Zuständigkeit

  • Hallo zusammen,


    ich habe eine Frage, bei der ich euren Rat benötige.

    Unser Unternehmen wurde an einen Investor verkauft und wir besitzen in Deutschland 2 Standorte.

    In "meinem" Standort wurde ich 2022 als SBV gewählt. Im 2. Standort gab es zum damaligen Zeitpunkt keine Schwerbehinderten, somit wurde dort nicht gewählt. Jetzt hat ein Kollege im 2. Standort einen GdB 60 erhalten. Diesem soll jetzt aber betriebsbedingt gekündigt werden.

    Jetzt meine Frage: Bin ich als SBV auch für diesen Kollegen zuständig? Meine Personalchefin und der Arbeitgeberanwalt meinen Nein, da es sich um einen eigenen Standort handelt.

    Kann mir von Euch da weiterhelfen, gerne auch mit § und Urteilen?

    Wer ist mit solchen Fragen schon einmal in Berührung gekommen?


    Vielen Dank für eure Antworten.


    Viele Grüße


    Dirk

  • Gibt es einen GBR? Bzw ist das ein einheitlicher Betrieb mit einem einheitlichen BR, aber halt in zwei Standorten?

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • Jeder Standort hat einen gewählten BR und gemeinsam mit "meinem" Standort einen GBR.

    Der AG behauptet, jeder wäre eigenständig, aber das widerlegt doch eigentlich schon die Wahl des GBR´s, oder?

    Habe jetzt auch mal im Forum gestöbert und fand den § 180 (1) Satz 2 SGB IX recht hilfreich...

  • Hallo,


    durch die Konstituierung des GBR bist Du automatisch kraft Gesetzes, § 180 Abs. 1 Satz 2 SGB IX

    § 180 SGB IX - Einzelnorm

    zur GSBV geworden.


    Und als GSBV hast Du im SBV-losen betrieb ebenfalls kraft Gesetzes - § 180 Abs. 6 Satz 1 SGB IX - alle Rechte einer örtlichen SBV.


    Da gibt es in Fachkreisen (der Anwalt Deiner AGin scheint nicht dazuzugehören) keine zwei Meinungen.