Kurzarbeit, bestehende BV und trotzdem Kündigung

  • Hallo zusammen!

    Bei uns besteht eine BV zur Kurzarbeit, in der vereinbart wurde, dass explizit aus Arbeitsmangel in der Gültigkeitsdauer keine betriebsbedingten Kündigungen vorgenommen werden können.
    Fakt ist dieser, dass nur in Teilbereichen die Kurzarbeit angemeldet ist.
    In dem Teil, der "normal" arbeitet, soll nun aus produktionstechnischen Gründen, d.h. aufgrund neuer Maschinen die Produktion von 3 auf 2 Schichten reduziert werden.
    Ein Teil der MA, die nun übrig sind, sollen in die Abteilung versetzt werden in der Kurz gearbeitet wird.
    Hier soll nun ein MA entlassen werden.

    Sozialauswahl usw. ist richtig. Genügt es, wenn ich mich im Widerspruch auf unsere bestehende BV berufe?:?:

    Ich danke euch schon im voraus!

  • Zitat von cupcake :

    Genügt es, wenn ich mich im Widerspruch auf unsere bestehende BV berufe?:?:

    Hallo,

    prinzipiell schon. Ob das im Kündigungsschutzprozeß des/der AN dann tatsächlich ausreicht, z.B. um einen Weiterbeschäftigungsanspruch zu begründen, wird aber davon abhängen, wie diese BV genau formuliert ist.

    Ich spiele mal den Advocatus diaboli des AG: Ich kann mir vorstellen, dass Eure BV u.U. nicht ausreicht, da Ihr vereinbart zu haben scheint, dass "aus Arbeitsmangel" nicht betriebsbedingt gekündigt werden darf. Hier wird aber wohl nicht wegen Arbeitsmangels gekündigt, sondern wegen Umstrukturierung in einer anderen Abteilung, die mit Versetzungen verbunden ist.

    Nun wäre interessant zu wissen, was genau a) in Eurer BV und b) was in der Anhörung zur Kündigung steht.

    Grüsse Winfried

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen.