Datenschutz bei Kündigung von MA

  • Hallo Allerseits


    Mir geht es um den Schutz von Persönlichkeitsrechten und Daten von MA die vom Betrieb gekündigt wurden. Genauer gesagt, geht es um den Umgang durch den AG damit.


    Konkret wurde einem MA krankheitsbedingt gekündigt. Mit der Kündigung ist soweit alles regulär abgelaufen. Nur anschließend wurde etwas Schindluder getrieben. Bei uns im Gremium wird dazu nicht wenig diskutiert und ich gebe gerne zu, dass es etwas kleinlich sein mag. Es ist also mehr eine Grundsatzfrage die ich an Euch habe.


    Wie gesagt durchlief die Kündigung ale vorgeschriebenen Schritte und ist soweit regulär behandelt worden. Nun nach der Kündigung stellt sich der Teamleiter des gekündigten MA in einem Huddle hin und verkündet allen Anwesenden (Sein eigenes Team plus einem weiteren Team das aber mit dem betroffenen MA eigentlich nichts zu schaffen hat), dass der Betrieb "sich vom MA XY getrennt habe". Es wurde dabei vor versammelter Mannschaft wirklich so dargestellt, dass allen Anwesenden eindeutig klar war, dass es sich um eine AG-seitige Kündigung handelt.


    Selbst sehe ich darin einen Verstoß gegen die DSGVO. Die Preisgabe dieser Information (Der sehr persönlichen Daten) erfüllte keinen Zweck. Andere MA mußten von dem betroffenen MA keine direkte Arbeit übernehmen (Call Center Agent). Dann könnte ich es noch nachvollziehen, dass man es mit den MA bespricht, denen man die Arbeit aufhalsen würde. Dies ist hier aber so nicht der Fall.

    Auch ist davon auszugehen, dass der betroffene MA nicht seine Zustimmung dazu gegeben hat, dass von seinem Teamleiter öffentlich verkündet wird, dass er vom Betrieb gekündigt wurde (Jedenfalls ist dazu nichts bekannt und in dem Fall ist das auch äußerst unwahrscheinlich).


    Die DSGVO spricht im Art. 17 davon von einem Recht auf "unverzügliche Löschung" von personenbezogener Daten. Nun ist das nicht öffentliche verkünden einer Kündigung keine Datenlöschung, dies ist natürlich klar. Aber kann man daraus nicht ableiten, dass nicht öffentlich verkündet wird, dass man gekündigt wurde.


    Die Persönlichkeitsrechte sehe ich davon auch betroffen. Es könnte dem MA doch peinlich sein das jeder weiß, dass er gekündigt wurde. Vielleicht möchte er es ja aus Scham anders darstellen ... z.B. das er selbst gekündigt hat.


    Ja - das mag jetzt etwas kleinlich wirken und man fragt sich "Was soll´s das es dem Teams mitgeteilt wurde", aber das ist ja nicht meine Frage. Wie gesagt: Es ist einfach mehr eine Grundsatzfrage


    Gebt mir eure Meinungen, Antworten und Frage. Ich freue mich über alles was kommt.



    Vielen Dank an Euch im Vorraus

    Kilian

  • Selbst sehe ich darin einen Verstoß gegen die DSGVO. Die Preisgabe dieser Information (Der sehr persönlichen Daten) erfüllte keinen Zweck.

    Gerade bei Aufbau unseres Standorts (auch Kundenservice) haben wir Wert darauf gelegt, über jede Kündigung zu sprechen, weil es der absolute Sonderfall war und auch bleiben sollte und jeder über seine Bedenken und Ängste sprechen können sollte. Das empfand ich als sehr wertvoll.


    Es könnte dem MA doch peinlich sein das jeder weiß, dass er gekündigt wurde. Vielleicht möchte er es ja aus Scham anders darstellen ... z.B. das er selbst gekündigt hat.

    Ein Recht zu lügen abzuleiten ist ganz schön haarsträubend.


    Ich frag mach wie so oft - ist das schon die ganze Story? Ist das ein unübliches Vorgehen? Woher die persönliche Betroffenheit?

    Fallere me possum solus - wie wir Lateiner sagen. 3er Betriebsrat, BRV, kein Tarif.

  • Im Endeffekt ist es die ganze Story.


    Bei dem Punkt, ob der MA eine andere Darstellung abgeben will, war ein z.B. vorgesetzt. Es war also nur ein Beispiel von vielen denkbaren Varianten, warum ein MA nicht möchte das eine AG-Kündigung bekannt wird.


    Es geht uns hauptsächlich wirklich um die Grundsatzfrage, ob und inwieweit bei der Handlung des TL ein Verstoß gegen die DSGVO vorliegt ... und wie schwerwiegend ihr den bewertet und wlche Maßnamen ihr da eventuell daraus ableiten würdet

  • Nun nach der Kündigung stellt sich der Teamleiter des gekündigten MA in einem Huddle hin und verkündet allen Anwesenden (Sein eigenes Team plus einem weiteren Team das aber mit dem betroffenen MA eigentlich nichts zu schaffen hat), dass der Betrieb "sich vom MA XY getrennt habe".

    da sehe ich nichts was das Persönlichkeitsrecht verletzt, soweit es genauso formuliert war wie Du geschrieben hast.


    Bei uns werden Eintritte und Austritte von MA auch kommuniziert, allein schon damit die internen Abläufe nicht leiden, wenn keiner weiß MA-XYZ kommt nicht wieder und dann darauf warten würden.


    Und wenn der AG dem MA gekündigt hat, dann ist das eine wahrheitsgemäße Aussage ohne Details zu nennen.


    btw: was ist ein Huddle?


    Die Persönlichkeitsrechte sehe ich davon auch betroffen. Es könnte dem MA doch peinlich sein das jeder weiß, dass er gekündigt wurde. Vielleicht möchte er es ja aus Scham anders darstellen ... z.B. das er selbst gekündigt hat.

    und dann ergibt sich aus der "Lüge" des MA, das dieser den AG wahrheitswidrig schlecht in der Öffentlichkeit darstellt.

    Somit hat der AG das Recht auf "Richtigstellung" und ggf. kann er auch in Richtung "übler Nachrede" gegen den MA vorgehen?

    --> oder muss der AG deiner Ansicht nach Lügen von ehemaligen MA hinnehmen?

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


    2 Mal editiert, zuletzt von Randolf () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Randolf mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Bei uns ist ein Huddle ein kurzes Meeting, wo wichtige, arbeitsrelevante Informationen an die MA verteilt werden. Da es ein Meeting ist können auch direkt Fragen gestellt werden. Der Informationsfluß ist also direkter als über E-Mail

  • Selbst sehe ich darin einen Verstoß einen Verstoß gegen die DSGVO. (...) Die Persönlichkeitsrechte sehe ich davon auch betroffen.

    Im Gegensatz zu meinen Vorrednern, die sich mal fachlich mit dem Thema Personaldatenschutz auseinandersetzen sollten, sehe ich den Verstoß sehr klar.


    Man darf das Ausscheiden an sich kommunizieren (jedoch auch nur einem beschränkten Personenkreis), aber nicht die Kündigung (man darf also sagen, XY verlässt uns zum soundsovielten, aber nicht, XY wurde gekündigt), denn die Art der Beendigung ist ein schützenswertes persönliches Datum.


    Arbeitsrechtlich wärendas ahndbar, die TL könnte abgemahnt werden. M.E. sollte eine klare Belehrung aller Führungskräfte aber ausreichen.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

    4 Mal editiert, zuletzt von Pfried () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Fried mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Ohne den wirklich genauen Wortlaut zu kennen lässt sich das nicht beantworten.
    Wenn wirklich das ganze so kommuniziert worden ist das klar ist oder der Eindruck entstehen kann das der Mitarbeiter durch das Unternehmen gekündigt worden ist hat das Unternehmen und der Teamleiter welcher das gesagt hat ein Problem weil das falsch gelaufen ist.

    Wenn nur eine Aussage erfolgt ist, das er nicht mehr im Unternehmen tätig ist ist das eine Information die notwendig und korrekt ist wenn diese an alle Mitarbeiter erfolgt ist welche diese Information benötigen für die Arbeit. Wenn das aber an alle geht, also auch an die welche das nicht benötigen für ihre Arbeit könnte sogar diese Mitteilung fehlerhaft sein.

    Bevor wir einfache oder komplizierte Gesetzen/Verordnungen erlassen sollten wir es vielleicht mit etwas einfachen wie Hochdeutsch versuchen :)

  • Ohne den wirklich genauen Wortlaut zu kennen lässt sich das nicht beantworten.

    Nun nach der Kündigung stellt sich der Teamleiter des gekündigten MA (...) hin und verkündet allen Anwesenden (...), dass der Betrieb "sich vom MA XY getrennt habe".

    Wieviel eindeutiger müsste es denn Deiner Ansicht nach sein? ;)

    Ansonsten bin ich ganz bei Dir, Du hast die Regeln gut dargestellt.


    Mich schockieren die Beiträge in diesem Forum dazu etwas. So viel Ignoranz bzgl Datenschutz würde ich hier nicht erwarten.


    MiBor ist nicht kleinlich. Er/sie hat schlicht recht mit den Bedenken.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

    Einmal editiert, zuletzt von Pfried ()

  • Naja es ist nur eine Angabe eines nicht direkt Betroffenen. Deshalb die Aussage das man das genau wissen muss was wirklich gesagt worden ist.

    Bevor wir einfache oder komplizierte Gesetzen/Verordnungen erlassen sollten wir es vielleicht mit etwas einfachen wie Hochdeutsch versuchen :)

  • Im Gegensatz zu meinen Vorrednern, ..., sehe ich den Verstoß sehr klar.

    jawollja


    Aber


    sich vom MA XY getrennt habe

    ist diese Aussage so eindeutig?

    Trennen kann man sich auch im gegenseitigen Einvernehmen.


    Als BR würde ich das im nächsten Monatsgespräch thematisieren und den AG bitten das mit allen Führungskräften aufzunehmen, dass so etwas so nicht geht und bitte eine eindeutig, DSGVO-konforme Wortwahl genutzt werden soll.

    You choose your leaders and place your trust as their lies wash you down and their promises rust (MMEB Going Underground)

  • Man darf das Ausscheiden an sich kommunizieren (jedoch auch nur einem beschränkten Personenkreis),

    natürlich müssen alle MA und Kunden die mit der ausscheidenden Person Kontakt haben / zusammenarbeiten über das Ausscheiden informiert werden.

    Es muss ja auch der übernehmende MA kommuniziert werden, damit die "Arbeit" weitergehen kann.

    Im oben dargestellten Fall ist das ja wohl der Fall, da gemeinsame Besprechungen stattfinden und

    einem weiteren Team das aber mit dem betroffenen MA eigentlich nichts zu schaffen hat

    sagt ja schon aus, das Kontakt / Zusammenarbeit stattfinden

    (eigentlich ist eine Einschränkung, die zu Ausdruck bringt: es findet doch statt)

    dass der Betrieb "sich vom MA XY getrennt habe".

    wenn eine derartige Formulierung schon unter Datenschutz fallen soll, dann fällt mir keine Formulierung ein, die Wahrheitsgemäß den Sachverhalt darstellen kann ohne das man daraus erkennen kann, wer gekündigt hat.

    Dann dürfte ja niemand mehr derartige Sachverhalte kommunizieren, auch der MA nicht das "er gekündigt hat, weil die DSGVo gilt ja für alle.

    Auch der AG hat dann das Recht was hier dem MA zugestanden wird, das sein Ansehen nicht geschädigt wird.


    Trennen kann man sich auch im gegenseitigen Einvernehmen.

    wäre das dann nicht auch ein Verstoß?

    es suggeriert ja das Einverständnis zur Trennung durch den MA und wenn ihm das ebenfalls

    Es könnte dem MA doch peinlich sein das jeder weiß, d

    Vielleicht möchte er es ja aus Scham anders darstellen

    ich sehe da in der grundsätzlichen Problematik keinen Unterschied in den Formulierungen und den "Befindlichkeiten" die das beim MA auslösen kann.

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


    3 Mal editiert, zuletzt von Randolf () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Randolf mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • natürlich müssen alle MA und Kunden die mit der ausscheidenden Person Kontakt haben / zusammenarbeiten über das Ausscheiden informiert werden.

    Es muss ja auch der übernehmende MA kommuniziert werden, damit die "Arbeit" weitergehen kann.

    Im oben dargestellten Fall ist das ja wohl der Fall, da gemeinsame Besprechungen stattfinden und

    sagt ja schon aus, das Kontakt / Zusammenarbeit stattfinden

    Es geht nur darum den Personen welche das wissen müssen das mitzuteilen das XY nicht mehr da ist. Warum, also z. B. ob der Mitarbeiter oder der Arbeitgeber oder man im guten auseinander gegangen ist ist irrelevant und gehört nicht kommuniziert.
    Und ich bin mir nicht mal sicher ob die Kunden informiert werden müssen wenn die Kommunikation über Sammeltelefonnummern / Sammelmailboxen läuft.

    Bevor wir einfache oder komplizierte Gesetzen/Verordnungen erlassen sollten wir es vielleicht mit etwas einfachen wie Hochdeutsch versuchen :)

  • Und ich bin mir nicht mal sicher ob die Kunden informiert werden müssen wenn die Kommunikation über Sammeltelefonnummern / Sammelmailboxen läuft.

    ja nach Branche haben Kunden eben auch direkte Ansprechpartner.


    Bei eienr "Hotline" wäre das natürlich nicht erforderlich, da hast Du Recht.

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


  • ja nach Branche haben Kunden eben auch direkte Ansprechpartner.


    Bei eienr "Hotline" wäre das natürlich nicht erforderlich, da hast Du Recht.

    Bei direkten Ansprechpartnern kann ich die Telefonnummer weiterleiten.
    Und ja im Zweifel wird der Kunde informiert das sich sein Ansprechpartner geändert hat.

    Bevor wir einfache oder komplizierte Gesetzen/Verordnungen erlassen sollten wir es vielleicht mit etwas einfachen wie Hochdeutsch versuchen :)

  • Uiuiui, wie hier teils argumentiert wird... Als AN hätte ich tatsächlich Angst, dass meine Daten bei BRen mit solchen Einstellungen zum DS gut aufgehoben sind.


    Man wird sich (hoffentlich) zumindest darin einig sein, dass die Beendigung des Arbeitsverhältnisses ein persönliches Datum des/der AN ist, und auch die Art der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Man wird sich (hoffentlich) auch einig sein, dass persönliche Daten von AN grundsätzlich einem Schutz unterliegen.


    Dann muss man sich nach den Kriterien des DS (bitte googeln, ich fange hier nicht bei Adam und Eva an, auch wenn man bei manchen den Eindruck hat, es könnte notwendig sein) ansehen, an welche Personen welches persönliches Datum weitergegeben werden darf oder evtl sogar muss. Kriterium kann da (verkürzt gesprochen) nur die wechselseitige vertragliche Verpflichtung und eine daraus resultierende betriebliche Notwendigkeit sein, sofern sie das persönliche Interesse überwiegt.


