Beiträge von Spanferkel

    Guten Morgen,

    Fazit ist also, dass die Sache irgendwie schwammig bleibt...

    Ich habe übrigens versucht, Ersatzmitglieder zu laden, aber wegen Urlaub bzw. Krankheit waren alle verbleibenden auch verhindert, also blieb uns nur übrig, unterbesetzt zu tagen.

    Grüße

    Zitat von Moritz:

    (Folgt man deiner Argumentation, müsste der AG nur genügend Besprechungen organisieren, um den BR handlungsunfähig zu machen. Das kann und darf nicht sein.)

    Danke für die Antworten!

    Der zitierte Satz gibt wohl den Ausschlag.

    Ich lade einfach ein EBRM.

    Unterbesetzt zu tagen wäre zwar eine Möglichkeit (die bei uns leider wegen häufigerer Ausfälle und nur drei EBRM öfter vorkommt), da aber ein paar Beschlüsse anstehen und die Sitzung nur schwerlich zu verschieben ist, möchte ich da schon rechtssicher vorgehen.

    Gut, dass es dieses Forum gibt!

    @ Rmbaer:

    hättest du da ein oder mehrere Urteile für mich?

    Mich würde v.a. interessieren, wie "unabkömmlich" definiert wird.

    Wir haben KollegInnen, die sich selbst so bezeichnen und sich für Sitzungen entschuldigen.

    Hintergrund ist eigentlich in allen Fällen Personalmangel bzw. Stillstand, wenn das BRM den kranken Kollegen nicht am Arbeitsplatz vertritt.

    Bisher bin ich hier nicht von Verhinderung ausgegangen und habe keine EBRM eingeladen.

    Ich weiß, es ist Sache des AG, für Ersatz zu sorgen, aber der Satz von Moritz oben gibt mir da schon sehr zu denken.

    Grüße

    Hallo zusammen,

    Situation ist folgende:

    kommenden Donnerstag findet unsere turnusmäßige BR-Sitzung statt.

    Blöderweise findet zeitgleich eine Besprechung statt, bei der die Anwesenheit eines BRM (auch in dieser Eigenschaft) erforderlich ist.

    D.h., dass ein BRM zu dieser Besprechung geht und folglich in der Sitzung fehlt.

    Nach Studium des Fitting zu §25 tendiere ich dazu, in diesem Fall kein EBRM einladen zu dürfen, denn das nicht anwesende BRM übt ja BR-Tätigkeit aus und es wäre dann eine Person zu viel in Amt und Würden.

    Liege ich da richtig oder komplett daneben oder habe ich etwas Entscheidendes übersehen?

    Grüße

    Hallo,

    mehr Gehalt kann jeder MA fordern, die Entgelttabellen sind sozusagen der Mindestlohn.

    Meiner Ansicht nach ist so etwas dann einzelvertraglich zu regeln, weil die tarifliche Leistungszulage (zumindest dem Wortlaut nach) nicht so recht zu passen scheint. Wenn die Maßnahme offensichtlich den Tarif aushebeln oder umgehen soll, hättet ihr sogar einen Zustimmungsverweigerungsgrund.

    Ihr könnt die Kollegin natürlich bei den Verhandlungen unterstützen (z.B. die Unschädlichkeit von Unterbrechungen festlegen lassen), Verträge werden durch Willenserklärungen einvernehmlich abgeschlossen. Aus der echten Mitbestimmung wärt ihr dann halt raus.

    Dass man euch jetzt den schwarzen Peter zuschieben will, finde ich schon fast dreist...

    Grüße

    Hallo,

    steht alles im TVöD, hier mal nur ein paar Kernpunkte.

    Mehrarbeit ist abweichend von anderen Regelungen definiert, nämlich dem Wortlaut nach kommt diese nur für TZ-Kräfte in Betracht (Unterschied zwischen persönlicher AZ und VZ, darüber hinaus evtl. Überstunden).

    Erstmal muss man differenizieren: ist der Kollege TZ-oder VZ-Kraft?

    Bei TZ würde die Zeit einfach als Zeitguthaben verbucht, bei VZ können Überstunden (mit Zuschlag; Höhe abhängig von der Eingruppierung) entstehen, wenn die Zeit nicht bis zum Ende der Folgewoche abgefeiert werden.

    Dann ist noch zu klären: gibt es BVen zum Thema AZ (Rahmen-AZ, AZ-Korridor, Gleitzeit usw.) oder "Holen aus dem Frei"?

    Handelt es sich bei dem Frei um eine vorher festgelegte Freischicht, Urlaub oder Freizeitausgleich?

    Wochenend-/Feiertagseinsatz?

    Du merkst schon, die Sache ist etwas kompliziert, also am besten mal bei ver.di anfragen, die sollten in aller Regel findierte Kenntnisse bezüglich des TVöD haben.

    Grüße

    Zitat von Rabauke:

    das Führungszeugnis hat keine Gültigkeitsdauer sonder bestimmt nur den Status Quo zum Ausstellungsdatum! Wenn er das alle 6 Monate neu haben will, weil er sich Sorgen macht, dass seine MA ständig mit dem gesetz in Konflikt kommen und er ausschließen will, das solche Personen bei Ihm beschäftigt sind, dann muss er halt alle 6 Monate die Kosten tragen.

    Gruß

    rabauke

    Hallo,

    da hat der Rabauke Recht.

    Bei uns wurde die Vorlage des erweiterten Führungszeugnisses durch Inkrafttreten des Bundesteilhabegesetzes notwendig (vorher nur bei Einstellung ein normales).

    Mittels BV haben wir uns nach einiger Diskussion mit dem AG geeinigt, dass das eFZ alle fünf Jahre wieder vorgelegt werden soll und der AG die Kosten für die Beantragung (steht so im BTHG) und auch die "Nebenkosten" wie Park- oder Busticket trägt; außerdem können wir den Amtsgang während der Arbeitszeit erledigen bzw. erhalten diejenigen, die es in der Freizeit machen, den zeitlichen Aufwand auf dem AZ-Konto gutgeschrieben.

    Bei Neueinstellungen bleibt der Bewerber allerdings auf seinen Kosten sitzen.

    Wie gesagt, war das ein ziemlich zähes Ringen, aber wer die Runde bestellt, muss sie auch bezahlen.

    Grüße

    Zitat von Hakoschatz:

    Wie kann ein AG eine solche Aussage halten?

    Hallo,

    ich vermute mal, der AG kann - oder besser: muss - die Aussage gar nicht halten, denn im TV-V ist, wie ich schon geschrieben habe, die Leistungszulage widerruflich und jährlich neu festzulegen.

    Es scheint mir so zu sein, dass euer AG quasi irgendwelche Zulagen unter dem Deckmantel des Tarifs zugestehen will, das wäre dann meiner Ansicht nach Individualrecht und per AV(-Änderung) zu machen. Da fische ich aber zugegebenermaßen gerade im Trüben...

    Die Endstufe 6 hat die Kollegin ja schon erreicht, da ist Ende Gelände, außer es kommt eine Höhergeruppierung (2023?)

    Wenn es so wie im Eingangspost geschildert laufen soll, könnte man der Kollegin raten, die Unschädlichkeit von Unterbrechungen wie Elternzeit oder längerer Krankheit vertraglich festzuhalten. Dann sieht man schon, wie der AG reagiert.

    Oder einfach mal beim AG fragen, wie er sich das genau vorstellt.

    Solange der BR nicht umfassend informiert ist, läuft auch die Wochenfrist zur Maßnahme nicht...

    Grüße

    Hallo,

    die erwähnten Tarife sind ja TVöD, und da ist es doch so, dass die Tätigkeit die Eingruppierung bestimmt. Ein MA ist eingruppiert und wird nicht nach Gutdünken eingruppiert.

    Handelt es sich um eine Neueinstellung (vermutlich nicht, wenn von Stufe 6 die Rede ist...) oder Versetzung, bzw. ist zum Jahr 2023 wieder eine Veränderung der Tätigkeit geplant?

    Wenn die für eine Höhergruppierung erforderliche höherwertige Tätigkeit mehr als 50% der Arbeit ausmacht, ist die MA auch so zu vergüten.

    Hier würde ich als BR den Hebel ansetzen und Infos einfordern.

    Natürlich ist auch eine zu hohe Eingruppierung eine falsche, die der BR - zumindest theoretisch - monieren müsste.

    Wenn ich mich nicht irre, ist die Leistungszulage nach TV-V zum einen widerruflich und zum anderen jährlich neu festzulegen. Dadurch kann sowieso keine Sicherheit für die MAin herrschen, dass die Zulage als Gehaltsbestandteil dauerhaft und steigend ist, unabhängig von evtl. schädlichen Unterbrechungen.

    Grüße

    Zitat von Ohadle:

    Wir hatten hier auch mal das ähnliche Problem. Mo - Fr arbeiten wir nämlich 8 Std. - Freitags nur 6,5 h - und da gab es dann ganz Schlaue - die Ihren Jahresurlaub 3 mal unterbrochen haben, da sie jeweils Mo - Do Urlaub und Freitag immer "Überstundenabbau" weil ja 1,5 h weniger abgezogen werden.

    Guten Morgen,

    das bringt es ziemlich auf den Punkt...

    Hinzu kommt, dass wir sehr viele KollegInnen in TZ haben, teilweise mit unterschiedlich langen Arbeitstagen.

