Beiträge von Spanferkel

    Wo is die fräkische Schweiz?

    Hier.


    Ups, Schreibfehler...

    Heißt natürlich fränkische Schweiz.


    Noch eins zum Feierabend...


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    Hmm...

    Der TV sagt, der AG "kann" gewähren, das liest sich für mich eben nicht wie die typische Öffnungsklausel.

    Das hinterlässt eher den Eindruck, dass der AG in Einzelfällen individuell bezahlt von der Arbeit befreien kann und darf, was natürlich dem Nasenprinzip Tür und Tor öffnen würde.


    Eine (freiwillige) BV würde Klarheit bedeuten.

    Hallo Forum,


    jetzt benutze ich das Wort Tarifvorbehalt zweimal an einem Tag...


    Hintergrund:

    Der AG legt dem BR einen Entwurf vor, der die im o.g. TV-§ abschließend aufgezählten Anlässe für Arbeitsbefreiung unter Fortzahlung des Entgelts zugunsten der MA erweitert ("Als Fälle nach § 616 BGB, in denen Beschäftigte unter Fortzahlung des Entgelts nach § 21 im nachstehend genannten Ausmaß von der Arbeit freigestellt werden, gelten nur die folgenden Anlässe" § 29 Abs. 1 TVöD).


    Abs. 3 besagt: "Der Arbeitgeber kann in sonstigen dringenden Fällen Arbeitsbefreiung unter Fortzahlung des Entgelts [...] gewähren"


    Gehe ich Recht in der Annahme, dass aufgrud des Tarifvorbehalts eine BV zu diesem Thema ausgeschlossen ist?

    Gehe ich ebenso Recht in der Annahme, dass der AG die "übertariflichen" Anlässe dann nur quasi "indidualrechtlich für alle" gewähren kann?

    Oder liege ich hier völlig daneben?


    Einerseits sind wir natürlich erfreut, dass ein AG mit einer besseren Regelung als im TV initiativ um die Ecke kommt, andererseits wollen wir es ja richtig machen...

    Ich hätte kein Problem damit, dem Entwurf zuzustimmen, meine Fragen sind eher akademischer Natur...


    Grüße

    In den von mir angeführten Fällen (viele sind es nicht...):

    richtige EG plus Differenzbetrag zur höheren, aber falschen, EG.

    Somit war die Höhe bekannt.


    Das waren Fälle, wo Tätigkeiten zusätzlich übernommen wurden, die aber nicht die laut TVöD für die höhere Eingruppierung notwendigen mehr als 50% der AZ ausmachten, aber dennoch monetär honoriert werden sollten.


    Recht hast du natürlich bei Zulagen, die am BR vorbei individuell ausgehandelt werden.

    Da weiß ich nur von einem Fall, und die Enttäuschung des MA war groß, als seine Zulage abgeschmolzen ist.


    und es stellt sich oft die Frage, wozu man eigentlich eine Entgeltordnung/TV hat.

    EGO/TV stellen einen Mindeststandard dar, von dem zugunsten der MA nach oben abgewichen werden kann, vielleicht nicht kollektiv per BV (Tarifvorbehalt), aber individuell schon.

    Solange diese Regelwerke eingehalten, d.h. nicht unterschritten, werden, hat der BR seinen Job gemacht.

    Meine Meinung.

    Dass der AG klare Gründe benennen muss, wenn er jemanden "herabgruppieren" will - klar, da will (und muss) ich als BR prüfen, ob das alle seine Rechtmäßigkeit hat, weil der AG an Mindestbestimmungen gebunden ist. Aber nach oben?

    Ein Vollzitat wollte ich nicht einbinden...

    Auch wenn das hier

    na dann wär ja alles geklärt

    gilt, muss ich auf Moritz antworten:

    Ist eine zu hohe Eingruppierung nicht auch eine falsche, der man de jure die Zustimmung verweigern müsste?

    Je nach Wortlaut der geltenden Entgeltordnung muss die Eingruppierung in Einklang mit der EGO und der Stellenbeschreibung sein, oder?


    Im Geltungsbereich unseres TVöD gibt es Entgeltgruppen, die sehr eindeutig beschrieben sind, andere weniger eindeutig, wieder andere lassen tatsächlich größeren Interpretationsspielraum.


    Bei uns war die Praktik am Aufkeimen, dass wenn z.B. jemandes herausragende Leistungen honoriert werden sollten, man einfach in die Tabellen geschaut und sich einen "schönen" Geldbetrag rausgesucht und dem BR eine Höhergruppierung vorgelegt hat. Mit entsprechender Begründung.

    Wenn aber die Tätigkeit so gar nicht zur EG passte, mussten wir dem AG erklären, warum die EG gar nicht geht (Verstoß gegen Tarif, wenn auch zu Gunsten des AN).

    Seitdem wird so verfahren: korrekte EG plus Zulage, idealerweise mit der Garantie für den AN, dass diese nicht abschmilzt durch Tariferhöhungen.


    Zur Zustimmungsverweigerung ist es nicht gekommen, wir haben das jeweils einvernehmlich im Vorfeld klären können.

    Vorteil: alle sind zufrieden, Tarif ist eingehalten.


    Aktuell gibt es immer wieder viel Unmut, warum Kollege A höher eingruppiert ist als Kollege B bei gleicher Tätigkeit, sowas spricht sich natürlich rum.

    Dass A einen Meisterbrief hat, der durch den Tarif gewürdigt wird, und B eben kein Meister ist, muss man den Leuten dann erst mühsam erklären...

    So ein Vorschlag ist ein Witz. Wenn natürlich auch einer, über den man nicht lachen kann.

    Das ist absolut richtig!


    Aber: alles hat nun mal zwei Seiten.

    Bei uns kam es schon öfter vor, dass Leute aus der ober(st)en Führungsebene "an der Front" im Einsatz waren, um Personamangel bzw. nicht vorhandenes Personal zu vertreten.

    So ein Vorschlag kam natürlich niemals vom BR!

    Aber so konnten die Herrschaften mal erleben, wie es bei uns unten ist, womit wir uns tagein tagaus rumärgern müssen.

    Auf die Art konnte schon die ein oder andere Kleinigkeit verbessert werden.


    Noch eine lustige Anekdote aus der Lehrzeit:

    Eintätgiger Warnstreik, hoher Organisationsgrad, Produktion drohte stillzustehen.

    Ursprünglich sollten wir Azubis als "Streikbrecher" herhalten und den Laden schmeißen, nur sind alle Azubis mit zum Streik gegangen...

    Ergebnis war, dass die Schlipsträger einen Tag lang Ausschuss produziert haben! :D

    Ne halbe Stunde über die Schulter Schauen ersetzt eben keine Ausbildung und Einarbeitung...

    Fachlich vmtl fragwürdig

    ... mag es sein, aber solange wichtige Infos bei allen relevanten MA ankommen, sollte dieses Vorgehen ausreichend sein.


    Wo siehst du den möglichen Nachteil?

    Bei den Fachkräften mit Überlappung? Müssen die deswegen Mehrarbeit leisten?

    Oder bei den Hilfskräften, die nicht an der Übergabe beteiligt sind?

    Zumindest theoretisch sollte das funktionieren. Aber abhängig von der Höhe der Halle, stellt sich die Frage, ob die gesenkte Temperatur auch unten ankommt... (Wobei das bei einem Blechdach vermutlich besser funktionieren würde, als wenn da noch andere Materialien drauf/drunter sind, da die Verdunstungskälte in erster Linie das Objekt betrifft, auf dem die Verdunstung stattfindet.)

    Bei einem sehr großen AG, bei dem ich mal arbeiten durfte, hat die Werksfeuerwehr an heißen Tagen die Hallendächer und- Wände (alles Blech) mit den Feuerwehrschläuchen besprüht.

    Ob es zur Abkühlung beugetragen hat, kann ich nicht beurteilen, heiß war es immer noch...


    Edit:

    Natürlich nicht mit den Schläuchen, sondern mit dem Wasser aus den Schläuchen. ;)

    Fitting, Erfurter, Arbeitsrecht im Betrieb werden bezahlt.

    Alles tarifbezogene kommt kostenlos von der Gewerkschaft (naja, nicht ganz kostenlos, ich zahle Mitgliedsbeitrag).


    Meiner Erfahrung nach sind so manche kostenlosen Newsletter besser und informativer als bestimmte Abos.

    Da wurde telefonisch eine "Zeitschrift" in den Himmel gelobt und angepriesen, kostenloses erstes Exemplar, danach ein zweistelliger Betrag moantlich als Abo.

    Als das kostenlose Ding ankam, habe ich nur noch den Kopf geschüttelt.

    Zwei geheftete A3-Blätter, also acht Seiten "Zeitschrift" mit angeblich den aktuellsten Infos, die ich aber teilweise schon Wochen vorher von diversen Newsletter oder einfach vom Surfen im Netz kannte...


    Das möchte ich schon als Abzocke betrachten.

    Schon klar, dass da viele ein großes Geschäft wittern, wenn die AG "alles" bezahlen müssen, stellenweise nerven die Anrufer mit ihren ach so tollen Infoquellen gewaltig, werden zeitweise richtig pampig, wenn ich dreimal deutlich sage, dass kein Bedarf besteht.

    Aber es gibt ein Recht auf Zurückbehaltung der Arbeitsleistung ohne Verlust auf Vergütungsanspruch, wenn der AG die ihn tref­fen­de Pflicht zur Gewähr­leis­tung der Si­cher­heit am Ar­beits­platz (§ 618 Abs.1 BGB; § 4 Ar­beits­schutz­ge­setz - Ar­bSchG)

    So direkt steht da aber nichts von Zurückhaltung der Arbeitsleistung drin, ich lese da nur was von Schadenersatzpflicht.

    Hatte schon öfter erlebt, dass an offene Schaltschränke Ventilatoren gestellt wurden, weil Steuerungen wegen zu hoher Temperatur gestreikt haben.

    Leider gibt es für uns Menschlinge kein temperaturbedingtes Streikrecht...

    Hawky Wenn ich lese CNC Maschinen, gehe ich mal davon aus, dass dort auch Präzisionsarbeit geleistet wird. Geht das denn noch, wenn sich Werkstück und Maschinen aufgrund der Temperatur ausdehnen? (Nur mal so als Ansatz, warum der AG vielleicht auch ein ureigenes Interesse haben könnte, für mehr Kühlung zu sorgen...)


    Wenn das kein Argument ist, sollte zumindest für ausreichend Wasser und Pausen gesorgt werden.

    Das war auch mein Gedanke, denn im Prinzip haben wir dasselbe Problem.

    Mit Augenzwinkern: wenn die Messmittel sich genauso ausdehnen, passt es am Ende wieder...


    Wenn aber bei 35°C gefertigt und im klimatisierten Messraum bei 22°C geprüft wird, könnten schon Maßprobleme auftauchen.

    Andererseits haben moderne Werkzeugmaschinen oft softwaregesteuerte Temperaturkompensation.