    Daraus ergibt sich, dass u.U. einem bestimmten Personenkreis die Beendigung des Arbeitsverhältnisses an sich mitgeteilt werden darf bzw muss (je nach Arbeitsverteilung z.B. kann die Info für bestimmte Kund:innen und bestimmte Kolleg:innen notwendig sein).


    Alleine daraus ergibt sich aber auch klar, dass die Art der Beendigung des Arbeitsverhältnisses definitiv nicht weitergegeben werden darf. Mir fällt keine Notwendigkeit ein, dass Dritte das wissen müssen, die das Schutzinteresse des/der AN überwiegt.


    Das Psychogedöns von HankHardware (Ängste, Bedenken) z.B. begründet sicher keine Notwendigkeit i.S.d. DSGVO, das das Persönlichkeitsrecht des/der AN überwiegt.


    Der/die betroffene AN hat ein Recht auf Schutz dieses Datums, und dem steht kein Recht der anderen AN auf "wahrheitsgemäße Unterrichtung" bzgl dieses persönlichen Datums entgegen - letzteres zu verargumentieren, ist sehr abstrus.

    ist diese Aussage so eindeutig?

    M.E. schon. "Wir trennen uns voneinander": Einvernehmen. "Wir trennen uns von ihm/ihr": AG-seitige Kündigung.


    Hat aber beides nix in der Info zu suchen.


    MiBor , nochmal: Deine Bedenken sind sehr berechtigt.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

    2 Mal editiert, zuletzt von Pfried ()

  • Zunächst einmal meinen Dank an alle, die hier so fleißig geantwortet - das hilft doch schon sehr.


    Kurze Erläuterung zu Dingen, die mir in Eurer Diskussion aufgefallen sind:


    - Die vom Teamleiter gewählte Formulierung war wie oben geschrieben: "dass der Betrieb sich vom MA XY getrennt habe"" Aber es war allen Kollegen dort absolut klar, dass von einer arbeitgeberseitigen Kündigung die Rede ist. Dieser Punkt stand nie in Frage und war allen Anwesenden vollkommen klar. Allen war klar, dass dies ein aktiver Schritt des AG war. Ich hab das extra nochmal verifiziert.


    - Wir sind ein telefonischer Kundenservice. Eine normale Hotline. Wir nehmen Anrufe entgegen und bearbeiten die Anliegen soweit wir können. Alles andere wird weitergereicht. Bei uns verbleiben in dem Sinne keine Fälle, wir haben also keine Kunden in dauerhafter Betreuung (Andere Abteilungen haben dies so, aber bei dem betroffenen MA uns seinem Team ist das nicht gegeben). Reiner Durchgangsverkehr. Insofern mussten keine Kunden weitegereicht werden, die seine Teamkollegen dann hätten weiterbearbeiten müssen.

    Auch muss keiner der Kollegen deswegen mehr arbeiten. Keiner muß deshalb X Anrufe mehr annehmen. Maximal erhöht sich am Ende das Tages die Quote an Anrufen, die entweder nicht oder mit etwas längerer Wartezeit versehen waren. DAs Ausfallen eines Einzelnen erhöht auch nicht den generellen Druck auf die MA, Anrufe anzunehmen - so etwas ist mit eingeplant bei uns.


    Ich fasse mal kurz zusammmen: Es war vollkommen klar was gemeint war ... nämlich: MA wurde aktiv vom AG gekündigt und es gab keine direkte unmittelbare arbeitstechnische Auswirkung auf die Kollegen. Weiterzubetreuende Kunden gab es auch nicht

  • M.E. hätte dann - streng genommen - nicht einmal das Ende des Arbeitsverhältnisses verkündet werden dürfen.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • Finde es erstmal sehr befremdlich wenn Kollegen kommentarlos "verschwinden".

    Bestimmt. Aber daraus resultiert kein Recht auf deren persönliche Daten. Und wenn sie es nicht kommentarlos machen wollen, dürfen sie es gerne selber erzählen.

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