Entlohnung von Freigestellte Betriebsratmitglieder

  • Zitat aus dem Link:

    "Die Versteuerung von Zuschlägen, die allein aufgrund der Betriebsratstätigkeit vorgenommen wird, kann aufgrund der damit verbundenen Einkommenseinbußen eine unzulässige Benachteiligung des Betriebsratsmitglieds darstellen. Der Arbeitgeber hat hier gegebenenfalls für Ausgleich zu sorgen." (Fettung von mir)

    Das ist alles in der Möglichkeitsform geschrieben. Einen klaren Anspruch hat man hier nicht. Leider steht nicht in dem Artikel, unter welchen Bedingungen sich solch ein Anspruch ergeben würde. Folglich stimmt die Aussage, dass die Versteuerung der Zuschläge rechtens ist.

    Da sollten mal die Verfasser Nägel mit Köpfen machen und nicht so ein allgemeines Statement abgeben.

  • ergo,
    dieser "Artikel" ist nicht mehr als ein Versuch, BRM Seminare bei diesem Anbieter schmackhaft zu machen. Aber wenigstens wird dafür gesorgt, dass auch die Dekoration im Seminarzentrum zu einer angenehmen Lernatmosphäre beiträgt. Hab ich bei meinen Schulungen bislang wirklich vermisst.

    Eindeutig wird darauf hingewiesen, dass Zuschläge für Schichten, die nicht geleistet wurden versteuert werden müssen.
    Aussagen wie "Versteuerung kann Benachteiligung darstellen" und "AG hat ggf. für Ausgleich zu sorgen" haben NULL Aussagewert. Eine belastbare Quelle wird nicht angegeben, welche das in irgendeinster Weise stützen würde.

    Wirklich lächerlich ist die Frage, ob Winfried gelesen hat, von wem dieser Artikel ist., da der Autor überhaupt nicht benannt ist. Ich vermute mal, dass dieser "Artikel" von dem Schwippschwager der Freundin meiner Urgroßmutter geschrieben wurde.

    Eine jetzt wirklich verärgerte
    Kokomiko

  • Hallo,

    es geht nich um die Versteuerung, es geht in dem Link darum ob ein ausgleich der abgaben erfolgen muss!

    Das Steuern anfallen ist doch unstritig an, auch der Ausgleich muss dann versteuert weden, solange bis der ausgleich des Verlusts erreicht ist.

    In dem Link ist es so beschrieben, es fallen Steuern an und die müßen gegebenfals ausgelichen werden.

    Auf meinen ersten ifb Seminar hat auch die RAW In das so beschrieben, es gibt halt verschiedene Ansichten

    http://www.praxis-fortbildung.…fault.asp?IdAktuelles=404

    Bitte genau lesen

  • Zitat von ergo:

    vermuten heißt nix oder nicht wissen.


    Korrekt! Und "kann darstellen" heißt nicht "stellt dar" und gegebenenfalls ausgleichen" heißt nicht "muss ausgleichen" und um die Versteuerung geht´ s hier auch längst gar keinem TE mehr.

    Konkret stehen diese Fragen im Raum:

    1. Muss der AG einen Nettolohnausgleich vornehmen?
    2. Stellt der Nettolohnausgleich eine ungerechtfertigte Bevorteilung eines BRM dar oder nicht?

    Und solange keine belastbare & nachvollziehbare Quelle (Gerichtsbeschluss oder anerkannte Kommentarmeinung) benannt wird, ist keinem BRM geholfen.

    Von mir aus kannst Du auf dem Niveau "Meister Proppa sagt aber auch, dass man bei Rot über die Ampel gehen kann" gerne weiter diskutieren. Ich klinke mich jedenfalls aus.

    Gruß
    Kokomiko

  • Hallo.

    Zitat von ergo:

    (...) es gibt halt verschiedene Ansichten.

    Ansichten kann man haben, wie man will, wir sind ja eine Demokratie.

    Ich halte mich aber lieber an geltende Rechtsprechung, hier des BAG (Az habe ich schon gepostet), und die sagt: 1. Ein Betriebsratsmitglied, das vor seiner Freistellung von der beruflichen Tätigkeit Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit geleistet und dafür steuerfreie Zuschläge zum Lohn erhalten hat, kann nach seiner Freistellung vom Arbeitgeber nicht deren unversteuerte Auszahlung verlangen. 2. Der Arbeitgeber ist gegenüber dem Betriebsratsmitglied auch nicht verpflichtet, die Differenz zum Nettolohn zu zahlen, die sich für den Arbeitnehmer daraus ergibt, daß nach seiner Freistellung als Betriebsratsmitglied die an ihn weiterzuzahlenden Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit steuerpflichtig sind.

    Und im Lichte dieser BAG-Rechtsprechung ist die Aussage, der AG habe hier steuerliche Nachteile auszugleichen, ganz schlicht ein Schmarrn.

    Grüsse Winfried

  • Hallo Winfried,

    ich habe noch mal das von dir angegebene AZ eingegeben und du hast recht.

    Ich kam vorher immer wider bei der DGB Seite über die Freiwlligkei der Zahlung raus.

    Ich entschultige mich für meinen beitrag in dem ich dich aufgefrortet habe das alles noch mal zu lesen.

    Grüße

    Ergo

  • Hallo ergo,

    Du musst Dich für nichts entschuldigen.

    Nochmal, ich finde es wirklich gut, wenn Du mit einer gewissen Hartnäckigkeit an einem Thema dran bleibst und versuchst, Deine Position zu untermauern. Und ich finde es auch gut, wie Du auf Gegenwind reagierst. ;)

    Und damit soll es jetzt auch gut sein.

    Gruß

    Kokomiko

  • Hallo zusammen

    ich habe das gleiche Problem bin seit einigen wochen freigestellt.Ich habe vorher in 3 Schicht gearbeitet und ich weis nicht wie ich das dem AG begründen soll das er mich jetzt nicht benachteiligen darf.

    Währe für eure hilfe dankbar...

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen.