Stimmung machen gegenübr den BR

  • Hallo zusammen!

    Wo fange ich an...

    Wir haben einen Mitarbeiter der gerade Stimmung gegen den BR macht

    zum Hintergrund:

    Dieser MA war 5 Jahre wegen eines Arbeitsunfalles (mit dem Mopped auf dem Betriebsgelände gestürzt) erkrankt

    Nach dem sich sein Betreuer gemeldet hat, dass er wieder arbeitsfähig ist, kam er nicht zur Arbeit

    Bisher alles seine private Angelegeneheit.

    Irgendwann kam er dann mal zur Arbeit

    Daraufhin suchte er das Gespräch mit dem BR/Vorsitz. Er wollte Gründe haben, um die Firma zu verklagen

    Wir haben ihm dann nett an seinen RA verwiesen. Er kramte dabei alte geschichten aus, die 5 Jahre und älter waren.

    Auch hier haben wir nett auf den RA verwiesen

    Diese Antworten waren dem MA natürlich nciht recht, da er ja wohl gedacht hat, dass wir ihm dabei helfen Geld rauszuschlagen

    Nun gut.. nun sind wir die Deppen und er macht Stimmung "BR taugt nichts" BR hilft keinen" "BR ist GL gesteuert""Den BR sollte man absägen" und und und

    WIr haben lange die Füsse still gehalten, aber nach der letzten Aussagen, man soll den BR absägen, finden wir das nicht mehr lustig.

    Hat jemand so eine gleiche Situation erlebt? Was sollte man tun? in die Offensive gehen und den MA zu Rede Stellen?

  • Bei der nächsten Betriebsversammlung das Thema anschneiden ohne Namen zu nennen. z.B.

    "Wie wir hörten gehen diese Aussagen ....Aufzählung... durch die Firma. Hat jemand dazu etwas zu sagen ?den Typ dann ansprechen ob er eine Meinung dazu hat. Unsere Tür steht euch jederzeit offen usw.

    Ich habe das, genau so, einmal gemacht und Ruhe war.

    wenn man düngen will reicht es nicht durch den Zaun zu furzen.


  • sind mE zwar polemische, aber noch zulässige Meinungsäußerungen, die ein BR hinnehmen muss.



    Das sehe ich etwas anders, für mich ist das eine Art von Rufschädigung des BR´s

    Wir gehen ja auch nicht durch die Firma und "beleidigen" Mitarbeiter., nur weil uns etwas an dem MA stört.

    Jedem MA helfen wir gerne und auch gut, aber manchmal hat es halt Grenzen, wie in diesem Fall.

  • Das sehe ich etwas anders, für mich ist das eine Art von Rufschädigung des BR´s

    Du wirst keine Rechtsprechung finden, die Aussagen wie

    "BR taugt nichts" BR hilft keinen" (...) "Den BR sollte man absägen"

    straf- oder sonstwierechtlich sanktioniert, weil die Gerichtsbarkeit die Freiheit der Meinung sehr hoch hängt und wg wiederkehrender BVerfG-Urteile auch sehr hoch hängen muss.


    Auch

    "BR ist GL gesteuert"

    dürfte nicht justiziabel sein.


    Ich würde das "ned amal ignoriern" (wir Karl Valentin mal sagte).


    Ein Gremium bzw Kollektiv so zu

    "beleidigen"

    ist nicht untersagt. Wenn ich sage, die AfD sei ein vollidiotischer, dreckskorrupter, krimineller Nazidreckshaufen, dann darf ich das. Aber z.B. eine Trixi von Storch als vollidiotischen, dreckskorrupten und kriminellen Nazidreck bezeichnen, das darf ich eher nicht (weswegen ich mich auch sofort von diesem Beispielssatz allervehementest distanziere).

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

    2 Mal editiert, zuletzt von Pfried () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Fried mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • WIr haben lange die Füsse still gehalten, aber nach der letzten Aussagen, man soll den BR absägen, finden wir das nicht mehr lustig.

    Hat jemand so eine gleiche Situation erlebt? Was sollte man tun? in die Offensive gehen und den MA zu Rede Stellen?

    Macht ihr euch ernsthaft sorgen das Ihr nicht wiedergewählt werdet oder schlecht dasteht, wenn ein MA (der auch noch 5 Jahre nicht anwesend war) sich derart aufführt?

    Wenn JA, läuft aber noch mehr falsch zwischen eurem BR und der Belegschaft.


    Wenn ihr ansonsten ein "gestandener" BR seid -- weglächeln.

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


  • Du wirst keine Rechtsprechung finden, die Aussagen wie

    straf- oder sonstwierechtlich sanktioniert, weil die Gerichtsbarkeit die Freiheit der Meinung sehr hoch hängt und wg wiederkehrender BVerfG-Urteile auch sehr hoch hängen mus

    das ist mir schon bewusst, aber man kann sich auch nicht alles gefallen lassen, nur weil einer meint hier rumzubocken und daduch evt. schlechte Stimmung verbreitet

    wir haben ja schon lange nichts dazu gesagt, aber so langsam finden wir, dass es reicht mit solchen Aussagen (die Aussagen von MA kommen alle paar Wochen)

  • das ist mir schon bewusst, aber man kann sich auch nicht alles gefallen lassen, nur weil einer meint hier rumzubocken und daduch evt. schlechte Stimmung verbreitet

    wir haben ja schon lange nichts dazu gesagt, aber so langsam finden wir, dass es reicht mit solchen Aussagen (die Aussagen von MA kommen alle paar Wochen)

    es gibt den schönen Spruch


    Qui s’excuse, s’accuse.

    Wer sich rechtfertigt, klagt sich an (oder auch : Wer sich verteidigt, klagt sich an)


    Geht ihr auf den "Schei..." ein, macht ihr es erst richtig "groß" und gebt dem "Ankläger" eine Basis zur weiteren Erklärung/Diskussion etc.

    Die MA könnten sich dann auch fragen: warum reagiert der BR jetzt doch, ist da doch was dran?

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


  • Nein mal im Ernst, ihr habt mir weitergeholfen meine Emotionen beiseite zu schieben. Danke

    Sorry, das war mit Sicherheit nicht unsere Absicht :evil:

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


  • Hallo Juddel,


    der Unfallhergang und die Unfallfolgen sind mir nun nicht bekannt (Verletzungsmuster).

    Aber 5 Jahre AU mit Aussteuerung ist schon massiv.

    Wie wurde der Unfall von der BG eingestuft und begleitet?

    Irgendwann kam er dann mal zur Arbeit

    Daraufhin suchte er das Gespräch mit dem BR/Vorsitz. Er wollte Gründe haben, um die Firma zu verklagen

    Mit welcher Begründung?


    Ich kenne die Unfallursache nicht, aber der MA ist doch über die BG versichert! Daher kann er nicht den AG verklagen.



    Er kramte dabei alte geschichten aus, die 5 Jahre und älter waren.

    Hat wahrscheinlich nichts mit dem AG zu tun, ggf. "innere Ursache" - diese sind nicht versichert!



    Nach dem sich sein Betreuer gemeldet hat, dass er wieder arbeitsfähig ist, kam er nicht zur Arbeit

    Ok, gesetzlichen Betreuer! Somit hat er wohl psychische / hirnorganische Schädigungen erlitten.


    Aber Du schreibst auch; der Betreuer hat die Arbeitsfähigkeit gemeldet. Dies finde ich sehr verstörend. Seit wann meldet ein gesetzlicher Betreuer einen MA wieder für arbeitsfähig?


    Die Arbeitsfähigkeit leitet ein Arzt ein mit einer SWE! Die SWE ist dem AG vorzulegen, damit er diese einplant und in die Wege leitet.

    Dieses ist primär auch mit einem BEM - Gespräch in Verbindung zu bringen.


    Also gab es eine ärztlich verordnete SWE? Wie ist das BEM gelaufen?

    Nach 5 Jahren - wie war die Vorstellung vom MA beim werksärztlichen Dienst? Arbeitsmediziner? Hat dieser die Zustimmung geben? Einschränkungen definiert?


    Mir fehlt leider so einiges bei Deiner Fragestellung - außer, dass Du Dich als BR schadhaft halten möchtest, was ich natürlich verstehe.

    Aber es gibt sooooo viele Fragezeichen????


    Viele Grüße,


    Kasandra

  • Kasandra vielen Dank für Dein Feedback und die damit verbundenen Gedanken

    Ich wollte hierbei nicht so sehr in die Tiefe gehen, da mich die AU bzw. der Unfall eher nicht mehr interessiert. Die zeitschiene war dabei nur wichtig

    Mir bzw.uns geht es nur darum, dass dieser MA den BR schlecht macht mit seinen Äusserungen.

    Aber ich habe hier einige Erkenntnisse gewonnen, da mir gestern meine Emotionen im Weg standen

    Einfach weglächeln, das werden wir jetzt tun:)

    Dem "Angreifer" keine Grundlage geben

  • Mein Tipp steht:

    Ich würde das "ned amal ignoriern" (wie Karl Valentin mal sagte)

    Und Juddel , Du hast Dich ja von den geballten Rückmeldungen überzeugen lassen, auf die Sache, auch wenn sie verständlicherweise nervt, nicht groß zu reagieren.


    Es ist angesichts der Details der Vorgeschichte durchaus naheliegend, dass hier eine Krankheit/Behinderung psychischer und/oder hirnorganischer Ursache vorliegt, aber auch da könnt Ihr Euch schlecht "reinhängen". Das Wissen bzw die Vermutung erklärt das Verhalten aber, und das lässt es einen vllt auch besser "aushalten".


    Du machst das schon gut so, wenn Du da innere Distanz aufbaust und "cool" bleibst. :thumbup:


    Dem "Angreifer" keine Grundlage geben

    Menschen mit querulatorischen Neigungen, bzw gekränkt Mecker:innen brauchen keine echten Grundlagen. Man kann es ihnen nicht recht machen. Es ist entspannter, wenn man tut, was man selber für richtig hält, und die Meckerei ins Leere laufen lässt.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

    Einmal editiert, zuletzt von Pfried () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Fried mit diesem Beitrag zusammengefügt.