Lieferkettensorgfaltspflichten-Gesetz/ Hinweisgeberschutzgesetz und vielleicht noch etwas AGG

  • Ich habe diese Themen nun schon des Öfteren beim IFB und auch bei der IGMetall angesprochen.

    Gerne würde ich mich mit diesen Gesetzen intensiver auseinandersetzen.

    Aber außer Tages oder online Seminare finde ich nichts.

    Ich würde ein mehrtägiges Seminar gerne annehmen.

    Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt, sei wachsam

    Reinhard Mey

  • In Verbindung mit dem wohlgewählten Unterforum ist die Antwort von @Kehler leider wertlos.


    Ich sehe (auf den ersten Blick) beim Lieferkettensorgfalts-Gesetz keinen direkten Bezug zur Betriebsratsarbeit. Sicherlich können sich aus den Rahmenbedingungen Regelungsinhalte ergeben, die dann indirekt wieder zu einer Beteiligung des BR führen, aber für eine umfassendere Schulung fehlt mir gedanklich der notwendige Bezug.


    Das Hinweisgeberschutzgesetz führt sicherlich zu einem Haufen mitbestimmter Regelungsinhalte aus § 87. Da halte ich die entsprechenden Schulungen (primär meines Erachtens Ordnung im Betrieb und Leistungskontrolle) auch ohne den speziellen Bezug zu einem Gesetz für sinnvoller.


    Und zum AGG findet sich nichts? Das verwundert mich etwas.

    Der ifb bietet ein allgemeines Präsenzseminar über 2,5 Tage an. Der andere Anbieter mit dem eher semiprofessionellen Forum hat eine ähnliche Schulung im Angebot. Dazu kommen die weiteren Schulungen, die eher spezieller sind (Mobbing, Sexuelle Belästigung, SBV-Seminare - zu denen man sicherlich auch als BRM kann, Integration). Da sollte sich doch etwas finden lassen.


    Alternativ - wenn denn bei euch oder befreundeten Unternehmen / Betriebsräten der Bedarf besteht - ist das ifb ja auch für In-House-Seminare mit beinahe beliebigem Inhalt verfügbar. Oder aber (haben wir auch schon mal gemacht) ihr fragt euren Anwalt, ob er mal für einen Tag vorbeikommen kann, um euch das zu erklären. Da müsst ihr mit dem AG aber kreativ die Kostenübernahme klären.

  • Ich sehe (auf den ersten Blick) beim Lieferkettensorgfalts-Gesetz keinen direkten Bezug zur Betriebsratsarbeit. Sicherlich können sich aus den Rahmenbedingungen Regelungsinhalte ergeben, die dann indirekt wieder zu einer Beteiligung des BR führen, aber für eine umfassendere Schulung fehlt mir gedanklich der notwendige Bezug.

    Betriebsverfassungsgesetz
    § 106 Wirtschaftsausschuss

    (1) In allen Unternehmen mit in der Regel mehr als einhundert ständig beschäftigten Arbeitnehmern ist ein Wirtschaftsausschuss zu bilden. Der Wirtschaftsausschuss hat die Aufgabe, wirtschaftliche Angelegenheiten mit dem Unternehmer zu beraten und den Betriebsrat zu unterrichten.
    (2) Der Unternehmer hat den Wirtschaftsausschuss rechtzeitig und umfassend über die wirtschaftlichen Angelegenheiten des Unternehmens unter Vorlage der erforderlichen Unterlagen zu unterrichten, soweit dadurch nicht die Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse des Unternehmens gefährdet werden, sowie die sich daraus ergebenden Auswirkungen auf die Personalplanung darzustellen. Zu den erforderlichen Unterlagen gehört in den Fällen des Absatzes 3 Nr. 9a insbesondere die Angabe über den potentiellen Erwerber und dessen Absichten im Hinblick auf die künftige Geschäftstätigkeit des Unternehmens sowie die sich daraus ergebenden Auswirkungen auf die Arbeitnehmer; Gleiches gilt, wenn im Vorfeld der Übernahme des Unternehmens ein Bieterverfahren durchgeführt wird.
    (3) Zu den wirtschaftlichen Angelegenheiten im Sinne dieser Vorschrift gehören insbesondere1.die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Unternehmens;
    2.die Produktions- und Absatzlage;
    3.das Produktions- und Investitionsprogramm;
    4.Rationalisierungsvorhaben;
    5.Fabrikations- und Arbeitsmethoden, insbesondere die Einführung neuer Arbeitsmethoden;
    5a.Fragen des betrieblichen Umweltschutzes;
    5b.Fragen der unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten gemäß dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz;

    Die Fettung ist von mir



    Ich habe den ein oder anderen Vortrag zu diesen Gesetzen schon gehört.

    Daher kann ich deren Umfang nur erahnen.

    Allein der Umgang mit der Risikoanalyse ist doch sehr anspruchsvoll.

    Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt, sei wachsam

    Reinhard Mey

  • Ok, das hatte ich so nicht auf dem Schirm. Ist bei uns einfach kein Thema (vermute ich zumindest. Mangels entsprechender Einarbeitung verfüge ich da nur über Randkenntnisse).


    Ich bin selber nicht im Wirtschaftsausschuss und kann daher nicht ganz so gut beurteilen, wie tief man sich da einarbeiten sollte. Aber wäre das Thema, wenn es denn bei euch maßgeblich relevant wäre, nicht ein wirklich guter Grund, eine Kollegin oder einen Kollegen mit Fachkenntnis in den WA zu holen? Auch der AG braucht da ja eine entsprechende Expertise, die bestenfalls im Kellegium zu finden ist.


    Aber ganz grundsätzlich finde ich den Ansatz sehr gut, das bestmöglich verstehen und nachvollziehen zu wollen, was einem der AG erzählt. Ich würde dennoch vermuten, dass die Zielgruppe zu klein ist für eine regelmäßig angebotene Schulung.


    Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass man mit den Ansprechpartnern des ifb wirklich gut reden kann. Melde deinen Wunsch doch mal direkt an und frage nach, was man da machen kann. Vielleicht kann ja auch das ifb eine illustre Truppe zusammenbekommen, die sich in das Thema noch tiefer einarbeiten möchte.

  • Ich habe diese Themen nun schon des Öfteren beim IFB und auch bei der IGMetall angesprochen.


    Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass man mit den Ansprechpartnern des ifb wirklich gut reden kann.

    Ich hatte gehofft, dass von Euch hier einige viele, auch den Wusch bekunden hier ein längeres Schulungsangebot seitens des IFB zu erhalten.

    Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt, sei wachsam

    Reinhard Mey