Ruhezeiten

  • Hallo zusammen,

    bei uns gibt es folgendes Problem....in unserer Firma wird im Schichtbetrieb 24h am Tag gearbeitet.
    Es gibt verschiedene Vertragsarten und unter anderem Mitarbeiter, die ihr Tätigkeit vorwiegend von zu Hause aus erledigen.
    Bei diesen Mitarbeitern scheint unsere AG nicht in der Lage zu sein, die vorgeschriebenen Ruhezeiten von 11h einzuhalten. Wir möchten unseren AG verpflichten die Ruhezeiten einzuhalten.
    Trotz mehrmalige Gespräche zwischen GL und BR (in der Drohungen ausgesprochen werden die Heimarbeitsplätze ab zu schaffen) werden die Ruhezeiten immer noch nicht eingehalten bzw. es wird erheblich dagegen verstoßen.

    Unser Gremium ist sich nicht einig darüber wie und ob wir weiter dagegen vorgehen sollten.
    Auserdem stellt sich die Frage ob die Ruhezeit bei "Heimarbeitern" anders bemessen sein kann.

    Vielleicht habt ihr einen Tip, wie ich meine Kollegen endlich dazu bekomme sich zum Thema für die MA einzusetzen?

  • Zitat von Mohnbroetchen :


    Bei diesen Mitarbeitern scheint unsere AG nicht in der Lage zu sein, die vorgeschriebenen Ruhezeiten von 11h einzuhalten.

    Wieso?


    Zitat von Mohnbroetchen :

    Wir möchten unseren AG verpflichten die Ruhezeiten einzuhalten.

    Das ist er schon vom Gesetz her.


    Zitat von Mohnbroetchen :


    Auserdem stellt sich die Frage ob die Ruhezeit bei "Heimarbeitern" anders bemessen sein kann.

    Nein!

  • Hallo Timo,

    das der AG vom Gesetz her verpflichtet ist Ruhezeiten einzuhalten.....ist mir klar.
    Unser AG meint sein Argument, es ginge nicht die Ruhezeiten einzuhalten, sei ausreichend.

    Das größte Problem allerdings ist das sich unser Gremium nicht über die weitere Vorgehensweise einig ist....keiner will sich mit unserem AG streiten.

    Vielleicht bekomme ich von Euch einige Tipps wie man die Kollegen umstimmen kann um endlich etwas für die MA zu tun........

  • Mohnbrötchen, ich verstehe immer noch nichtt wo das Problem mit den Ruhezieten bei den Heimarbeitsplätzen liegt.

    Wieso werden die nicht eingehalten und wieso meint der Arbeitgeber sie könnten nicht eingehalten werden und wieso meint er, diese würden eingehalten wenn die AN stattdessen im Betrieb arbeiten?

  • Hallo Mohnbrötchen,

    ich verstehe Deine Fragestellung auch nicht!

    Was verstehst Du unter "Heimarbeit"?
    Diese ist definiert im HAG > http://www.gesetze-im-internet.de/hag/index.html

    Handelt es sich nicht eher um die Möglichkeit, seine Arbeiten im "Homeoffice" oder per "Teleworking" erledigen zu können?

    Unabhängig davon, kann ich mir nicht vorstellen, dass "Heimarbeit (?)" im Rahmen einer Vollkonti Schichtarbeit erbracht wird; aber da mag ich durchaus falsch liegen.

    Die Arbeitszeitkontrolle Eurer "Heimarbeiter (?)" kann ich mir ebenfalls nur schwerlich vorstellen.

    Drittens würde es mich interessieren, wie denn die, in "Heimarbeit(?)" beschäftigten KollegInnen zu "Eurem" Problem stehen.

    Es wäre enorm hilfreich, wenn Du die Tätigkeit und die Arbeitsbedingungen konkreter beschreiben würdest.

    Gruß

    Kokomiko

  • Ich veruche mal noch einiges zu erklären.....

    dir MA die "Heimarbeiter sind", arbeiten ca. 80% ihrer Arbeitszeit zu Hause am PC. Sie sind nicht Vollzeitbeschäftigt.

    Wir sind ein CallCenter und abhängig von der Anzahl anrufender Kunden....also müssen wir relativ flexibel sein.
    Die "Heimarbeiter" arbeiten mehrmals am Tag meist nur eine kurze Sequenz (30 min bis 1 h)um die Auftragsannahme im CallCenter zu unterstützen. Durch die vielen kurzen Schichten kommt es regelmäßig dazu das die 11 / 13 h Regelung nicht eingehalten wird.

    Die Arbeitszeitkontrolle ist kein Problem, da die Mitarbeiter Minuten genau über ihr Login abgerechnet werden können.

    Da die Kollegen sich nicht wirklich über ihre Arbeitszeiten
    beschwehren, sondern diese "Heimplätze" einfach wieder abgeben , um die Schichten wieder hier im CallCenter zu arbeiten, kann man die Stimmung als eher mittel bis schlecht bezeichnen.

    Das Gremium hat "Angst" das diese Arbeitsplätze "gestrichen" werden und einige meinen auch das keiner 11h Ruhezeit braucht.

    Hoffe ich konnte es ein wenig besser erklären......will nur nicht noch mehr in´s Detail gehen....dann weiß jeder wo ich arbeite :o)

  • So richtig einleuchtend ist Deine Erklärung noch immer nicht.

    Ich versuch mal, ein wenig zu sortieren!

    Ein Teil Eurer Beschäftigten kann demnach wählen, die Arbeitszeit am Stück im Betrieb = Callcenter abzuleisten oder Kurzeinsätze vom heimischen Arbeitsplatz aus zu leisten.

    Müssen sich die KollegInnen innerhalb einer gewissen Zeitspanne mehr oder weniger auf Abruf bereit halten oder sind die Kurzeinsätze bereits im Vorfeld definiert?

    Was die Ruhezeiten betrifft... wie kommst Du plötzlich auf "11 / 13 h Regelung" ? Greift bei Euch ein TV?

    Ich könnte mir vorstellen, dass die Ruhezeit sogar offiziell verkürzt bzw. zu einem anderen Zeitpunkt ausgeglichen werden darf, da bei Euren "HeimarbeiterInnen" ein erheblicher Anteil "Arbeitsbereitschaft" angenommen werden kann.

    Aber wenn sich diese KollegInnen nicht über ihre Arbeitszeiten beschweren, woher rührt dann die schlechte Stimmung?

    Gruß

    Kokomiko


    P.S.
    Hier ist eine Seite, die sich intensiv mit dem Problem "Callcenter" befasst. Vielleicht findest Du auch da weiter gehende Informationen.

    http://www.tse.de/papiere/call…lekommunikation/index.php

  • Die Schwierigkeiten entstehen dadurch das die MA verteilt über den ganzen Tag (0 - 24 Uhr) einzelne Schichten arbeiten. Man kann deshalb auch nicht so einfach erkennen das der MA nach getaner Arbeit die Ruhezeit nicht einhält.

    Beispiel:
    MA begonn um 0:00, davor hatte er 11 h Frei, dann muss seine letzte Schicht um 13:00 Uhr aufhören und danach müssen wieder 11h Frei liegen.....so sollte es sein!!!
    Deshalb 11 / 13 h Regel
    Bei uns arbeitet der Mitarbeiter teilweise wehsentlich länger als 13:00 Uhr wie im Beispiel oben.

    Teilweise werden die Schichten auch sehr kurzfristig vergeben, dies Fördert den Umstand.

    Und das mit dem Beschwehren ist auch so eine Sache.....es gibt tatsächlich noch Unternehmen in denen die MA sich nicht "trauen" aufzumucken......

  • Wer legt denn fest, wann die Heimarbeiter arbeiten?

    Loggen diese sich ein wenn ihnen danach ist, oder werden die Calls vom Betrieb zu ihnen umgeleitet wenn das Callaufkommen zu hoch wird für die im CC?

  • Letztendlich entscheidet aber der Arbeitgeber wer wann arbeitet? Dann kann ich sein Argument absolut nicht nachvollziehen.

    Jetzt kann man sich natürlich streiten, ob man (sachlich korrekt) die Einhaltung der Gesetze sicherstellen will, oder dass man akzeptiert, dass ein geringfügiges Dehnen der Gesetze auch möglich ist.

    Ich würde mich bei der Entscheidung sowohl von der "Stimmung" in der Belegschaft, wie aber auch möglichen Gefährdungen leiten lassen und eine hoffentlich richtige Entscheidung treffen.

  • Team-ifb

    Hat das Thema geschlossen.