Frage bezüglich Vorschlagsliste

  • Hallo, bei uns im Betrieb finden bald Betriebsratswahlen statt, zu der ich vom BR zum Wahlvorstandsvorsitzenden ernannt wurde. Dazu kam ich eher wie die Jungfrau zum Kind.

    Wir sind 32 Mitarbeiter.17 Männer und 15 Frauen. Ich habe mich zu dem Thema zwar unfangreich informiert, allerdings ist mir so manches bei der Vorschlagsliste bei der Personenwahl noch unklar.

    Habe ich es richtig verstanden, dass Mitarbeiter A Mitarbeiter Z zur Kandidatur Vorschlagen kann? Muss in diesem Fall im Vorhinein Mitarbeiter A von Z dessen Bereitschaft zur Kandidatur erfragen, auch bezüglich dessen Unterschrift zum Einverständnis?

    Dürfen die 3 benötigten Stützunterschriften erst mit Zustimmung des Kandidaten erfolgen, oder auch schon vorher?

  • Wie die Namen auf die Vorschlagsliste kommen ist egal, ob die Leute sich nun selber melden oder ob sie vorgeschlagen werden. Aus praktischen gründen würde ich aber, gerade bei einem so kleinen Unternehmen, nur Leute auf die Liste setzen von denen ich weiss, dass sie auch kandidieren wollen. Verweigert nämlich jemand die Unterschrift stehst du blöd da.

    Stützunterschriften können gesammelt werden sbald sämtliche Kandidaten aufgelistet wurden und keine weiteren mehr hinzu gefügt werden. Aus praktischen gründen würde ich damit aber möglichst erst nach dem erhalt sämtlicher Unterschriften der Kandidaten beginnen. Fehlt davon nämlich eine ist der WV am ende ungültig und du darfst erneut sammeln. Aber bei 32 Mitarbeitern kann das so kompliziert ja alles nicht sein oder? :)

  • Hallo,

    ist alles ganz richtig, was Xolgrim schreibt. Aber nicht ganz vollständig. Xolgrim stellt darauf ab, dass alle Kandidaten auf einem einzigen Wahlvorschlag (einer Vorschlagsliste) kandidieren. Dann ist es in der Tat so, dass diese eine Liste (mit 1 bis X Kandidaten, die alle ihr Einverständnis zur Kandidatur erklärt haben sollten) komplett nur die vom Wahlvorstand festgelegte Anzahl an Stützunterschriften benötigt, bei euch also 3.

    Es gibt aber auch noch die Möglichkeit, dass Wahlvorschläge einzelner Kandidaten eingereicht werden. Der Kandidat kann sich selbst vorschlagen oder von anderen vorgeschlagen werden. Dann benötigt dieser eine Kandidat ebenfalls die vom Wahlvorstand festgelegte Anzahl an Stützunterschriften, bei euch also 3. Und selbstverständlich sollte auch dieser eine Kandidat vorher sein Einverständnis zur Kandidatur erklärt haben.

    Dasselbe Prozedere gitl auch, wenn es mehrere Kandidaturwillige gibt. Ergo gilt: Mehrere KÖNNEN sich zu einer Liste zusammenschließen, MÜSSEN das aber nicht.

    Der Wahlvorstand prüft alle eingereichten Wahlvorschläge (egal, ob Liste oder Einzelvorschlag). Jeder Wahlvorschlag benötigt die Unterschrift der Kandidaten (= Zustimmung zur Kandidatur) UND jeweils die vom Wahlvorstand festgelegte Anzahl an Stützunterschriften, bei euch also 3. Keine Unterschrift darf doppelt sein. Passt alles, "bastelt" der Wahlvorstand aus allen Wahlvorschlägen den Stimmzettel zusammen, auf dem dann alle Kandidaten, egal ob per Liste oder Einzelvorschlag vorgeschlagen, in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt sind. Die Wähler dürfen dann auf dem Stimmzettel soviele Kreuze machen, wie BR-Mitglieder zu wählen sind, weniger Kreuze ist ok, mehr Kreuze ist ungültig.

    Achtung für alle anderen, die hier mitlesen: Diese Vorgehensweise gilt NUR für das vereinfachte Wahlverfahren (bis 50 Wahlberechtigte)!!

    Grüßchen,
    Carola

  • Zitat von Carola

    Achtung für alle anderen, die hier mitlesen: Diese Vorgehensweise gilt NUR für das vereinfachte Wahlverfahren (bis 50 Wahlberechtigte)!!

    Wenn wir es schon ganz ausführlich machen wollen:

    Das vereinfachte Wahlverfahren ist in Betrieben mit 51 bis 100AN nach Vereinbarung mit dem AG möglich.


    @Wolfpac Da Du die Geschlechterverteilung schon aufgelistet hast. Den Frauen als Minderheitsgeschlecht steht in Eurem 3er BR mindestens ein Platz zu (sofern sich mindestens eine Frau zur Wahl aufstellt und mindestens eine Stimme erhält).

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen.