Betriebsratssitzung boykottiert

  • Wir haben das explizit (auf meinen Wunsch hin) aufgenommen, um gerade solche Fragestellungen wie hier im Thread, zu vermeiden und mich garnicht erst in die Situation zu bringen, dass ich die Entscheidung treffen muss.

    Wenn sich das BRM falsch entscheidet, ist das im Zweifel sein Problem. Wenn ich (als BRV) das falsch entscheide, gefährdet das die Beschlussfassung.

    Oh, das passt super zu der anstehenden Umstellung unserer GO in dem Punkt. Wie handhabt ihr das, wenn ein BR-Mitglied im Urlaub doch an einer Sitzung teilnehmen möchtet?


    Wir haben zwar einen Urlaubskalender wo die Eintragungen "eigentlich" als gesetzte Verhinderungen gelten, aber was, wenn doch jemand kommen möchte? (Hat hier gestern für eine lange Diskussion geführt)


    Wie genau habt ihr das formuliert?


    wie liegt den da der Fall wenn dadurch das Gremium nicht mehr Beschlussfähig ist?


    Wir sind aktuell 5 BRM + 1 eBRM. Auch bei uns müssen BRM´s regelmässig zur Sitzungszeit Arbeiten. Aber nicht wegen höherem Arbeitsaufkommen, sondern wegen Personalmangel.

    Hatten wir hier auch: aus dem Bereich Rettungsdienst war es schwer, das EBM (kurzfristig) nachzuladen, weil ggf. ein Wagen für einige Stunden lahmgelegt wäre.


    Nachdem ich mich (mehrfach) unbeliebt gemacht habe, in dem ich darauf hingewiesen habe, dass ein latenter Personalmangel etwas anderes ist, als ein akuter (Ausfall durch Erkrankung), habe ich anhand der Urlaubsliste der ordentlichen BR-Mitglieder die voraussichtlichen Nachladungsdaten für das 1. EBM bis Ende des Jahres an die Abteilung geschickt (mit dem Hinweis, dass es selbstverständlich auch im BR zu kurzfristigen Ausfällen und dementsprechend kurzfristigen Nachladungen kommen kann).


    Zumindest hat so ein Dienstplaner die Chance, die planbaren Ladungstermine im Voraus zu berücksichtigen.


    Was reguläre BR-Mitglieder angeht: habt ihr einen Ausschuss Arbeitszeiten, der die Dienstpläne freigibt?

    Wenn ja. warum wird nicht darauf geachtet, dass für die BR-Mitglieder in der Sitzungszeit ein Ersatz möglich (eingeplant) ist, ansonsten wird der Dienstplan eben nicht freigegeben?

    Manchmal reicht freundliches Zähne zeigen - auch lächelnd kann man auf die Rechte hinweisen - und der Schritt zum Gericht ist letzten Endes dann doch nicht notwendig.

    2 Mal editiert, zuletzt von Binchen3 () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Binchen3 mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Und mal ehrlich: Wenn Randolf und das BAG sich widersprechen, dann votiere ich für das BAG. :*

    Pfried ich habe dazu sogar im Fitting gelesen, wo dasselbe drinsteht. Ich meine nur nicht, dass der Ausnahmefall so weit zu definieren ist wie es hier ggf. nötig wäre (aber ich mag mich irren)


    Aber Ausnahmefall kann ja schlecht sein, das sich der BR z.B. durch Urlaube selbst unter die Beschlussfähigkeitsgrenze bringt oder (noch absurder) z.B. ich als BRV bemerke: UPS, alle doofen BRM und EBRM sind verhindert, ich bin alleine dann beschließe ich mal alleine zu etwas, was eigentlich auch noch warten könnte bis die BRM/EBRM wieder da sind.


    Bei Fristablaufangelegenheiten kann ich mich damit ja noch gedanklich anfreunden, wobei da dann natürlich z.B. Ladungsfristen, TO-Vorbereitung der BRM auch nicht mehr den formalen Fristen entsprechen kann.

    Dieses BAG-Urteil öffnet quasi für den Fall der drohenden Beschlussunfähigkeit oder da tatsächlichen Beschlussunfähigkeit die "Tür" für Beschlüsse die ansonsten ungültig wären wegen formaler Fehler.


    -->aber Pfried wir sind da glaube ich einer Meinung was das BAG-Urteil angeht, nur unterschiedlicher Auffassung was die Bedeutung für den BR sein muss, wobei natürlich auch das BAG-Urteil erstmal das Maß der Dinge ist, bis das nächste dazu kommt.

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


  • Randolf , so viele Worte, die so wenig Inhalt vermitteln. Bitte lies einfach das komplette Urteil und versuche es zu verstehen. Da wird auch erklärt, worüber Du herumspekulierst

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • Wir haben zwar einen Urlaubskalender wo die Eintragungen "eigentlich" als gesetzte Verhinderungen gelten, aber was, wenn doch jemand kommen möchte? (Hat hier gestern für eine lange Diskussion geführt)


    Wie genau habt ihr das formuliert?

    Wir haben uns in der GO auf das Wesentlichste beschränkt, das wir konkreter regeln wollten oder (Videokonferenz) regeln mussten.

    Es läuft aber so, dass ich die Einladung an die Teilnehmenden (E)BRM schicke und immer in Kopie an alle, die verhindert sind, aber eigentlich dran gewesen wären. Dazu schreibe ich in die Einladung, wer verhindert ist und wer dafür zum Zuge kommt.


    So wie sich dann die Eingeladenen abmelden können, steht es den verhinderten Personen frei, sich auch wieder anzumelden. Dann fliegt halt jemand kurzfristig raus.


  • Bratislav , eine Anmerkung zu Deinem Einwand: Wenn ich also feststelle, BR ist nix für mich, dann trete ich verdammt nochmal zurück und blockieren nicht den BR durch Absenz.

    Hallo Fried, ich weiß was Du meinst, und bin gar nicht weit von deiner Ansicht weg.

    Aber bei uns hieße das "Neuwahlen" und Du darfst raten wer das dann zu organisieren hätte.

    (Ein Versuch muss reichen :P )

    Ich habe eine kleine Hoffnung das wir es bis kurz vor den regulären Wahlen schaffen, um dann in die Situation zu kommen das wir fürs nächste Gremium eine verlängerte Amtszeit geltend machen können.


    Zusätzlich bin ich beim mitlesen hier, immer wieder Dankbar ein Gremium zu haben welches nicht gegeneinander Arbeitet. Das ist glaube ich fürs Gremium und für die Mitarbeiter ein großer Segen.