schlechte Witterungsverhältnisse (Glatteis, Schnee)

  • Wenn durch schlechte Witterungsverhältnisse (Blitzeis, Schnee) Betriebsratsmitglieder nicht zur Sitzung in Präsenz kommen wollen/können, können diese dann per Video dazugeschaltet werden?

    Ist die Sitzung mit Beschlussfassungen dann rechtskräftig?

  • M.E. nur wenn die GO das zulässt und die Sitzung lt Ladung als Hybridsitzung angelegt war.


    Wenn ansonsten wegen der Straßenverhältnisse eine Teilnahme nicht zumutbar ist, gilt das m.E. als Verhinderung.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • Die GO beinhaltet schon die virtuelle Teilnahme in Ausnahmefälle.

    Allerdings ist die Einladung/Agenda in diesem Fall nicht auf "hybrid" ausgelegt gewesen, weil man zu dem Zeitpunkt der Einladung die kommenden Witterungsverhältnisse nicht absehbar waren.

    Folglich müsste die Einladung immer als Kombi (hybrid/Präsenz) ausgestellt sein, dass Beschlüsse rechtskräftig sind?

  • Folglich müsste die Einladung immer als Kombi (hybrid/Präsenz) ausgestellt sein, dass Beschlüsse rechtskräftig sind?

    und nicht vergessen darauf hinzuweisen das man als BRM dieses ablehnen kann, und wenn das 1/4 macht wars das mit dieser elendigen Hybrid-Sitzung.

    Ja ich weiß einige finden das gut, ich persönlich gar nicht.

    Eine vernünftige Sitzung kann mMn nur Face2Face durchgeführt werden.

  • Folglich müsste die Einladung immer als Kombi (hybrid/Präsenz) ausgestellt sein, dass Beschlüsse rechtskräftig sind?

    Das dürfte m.E. nicht möglich sein, da das Gesetz einen Vorrang der Präsenzsitzung vorschreibt.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • Seien wir doch mal ehrlich. Einige nutzen das Homeoffice doch aus. Und sind zu faul in den Betrieb zu kommen.

    Hier sollte man den Leute auch mal einen Riegel vorschieben.

    da das Gesetz einen Vorrang der Präsenzsitzung vorschreibt.

    und sich daran halten.


    Wenn durch schlechte Witterungsverhältnisse (Blitzeis, Schnee) Betriebsratsmitglieder nicht zur Sitzung in Präsenz kommen wollen/können, können diese dann per Video dazugeschaltet werden?

    Ich würde das wollen mal FETT. schreiben. Und Fried, warum findest du die Wahrheit nicht gut?

    Einmal editiert, zuletzt von ELBARADO () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von ELBARADO mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Einige nutzen das Homeoffice doch aus. Und sind zu faul in den Betrieb zu kommen.

    V.a. von einem BRM geäußert ist das eine m.E. sehr fragwürdige Aussage. Warum hat man Verächtlichmachung von Kolleg:innen nötig?

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • Seien wir doch mal ehrlich. Einige nutzen das Homeoffice doch aus. Und sind zu faul in den Betrieb zu kommen.

    Wir haben dazu eine Vereinbarung. Die MA mit Schwerbehinderung melden sich bei extremen Wetterlagen und arbeiten, falls möglich, von zu Hause bzw. fahren dann in den Betrieb, wenn die Wege wieder sicher sind.


    Ich würde noch mehr schreiben, bin aber zu faul, um das Argument von zu Hause aus zu widerlegen.

  • Und Fried, warum findest du die Wahrheit nicht gut?

    "Wahrheit"... Ein sehr großer Begriff, den eine bestimmte Klientel, die sich für erleuchteter hält, gerne missbraucht.


    Das mögliche Verhalten einzelner Menschen zu nutzen, um eine ganze Gruppe von Menschen verächtlich zu machen, und darauf aufbauend den BR zu missbrauchen, um denen "einen Riegel vorzuschieben", ist aus meiner Sicht einfach sehr weit daneben.


    Das Ganze natürlich, ohne etwas inhaltliches zur Ursprungsfrage beizutragen.


    Derlei "Argumentation" voller Ressentimments erinnert mich an etwas anderes - aber ich will hier nicht politisieren...


    Sabuchs , vllt schaltet sich noch jemand in die Diskussion ein, der/die eine aktuelle ausführliche Kommentierung hat, die die letzte Änderung des BetrVG beinhaltet. Zu denen gehöre ich ja leider nicht. U.U. findet sich da was genaueres zu Deiner Frage.


    Und es lohnt vllt, über die Suchfunktion des Forums ältere Threads zu verwandten Themen zu finden, "Hybrid" und "Online" wurde schon ein paar Mal diskutiert.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

    4 Mal editiert, zuletzt von Pfried () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Fried mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Die GO beinhaltet schon die virtuelle Teilnahme in Ausnahmefälle.

    Allerdings ist die Einladung/Agenda in diesem Fall nicht auf "hybrid" ausgelegt gewesen, weil man zu dem Zeitpunkt der Einladung die kommenden Witterungsverhältnisse nicht absehbar waren.

    Folglich müsste die Einladung immer als Kombi (hybrid/Präsenz) ausgestellt sein, dass Beschlüsse rechtskräftig sind?

    wenn alle anwesenden BRM der Änderung in hybride Sitzung zustimmen, dann sollten auch die Beschlüsse nicht angreifbar sein.


    Sollten nicht alle zustimmen, dann muss man ggf. auf Beschlussfassung verzichten, um sich nicht der Gefahr auszusetzen das ein Beschluss angreifbar sein könnte


    oder wie Pfried schrieb, von einer Verhinderung ausgehen


    -->unser BR-Gremium habt bisher in solchen Fällen einer Änderung in hybride Sitzung immer einstimmig zugestimmt (was willste auch sonst machen wenn man einen Beschluss fassen will)

    ob das dann rechtlich Bestand hat wird irgendwann ein Gericht klären müssen, wenn es je dazu kommen sollte, das ein Beschluss angegriffen wird wegen einen solchen Fall

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


  • Die MA mit Schwerbehinderung melden sich bei extremen Wetterlagen

    Viel zu pauschal formuliert, aber ist wohl garnicht so gemeint, nehme ich an.

    Denn die anerkannte Schwerbehinderung sagt ja nichts über die tatsächlichen Beschwerden aus, so eine pauschale Aussage würde also Rolli-Fahrer wie Manchen mit Hautkrebs gleichermaßen als bewegungseingeschränkt darstellen ....

    Daher nehe ich an, dass es schon Unterscheidungen gibt und lediglich die Formulierung zu salopp war.

    Man wird alt wie ein Haus und lernt doch nie aus.

  • wenn alle anwesenden BRM der Änderung in hybride Sitzung zustimmen, dann sollten auch die Beschlüsse nicht angreifbar sein.

    Da habe ich tatsächlich sehr starke Zweifel... Wo im Gesetz bzw in den Kommentierungen wird diese Möglichkeit genannt?


    Von meinem Verständnis her ist das so: Zum Zeitpunkt dieser Beschlussfassung sind die online teilnehmenden BRM nicht anwesend und können daher an der Abstimmung nicht teilnehmen. Sind sie wg einer echten Verhinderung nicht vor Ort, müsste nur für diese Beschlussfassung dann Ersatz geladen worden sein. Der BR kann also in der Sitzung gar nicht entscheiden, anders als in Präsenz zu tagen.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

  • Hallo Fried,

    Einige nutzen das Homeoffice doch aus

    das habe ich geschrieben.

    Das mögliche Verhalten einzelner Menschen zu nutzen, um eine ganze Gruppe von Menschen verächtlich zu machen,

    wie du darauf kommst bleibt nur dir vorbehalten. Wer wird denn verächtlich gemacht :?:


    "Wahrheit"... Ein sehr großer Begriff, den eine bestimmte Klientel, die sich für erleuchteter hält, gerne missbraucht.

    meinst du dich selber :?:

    Wenn mir BRM genau schildern das Sie das ab und zu so Handhaben ist das für mich die Wahrheit. Aber gerne kannst du etwas anderes behaupten.

  • Da habe ich tatsächlich sehr starke Zweifel... Wo im Gesetz bzw in den Kommentierungen wird diese Möglichkeit genannt?

    wenn eine Sitzung auch sehr kurzfristig angesetzt werden kann, soweit alle BRM/EBRM einverstanden sind - warum sollte ich dann aus eine hybride Sitzung nicht auch sehr kurzfristig ansetzen können?

    Etwas anders ist es ja nicht --> die Präsenssitzung wird abgesagt, die hybride Sitzung wird angesetzt


    --> bei uns sind i.d.R. auch immer alle geladenen BRM/EBRM anwesend

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


  • wenn eine Sitzung auch sehr kurzfristig angesetzt werden kann, soweit alle BRM/EBRM einverstanden sind

    Ist das so?


    Kann man eine Sitzung, zu der bereits geladen wurde, einseitig absagen und kurzfristig eine andere ansetzen? Es wäre mir neu, dass das rechtens möglich wäre.


    Die Frage, wo im Gesetz oder in den Kommentierungen dieses Vorgehen beschrieben wird, bleibt unbeantwortet.


    --> bei uns sind i.d.R. auch immer alle geladenen BRM/EBRM anwesend

    In einer Präsenzsitzung sind alle, die online teilnehmen, m.E. formal nicht anwesend.

    "Wenn Arbeit etwas schönes und erfreuliches wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen." (Paul Lafargue)

    4 Mal editiert, zuletzt von Pfried () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Fried mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Kann man eine Sitzung, zu der bereits geladen wurde, einseitig absagen und kurzfristig eine andere ansetzen? Es wäre mir neu, dass das rechtens möglich wäre.

    wieso einseitig?

    alle geladenen BRM/EBRM stimmen zu schrieb ich nix von einseitig.


    es wurde rechtzeitig geladen zu einer Präsenzsitzung inkl. TO und hier wird einstimmig die Präsenzsitzung abgesagt und die hybride Sitzung einberufen.

    --> und die Vorbereitungszeit war ja gegeben für die ursprüngliche Präsenzsitzung, da inhaltlich keine Änderung vorliegt


    Tillmanns/Heise/u.a., BetrVG § 29 Einberufung der Sitzungen / 3.3.3 Rechtzeitige Mitteilung der Tagesordnung | Haufe Personal Office Platin | Personal | Haufe

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