Bewerbungsgespräche Ablehnung durch VdsM

  • ich war bis zur letzten Wahl 2022 1. Stellvertreter, und bin von Allen einschließlich des VdS der best Ausgebildete.

    War aber während des Wahlkampfes erkrankt und bin erst seit Nov.2023 wieder im Dienst. Wahlkampf hat ich Alles selbst gemacht, ( Plakate usw. weil ich Vorstand in Gewerkschaft bin) habe dem VdS eigentlich noch zu einer 2.Amtszeit verholfen.

    die Wähler kannten Dich aus der vorherigen Wahlperiode und haben trotzdem (oder deshalb?) deinen Mitbewerber als SBV/VP gewählt, warum?


    Deinen Schilderungen nach, hätten die ja Dich wählen müssen, als fachlich kompetenten Bewerber und nicht den "planlosen Konkurrenten"

    Wähler sind ja nicht dumm, das wird ja einen Grund gehabt haben (gerade weil Du ja bereits vorher als 1. Stellvertreter den Wählern bekannt warst)

    Wähler wählen nicht unbedingt den fachlich kompetentesten Bewerber.

    Wähler wählen i.d.R. den Bewerber dem sie vertrauen und der Ihnen sympathisch ist und von dem sie sich "vorteile" ggü. den anderen Bewerbern versprechen.


    mit Verlaub: ich lese viel Enttäuschung und Unverständnis bei Dir raus, dass der Wähler so entschieden hat und den Wunsch endlich für die SBV-Aufgaben freigestellt zu werden.


    aber auch hier gilt m.M.n.: die Wähler bekommen die SBV/VP die sie wählen (verdienen)

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


  • Hallo Randolf,


    ich habe mich nur als Stellvertreter wählen lassen, und wenn ich nicht erkrankt wäre, hätte ich jenes ja auch geschafft, mir fehlten ja nur 8 Stimmen. Waren ja noch Plakate kurz vor Wahltag auszuhängen, und noch einige Leute zu besuchen...aber so is Life...krank .

    Als bei mir nicht ging, sollte dies ja der Vertrauensmann machen( Was er nicht machte), der hat aber dann eine andere Person, die wir als 2. Stellvertreterin( Tochter von seinem besten Kumpel der vor 6 Jahren hier Vertrauensmann war) haben wollten unterstützt und mir dadurch einige Stimmen gekostet. ( gewollt und ungewollt sei mal dahingestellt). Wahlbeteiligung war auch sehr gering. von über 400 haben gerade mal etwa 120 gewählt, und ich hatte 72 Stimmen. Die erste hatte 80, die 3. ( Tochter) um 35 und der Nächste 25.

    wollte eigentlich in Rente nach meiner Krankheit...aber das ist wieder andere Geschichte.

    So Randolf hast du denn jetzt auch einen Tip, eine andere Sichtweise wie ich hier noch agieren kann?

  • So Randolf hast du denn jetzt auch einen Tip, eine andere Sichtweise wie ich hier noch agieren kann?

    Nein, weil die Rechtslage hat albarracin ja klar dargestellt.


    bleiben 2 Möglichkeiten:

    akzeptieren wie es aktuell läuft und damit leben wie der Kollege sein Amt ausführt

    oder

    die 25% mobilisieren und versuchen die Amtsenthebung durchzusetzen, wobei das bei:

    von über 400 haben gerade mal etwa 120 gewählt, und ich hatte 72 Stimmen. Die erste hatte 80, die 3. ( Tochter) um 35 und der Nächste 25

    der Wahlbeteiligung von 30 % und davon haben 2/3 den Kollegen unterstützt m.M.n. eine äußerst unwahrscheinliches Unterfangen wird, da 25% also 100 Wahlberechtigte für einen Antrag auf Amtsenthebung zusammen zu bekommen.

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


  • Ich muss sagen bin ein Bisschen enttäuscht, weil gedacht habe vll eine Sichtweise zu bekommen einen Tip oder ein Gerichturteil was weiter hilft.

    Aber ausser Ironie wie von Albarracin ist nicht wirklich was konstruktives gekommen. Es ist schade im Forum viele Beiträge zu lesen, die sich aber nicht auf meine Frage beziehen.

    Niemand denkt wirklich an die, die wir vertreten schwerbehinderte Menschen.

    Trotzdem danke

  • Hallo Randolf,


    herzlichen Dank.... ja das wollte ich ja irgendwie vermeiden ....wegen Gesundheit, ich denke warte noch auf die

    Entscheidung die ausstehen und dann werde ich selbst eine Entscheidung treffen müssen, wahrscheinlich lege mein

    Amt nieder.


    beste Grüße

  • Niemand denkt wirklich an die, die wir vertreten schwerbehinderte Menschen.

    doch, tun wir alle.

    Haben wo die Möglichkeiten enden, müssen wir eben damit leben

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


  • Hallo fwindrath,


    was Du "Ironie" nennst, nenne ich Fakten. Die Rechtslage ist, wie sie ist und in diesem Punkt gibt es keinen Interpretationsspielraum.

    Und das Deine Kenntnisse elementarer Grundlagen der SBV-Arbeit nicht so gut sind, wie Du darstellst, ist ebenfalls ein Fakt.


    Oder willst Du lieber irgendetwas erfahren, was dir in den Kram passt, Du Dir aber damit in der Praxis eine blutige Nase holst???

  • Niemand denkt wirklich an die, die wir vertreten schwerbehinderte Menschen.

    Du meinst damit hoffentlich ausschließlich die Beteiligten in eurem Betrieb?!
    Andernfalls wäre der Vorwurf unverschämt: Weil wir dir nicht die gewünschte Munition gegen deine/eure VP liefern (können!), beschmeißt du (uns) alle pauschal mit Dreck und unterstellst uns Desinteresse am jeweils eigenen Amt, wenn nicht gar Pflichtvergessenheit?!


    Dennoch habe ich einen Vorschlag für dich: gegen die VP als Person vorzugehen bringt nichts, also agiere und argumentiere immer in der Sache. Weise ihn auf Versäumnisse hin, gern schriftlich, aber diese solltest du dann sauber und rechtssicher begründen. Stütze dich aufs SGB IX, ggf. auch AGG usw., ggf. auf die Kommentare zu den Gesetzen, ggf. ebenso auf bei euch vorhandene Betriebsvereinbarungen o.ä., aber nicht auf eigene Meinungen.

    Im Gegenzug kannst - solltest? - auch von ihm mal die Rechtsgrundlage einfordern, weshalb er - deiner Beschreibung nach! - Bewerber auslädt oder ablehnt. Denn das steht der SBV (m.W.!) nicht zu und ihm als gewählter VP somit auch nicht. Erstaunlich genug, dass eure Personalabteilung dies (deiner Beschreibung nach) mitzumachen scheint, ebenso euer BR ....?

    wahrscheinlich lege mein Amt nieder.

    Aufgeben, vor allem aus Frust, hilft den Schwerbehinderten und Gleichgestellten, welche ihr als SBV vertretet, auch nicht weiter. Und es würde der von dir beschriebenen Willkür auch freie Bahn verschaffen ... andererseits musst du natürlich auch an deine eigene Gesundheit denken und wenn dich die Situation krank macht, kann Amtsniederlegung eine sinnvolle Entscheidung sein.

    Man wird alt wie ein Haus und lernt doch nie aus.

  • An SB,


    Ja das ist ja auch ok.....das Alles was hier geschrieben wurde...hat mir ja nicht weitergeholfen, das ist ja auch das was ich weiß und wo noch Entscheidungen ausstehen.


    ich hatte gedacht das jemand etwa das Gleiche erfahren hat, das man zu einer Lösung gekommen ist, wie man persönlich auf VdsM (Vertrauensperson der schwerbehinderten Menschen) oder wie auch immer. Also aus Erfahrung weil erlebt. Das man ein Gerichtsurteil, oder die Dienststelle die beim Sozialgericht klagt (Amtsenthebung) wie auch zB. gegen Betriebsratsauflösung ...oder was auch immer. einfach Erfahrungen oder Tips hat. Klaro Paragraphen sind das A und O.

    Aber im öffentlichen Dienst stehen auch noch Erlasse zB. Aus eure Erfahrungen und eure Vorgehensweise wenn gehabt hätte

    ich mich gerne gefreut um meine Sichtweise zu verbessern.

    Trotzdem Danke für euere Hilfe

    Gruss Franz

  • hätte ich mich gerne gefreut um meine Sichtweise zu verbessern.

    Nun, das zumindest haben wir ja ganz sicher erreicht!

    Du kennst nun Handlungsoptionen und -vorschläge, hast konkrete Verweise auf anwendbare Paragrafen bekommen ... und evtl. nimmst du auch mit, an welcher Stelle du ggf. zurückstecken musst.

    Besuch der Grundlagenseminare wurde indirekt auch erwähnt?

    Man wird alt wie ein Haus und lernt doch nie aus.

  • Und ihr konntet beliebig viele Kreuzchen auf dem Wahlzettel für die Vertrauensperson machen?

    Oder wie kommt ihr zum Ergebnis:

    - Vorsitz 80 Stimmen

    - Du 72 Stimmen (8Stimmen fehlten mir)

    - (Tochter) 35 Stimmen

    - der Nächste 25


    Wenn die Beteiligung bei rund 120 Personen lag?


    Alternativ:

    Habt ihr mit einer Stimme die VP gewählt und die Zahlen sind aus der Wahl der Stellvertreter:innen?

    Einmal editiert, zuletzt von SBVler () aus folgendem Grund: Alternative eingefügt

  • Wahlbeteiligung war auch sehr gering. von über 400 haben gerade mal etwa 120 gewählt, und ich hatte 72 Stimmen. Die erste hatte 80, die 3. ( Tochter) um 35 und der Nächste 25.

    Liste der Vertrauensperson standen 2 Personen zur Auswahl

    wie kann dann die Tochter (3. Person) 35 Stimmen und der Nächste (4. Person) 25 Stimmen bekommen, wenn nur 2 Personen zur Auswahl standen?


    irgendwie verwirrst Du mich :/

    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit, denn Macht ohne Verantwortung ist wie ein Feuer außer Kontrolle.


  • Hallo fwindrath ,


    was ist denn eigentlich so schwer zu verstehen?


    Das hier

    oder die Dienststelle die beim Sozialgericht klagt (Amtsenthebung)

    ist bei der SBV nicht möglich. Der Arbeitgeber/Dienstherr hat keine gesetzliche Möglichkeit, eine Amtsenthebung der SBV zu initiieren.


    Und dieser Vergleich

    wie auch zB. gegen Betriebsratsauflösung

    ist nun mal nicht zulässig, da wir nicht über das BetrVG reden, sondern über das SGB IX.


    Zu

    ...oder was auch immer.

    hätte ich Dir eine Menge schreiben können, es hätte nur den klitzekleinen Nachteil gehabt, daß Du es in der Praxis nicht rechtswirksam hättest umsetzen können.


    Aber im öffentlichen Dienst stehen auch noch Erlasse zB.

    Nur ist das Dumme an der Sache, daß "Erlasse" etc. sich nun mal nicht über gesetzliche Vorschriften hinwegsetzen können.


    Und da die Regelung des § 177 Abs. 7 SGB IX zur Amtsenthebung nun mal abschließend ist und keinerlei Öffnungsklausel enthält, darf es nach der geltenden Rechtssystematik ("Normenpyramide") keine andere Regelung geben - erst recht nicht durch "Erlass".

  • Die Frage welche wir uns hier alle stellen fwindrath ist warum es bei der Vertrauensperson jeder Stimmberechtigte nur eine Stimme hat. Weil auch nur die Vertrauensperson zu wählen ist.

    Bei den Stellvertretern hängt es davon ab wie viele Stellvertreter zu wählen waren. Weil bis zu dieser Zahl kann aber muss der Stimmberechtigte abgeben.

    Bevor wir einfache oder komplizierte Gesetzen/Verordnungen erlassen sollten wir es vielleicht mit etwas einfachen wie Hochdeutsch versuchen :)