Eingliderung

  • Hallo

    Ein Kollege will nach langer Hertzkrankheit wider Arbeiten kommen.

    Seinen alten Aufgabenbereich kann er momentan, auf Grund seiner Krankheit, noch nicht bearbeiten.

    Er hat eine Leistungsbild vorgelegt wonach er leichte bis mittelschwere und zeitweise schwere Arbeit verrichten kann.

    Die erste Aussage unseres Betriebsarztes war es gibt keinen leistungsgerechten Arbeitsplatz für ihn im Unternehmen.

    Im Zuge des BEM haben wir widersprochen und der GL mitgeteilt dass mit Hilfe vom schulungsmaßnahmen ein Arbeitsplatz im Lager für ihn wohl Leistungsgerecht wäre

    Für schwere Arbeiten könnten wir dann über die Fürsorgestelle Arbeitshilfen beantragen, der Kollege ist gleichgestellt.

    Unser Betriebsarzt wird den von uns vorgeschlagenen Arbeitsplatz bewerten und dem BEM Team seine Entscheidung mitteilen.

    Sollte diese Bewertung negativ ausfallen da er wohl im Sinne der GL entscheiden wird, welche Möglichkeiten hätten wir und unser Kollege noch einen Leistungsgerechten Arbeitsplatz zu fordern?

    Andere Arbeitsplätze sehen wir nicht.

    Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt, sei wachsam

    Reinhard Mey

  • erco

    Gleichgestellt gilt nur beim Kündigungsschutz! Nicht bei den anderen Nachteilsausgleichen wie Arbeitshilfen! Der AG kann im Rahmen seiner Führsorgepflicht ja auch mal das Portmonaie aufmachen!

    Der Kollege soll versuchen einen Grad der Behinderung von mindestens 50 zu bekommen.

    Gibt es vielleicht ein KOllege der seinen Arbeitsplatz "tauschen" möchte.

  • Hallo

    Dass es für einen gleichgestellten keine Hilfen über die zuständigen Stellen gibt wusste ich nicht.

    Leider sind die anderen Arbeitsstellen alle im Bereich sehr schwere Körperliche Arbeit, Erd- und Schachtarbeiten.

    Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt, sei wachsam

    Reinhard Mey

  • Das mit der Gleichstellung kenne ich aus der Praxis anders (die rechtlichen Grundlagen kenne ich nicht): In unserem Betrieb jedenfalls gibt es definitiv Hilfen vom Integrationsfachdienst auch für Gleichgestellte.

  • Sorry Lexipedia,

    aber wenn man erkennbar keine Ahnung von der Materie hat und dennoch im Brustton der Überzeugung derartigen Unsinn postet,

    "Gleichgestellt gilt nur beim Kündigungsschutz"

    der den Betroffenen wirklich schaden kann, platzt mir der Kragen.

    " Nicht bei den anderen Nachteilsausgleichen wie Arbeitshilfen!"

    Zu dieser grottenfalschen Aussage empfehle ich einfach mal die Lektüre des § 68 Abs. 3 SGB IX:

    http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_9/__68.html

  • Hallo whoepfner

    Also das mit der Gleichstellung wäre geklärt, aber könnte der Kollege zum Beispiel Klage auf Beschäftigung erheben weil er der Meinung ist das die Beurteilung des Betriebsarztes falsch ist?

    Noch ist er nicht gekündigt, bezieht momentan ALG 1.

    Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt, sei wachsam

    Reinhard Mey

  • Hallo erco,

    ein Betriebsarzt hat normalerweise nur die abstrakte Leistungsfähigkeit zu klären. Wie dies dann mit einem konkreten Arbeitsplatz in Übereinstimmung zu bringen ist, ist dann Aufgabe von AG, BR und SBV.

    Natürlich kann ein gleichgestellter AN Ansprüche aus § 81 Abs. 4 SGB IX auf leidensgerechten Arbeitsplatz geltend machen und auch versuchen, einzuklagen.

    Allerdings sollte vor einer Klage der AN erst mal seinen Pflichten aus § 84 Abs. 1 SGB IX nachkommen und z.B. das Integrationsamt verständigen und hinzuziehen.

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen.