Beiträge von Rasputin

    Hallo Lock,

    hört sich in der Theorie immer gut an8) mit der Verpflichtung die Mitarbeiter auf freie unbefristete Arbeitsplätze hinzuweisen.

    Die Praxis sieht leider anders aus. Ich würde Dir empfehlen, den guten Radschlägen meiner Vorredner zu folgen, besonders die Aussage von Moriz.

    Zitat: "Hömma, lieber AG, du hast hier für die Kollegen befristet angehört. Warum das denn? Die sind doch gut und brauchen tun wir sie auch..." So kommen WIR bei uns am weitesten mit unserem Ansinnen.

    Es wurde auch schon mal anders Versucht mit dem Ergebnis, dass der AG den Arbeitsvertrag auslaufen ließ:( (diese Stelle wurde später mit einem Leiharbeitnehmer besetzt) Das brachte uns schnell auf den Weg der Ernüchterung.

    Gruß

    Mattes

    Hallo,

    Schichtverteilung in der Fertigung:

    Früh von 06:00Uhr bis 14:00Uhr 2x15Minuten Pause

    Spät von 14:00Uhr bis 22:00Uhr 2x15Minuten Pause

    Nacht von 22:00Uhr bis 06:00Uhr 2x15Minuten Pause

    Gleitschicht von 08:30Uhr bis 19:30Uhr Kernarbeitszeit von 09:00Uhr bis 16:00Uhr diese gilt nur für Angestellte und Abteilungen die nicht in Schichten/Fertigung arbeiten müssen.

    Jetzt wäre für mich noch Interessant wie bei Euch die Schichten verteilt sind?

    Gruß

    Mattes

    Hallo mihe,

    schau mal hier.

    Sozialgesetzbuch (SGB) Neuntes Buch (IX) §95

    (1) Die Schwerbehindertenvertretung fördert die Eingliederung schwerbehinderter Menschen in den Betrieb oder die Dienststelle, vertritt ihre Interessen in dem Betrieb oder der Dienststelle und steht ihnen beratend und helfend zur Seite. Sie erfüllt ihre Aufgaben insbesondere dadurch, dass sie1.

    darüber wacht, dass die zugunsten schwerbehinderter Menschen geltenden Gesetze, Verordnungen, Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen und Verwaltungsanordnungen durchgeführt, insbesondere auch die dem Arbeitgeber nach den §§ 71, 72 und 81 bis 84 obliegenden Verpflichtungen erfüllt werden, 2.

    Maßnahmen, die den schwerbehinderten Menschen dienen, insbesondere auch präventive Maßnahmen, bei den zuständigen Stellen beantragt, 3.

    Anregungen und Beschwerden von schwerbehinderten Menschen entgegennimmt und, falls sie berechtigt erscheinen, durch Verhandlung mit dem Arbeitgeber auf eine Erledigung hinwirkt; sie unterrichtet die schwerbehinderten Menschen über den Stand und das Ergebnis der Verhandlungen. Die Schwerbehindertenvertretung unterstützt Beschäftigte auch bei Anträgen an die nach § 69 Abs. 1 zuständigen Behörden auf Feststellung einer Behinderung, ihres Grades und einer Schwerbehinderung sowie bei Anträgen auf Gleichstellung an die Agentur für Arbeit. In Betrieben und Dienststellen mit in der Regel mehr als 100 schwerbehinderten Menschen kann sie nach Unterrichtung des Arbeitgebers das mit der höchsten Stimmenzahl gewählte stellvertretende Mitglied zu bestimmten Aufgaben heranziehen, in Betrieben und Dienststellen mit mehr als 200 schwerbehinderten Menschen, das mit der nächsthöchsten Stimmzahl gewählte weitere stellvertretende Mitglied. Die Heranziehung zu bestimmten Aufgaben schließt die Abstimmung untereinander ein.

    (2) Der Arbeitgeber hat die Schwerbehindertenvertretung in allen Angelegenheiten, die einen einzelnen oder die schwerbehinderten Menschen als Gruppe berühren, unverzüglich und umfassend zu unterrichten und vor einer Entscheidung anzuhören; er hat ihr die getroffene Entscheidung unverzüglich mitzuteilen. Die Durchführung oder Vollziehung einer ohne Beteiligung nach Satz 1 getroffenen Entscheidung ist auszusetzen, die Beteiligung ist innerhalb von sieben Tagen nachzuholen; sodann ist endgültig zu entscheiden. Die Schwerbehindertenvertretung hat das Recht auf Beteiligung am Verfahren nach § 81 Abs. 1 und beim Vorliegen von Vermittlungsvorschlägen der Bundesagentur für Arbeit nach § 81 Abs. 1 oder von Bewerbungen schwerbehinderter Menschen das Recht auf Einsicht in die entscheidungsrelevanten Teile der Bewerbungsunterlagen und Teilnahme an Vorstellungsgesprächen.

    (3) Der schwerbehinderte Mensch hat das Recht, bei Einsicht in die über ihn geführte Personalakte oder ihn betreffende Daten des Arbeitgebers die Schwerbehindertenvertretung hinzuzuziehen. Die Schwerbehindertenvertretung bewahrt über den Inhalt der Daten Stillschweigen, soweit sie der schwerbehinderte Mensch nicht von dieser Verpflichtung entbunden hat.

    (4) Die Schwerbehindertenvertretung hat das Recht, an allen Sitzungen des Betriebs-, Personal-, Richter-, Staatsanwalts- oder Präsidialrates und deren Ausschüssen sowie des Arbeitsschutzausschusses beratend teilzunehmen; sie kann beantragen, Angelegenheiten, die einzelne oder die schwerbehinderten Menschen als Gruppe besonders betreffen, auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung zu setzen. Erachtet sie einen Beschluss des Betriebs-, Personal-, Richter-, Staatsanwalts- oder Präsidialrates als eine erhebliche Beeinträchtigung wichtiger Interessen schwerbehinderter Menschen oder ist sie entgegen Absatz 2 Satz 1 nicht beteiligt worden, wird auf ihren Antrag der Beschluss für die Dauer von einer Woche vom Zeitpunkt der Beschlussfassung an ausgesetzt; die Vorschriften des Betriebsverfassungsgesetzes und des Personalvertretungsrechtes über die Aussetzung von Beschlüssen gelten entsprechend. Durch die Aussetzung wird eine Frist nicht verlängert. In den Fällen des § 21e Abs. 1 und 3 des Gerichtsverfassungsgesetzes ist die Schwerbehindertenvertretung, außer in Eilfällen, auf Antrag eines betroffenen schwerbehinderten Richters oder einer schwerbehinderten Richterin vor dem Präsidium des Gerichtes zu hören.

    (5) Die Schwerbehindertenvertretung wird zu Besprechungen nach § 74 Abs. 1 des Betriebsverfassungsgesetzes, § 66 Abs. 1 des Bundespersonalvertretungsgesetzes sowie den entsprechenden Vorschriften des sonstigen Personalvertretungsrechtes zwischen dem Arbeitgeber und den in Absatz 4 genannten Vertretungen hinzugezogen.

    (6) Die Schwerbehindertenvertretung hat das Recht, mindestens einmal im Kalenderjahr eine Versammlung schwerbehinderter Menschen im Betrieb oder in der Dienststelle durchzuführen. Die für Betriebs- und Personalversammlungen geltenden Vorschriften finden entsprechende Anwendung.

    (7) Sind in einer Angelegenheit sowohl die Schwerbehindertenvertretung der Richter und Richterinnen als auch die Schwerbehindertenvertretung der übrigen Bediensteten beteiligt, so handeln sie gemeinsam.

    (8) Die Schwerbehindertenvertretung kann an Betriebs- und Personalversammlungen in Betrieben und Dienststellen teilnehmen, für die sie als Schwerbehindertenvertretung zuständig ist, und hat dort ein Rederecht, auch wenn die Mitglieder der Schwerbehindertenvertretung nicht Angehörige des Betriebes oder der Dienststelle sind.

    hoffe das hilft weiter.

    LG

    Mattes

    Hallo,

    ich bin etwas enttäuscht, über diesen harten Zungenschlag, der einigen Mitstreitern gegenüber gebracht wird, die nur IHRE Meinung vertreten.

    Hier sind nicht nur Juristen am Werk.

    Keiner wird als Betriebsrat geboren, zu einem guten Betriebsrat, wirst du gemacht.

    Jeder gewählte Betriebsrat, (hoffe ich) wird immer versuchen das Beste für sein Unternehmen und deren Mitarbeiter zu erreichen.

    Dieses Forum, ist das beste Forum, dass ich kenne. Bitte geht mit Menschen, die nicht EUREM Intellekt entsprechen, mit Sachverstand und Eurem Wissen als gutes Beispiel voran!

    LG

    Mattes

    @Moriz,

    nicht zu vergessen, Arbeitsschuhe, Arbeitskleidung, Pausengregelung, Krankheitsbescheinigung und zum guten Schluss, Urlaub und Weihnachtsgeld Regelungen sowie die Auszahlungen derer J

    in diesem sinne

    LG

    Mattes

    PS: wie war die Frage doch noch mal ???

    Zitat: Kokomiko

    Freigestellte BRM sind lediglich von ihrer arbeitsvertraglich geschuldeten Arbeitsleistung befreit. Insoweit unterliegen sie auch nicht mehr dem Direktionsrecht des Arbeitgebers (BAG v. 17.10.1990 – 7 ABR 69/89).
    Im AV geregelte Nebenpflichten sind selbstverständlich auch von einem BRM einzuhalten.
    Beispiel Arbeitszeit: Ist z.B. eine wöchentliche AZ von 40 Stunden vereinbart, kann ein freigestelltes BRM daraus keine 35 Stunden-Woche machen.
    Beispiel Arbeitszeitszeiterfassung: Ist im Betrieb eine AZ-Erfassung geregelt, ist auch ein freigestelltes BRM verpflichtet, seine AZ erfassen zu müssen.
    Beispiel Urlaub: Auch ein freigestelltes BRM kann sich nicht selbst beurlauben!

    Aber mit der ursprünglichen Fragestellung hat das nur recht wenig zu tun!

    Hallo Kokomiko,

    dass ich diesen Teil des AV natürlich einhalten muss, hatte ich vorausgesetzt.

    bis auf diesen Teil des AV, bin ich als freigestellter BR an keiner Weisung gebunden die vom AG kommt. Ich kann mein Beratungsrecht gegenüber den Arbeitskollegen und auf Basis des BetrVG in vollem Umfang anwenden, ohne mich von meinem AG beeinflussen zu lassen!! Alles andere wäre für mich, Störung meiner BR Arbeit nach §78 BetrVG und würde auch so geahndet.

    LG

    Mattes

    Zitat von Moritz

    Also gar kein Direktionsrecht ist sicher auch übertrieben (er zahlt immer noch dein Gehalt, d.h. es gibt da schon noch ein paar Dinge im Rahmen des Arbeitsvertrages, die er dir anweisen kann).

    Hallo Moriz,

    bitte erkläre mir, was für Anweisungen aus dem AV noch Gültigkeit besitzen, bei einem freigestellten BR? Die Arbeitsvertraglichen Vereinbarungen ruhen in der Zeit der Freistellung oder?? Wenn ich die Weiterbildung, zu der mein AG verpflichtet ist usw. blablabla. mal ausklammere, da diese zu 90% keinen freigestellten betreffen. (übersehe ich etwas?)

    LG

    Mattes

    Hallo an alle,

    ihr habt mir mit euren Antworten sehr weitergeholfen.

    Ich möchte mich bei euch allen herzlich bedanken.

    Wir haben unsere Bedenken geäußert und warten jetzt mal ab, wie der AG reagiert.

    LG

    Mattes

    Hallo,

    egal was wir im Gremium Beschließen, egal was über das Komunikationsfenster des BR´s geht oder kommt. DER BR-V ist immer der gearschte. Warum? Ganz einfach, weil der AG davon ausgeht, dass der BRV seine Truppe im Griff haben muss. Ein BRV ist Geschäftsführer des Betriebsrates!

    Fakt: als BRV musst du schon einen richtig fetten Arsch mit der dazu gehörigen Erfahrung in der Hose haben, alles andere geht gar nicht und wird auch nicht akzeptiert, von keiner Seite!

    Als Trittbrett für irgendwelche Kariere Vorstellungen, ist die BR Arbeit nicht geeignet. Im Gegenteil im Laufe der Zeit wirst du als BRV, wenn du keine Vergleichsgruppe hast, einfach vergessen.

    LG

    Mattes

    Hallo BR Profis,

    brauche mal eure Hilfe (Dringend)

    folgender Sachverhalt.