    Da liegt es natürlich nahe, dass so jemand für den Acht-Stunden-Tag Urlaub und für den Vier-Stunden-Tag Freizeitausgleich nimmt.

    Und ja, manche (einzelne) haben das in der Vergangenheit übertrieben, aber warum sollen jetzt alle unter dem "Fehlverhalten" einiger weniger leiden?

    Unsere Argumentation war, dass bei Auffäligkeiten der jeweilige Vorgesetzte den Blick schärfen und im Zweifel mal den ein oder anderen Antrag nicht genehmigen sollte.

    Wir wollen v.a. kein extrem verkünsteltes und unverständliches Regelwerk schaffen.

    Vielen Dank schon mal für eure Beteiligung!

    Grüße

    Hallo zusammen,

    ich wollte mal in die Runde fragen, ob es bei jemandem hier eine Regelung per BV gibt, die es ausschließt, dass in einer Kalenderwoche Urlaub und der Abbau von Plusstunden aus dem Zeitausgleichskonto kombiniert werden.

    Unsere Personalerin möchte in die bestehende BV einen entsprechenden Passus aufgenommen haben.

    Nach ihrer Begründung wäre eine solche Kombination unzulässig, weil der Urlaub nicht mehr zusammenhängend gewährt wäre.

    Wir im BR halten diese Aussage für Quatsch.

    Wie seht ihr das? Hat die Dame womöglich Recht?

    Grüße

    Hallo Macksie,

    ich werde aus dem Eingangspost nicht richtig schlau.

    Geht es hier um Arbeiten am Sonntag im Rahmen der Veranstaltung oder um den Besuch eines Fests, das der AG halt veranstaltet?

    Grüße

    Hallo,

    wir (WfbM) haben vor einiger Zeit auf die digitale Version umgestellt.

    Das Verbandbuch ist in unserem Intranet integriert und kann von zuständigen Personen ausgewertet werden.

    Derjenige, der den Eintrag macht, sieht nur seine eigenen Einträge.

    Bei uns hat (fast) jeder einen PC und einen Account im Intranet, in Produktionsbetrieben könnte es schon schwieriger werden für MA, die keinen PC-Zugang haben.

    So viel Senf von mir.

    Grüße

    Zitat von Milchknilch:

    Mir wäre es lieber, wenn sich Menschen statt auf Ideologien lieber auf ihr Hirn und ihr Herz verlassen würden.

    Was meint ihr, wie oft ich das sinngemäß von unserem GF zu hören bekomme, wenn er mal wieder den (seinen eigenen) "gesunden Menschenverstand" fordert und über Tarif und Gesetze stellt!

    Dumm nur, dass Herz, Hirn und Menschenverstand nicht genormt sind, da kann schon mal jeder anders ticken.

    Und ich bin sicher, viele der AfD-Sympathisanten und trauernden Hut- und Wutbürger folgen bereits ihrem Hirn und Herz. Im Rahmen ihrer Fähigkeiten, Hirn zumindest ist trainierbar... ;)

    Ach ja, zur Sammlungsbewegung:

    Ich bin ein skeptischer Mensch und schließe mich nicht blindlings irgendwelchen Bewegungen an, ohne sorgfältig zu überlegen.

    Grundsätzlich begrüße ich die Aktion als Initialzündung für eine starke linke Bewegung, allerdings habe ich so ein Gefühl, dass das Ganze etwas spät kommt (quasi als verspäteter Gegenentwurf zum großen Zulauf für die rechte Seite) und man in ein paar Wochen wieder nichts mehr davon mitbekommen wird.

    Es wäre trotzdem schön, wenn es anders wäre!

    Gruß

    Mahlzeit!

    Dann will ich mich auch nochmal zu Wort melden.

    Wir haben die Sache jetzt kurzerhand so gelöst, dass der SiBe auch als BRM im ASA bleibt, und haben zusätzlich noch jemanden nominiert, der als Ersatzmann für das zweite BRM im Verhinderungsfall einspringen kann.

    Eine rechtliche Grundlage, die gegen eine Personalunion spricht, konnten wir - auch dank der regen Beteiligung an diesem Thread - nicht finden und deshalb machen wir das jetzt einfach so.

    Wenn sich jemand daran stört, soll er halt klagen...

    Gruß und danke an alle, mit diskutiert haben!

    Zitat von schwede12:

    Sagt Euer PL doch einfach sie soll Euch mal die Gesetzesgrundlage dazu schicken dann nehmt ihr es auf die Tagesordnung ;)

    Das haben wir vor...

    WissenWill:

    Wie könnte so ein Interessenskonflikt aussehen?

    Beide Ämter gehen doch in dieselbe Richtung und ziehen nach meinem Verständnis an einem Strang.