Flexible Arbeitszeit

  • Hallo Zusammen,

    bin dieses Jahr neu im BR gewählt und habe da ein Anliegen.

    Der GF möchte auf freiwillige Basis ein Arbeitszeitmodel durchsetzen für eine bestimmte anzahl Mitarbeiter,

    • Arbeitszeitänderung : Arbeitszeitmodell auf freiwilliger Basis.

    Mi.- 8 Std. Do.- 9 Std. Fr.- 9 Std. So.- 8 Std. = 34 Std. Arbeitszeit werden aber wegen

    Zuschläge 41,2 Std. bezahlt. Dafür Mo. - Di. - Sa. frei.

    Normal laut AV wäre 38,5 Std. mo. bis Fr.

    Gibt es jetzt minus Stunden zum AV ( da 38,5 Std. ) ?

    Gibt es euerseits Tipps oder Hinweisen wie man damit umgehen soll?

    Ob eine Änderung der BV Arbeitszeit beabsichtigt ist seitens GF ist noch nicht bekannt, ich würde mit weitere Infos nachlegen.

    Zwei Hauptmotive liegen vermutlich den Forderungen der Arbeitgeber nach weiterer

    Flexibilisierung der Arbeitszeit zugrunde: Austausch teurer gegen billigere Arbeitszeit

    und Arbeitsintensivierung durch Verringerung gering ausgelasteter Arbeitszeit und

    Vergrößerung hoch ausgelasteter Arbeitszeit.

    Mit freundlichen Grüßen

  • ... nachvolllziehbarer wäre es, wenn die vertragliche Wochenarbeitszeit auf die Sollstunden laut Schichtplan abgeändert wird. Ansonsten kann es schnell unübersichtlich werden, wenn man in Freischichten für ausfallende Kolleginnen / Kollegen einspringt.

  • Zitat von vmax12:
    • Arbeitszeitänderung : Arbeitszeitmodell auf freiwilliger Basis.

    Mi.- 8 Std. Do.- 9 Std. Fr.- 9 Std. So.- 8 Std. = 34 Std. Arbeitszeit werden aber wegen

    Zuschläge 41,2 Std. bezahlt. Dafür Mo. - Di. - Sa. frei.

    Normal laut AV wäre 38,5 Std. mo. bis Fr.

    Gibt es jetzt minus Stunden zum AV ( da 38,5 Std. ) ?

    Ja es gibt Probleme.

    Man muss grundsätzlich unterscheiden

    1. Arbeitszeit - Vertraglich (oder tariflich?) 38,5 Std

    tatsächliche Arbeitszeit (nach ArbZG) nur 34 Std., damit ist man nicht mehr in Vollzeit sondern in Teilzeit!!

    2. Vergütung - wie wird meine Arbeitszeit vergütet.

    hier 34 Std. + Zuschläge für Sonntagsarbeit.

    da es dann sogar 41,2 Std. sind mag für den einen oder anderen MA attraktiv sein

    Wie Siegbert schon schrieb sollte das vertraglich geregelt sein, sonst kann es später zu Problemen kommen.

  • Hallo Zusammen,

    bedanke mich schon mal für die schnelle Antworten.

    Es wird für die freiwilligen die an diesen Model interessiert sind, statt einen Vollzeit-Vertrag 38,5 Std. einen Teilzeit-Vertrag geben.

    Dadurch auch Konsequenzen hinsichtlich Renteansprüchen, Urlaub, ..... und so weiter

    Wir habe heute in unsere Sitzung den GL mitgeteilt, das er uns mehr Zeit zur Vorbereitung einräumen muss. Er meinte, wäre Alles nur freiwillig und man könnte im AV festhalten das man jeder Zeit es wieder rückgängig machen kann.

    Mit
    freundlichen Grüßen

  • Zitat von vmax12:

    Dadurch auch Konsequenzen hinsichtlich Renteansprüchen, Urlaub, ..... und so weiter

    Die Rentenansprüche sind anhängig vom verbeitragten Gehalt. Insofern sollte sich hier nichts ändern.

    Urlaub, stimmt, wird gekürzt. Dem steht aber auch eine gekürzte Sollarbeitszeit gegenüber, ändert also nichts. Und die Entlohnung findet üblicherweise auf Basis des Durchschnitts statt, sollte also auch neutral sein.

    Wo es aber eine Rolle spielt ist z.B. beim Weihnachtsgeld (ein (Grund)Gehalt ist plötzlich weniger) oder Urlaubsgeld oder Boni, die abhängig vom Beschäftigungsverhältnis gezahlt werden (auch hier ist eine Kürzung für Teilzeit nicht unüblich).

    Also Klärungsbedarf ist hier sicher!

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen.