaft angerechnet?

    Also wenn ich das richtig verstehe, kann der Mitarbeiter max. noch 2h im Einsatz tätig sein, denn er hat ja zuvor seine 8h Vollarbeitszeit geleistet. Angenommen:

    Vollarbeitszeit: 7-15 = 8h

    Einsatz: 21-23 = 2h - hier folgt dann die 11h Ruhezeit und er darf seine Schicht erst wieder 10:00 beginnen.

    Was wäre wenn jetzt noch ein Einsatz käme? Sagen wir mal 2:00-3:00?

    Dann darf er doch dann nicht zum Einsatz kommen, weil er bereits 10h geleistet hat, oder?

    Ich könnte auch wetten das die Mitarbeiter, die z.B 4:00-5:00 einen Einsatz hatten, nicht die Möglichkeit bekommen, erst wieder 16:00 ihren Dienst anzutreten. Dann würde der Arbeitstag aufs Flexkonto geschrieben und sie stehen wieder im Minus.

    Angenommen der Mitarbeiter beginnt doch 16:00 mit seiner Schicht, dann dürfte er ja auch wieder erst 11:00 mit der nächsten Schicht beginnen. Wenn dann noch paar Einsätze kommen, hat er ja überhaupt keine geregelte Arbeitszeit mehr. Oder hab ich hier einen Denkfehler?

    Gruß, Texar

    EDIT: Ups..., falsches Forum. Könnte das mal jemand in das richtige Forum verschieben. :roll:

    Gibt es da nicht eine Ankündigungsfrist, wo der AG die angeforderte Sonntagsarbeit wieder absagen kann? Wenn er das rechtzeitig tut, dann wäre es doch kein Annahmeverzug oder?


    Gruß, Texar

    Danke euch!


    Mein Schritt war der, dass ich bei der letzten Sitzung, meine Kritik und meine Ansichten die BR-Arbeit auzuführen, schriftlich angebracht habe und dabei betont habe, dass ich nicht allein kämfen kann und werde und wenn sich hier an der Situation nichts ändert, ich mein Amt als Stellvertreter niederlege.

    Gruß, Texar

    Vielen Dank für eure wichtigen Hinweise und ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie gut es tut, das man weiß, dass man das richtige tut und nicht allein dasteht!!! ;o)

    Ich habe heut mit unserem GBRV darüber gesprochen, und er war sehr erstaunt was bei uns da abgeht. Er hat mir, wie ihr, Mut gemacht das richtige zu tun.

    Zitat von MP:

    Was meint derjenige eigentlich mit "Für Sie wird es jetzt aber gefährlich:" ??? Was ist das denn für ´ne Drohung? Um was geht es denn denen geneau?

    Nun, das konnte ich auch nicht raushören. Innerlich habe ich mir immer eingeredet "Das ist nur Einschüchterung, das ist nur Einschüchterung..."

    Ich frag mich trotzdem womit ich das verdient hab. Ich soll nun als frischgebackenes BRM einen 20jahre alten Trott des BRś gerade rücken und gleichzeitig gegen AG und BRV agieren.

    Es hätte ja auch mal einfacher sein können... Nun ja...

    Vielen Dank nochmal für die Hilfe und mal schauen ob ich etwas bewirken kann.

    Gruß, Texar

    Ich muss dazu sagen, dass ich in der Situation bin, dass der jetzige BRV seine letzte Amtszeit hat. Danach geht er in Rente.

    Somit steht für mich jetzt die Entscheidung ob ich mir das antue, auf der einen Seite den BR und auf der anderen Seite den AG zurecht zu biegen, was seit Jahren falsch läuft. Denn nach der Amtszeit, bin ich dann die Kontaktperson zum AG. (Wenn es die Mitarbeiter wollen)

    Doch so wie jetzt, kann ich mir keine BRV-Arbeit vorstellen...

    Gruß, Texar

    Danke Wolle für deine unterstützende Haltung!


    Mit reines Gewissen meinte ich, dass ich im Sinne der Kollegen denke und handle ;o)

    An die Alleingänge vom BRV hat sich natürlich auch der AG gewöhnt. In einer stellvertretender Sache, habe ich dadurch auch schon böses Blut, durch Drohungen, vom AG gewonnen, da ich allein keine Genehmigung erteilt habe.

    Auf Hinweis der geltenden Gesetz, wurde ich mit dem Satz "Für sie wird es jetzt aber gefährlich" oder "Wenn sie mit Gesetze kommen, sind wir immer ein Schritt voraus", abgespeist.


    Was mir nicht klar ist. Wir sitzen Mittwoch und beschließen unter anderen die Dienstpläne für die kommende Woche und eventuelle Änderungen der laufenden Woche. Wenn wir einem Dienstplan nicht zustimmen und Donnerstag kommt vom AG ein neuer Antrag des neuen Dienstplanes und er verlangt eine BRS. Was ist wenn wir einfach keine beschlussfähige BRS zusammen bekommen, weil die Leute nicht erreichbar oder verhindert sind? Unser BR besteht aus 9 BR. Das müsste man ja mindestens 5 zusammen bekommen oder?

    Gruß, Texar

    Hallo Ihr und herzlich Willkommen Forum!

    Ich bin stellv. BRV. Das ist meine erste Amtszeit im Betriebsrat und nach kurzer Zeit, muss ich feststellen, dass der Betriebsrat hier eigentlich einen relativ eingeschränkten Einfluss hat. Grund dafür ist unteranderem, dass der BR in einigen Dingen, durch die Jahre eingeschliffenen Handlungen, sein Recht auf Mitbestimmung verspielt hat.

    Jüngstes Beispiel. In zweiter Wochenfolge haben wir einen Schichtplan nicht zugestimmt. Eine Sitzung für einen erneuten Beschluss des neuen Schichtplan war so kurzfristig nicht möglich. Normalerweise hätte der Arbeitgeber doch den Schichtplane einklagen müssen. Stattdessen ist nichts passiert und die Woche lief nach dem Arbeitgeber angedachten Schichtplan und für den kein Beschluss des BR vorlag. Die Woche drauf, das ähnliche Spiel, nur das einen Tag nach der Sitzung des abgelehnten Schichtplanes, ein Treffen zwischen Personalabteilung, dem BR-Vorsitzenden und einem BR-Mitglieds stattgefunden hat, in dem der neue Schichtplan beredet und als genehmigt angesehen wurde. Für mich liegt hier wieder kein rechtkräftiger Beschluss vor!

    Auch wenn Schichten kurzfristig z.B. abgesagt werden, ist ja ein Beschluss des BR notwendig. Die Entscheidung übernimmt meist der BRV per Telefon und ohne Einberufung einer BRS.

    Ich bin eigentlich jemand der die Gesetze unverändert lebt und deren Einhaltung auch so durchsetzen möchte. Weiterhin bin ich der Meinung das es nichts zu verhandeln gibt, für das es schon eine Regelung gibt. Denn ich habe einfach nicht das Recht dazu, ein Gesetz zu ändern.

    Jetzt meine Frage. Sollte man Kompromisse mit dem Arbeitgeber eingehen, die nicht den z.B. Verfahrensvorlagen des Betriebsverfassungsgesetzes entsprechen, damit man ein bequemeres, eingeschränktes Handeln zu ermöglicht, um eventuellen Streit mit dem Arbeitgeber aus dem Weg zu gehen?

    Oder sollte man des reines Gewissens und Herzens wegen, strikt nach den geltenden Gesetzen und Tarifen arbeiten?

    Ich stehe gerade etwas im Zwiespalt mit der Auffassung der Aufgaben des Betriebsrats, wie sie im Buch stehen und wie sie (bei uns) gelebt werden.

    Wie wird gehandelt, wenn keine Zeit ist, eine BR-Sitzung einzuberufen, um einen Beschluss zu fassen?

    Gruß, Texar