Leidensgerechter Arbeitsplatz.

  • Hallo,

    da ich nichtmehr Nachtschicht arbeiten kann und auch auch nicht mehr schwer arbeiten kann, wurde mir vor zwei Jahren einen Leidensgerechter Arbeitsplatz zugewiesen.

    Dieser Neue Arbeitsplatz hatte auch nichts mit meinem Beruf zu tun was für mich auch eine große Erleichterung war.

    Da ich keinen direkten Ansprechpartner hatte sollte ich die Abteilung wechseln um einen Vorarbeiter zu haben. Die neue Abteilung hat wieder was mit meinem Beruf zu tun.

    Dieses wechseln erschließt sich für mich sehr belastend. Ich kriege immer mehr Aufgaben zugeteilt und ich werde mehr kontrolliert, ob ich die Arbeiten auch gemacht habe.

    Wie soll ich mich jetzt verhalten.

  • Da ich keinen direkten Ansprechpartner hatte sollte ich die Abteilung wechseln um einen Vorarbeiter zu haben. Die neue Abteilung hat wieder was mit meinem Beruf zu tun.

    Dieses wechseln erschließt sich für mich sehr belastend. Ich kriege immer mehr Aufgaben zugeteilt und ich werde mehr kontrolliert, ob ich die Arbeiten auch gemacht habe.

    Wie soll ich mich jetzt verhalten.

    demnach hast Du jetzt wieder einen direkten Ansprechpartner.

    Hast Du diesen schon mal darauf angesprochen?

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


  • tinto , abgesehen davon, dass mir hier sehr viel Informationen fehlen, um sinnvoll zu antworten eine Gegenfrage:


    Gibt es einen BR? Habt Ihr eine SBV (wg des Unterforums gehe ich davon aus, Du bist SB)? Wenn eines davon oder beides zutrifft, wende Dich an diese - die sind vor Ort und können Probleme ganz anders angehen.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • Nachfrage


    - gibt es zu dem leidensgerechten Arbeitsplatz eine Stellenbeschreibung?

    Manchmal reicht freundliches Zähne zeigen - auch lächelnd kann man auf die Rechte hinweisen - und der Schritt zum Gericht ist letzten Endes dann doch nicht notwendig.

  • Es gibt keine Stellenbeschreibung. Diese Stelle wurde aus Not erschaffen. Anfangs war ja die Arbeit nicht schwer aber seit Abteilungswechsel ist für mich die Arbeit sehr belastend.

    Was sollen denn der Betriebsrat und Schwerbehindertenvertteter machen.

  • Für mich zum Verständnis:


    Du konntest keine Nachtschicht mehr machen und wurdest dann auf einen anderen Arbeitsplatz umgesetzt, der leidengerecht war.

    Dann wurdest du auf einen neuen Arbeitsplatz umgesetzt und bei diesem Wechsel haben BR und SBV gesagt, du sollst dahingehen? Falls ja: was waren die Gründe? Wolltest du dahin oder wurdest du gegen deinen Willen umgesetzt?War der jetzige Arbeitsplatz damals aus deiner Sicht leidensgerecht? Ist er es jetzt immernoch?

    Warum ist der Wechsel belastend? Und inwiefern wirst du kontrolliert, dass du deine Aufgaben machst? Denn so ziemlich jede (vernünftige) Führungskraft kontrolliert ja mehr oder minder, ob die Leute nur Däumchen drehen ;) Da ich vermute, dass da mehr hintersteckt wollte ich mal nachfragen.

    Seit wann bist du in der neuen Abteilung und kannst du evtl wieder in die alte zurück?

  • Die Gründe waren, dass bei diesem Arbeitsplatz einen Vorarbeiter als Ansprechpartner habe der den gleichen Beruf hat wie ich.

    Ich wollte diesen Wechsel nicht.

    In der neuen Abteilung bin ich seit Januar.

    Ob ich wieder zurück kann dass würde ich mir wünschen, doch leider wird es nicht einfach sein.

  • Die Infos bleiben unzureichend bzw unklar. Ich bin raus.

    Das waren die Schwerbehindertenvertreter und der Betriebsrat, die gesagt haben, ich soll in die neue Abteilung wechseln.

    Warum sollte Dich das abhalten, sie zu kontaktieren?

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • Was sollen denn der Betriebsrat und Schwerbehindertenvertteter machen.

    Dir die Informationen geben, nach welchen du hier - im Forum für Betriebsräte und Schwerbehindertenvertretungen - fragst!


    da ich nichtmehr Nachtschicht arbeiten kann und auch auch nicht mehr schwer arbeiten kann, wurde mir vor zwei Jahren einen Leidensgerechter Arbeitsplatz zugewiesen.

    Im geschilderten Kontext bezweifle ich "zugewiesen".
    Im Rahmen der Fürsorgepflicht - vielleicht hattest du auch ein Attest vorgelegt oder der Wechsel war Ergebnis eines BEM-Verfahrens - wurde dir mit einiger Wahrscheinlichkeit ein anderer - nämlich ein leidensgerechter! - Arbeitsplatz angeboten und du hast wahrscheinlich akzeptiert, um dein Beschäftigungsverhältnis zu sichern.

    Das waren die Schwerbehindertenvertreter und der Betriebsrat, die gesagt haben, ich soll in die neue Abteilung wechseln.

    Sie haben dir ihren Rat sicherlich auch begründet und offenbar waren die Gründe für dich einleuchtend, sonst wärst du dem Rat ja nicht gefolgt.

    Eine Anweisung können weder BR noch SBV gegeben haben, da beide keine Weisungsbefugnis haben.

    Ich wollte diesen Wechsel nicht.

    Du bist ja wohl kaum gegen deinen Willen versetzt worden!


    Wir hier können nicht wissen, wie die Vorgeschichte und die genauen Gründe waren, was ihr besprochen habt oder was nun anders ist als zuvor, weswegen du nun wieder zurück willst - was der Arbeitsgeber ggf. gar nicht machen darf und auch du selbst nicht mehr machen kannst, da nicht leidensgerecht, wenn du doch keine Nachtschicht mehr machen kannst!


    Auch mir ist daher unklar, worauf du bei diesem Versetzungsaspekt eigentlich hinaus willst oder was du von uns hören willst.


    Was am Ende bleibt:

    Ich kriege immer mehr Aufgaben zugeteilt und ich werde mehr kontrolliert, ob ich die Arbeiten auch gemacht habe.

    Wir können nicht beurteilen, ob dies die bei euch normalen Kontrollen sind oder du - aus welchen Gründen auch immer - häufiger oder intensiver kontrolliert wirst. Das musst du vor Ort klären und ggf. deine Interessenvertretungen vor Ort einschalten.


    Deine Ansprechpartner, die auch die Situation bei euch im Betrieb kennen, sind tatsächlich deine Interessenvertretungen vor Ort: BR und SBV.

    Man wird alt wie ein Haus und lernt doch nie aus.

  • Hallo,


    auch ich kann hier keine genauen Anweisungen geben, da für derartige personelle Einzelfälle ein Forum nicht geeignet ist.


    Wenn Du schwerbehindert bist, hast Du zusätzlich noch bei Problemen die Möglichkeit, als externe Unterstützung den örtlich zuständigen Integrationsfachdienst

    Integrationsfachdienst – Wikipedia

    zu kontaktieren, den es in jedem Stadt- und Landkreis gibt.


    Du wirst aber nicht darum herumkommen, daß Du in irgendeiner Form in die betriebliche Organisation (einschließlich weisungsberechtigtem Vorgesetzten) eingegliedert wird. Die entscheidende Frage ist, ob auch nach der Orga-Änderung der Arbeitsplatz in Hinblick auf Arbeitsaufgaben und Arbeitsorganisation leidensgerecht bleibt.

  • Hallo, nochmal kurz erklärt.

    Im Juni 2022 hatte ich ein Gespräch mit meinem Arbeitgeber und mit dem Vorgesetzten des neuen Arbeitsplatzes.

    Mir wurde bis heute keine Arbeitsplatzbeschreibung übergeben und bis heute wurde mir auch nicht gesagt, was meine Arbeitsaufgaben sind.

    Dieser neue Arbeitsplatz soll leidensgerecht sein und nur Frühdienst haben.

    Bei meinem vorigen Arbeitsplatz war ich Elektriker und bei dem neuen Arbeitsplatz Haustechniker.

    Bei dem neuen Arbeitsplatz musste ich auch die Abteilung wechseln.

    Voriger Arbeitsplatz Fachbereich technischer Facility-Management und neuer Arbeitsplatz jetzt nur Facility-Management (Büroarbeiten)

    Ich habe diese Umsetzung nur zugestimmt:

    1. Keine Schichtarbeit/Nachtschicht

    2. Leichtere Tätigkeiten (wenig handwerklich)

    3. Aus dem Gespräch vom Juni 2022, hauptsächlich sollte ich die Schnittstelle sein zwischen mein Arbeitgeber und Kunde.

    (z.B. Störungen melden und verfolgen, Fremdfirmen begleiten usw.)

    Leider wurden die Arbeiten immer mehr, ich muss teilweise selbst die Störung beseitigen, ich muss mir selbst das Material besorgen usw.

    Die Arbeitssituation hat sich verschlechter und zum negativen entwickelt.

    Ich habe keine direkten Ansprechpartner von meiner jetzigen Abteilung, wenn es Problem gibt.

    Jetzt ist mein Arbeitgeber auf die Idee gekommen, zusammen mit der SBV und Betriebsrat, ich soll in die Abteilung wechseln, was auch mit meinem Beruf zu tun hat.

    Also gesagt, getan, bin ich jetzt in der Abteilung, wo ich auch einen Vorarbeiter habe.

    Dieser Vorarbeiter nimmt keine Rücksicht auf meine Vorerkrankung. Ich soll die anstehenden Arbeiten alleine ausführen, es ist für mich sehr belastend.

    Er kontrolliert mich sehr oft und ich soll mich an seinen Anweisungen halten, die er mir vorgibt, was für mich als schwierig darstellt.

    Wie gesagt, ich habe diese Arbeitsplatzversetzung nur zugestimmt, um es leidensgerechter zuhaben.

    Jetzt meine Fragen.

    Wie soll ich mich verhalten, welchen Schritt sollte ich tun?

    Vielen Dank.

  • Wie soll ich mich verhalten, welchen Schritt sollte ich tun?

    Wie bereits gesagt, mit BR und SBV über die konkrete Situation reden. Deren Idee war ja nicht schlecht, es mangelt aber an der Umsetzung und am Vorgesetztenverhalten.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • Alternativ ggf. auch (nochmal?) mit dem Vorarbeiter sprechen?

    Weiß dieser denn von deinen gesundheitlichen Einschränkungen und riskiert quasi bewusst deine Gesundheit?

    Oder behandelt er dich "nur" wie jeden anderen weil er es nicht besser weiß und reagiert deshalb unwirsch, weil du seine Anweisungen nicht befolgst bzw. befolgen kannst?

    Wenn er davon weiß und es ihm egal ist wird ein Gespräch wohl wenig bewirken, daher dann wirklich direkt ab zu deinen Interessenvertretungen. Falls du das Gespräch nicht oder nicht alleine führen möchtest auch.

    Nur als Input, je nachdem wie die Verhältnisse bei euch vor Ort so sind.


    Du kannst uns ja gerne auf dem Laufenden halten, nachdem du mit deinen Leuten gesprochen hast, vielleicht haben wir ja dann noch anderen Input:) In jedem Fall schonmal alles Gute für dich in deiner belastenden Situation!

  • So, heute habe ich ein Gespräch mit meinem Vorgesetzten gehabt, weil er von selber nie ein Gespräch für erforderlich hält.

    Ich habe ihm gesagt, dass ich einen Schwerbehindertenausweis habe.

    Das hat ihm wenig interessiert, daraufhin habe ich gefragt, warum er mich im August zu einem Kletterkurs (PSA Arbeiten gegen Absturz) schicken will. Er argumentierte es so, dass wenn ich diesen Kurs nicht absolviere, dann bin ich für diese Stelle nicht voll einsatzfähig, das hat mich so umgehauen.

    Keiner weiß welche Krankheit ich habe, alleine mit bei der Diagnose darf ich nicht klettern.

    Wie sollte ich mich jetzt verhalten?

    Soll ich es der SBV sagen, dass ich nicht einsatzfähig wäre?

    Hätte ich damals nicht zugestimmt die Abteilung zu wechseln, es wird immer schwieriger und schlimmer für mich.

  • Er argumentierte es so, dass wenn ich diesen Kurs nicht absolviere, dann bin ich für diese Stelle nicht voll einsatzfähig, das hat mich so umgehauen.

    Wenn das für Teile der Arbeit Voraussetzung ist, dann ist das ein optimales Feld, auf dem sich das Integrationsamt austoben kann.

    Klingt nach technischen Hilfen in Reinkultur.


    Sprich doch mit deiner SBV über das Problem. Zum einen natürlich, damit ihr schaut, wie deine Interessen am Besten gewahrt werden - aber vielleicht ist es bei euch ja möglich, eine Sensibilisierung für die Belange von MA mit Behinderung bei deinem Vorgesetzten zu wecken.

  • Wie sollte ich mich jetzt verhalten?

    Wie bereits gesagt, mit BR und SBV über die konkrete Situation reden.

    Ich lese nirgends, dass Du das gemacht hast. Wenn nicht, dann hole das schnellstens nach.

    Soll ich es der SBV sagen, dass ich nicht einsatzfähig wäre?

    Natürlich schilderst Du dieser die Problematik.


    Keiner weiß welche Krankheit ich habe, alleine mit bei der Diagnose darf ich nicht klettern.

    Frage: Wurde der BÄD denn nicht eingeschaltet? Das wäre doch dringend notwendig gewesen und ist es jetzt erst recht. Dort wird anhand von Diagnosen, Symptomen etc Deine Einsatzfähigkeit beurteilt und das Ergebnis dem AG (unter Wahrung der ärztlichen Schweigepflicht) mitgeteilt.


    Und hast Du diesen Tipp schon befolgt?

    Wenn Du schwerbehindert bist, hast Du zusätzlich noch bei Problemen die Möglichkeit, als externe Unterstützung den örtlich zuständigen Integrationsfachdienst

    https://de.wikipedia.org/wiki/Integrationsfachdienst zu kontaktieren, den es in jedem Stadt- und Landkreis gibt.

    Ich will nicht oberlehrerhaft wirken, aber Du hast doch bereits mehrere klare Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt bekommen (IFD, BR, SBV, BÄD). Setze die doch mal um, was anderes wirst Du hier nicht zu lesen bekommen, wenn Du die notwendige Schritte nicht gehst.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

    4 Mal editiert, zuletzt von Pfried () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Fried mit diesem Beitrag zusammengefügt.