Mitbestimmung bei externem Sicherheitsdienst

  • Also warum muss der Weg?

    Die Einschüchterung ist abstrakt (was nicht ausschließt, dass die Betroffenen sich konkret betroffen fühlen - und man muss als BR und AG damit irgendwie umgehen).

    Als BR gehe ich mit der Betroffenheit der von mir vertretenen AN um, und da wären mir diese doch deutlich näher als ein externer Sicherheitsdienst.


    Dass AN mit Migrationshintergrund sich betroffen fühlen, wenn Menschen, die für eine rechtsextreme Partei werben, für ihre Sicherheit zuständig sein sollen, kann ich verstehen.


    Dass das im Konkreten ein schwieriges Pflaster ist, ist aus dem Thread klar geworden.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • Anscheinend ist das ja nicht vorgekommen. Also warum muss der Weg?

    Mitarbeitende fühlen sich beeinträchtigt, die Begründung ist offenbar nicht gänzlich aus der Luft gegriffen. Sicherlich kann man auch warten, bis etwas handfestes passiert ist.

    Auf der anderen Seite beseitigen wir Gefahrenstellen ja auch oft, bevor etwas passiert. Nur weil wir es für möglich halten, dass etwas passiert und die Folgen schwer wären.

    Warum nicht analog zu anderen Gefahren auch mal diese Situation prüfen, bewerten und den AG zum Handeln auffordern.

  • Mitarbeitende fühlen sich beeinträchtigt, die Begründung ist offenbar nicht gänzlich aus der Luft gegriffen. Sicherlich kann man auch warten, bis etwas handfestes passiert ist.

    Auf der anderen Seite beseitigen wir Gefahrenstellen ja auch oft, bevor etwas passiert. Nur weil wir es für möglich halten, dass etwas passiert und die Folgen schwer wären.

    Warum nicht analog zu anderen Gefahren auch mal diese Situation prüfen, bewerten und den AG zum Handeln auffordern.

    Ich sehe das ähnlich.


    Lieber jetzt versuchen zumindest auf das Problem aufmerksam zu machen bevor es größer wird.

    Ob der BR damit auf Verständnis stösst ist damit nicht garantiert, weil manche Menschen das Problem nicht nachvollziehen können oder wollen.*

    Unsicherheitsgefühle sind erstmal subjektiv, aber angesichts der politischen Positionen im rechten Spektrum fühlen sich Menschen mit Migrationshintergrund und etliche andere Menschen zu Recht bedroht.

    Es wäre gut Argumente zu sammeln. Ein wichtiges ist m.Mn. neben dem oben Genannten, dass die MA und Sicherheitsleute sich sowohl im Betrieb als auch in der Freizeit begegnen, was es für die MA noch belastender macht.

    Der AG hat seinen MA gegenüber eine Fürsorgepflicht - und zwar allen gegenüber.


    *Mir ist die Diskussion zwischen zwei früheren Kollegen noch sehr präsent. Sie und ihre Vorfahren waren seit Generationen Deutsche, sie hatte aber sowohl einen osteuropöischen Vor- als auch Nachnamen und hatte oft erlebt, dass andere sofort annahmen sie könne keine Deutsche sein (garniert mit Lob für Ihr gutes Deutsch) oder sie auf ihr Aussehen reduzierten. Wegen ersterem hatte sie nach der Heirat den traditionell deutsch klingenden Nachnamen ihres Mannes angenommen.

    Zu letzterem sagte der Kollege, dass er sich nie so verhalten würde und so etwas auch nicht beobachtet hätte, also könne das was sie schilderte nicht passiert sein, denn: Männer verhielten sich so nicht.

    Nach einem längeren Gespräch hat er dann seine Meinung geändert und verstanden, dass seine Erfahrungen nicht alle möglichen Ereignisse abdecken und das es auch Männer und Frauen gibt, die sich sexistisch verhalten.

    Diese Diskussionen können dann funktionieren, wenn eine gewisse Offenheit für andere Erlebnisse und Positionen vorhanden ist.

  • Wir haben genug unappetitliches Ausgegraben. Wir bekommen einen neuen Sicherheitsdienst. Hoffentlich kommen wir damit nicht vom Regen in die Traufe. Dem Neuen werden wir von Anfang an genauer auf die Finger schauen.

  • Wir haben genug unappetitliches Ausgegraben. Wir bekommen einen neuen Sicherheitsdienst.

    Ui. Das macht natürlich neugierig. Was habt Ihr gefunden? Den AG so schnell überzeugt?

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • die Frage, ist den in der Firma was vorgefallen, wurde nicht beantwortet.

    Doch, wurde sie.


    Das möchte ich nicht öffentlich erklären. Quellenschutz und so.

    Verständlich. Trotzdem schade.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

    Einmal editiert, zuletzt von Pfried () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Fried mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Hallo,


    NEIN, wurde es eben nicht.


    Hier wurden von anderen (nicht vom TE) nur Mutmaßungen getroffen und alles mögliche unterstellt.


    Der TE schrieb:

    Zitat

    Nein, da tragen sie weder Parteilogo noch fallen sie direkt auf.


    Darum würde ich niemanden was unterstellen, auch dem TE nicht :) Aber das meine einfache Frage nicht beantwortet wurde bisher kann man zumindest deuten, wenn man den will.


    Also nochmals, warum musste der Sicherheitsdienst weg? Weil manche in der AFD sind? Ohne dass sie in der Firma Werbung dazu machen?

    Ich will doch nur den Grund wissen. :)


    Gruß

    Gerhard

  • Also nochmals, warum musste der Sicherheitsdienst weg? Weil manche in der AFD sind? Ohne dass sie in der Firma Werbung dazu machen?

    Das steht alles im Thread. Teils wiederholt. Auf Nachfragen vom Threadstarter bestätigt.


    Wenn alle anderen, die an einer Kommunikation beteiligt sind, den Inhalt verstehen, eine Person aber nicht, dann liegt das mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit nicht an einem Mangel in der Kommunikation, sondern an der einen Person.


    1.

    Hans Luft : Gibt es konkrete Ereignisse in Eurem Betrieb? Diesbezgl?

    Nein, da tragen sie weder Parteilogo noch fallen sie direkt auf.

    2.

    Einschüchternd, so scheint es mir, sind sie nicht durch konkretes Tun im Sicherheitsdienst, sondern durch das im Betrieb vorhandene Wissen, wie die Sicherheitsdienstleute außerhalb des Betriebes unterwegs sind.

    Genau das.

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