Namensnennung bei Antrag auf Feiertagsarbeit

  • Der AG möchte an einem nichtbundeseinheitlichen Feiertag in der Telefonzentrale am Hauptsitz seines Unternehmens 2 Personen arbeiten lassen (dort ist Feiertag).

    Der Abteilungsleiter möchte jedoch noch nicht die Namen der Personen nennen, die arbeiten sollen. Er sagt, solange noch keine Genehmigung durch die zuständige Behörde vorliegt, mache eine Dienstplanung mit Ausgleichstag, etc. gar keinen Sinn. Erst wenn die Genehmigung vorliegt, will er nach Freiwilligen fragen oder notfalls anordnen.

    Der BR wiederum soll der PA eine Stellungnahme einreichen, die diese dann ihrem Antrag bei der Behörde beifügt.

    Der BR möchte über den Vorgang aber nicht nur anlassbezogen (da gibt es keine Einwände), sondern auch personenbezogen beschließen.

    Hat der BR ein Anrecht, nicht nur den Personenkreis (nämlich das Telefon-Team) genannt zu bekommen, sondern auch die exakten Namen der herauszugreifenden Personen?

    Vielen Dank vorab!

  • Hallo fieldcraft,

    so wie Dein AG das vorhat ist das m.E. ganz okay.

    Also vom BR erst einmal der Maßnahme an sich zustimmen (was ihr ja wohl wollt). Die Behörde benötigt die Zustimmung des BR für ihre eventuelle Genehmigung.

    Danach über die Einzelfälle (natürlich mit Namen und nicht nur "die Telefonzentrale) nach § 87.1.3 BetrVG entscheiden.

    Gruß

    Wolle

  • Prinzipiell sehe ich das so wie Wolle. Das Amt möchte letztlich ja nur von der Arbeitnehmervertretung bestätigt haben, dass die Arbeiten auch tatsächlich notwendig sind und die MBR gewahrt bleiben (was zu vermuten ist, wenn der BR informiert ist).

    Insofern ist (juristisch) dieses zweischrittige Verfahren nicht zu beanstanden.

    Logistisch allerdings wäre es (vermutlich) sinnvoller jetzt schon in der Abteilung bekanntzumachen, dass da zwei Kollegen benötigt werden, welches Extra-Bonbon der AG auslobt und zu fragen, wer das haben will.

    Kann man auch so kommunizieren, dass da eben noch amtliche Zustimmung erfolgen muss, aber wenn die vorliegt weiß man auch gleich, dass das läuft. Man gewinnt also Zeit (Planung für die Kollegen) und damit Sicherheit (Planung für das Unternehmen).

    Daher wäre mein Vorschlag an der Stelle, das "Rat" in Betriebsrat mal wörtlich nehmen und dem Arbeitgeber besagten Ratschlag erteilen. Klar sagen: können wir so machen, klar, aber unser Vorschlag wäre, aus den und den Gründen, mach es doch so, haben alle Seiten mehr von.

    Wer fragt ist ein Narr - für fünf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr - sein Leben lang!

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen.