SBV Freistellung und die Teilzeitarbeit.

  • Servus zusammen,


    zuerst einmal - ich bin nicht die SBV.


    Unsere SBV hat aktuell 60% Arbeitszeit und ist gleichzeitig die Sekretärin von uns (des Betriebsrates).

    Für die SBV Tätigkeit wird sie natürlich freigestellt.


    Sie hat jetzt bei uns angefragt:

    Wenn sie eine komplette Freistellung hätte würden ihr dann 100% Arbeitszeit zustehen oder weiterhin nur die 60% Arbeitszeit?


    Wenn ja hat evtl. jemand das passende Urteil dazu in greifbarer Nähe? So rein um das mal der GF auf den Tisch zu legen.



    mfg

  • Sie hat kein Anrecht auf ein Stundenerhöhung!

    ... aus der Freistellung heraus.


    Ich weiß nicht, wie es bei einer SBV geregelt ist. Im Betriebsrat umfasst eine gesetzliche Freistellung immer den Zeitlichen Umfang einer Vollzeitkraft. Wenn sie also von jemandem mit Teilzeit in Anspruch genommen wird, dann bleibt der Rest zur Verteilung übrig.


    Das hat aber aus der Freistellung heraus keine Auswirkungen auf den Arbeitsvertrag.

  • Hallo,


    die SBV bleibt bei 60% und kann sich ggfs. bei entsprechendem Arbeitsanfall auch für diese 60% freistellen lassen.

    Der gesetzliche Freistellungsanspruch besteht natürlich grundsätzlich für eine 100%-Arbeitskraft.


    Wie viel schwerbehinderte/gleichgestellte Beschäftigte gibt es denn im Betrieb?

  • Wenn sie eine komplette Freistellung hätte würden ihr dann 100% Arbeitszeit zustehen oder weiterhin nur die 60% Arbeitszeit?

    wäre die Freistellung denn überhaupt möglich?

    eine 100% Freistellung als SBV und dann einen Teil der Freistellung für Aufgaben als Sekretärin des BR "abarbeiten"?


    wird die Freistellung dann nicht "rechtswidrig" verwendet?

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


  • So wie ich das verstanden habe, ist die SBV mit 60% als Sekretärin angestellt, und zwar im Büro des Betriebsrats.


    Wenn 100 MA mit Schwerbehinderung im Betrieb sind, muss die SBV komplett (zu 100%) freigestellt werden.


    Jetzt ergibt sich das Problem, dass sich trotzdem nur mit 60% um die Schwerbehinderten gekümmert werden kann, weil der AG die Stelle nicht verpflichtend aufstocken muss. Bonusproblem: Im Büro vom Betriebsrat bleibt Arbeit im Umfang von 60% liegen, weil die SBV freigestellt ist.


    Lösungen:

    - Der/die erste Stellvertreter/in SBV ist recht oft aktiv. Ob er sich zu 40% freistellen lassen kann, weiß ich nicht.

    - Die Stelle im BR-Büro muss für die Dauer der Wahlperiode neu ausgeschrieben werden, damit die anfallende Arbeit erledigt wird.