    MA ist seit 5 Tagen unentschuldigt vom Dienst ferngeblieben.

    Ergebnis vom AG, Fristlose Kündigung ersatzweise Fristgerechte Kündigung.

    Nun meine Bitte. Wir wollen der Fristlosen Kündigung widersprechen und brauchen Gründe.

    Zur Person.

    MA lebt in Scheidung, hat 3 Kinder und ein Alkoholproblem.

    Er wird von seiner Frau massiv unter Druck gesetzt dem er auf Dauer nicht standhalten kann.

    Dieses ist eine Wiederholung. Vor einem halben Jahr ist das schon einmal passiert, damals konnten wir auf den AG noch positiven Einfluss nehmen, weil er auch ein guter Mitarbeiter ist. Nur wie gehen wir jetzt damit um? Wir haben heute 13:00Uhr eine Sondersitzung. Also es EiLT !!!! für Vorschläge jeglicher Art wäre ich Euch sehr dankbar.

    LG

    Mattes

    Hallo Schwabe82,

    Der Wirtschaftsausschuss hat ein Beratungs- und Informationsrecht, das sich aus der Informationspflicht des „Unternehmers“ ergibt. Der Wirtschaftsausschuss hat ein Recht auf:

    • Anforderungen von Unterlagen
    • Aushändigung von Unterlagen
    • Einsichtnahme in Unterlagen
    • Unterrichtung über wirtschaftliche Angelegenheiten
    • Präsentation von Fragen
    • Auskunftserteilung in mündlicher und schriftlicher Form
    • Erläuterung der Unterlagen und spezielle Darstellung
    • Darstellung der personellen Auswirkungen auf die Arbeitnehmer

    Es geht eigentlich - neben dem allgemeinen Handlungsrahmen (Information und Beratung nach §§ 106 ff. BetrVG) immer um dieselben Streitpunkte: Über WAS muss WANN in WELCHEM Umfang informiert werden? Welche Unterlagen müssen dazu vorgelegt werden und wie müssen diese erläutert werden? Und können Informationen mit Hinweis auf Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse verweigert werden? All dies lässt sich allerdings nicht pauschal beantworten und muss im Einzelfall geprüft und bewertet werden.

    Einigungsstelle bei Streitigkeiten wegen der Unterrichtungspflicht

    Meinungsverschiedenheiten zwischen Unternehmer und Wirtschaftsausschuss werden im Verfahren nach § 109 BetrVG beigelegt. Für Streitigkeiten darüber, ob der Wirtschaftsausschuss auf sein Verlangen hin über wirtschaftliche Angelegenheiten nach § 106 BetrVG nicht, nicht rechtzeitig oder nur ungenügend unterrichtet wurde, ist die Einigungsstelle mangels Einigung zwischen Unternehmer und Betriebsrat zuständig, § 109 S. 1 BetrVG. Zeitlicher Ablauf also: Der Wirtschaftsausschuss muss zunächst die Auskunft verlangen und eine Einigung zwischen Unternehmer und Betriebsrat wurde erfolglos versucht. Erst dann kann es in die Einigungsstelle gehen.

    Dann gibt es noch Sachverständige, die man zu Rate ziehen kann und im Wege des arbeitsgerichtlichen Beschlussverfahrens kann festgestellt werden, ob es sich überhaupt um eine wirtschaftliche Angelegenheit nach § 106 BetrVG handelt.

    Hoffe das hilft dir weiter

    LG

    Mattes

    Zitat von traudechemie

    Wahrscheinlich hätte ich jetzt auch eine E6 Stelle, eventuell E7, wäre ich nicht freigestellt. Ich vermute mal, ich werde keine E7 bekommen, weil ich in Elternzeit war und der Personalleiter wird mir jetzt eine andere Vergleichsgruppe auf E4 Basis geben.

    Hallo traude,

    kann dir gerade nicht folgen :shock:

    Deine Vergleichsgruppe ist doch vor deiner Freistellung festgelegt worden, oder?

    Warum solltest du jetzt mit einer anderen Gruppe verglichen werden? Um freiwillig in der E4 zu bleiben? Einfach auf dein Recht verzichten? denk mal darüber nach: Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Rente. Das wird alles von deinem E4 Lohn berechnet. Die Lohnschere, wird im laufe der Jahre immer größer allein durch die Tariflichen Erhöhungen!

    LG

    Mattes