Krankmeldung

  • Noch eine Frage:

    Hat es bei Euch konkret schon einmal Stress gegeben wegen den Formalien bei der Krankmeldung?

    Meines Erachtens ist es immer dann ratsam, sich sehr genau an Formalien zu halten, wenn man sowieso Schwierigkeiten hat. Im großen und ganzen ist es meistens doch :oops: eissegal, solange es den Zweck erfüllt.

    Wie seht Ihr das?

  • Hallo Bernd,

    natürlich gibt es - je nach Vorgesetzten - immer wieder Probleme bei Krankmeldungen, wenn sich die MA nicht an die innerbetrieblichen Vorschriften halten. Meist eben "nur" Ermahnungen bzw. im Wiederholungsfall Abmahnungen.
    Nur: wenn ein MA schon sowas bekommt, dann müssen bei ihm auch die Warnlampen angehen. Also dann die nächste Zeit sich korrekt verhalten, dann passiert auch nichts weiter. Der MA muss auch darauf drängen, dass diese Er-/Abmahnung auch wieder aus der Personalakte entfernt wird.

    Gruß/heelium

  • Hallo,

    bei uns hat es gerade erst eine Abmahnung gegeben, weil ein Kollege sich angeblich bei der falschen Person AU gemeldet haben soll. Wir empfehlen bei uns inzwischen, auf die Formalia genau zu achten.

    Grüße Winfried

  • Hi Bernd,
    bei uns gab es meines Wissens noch keinen ernstzunehmenden Ärger wegen Krankmeldungen.
    Es gab bislang auch keine Probleme, wenn der "Gelbe" mal etwas später als am 3. Tag vorlag.
    Im Gegenteil, wir haben sogar eine Kulanzregelung, wonach der Vorgesetzte entscheiden kann, ob man einen Tag zu Hause bleiben kann.
    Wir haben die Erfahrung gemacht, das Ärzte üblicherweise mindestens 3 Tage krankschreiben. Manchmal, z.B. bei Magenverstimmung oder Migränen, reicht auch ein Tag. Deshalb haben wir dafür ein Agreement, dass man diesen Mumientag nehmen kann. Die Regelung ist meines Wissens schon häufig genutzt, aber bislang nicht missbraucht worden.

    Zum Thema, bei wem Du dich krankzumelden hast: beim AG.
    Wenn nichts anderes geregelt ist, dann ist das dein disziplinarischer Vorgesetzter, denn der vertritt dir gegenüber den AG. Ist der nicht da, der nächst höhere in der Hierarchie, notfalls rauf bis Vorstand/Geschäftsführung. Weil die keinen Bock da drauf haben, ist meist geregelt, dass Krankmeldungen ersatzweise an die Personalabteilung (oder wen auch immer) zu richten sind und die kümmern sich dann darum, dass die entsprechenden Stellen informiert werden.

    Wenn das mit "wo melde ich mich krank" bei Euch ein Problem für die MA ist, versucht doch eine entsprechende Regelabsprache mit der GF zu treffen.

    Für Urlaub haben wir z.B. so eine Regelabspache getroffen. Danach gilt Urlaub grundsätzlich als genehmigt, wenn nicht innerhalb von 10 Werktagen widersprochen wird. Da hatten wir mal die Probleme mit "wer muss mir den jetzt eigentlich genehmigen". Genehmigen tut immer der diszipl. Vorgesetzte, der kann aber delegieren. Haben manche auch getan und an die Fachvorgesetzten delegiert. Alle haben auch Regelungen erlassen, wer bei Abwesenheit genehmigen darf. Die Regelung ist per Mail an alle AN der Abteilung gegangen und auch die Urlaubsantragvorlage (eine Word .dot) enthält die Regel per Hilfebutton :)
    Ich weiss, Urlaub hat mit Krankheit meist nix zu tun, aber vielleicht hilft Euch das Prinzip des genehmigungsverfahrens.


    Grüße
    Gertrüde

    PS: so ein ****, hier schneit's schon wieder. bäh

  • Einen Mumientag nenne ich den Kulanztag.
    Du fühlst die halt wie ein Mumie: willst Dich eigentlich nur in deiner Decke einwickeln und es fühlt sich im Kopf an, als will dir einer das Hirn rausquirlen - mumifizieren halt. Typisch erkältungszustand, packt mich i.d.R. 1x im Jahr, meist Donnerstags abends (wieso auch immer). Dann nehme ich den Freitag frei als krank zu Hause.

    Ist auch manchmal der typische Zustand am Tag nach dem Gelage mit dem Alkoholmiß ääh -gebrauch.

    Für den Tag nach dem "Saufen" wird bei uns übrigens Gleitzeit genommen. Ich habe noch nicht gehört, dass bei uns jemand so dreist war und dafür den Kulanztag nahm.

  • Hallo Gertruede,

    mir hat man ja mal beigebracht, daß jeder Alkoholgebrauch, der zu einer Intoxikation (auf gut deutsch: zu einem Rausch, und damit mittelbar zu der von Dir beschriebenen Mumifizierung) führt, automatisch als Alkoholmißbrauch zu werten sei...

    Na ja...

    :wink: Winfried

  • Wir haben auch lange darüber diskutiert, ob man zu dem gesamten Themenkreis eine Regelungsabsprache oder BV machen sollte.

    Auf der einen Seite hat das den Vorteil, dass alle wissen wo es lang geht. Auf der anderen Seite ist es ja manchmal auch ganz gut, dass jede Einheit ihren eigenen Regelungsspielraum hat.

    Im konkreten Fall habe ich mich ziemlich weit umgehört. Die Abmahnung wegen Nichteinhaltung der Formalien hätte bei einer späteren Prügung vor dem Arbeitsgericht vermutlich wenig Chance auf Bestand. D.h. die Kündigung wäre ohne ausreichende Abmahnung ebenfalls rechtsunwirksam.

    Hat man aber alles in Form gegossen, ist es auch leicht jeden Verstoß entsprechend zu ahnden, auch wenn der aus einem dummen Zufall entsteht.

    Ich bin hin und her gerissen ob wir aktiv werden sollen (nach den Wahlen natürlich). Auf der einen Seite denke ioch es wäre besser. Auf der anderen Seite hat es in den vergangenen Jahren nie Ärger gegeben wegen der Krankmeldungen. Wozu dann regeln?

    Zumal damit auch die Rechtsunsicherheit beim Arbeitgeber bleibt. :twisted:

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen.