Zeiterfassung der Betriebsratsarbeit

  • Guten Morgen,

    unsere Betriebsratssitzung findet jede Woche zur selben Zeit statt. Trotzdem ist der BR

    durch die Geschäftsleitung angewiesen worden, sich für die Sitzung über das Zeiterfassungssystem

    mit "BR" auszubuchen.

    Im Seminar habe ich gelernt, dass BR Arbeit nicht messbar sein darf, dieses Ausbuchen müsste doch gesetzeswidrig sein?

    Leider finde ich den Paragraphen nicht in dem das geregelt ist.

    Könnt Ihr mir helfen?

    Vielen Dank im Voraus!

  • Zitat von Frühauf:

    Im Seminar habe ich gelernt, dass BR Arbeit nicht messbar sein darf, dieses Ausbuchen müsste doch gesetzeswidrig sein?

    Das ist mir nicht bekannt. Der BR ist dem AG gegenüber keine Rechenschaft schuldig, mit wem er welches Gespräch geführt hat, oder wer bei der Grundsatzdiskussion welche Position vertreten hat, aber da der BR sich immer für die BR-Arbeit abmelden muss, ist eine gewisse Kontrolle ohnehin gegeben.

    Das Buchen der BR-Zeiten auf ein gesondertes Konto ist genau dann zulässig, wenn im Unternehmen alle AN ihre Zeiten für gewissen Projekte/Kostenstellen erfassen müssen.

    Soll das hingegen nur der BR tun, wäre das eine klare Behinderung der BR-Arbeit,

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • Wirst Du auch nirgends finden. In dem Seminar wirst Du gelernt haben, dass sich jedes BR Mitglied beim Vorgesetzten vor der aufnahme von BR tätigkeit unter angabe der voraussichtlichen dauer abzumelden hat. Nach beendigung der BR Arbeit müsst Ihr Euch wieder Arbeitsbereit melden. Was Du hier eventuell durcheinander wirfst, Ihr müsst die genauen Inhalte der BR Arbeit nicht darlegen. Es reicht also wenn Du dich für voraussichtlich 3h für die BR Sitzung abmeldest und must dem AG nicht die ganze Tagesordnung darlegen.

    Edit: Zu lange gebraucht :)

  • Ich hatte beim Seminar von dieser Vorgehensweise berichtet und dort hieß es das Ausbuchen sei auf keinen Fall zulässig.

    @

    Zitat von Moritz

    Das Buchen der BR-Zeiten auf ein gesondertes Konto ist genau dann zulässig, wenn im Unternehmen alle AN ihre Zeiten für gewissen Projekte/Kostenstellen erfassen müssen.

    Bei uns gib es nur "Kommen" "Pause" "Gehen" und "Dienstgang"( bei Tätigkeiten außerhalb des Betriebs). Gesondertes Buchen für einzelne Abteilungen gibt es nicht. "Betriebsrat"ist die einzige spezifische Buchung.

    Wie verhält es sich nun?

  • D.h. außer dem BR muss niemand seine Zeiten auf irgendein Projekt/Kostenstelle buchen? Dann wäre es in der Tat unzulässig, weil dann nur für den BR bürokratische Hürden aufgebaut würden, was einer Behinderung gleich käme.

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • Nein niemand muß auf ein Projekt oder Kostenstelle buchen. Alle Abteilungen im Haus buchen Kommen, Pause und Gehen.

    Auf welche Paragraphen können wir uns denn berufen? Unter Beriebsrat / Behinderung finde ich im Stichwortverzeichnis des BetrVG nur §74,3. Das scheint mir aber nicht wirklich zu passen.

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen.